Die Plätze 25 - 11 sind heute dran, das bedeutet: Endspurt. Der letzte Teil der Liste, in dem noch Plätze an Blogger vergeben wurden…Morgen dann das grosse Finale. Zumindest fast. Jetzt gehts aber erstmal hier los:
Platz 25
Däpdäääpdäpdäp. Däpdädädädädäpdäpdäpdäp. Däpdäääpdäpdäp. Däpdädädädädäpdäpdäpdäp. Welch wundervolles Riff tönet an mein Ohre? Ist es etwa ihro Durchlaucht, Hoheit von HipHop, König des Rap und Rock? Ja, er ist es und er hat seine Knappen auch gleich mitgebracht, mit denen er sich elegant auf den 25. Platz kämpfte: Die Ivanhoes des Sprechgesanges: Run DMC mit “King of Rock”
[DailyMotionDirektSchlachtrösser]
Platz 24
Ich bin wirklich kein Fan von Männern die sich schminken. Ich bin ja zum Beispiel auch kein Fan der Gruppe KISS, weswegen sie auch in dieser Liste nicht auftauchen wird. Die waren ja sowas wie die “KISS” des Rock. Gut, mir fällt gerade kein adäquater Vergleich ein, aber wie ich ja schon beim Konzertreview schrieb (und das Konzert war wirklich in Ordnung), originelle Songs sind was anderes. Desweitern kann ich mich auch nicht für das optische Konzept der Gruppe “Tokio Hotel” erwärmen. Das spricht mich irgendwie nicht an. Dennoch: Der folgende Mann war schwer geschminkt und hat dennoch diesen Platz verdient. Heutzutage geht er ja nicht mehr mit Make Up aus dem Haus, zumindest nicht so auffälligem und ausserdem ist die Nummer ein echter Knaller: David Bowie singt “Life on Mars”
Platz 23
Dieser Song wird ihnen präsentiert von Sascha Lobo:
ich bin dabei,
reserviere mir schon mal den platz 23, song und text kommen jedoch noch.
Platz 22
Dieser Song wird ihnen präsentiert von MC Winkel:
Aus dem “Superfly”-Soundtrack von 1972. Blaxploitation, wie es sich gehört - sowohl Film als auch Soundtrack absolut empfehlenswert, auch wenn beides bereits 10 Jahre vor meiner Geburt erschienen ist. Curtis Mayfield “Freddies Dead”
Sonst alles e-z, Dicker?
Platz 21
Ich musste tief im Archiv wühlen und habe auf dem alten Weltfrieden die Story gefunden, die ich gesucht habe. Nämlich diese:
Zuletzt war ich auf einer Kurzfilmpremierenparty und es war sehr lustig. Ich war auch irgendwann angemessen betrunken und nach wilden Tänzen war die Musik aus,das Licht an und die Party zu Ende. Ich stand noch etwas verloren mitten im Raum, weil ich nicht wusste wie es weitergeht. Da kam ein Typ auf mich zu und zeigte auf meine Buttons. Auf den Kleinen. Und dann sagte er: “Für diesen Button muss ich dir jetzt in die Fresse hauen.” Dazu sollte man vielleicht wissen das ich ein sehr friedlicher/schissiger Mensch bin, der seit der 7.Klasse vor Bio mit Guido V. keine Schlägerei mehr gehabt hat. Ich bin denen immer aus dem Weg gegangen. Aber an diesem Abend, zu dieser Zeit, in diesem Zustand hatte ich irgendwie Bock drauf. So ein “Fight Club”- Feeling. Ihr wisst was ich meine. Ich sagte also: “Warum?” Und er so: “Weil das Rassisten sind. Wer sagt, das Neger nicht auf sein Konzert dürfen ist für mich ein Rassist.” “Und du warst dabei, als sie das gesagt haben?” “Nein, natürlich nicht, aber das weiss man.” Ich holte tief Luft. “Pass mal auf Freundchen. Wenn es Lynyrd Skynyrd nicht gegeben hätte, würde es heute 90% der Bands die du für toll hältst auch nicht geben.” Empört antwortete er: “Was? Was für Bands sollen das denn sein?” “Na, zum Beispiel Guns´n´Roses.” “Die finde ich ja überhaupt nicht toll!” “Dann schlag zu, komm mach,ich hab noch was vor.” Er stellte sich vor mich, guckte mich grimmig an (was mich immerwieder zum Lachen brachte), atmete ein paar mal tief ein und aus und lies mich dann stehen. Ich hätte echt Bock gehabt. Wirklich. Wahrscheinlich hätte ich keine Chance, aber Lust hatte ich. Naja, das wird dann wohl erst wieder in 15 Jahren passieren, aber für eine der grössten Rockbands aller Zeiten lässt man sich doch gerne die Fresse polieren. Oder auch nicht.
