Im Park da gibts koa Sünd…

May 8th, 2008


[GoogleVideoDirektDickerKopf]

Freundlichkeit in Beton-Dur

May 7th, 2008

Da war diese ältere und offensichtlich verwirrte Frau am Ostbahnhof, die, als ich sie passierte, sofort anfing zu schimpfen: “Ihr verdammten Arschficker! Lasst mich endlich in Ruhe!”

Dann war da diese Frau mit Kinderwagen in der Strassenbahn, die fragte ob ich ihr einen Fünfer wechseln könnte. Das konnte ich nicht, aber ich fragte sie, was sie denn für ein Ticket brauchen würde. Sie bräuchte eine Kurzstrecke sagte sie und ich bot ihr spontan an, sie auf eine Kurzstrecke einzuladen. Einfach so. Ohne Hintergedanken (was soll man auch bei 1,20 € für Hintergedanken haben?). Verwirrt winkte sie ab und fragte andere Umstehende, ob sie ihr den Schein wechseln könnten.

Dann ist da dieser Mann aus dem Spätkauf, der eine Frisuir aus dem Jahre 1988 trägt und mich regelmässig mit einer gewissen Grummeligkeit empfängt, was wohl den Höhepunkt erreichte, als ich einmal seinen Laden betrat mit einem Telefon am Ohr. Als er kassierte schüttelte er nur den Kopf und war kurz vor ernsthaft empört. Manchmal sehe ich ihn tagsüber auf der Bank des Dönerladens neben ihm. Und er straft mich immernoch mit “diesem Blick”. Dabei habe ich nur telefoniert!

Manchmal könnte man den Wunsch in sich verspüren, den Plan aufzugeben die grosse Stadt mit Freundlichkeit zu fluten.

Wie würdest du das nennen?

May 6th, 2008

- Du tauschst dich in seitenlangen Mails mit dem Mädchen, das du nur einmal auf einem Festival gesehen und kennengelernt hast, zu einem überproportional grossen Teil über aktuelle Zeitschriften aus.

- Du freust dich wenn sie dir wieder geschrieben hat und guckst als erstes, wie lang ihre Mail geworden ist, damit du weisst auf was für eine Länge du dich freuen kannst.

- Du wächst über dich hinaus was deine Formulierungswut betrifft und bestreitest einen wahren Satzkonstruktbattle mit ihr.

- Du weisst das sie, nur kurz, in deine Stadt kommt und bist wirr und aufgeregt.

- Du lachst lauthals über die kleinen Spässe, die sie in ihre Briefe einbaut, auch wenn dich die Umstehenden und -sitzenden dafür komisch angucken.

- Du denkst nach dem aufwachen als erstes daran, ob sie dir wohl geantwortet hat.

- Du hast das Gefühl, keinen wundervollen Blogeintrag zu verfassen, weil deine Schreibkraft sich auf das verfassen von Antwortmails konzentriert.

- Du bist gelassen.

Platzhalter

May 5th, 2008

An dieser Stelle stehen demnächst Auszüge eines unglaublich tollen und fantastischen Mailwechsels. Please hold the line.

Fernsehen Metaebene

April 30th, 2008

- Ey Nilzenburger, warum bloggst du denn gerade nichts?
- Weil ich gerade “The Men´s Room with Bas and Jeremy” gucke. Und danach kommt Ricky Gervais. Auf “Weazel”. Ausserdem kam gerade der Trailer für “72″. Ihr seht ich hab ne Menge zu gucken.
- Was ist denn “Weazel” für ein komischer Sender? Haben wir nie gehört.
- Ihr kriegt auch wirklich gar nichts mit….:)

Nach oben offen

April 28th, 2008

Mein neues Lieblingsblog (es heisst DAS Blog…).
Denn schon Freddy Mercury hat gesagt:

“The bigger, the better.”