Das war 2006. Jetzt haben wir 2009 und an der Magie der Band hat sich immer noch nichts geändert: Lynyrd Skynyrd mit dem mannshohen Lied “Freebird”
[YouTubeDirektÜberDieHemdenRedenWirNoch]
Platz 20
Mein Leben, mein Leben, mein Leben, mein Leben
im Sonnenschein.
Jeder liebt den Sonnenschein. Sonnenschein.
Jeder liebt den Sonnenschein. Sonnenschein.
Die Leute entspannen im Sonnenschein.
Die Leute werden braun im Sonnenschein.
Nur Bienen und Zeug und Blumen.
Nur Bienen und Zeug und Blumen.
Nur Bienen und Zeug und Blumen.
Nur Bienen und Zeug und Blumen.
Mein Leben, mein Leben, mein Leben, mein Leben
im Sonnenschein.
Jeder liebt den Sonnenschein. Sonnenschein.
Jeder liebt den Sonnenschein. Sonnenschein.
Die Leute entspannen im Sonnenschein.
Die Leute werden braun im Sonnenschein.
Fühl, was ich fühl, wenn ich fühl, was ich fühl, wenn ich fühle..
im Sonnenschein.
Fühl, was ich fühl, wenn ich fühl, was ich fühl, wenn ich fühle..
im Sonnenschein.
Mach, was ich mach, wenn ichs mach, was ich mach, wenn ichs mache..
im Sonnenschein.
Mach, was ich mach, wenn ichs mach, was ich mach, wenn ichs mache..
im Sonnenschein.
Wer jetzt noch nicht auf Sommer gepolt ist, dem ist nicht mehr zu helfen. Ohne das folgende Lied hätte es vermutlich 50% der Hip Hop Songs dieser Welt nicht gegeben: Roy Ayers “Everybody loves the Sunshine”
[YouTubeKeinVernünftigesVideo]
Platz 19
Meine absolute Lieblingsband darf in den vorderen Rängen natürlich nicht fehlen. Ich liebe diese grossartigen Schweden. Und verfalle natürlich auch sofort wieder ins schwärmen. Hach, war das ein tolles Konzert, mit dieser schönen Sängerin, diesen schönen Ballons, dieser wundervoll freundlichen Band, die alles so meint, wie sie es sagt: Ein ironierfreier Abend voll guter Menschen. Wenn es doch nur immer so wäre. Leider haben die zu meinem Lieblingslied nie ein Video gemacht, aber das hat dann ein nettes Mädchen übernommen. So wundervoll das Lied, so wundervoll ist auch das herrlich ambitioniert-naive Fan-Video: I´m from Barcelona “The Painter”
[YouTubeDirektDontGiveUpOnYourDreamsBoy]
Platz 18
Bischen wenig Jazz in der Liste, kann das sein? Jetzt mal zu etwas ganz Old-Schooligem: Meine Mutter ist zu Jugendzeiten immer am Sonntagnachmittag nach Köln gefahren, in einen Jazzclub wo die jungen Menschen rein durften, es war ja Nachmittag. Und da hat sie sie, wohl eher zufällig, live und in Concert gesehen. Ein Umstand auf den ich wirkich gewaltig neidisch bin. Wie Cool! Ella Fitzgerald live! Aber sie hatte bestimmt nicht ihren Duett-Partner dabei, mit dem sie eines der schönsten Liebes-Duette der Popmusik aufgenommen hat, nämlich Louis Armstrong. Natürlich gibt es ein Video oder Filmaterial des Songs online, deswegen auch hier nochmal ein Fan-Video, das aber schön gemacht ist. Vor allem dieser saubere Splitscreen…Ne, im Ernst: Super gemacht. Hier ist “Lets call the whole thing off”
Platz 17