Zum kleinen Kiosk

April 28th, 2008

Habe zwei recht neue Zeitschriften gelesen. Da der Weltfrieden ja ein absolutes Service-Blog ist, hier meine zwei Blattkritiken:

- Neuland Nr.2: OWL

Neuland.gifNeuland ist eine Art Spezialausgabe der brand eins. Dabei geht es immer nur darum, eine Region in Deutschland auszuleucthen und zu erklären, natürlich vor allem wirtschaftlich. In diesem Heft geht es nun um die Region Ostwestfalen-Lippe und ich muss sagen das ich mich am Kiosk zu Anfang etwas schwer tat mit dem Gedanken, für ein Heft über diese Region, in die unter anderem so Städte wie Paderborn oder Bielefeld gehören, zehn Tacken zu zahlen. Das Layout hat mich aber irgendwie dann doch überzeugt und brand eins ist natürlich auch eine Marke, der man ein paar Vorschusslorbeeren zuteil kommen lässt. Man weiss ja das die schreiben können, dann werden sie es für ein Extra-Heft kaum verlernen. Und was soll ich sagen: Meine natürliche Fähigkeit, spannende Hefte am Kiosk zu kaufen, hat mich auch diesmal nicht verlassen, das Heft, daseigentlich schon so dick wie ein Katalog ist, ist absolut brilliant. Ich habe Dinge über die Region und ihre Firmen erfahren, die zum Teil grossartiger Party-Smalltalk sind (”Wusstet ihr das Dr.Oetker der grösste Privat-Reeder ist und damit sogar schon einen Grossteil des Konzernumsatzes macht?” “Echt? Wow! Noch einen Prosecco?”) habe aber eben auch spannende Reportagen gelesen z.B. über eine Firma, ein Familienbetrieb, die Druckmaschinen herstellen und damit ziemlich angesagt sind auf dem Druckmarkt. Eine mir komplett fremde Materie, die aber spannend zu lesen bleibt. Auch die Geschichte über Paderborn als Computerinnovationsstandort weiss zu gefallen. Und Optik so wie Haptik des Hefts, das fast wie ein Katalog ist, aber dafür einen viel dickeren Umschlag hat, ist phänomenal. Das wird wohl das erste und auch das einzige Mal sein, das man sich gerne ein Heft über OWL auf den Couchtisch legt, zum angeben. Ganz gross.

- Humanglobaler Zufall Nr.1

HGZ.jpgEin junger Mann hat die Idee für ein neues Magazin. Und er pitcht diese Idee vor der Scoop-Jury. Und die sind sich vielleicht nicht richtig einig, aber die Überzeugten überwiegen und plötzlich ist der junge Mann Herausgeber und Gründer und Chefredakteur einer neuen Zeitschrift. Dabei ist das Konzept so einfach wie genial: Irgendwer kennt immer irgendwen. Und von jedem Menschen ausgehend kann man vermutlich immer eine Weltreise machen, wenn man den Verbindungen folgt. Der eine lebt in Deutschland, hat nen Freund in Costa Rica, der wiederum liebt ein Mädchen in Bombay, deren Vater Programmierer in Silicon Valley ist. Oder so ähnlich. Ihr versteht das Prinzip.
Die Optik ist ein weig gewöhnungsbedürftig, die ersten und letzten Seiten sind mit einer Farbe unterlegt, die vergilbt anmutet, was vielleicht nicht der gewünschte Effekt ist. Geht aber klar, nicht so schlimm, es geht mir erstmal um den Inhalt. Scheiss auf die Optik. Nach ein bischen Vorgeplänkel, Minirubriken und so, sind wir gleich mittendrin in der ersten Geschichte. Ein deutscher Tischler namens Malte, der in Mindo in Ecuador Kindern hilft. Eine wirklich schöne Geschichte, geprägt von Zufällen und einem Optimismus, das es eine Freude ist zu lesen. Dann von Malte zu seinem Freund Pramod. Den kennt er vom Fussball und mit dem war er schonmal in Indien. Steht in einem kleinen Absatz im Text. Danach geht es um Pramod, der Fotograf ist, in Berlin lebt und seit Jahren nur noch lächelnde Menschen knipsen will. Da werde ich im Lesefluss aber auch schon zum ersten Mal stutzig: Nicht das mich Pramod und seine Fotos nicht interessieren würden, aber ich dachte bei der Verbindung der Menschen schon irgendwie an etwas essentielleres. Eine wirklich tiefe Verbindung, ein Mensch der einen wichtigen Teil zum Leben des anderen beigetragen hat. Und der nicht nur in einem Absatz vorkommt, um den nächsten Übergang zu rechtfertigen. Aber es wird nicht besser. In einem Interview mit Pramod kommt dieser nicht selbst, sondern erst der Fragesteller auf Sven zu sprechen, den Pramod wohl beim Kickboxen kennengelernt hat. Nächste Geschichte: Sven in New Orleans. Auch hier, eigentlich eine gute Geschichte, aber mir stösst der vermeintliche rote Faden so sauer auf, das ich die Story nicht mehr so recht ernstnehme, sondern nur noch auf den nächsten uneleganten Übergang warte. Der ist diesmal wirklich katastrophal. Denn der, wie gesagt, wirklich tolle Artikel über Sven im Post-Katrina-New Orleans endet mit den Worten:

“Da klingelt sein Handy. Es ist Alejandro aus Costa Rica, der Zuckerrohr-Plantagenbesitzer und Bruder von Svens Frau Carolyn…”

Wirklich so steht es da geschrieben, auch mit den Pünktchen und dann geht der nächste Artikel los. So zieht sich das durchs ganze Heft und ich will es spätestens seit dem letztgenannten nicht mehr glauben. Dann schreib halt ein Heft über Menschen auf der Welt, aber versuch nicht zu behaupten, du hättest einen roten Faden, wenn alles nur so Mega-konstruiert hinhaut. Oder schaffe Verbindungen von Menschen, die wichtig füreinander sind/waren. Lass mich die anderen schon im Artikel schmecken. Hau eine Dramaturgie rein, aber nicht wie Jack-In-The-Box im letzten Satz noch schnell rüberschwenken. Da krieg ich Ausschlag und muss das ambitionierte Projekt leider für gescheitert erklären. Aber da ich kein voreiliger Mensch bin, warte ich noch gerne die nächste Ausgabe ab und entscheide dann später, ob es den Herren Blattmachern selber aufgefallen ist. Ich hoffe es. Denn die Idee zu dem Magazin ist gut. Über den Titel lässt sich streiten, ich finde ich unpassend und überkandidelt, aber vielleicht ist der moderne Zeitschriftenkunde auf sowas scharf, ich weiss es nicht. Soll mir auch egal sein. Macht das Heft nur bitte richtig.

Disclaimer: Der Verdacht einer späten Rache liegt nahe, wenn man ins Impressum des Humanglobalen Zufalls blickt, denn Lisa “Roman und Nilz halten sich für…” hat dort auch eine Geschichte für geschrieben. Da kann ich aber nichts für. Ich beurteile das Heft. Das sie darin vorkommt, habe ich erst später gesehen, als ich das Heft schon durch und mir meine Meinung gebildet hatte. Das kann man glauben oder sein lassen - ist aber so.

Der DJ spielt Techno zum Abendessen.

April 24th, 2008

Und ich denk die ganze Zeit, ich renne einem Zustand hinterher, einem bewusst generierten Gefühl, das einen zwar auch erwischen kann, zu dem man sich selber aber auch überzeugen kann. Und ich bin schon davon ausgegangen, mich einfach davon zu überzeugen. Und dann sitzt du bei einem Abendessen einer Freundin gegenüber, die du schn eine gefühlte Ewigkeit kennst und plötzlich entsteht dieser schräge Moment. Man guckt sich ganz tief in die Augen, keiner von Beiden will wegsehen. Dein Herz rast, deine Kehle schnürt sich zu, die Wahrnehmung verschiebt sich so sehr um einen herum, das man das Gefühl hat, ihr Kopf würde sich dem eigenen nähern, obwohl es wahrscheinlich gar nicht stimmt. Das ist quasi das Gefühl vor dem, ich meine den einen, grossen Kuss. Und dann küsst man sich trotzdem nicht. Denn das steht gar nicht zur Debatte. Aber man lächelt sich selig an. Freut sich darüber, diesen Moment geteilt zu haben. Und macht wieder da weiter, wo man eben stehengeblieben war.

Das ist es, was ich suche. Ist mir nur mal wieder so aufgefallen und ganz ehrlich? Ich glaube, das gibt es nur nüchtern. Wie schön mal wieder erlebt zu haben.

Liebe jetzt.de-Leser.

April 22nd, 2008

Durch einen Backlink musste ich lesen, das Roman und ich uns wahrscheinlich für die grössten Blogger Münchens halten, so Lisa von muenchenblogger.de. Da muss ich Lisa absolut zustimmen. Denn, sind wir dochmal ehrlich, Roman und ich haben das bloggen erfunden. Ihr habt alle nur ins Internet geschrieben, wenn überhaupt, aber wir beide, we took it to a new level. Ohne uns wäre die deutsche Bloglandschaft nicht das, was sie heute ist. Für alle, denen das nicht bewusst ist, hier noch einmal eine kleine Zusammenfassung:

Am ersten Tag erfanden Roman und Nilz das Internet, denn sie wollten die ganze Welt vernetzen.
Am zweiten Tag schenkten sie den Menschen die E-Mail, auf das sie Satans Erfindung “Das Fax” zunichte macht und zerstört.
Am dritten Tag kreierten sie Blogs, um den Menschen zu zeigen, wieviel in ihnen schlummert.
Am vierten Tag dann gebaren sie die Feeds um der Menschheit ein schnelles lesen von Blogs zu ermöglichen.
Am fünften Tag hoben sie die Abmahnungen aus der Taufe, um somit bis in alle Ewigkeit für Content auf Blogs zu sorgen.
Am sechsten Tag erschufen sie die Kommentatoren um ihren Blogs keine Ruhe zu lassen.
Am siebten Tag aber, dachte jeder sie würden ruhen, während die beiden Gottheiten aber nichts besseres im Sinn hatten, als die Katzenbilder zu erschaffen.

Ok. Ich mag keine Ironie. Aber ich weiss auch wirklich nicht was ich Lisa getan haben muss, das sie mich so hasst. Nach meiner ersten Lesung im münchener Literaturhaus schrieb sie ja über mich:

Für einen großen Poeten hielt sich der ehemalige Viva-Moderator Nilz Bokelberg, der in seinen Einträgen von Gesprächen erzählt, in denen sich Mitmenschen zum Affen machen und er als Held von Dannen zieht. Komischerweise kam er beim Publikum am besten an.

Dieses dumme, dumme Publikum aber auch. Deswegen: Ja, es tut mir leid. Ich habe Spass am bloggen und ich probiere hier vieles aus und ja, ich gebe auch gerne zu: Es geht hier hauptsächlich um mich. Um Dinge die ich spannend, lustig, aufregend oder was weiss ich was finde. Ich habe keinen Serviceteil in dem ich auf Münchener Veranstaltungen hinweise und eigentlich hat dieses Blog keinen wirklichen Wert. Es tut mir auch leid das wir auf Lesereise gegangen sind, uns Münchener Blogs genannt haben. Verzeihung nocheinmal für Texte die ich gelesen habe, oder die ich geschrieben habe, die nicht Lisas Meinung sind, oder ihren Geschmack treffen. Es tut mir aufrechten Herzens leid, das hier nichts gesellschaftlich relevantes steht, und wenn, dann viel zu subjektiv formuliert. Ich habe schon immer, in jedem zweiten Posting betont, das Roman und ich die grössten Blogger Münchens sind. Das hätte ich niemals tun sollen. Bitte Lisa, verzeih. Ich werde mich bessern. Auf dem Weltfrieden wird nie mehr etwas über mich stehen.

Normalerweise reagiere ich gar nicht auf haltlose Kritik. Aber heute regnets.

Montage

April 21st, 2008

Monday, you can fall apart.
Six o’clock already.
I was just in the middle of a dream.
Every other day, every other day,
Every other day of the week is fine, yeah.
Is this the light of a new day dawning?
A future bright that you can walk in?
Monday took her for a drink.
Sunday’s on the phone to Monday.
And he can see no reason,
Cos there are no reasons!
What reasons do you need to be shown?
Der Tag zwischen Sonntag und Montag wird zum Tag der Liebe gemacht.
Ma nenntn blaun Montag.
Letzten Montag traf Mensch Meier in der U-Bahn seinen Sohn.
Ich weiß gar nicht genau, ob ich das brauch.
Ich mein, diesen Tag, der nach dem Sonntag kommt,
ich glaub, den laß ich heute besser aus.
Montag früh,
Jonas Maier hat die Müh’
Zu erkennen, daß die Pflicht
In sein Leben tritt und spricht:
“Och, wie geil, ich bin der Montag,
aber mit den feinen Reimen von Stefan, bringt mir das Montag-sein richtig Spaß.”

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