Ihr habt es gewusst und ich hab es auch gewusst. Warum also das Unvermeidliche noch weiter hinauszögern? Diese Liste wäre nicht komplett, ohne ein Italo-Disco-Brett. Da gibt es ja einige Kandidaten. “Vamos a la playa” zum Beispiel. Oder den “Tarzan Boy” von Baltimora. Ich könnte auch “Dolce Vita” bringen. Aber wisst ihr was die drei alle nicht können, im Gegensatz zu dem Kandidaten den ich ausgewählt habe? Sie würden sich als Punk Rock Version scheisse anhören. Jetzt brauche ich nur noch eine Pubk Rock Band, die mit mir den folgenden Song covert und ich sehe sie schon, die goldene Schallplatte CD Downloadrate: Gazebo “I like Chopin”
[YouTubeDirektRememberThatPiano]
Platz 16
Ich wollte ja eigentlich “Hey Ladies” nehmen, bis mir dann auffiel: Eigentlich ist es viel wichtiger einen Song vom “Check your Head” Album zu nehmen. Nun, warum?, fragt sich da der geneigte Leser. Erstgenannter Track ist ja noch von der “Pauls Boutique”-Platte von der auch u.a. “Shake your rump” stammt. Gutes Album, 1989, zu Recht heutzutage als Klassiker verehrt. Aber: Ich habe das Gefühl, das die Beastie Boys auf P.B. nur vorwegnehmen, was sie auf der C.Y.H. perfektionieren. Durchgeknallter Megafon-Rap mit tighten, angezerrten funky Beats aus noch funkygeren Samples. Oder so. Auf jeden Fall ist im Prinzip C.Y.H. das meilensteinigere Album, da es selten eine HipHop-Platte gab, die so auf den Punkt war, wie diese. Damit haben die Beastie Boys dem Hip Hop keine neue Facette gegeben - sie haben ihn neu erfunden. Sehr schön zu hören bei der Single “So watcha want”
Platz 15
Der folgende Song wird ihnen präsentiert von Johnny Haeusler/Spreeblick:
Das ist ja leicht:
The Clash – London Calling
Leidenschaft, Dringlichkeit, Wehmut, Aufbruchstimmung, eine unsterbliche Akkordfolge, ein Bass-Intro, das Geschichte geschrieben hat und ein aus Zeitungsschlagzeilen zusammengestückelter Text, der jahrzehntelange Interpretationen zulässt. Was will man mehr?
[DailyMotionDirektILiveByTheRiver]
Platz 14
Ein Lied startet mit einem wirklich asozial geschmeidigem, superslicken Basslick. Dann kommt noch der Rest dazu, was man so braucht, Piano, Streicher, Gitarre, Frauengesang und so, aber diesen Basslauf, den kriegst du nie mehr aus dem Kopf und erst recht nicht aus den Füssen. Ich weiss nicht wie der Typ das damals geschafft hat, Songs am laufenden Band auf diesem Niveau zu schreiben und zu produzieren, aber das verschlägt mir jedesmal die Spucke. Besonders in diesem Lied, mit diesem Bass. Leute. Hört euch mal diesen Bass an! Normalerweise ist der Bass das unbeliebteste Instrument in der Band, aber hier: Mensch, hier wird dem Bass so dermassen gehuldigt. Undglaublich. Nie war dieses Instrument cooler. Vor allem wenn er dann gegen Ende auch noch ein Solo kriegt. Hammer. Chic “Everybody Dance”
[YouTubeDirektUhuuuuhuuuClapYourHands]
Platz 13
Dieser Song wird ihnen leidenschaftlich präsentiert von Gläm/Glamourdick:
Kate Bushs “Running up that hill: A Deal with God” hat alles, was einen Top 100 Song ausmacht: solide loopige Basisstruktur, Drum-Themen mit Sogwirkung, einen Chorus, wie es ihn nie wieder geben wird und dann aber noch viel mehr: Kate Bushs kräfige, tragische, bohrende, gläserne, warme Stimme. Kate Bushs einzigartige Fairlight-Symples. Kate Bushs mysteriösen Text, den mysteriösesten, kryptischsten und dennoch im Sinne des Wortes berührendsten in ihrem Werk. Und dann ist der Deal with God auch noch auf der Platte drauf, wo sie vorne drauf mit zwei schlafenden Weimaranern (namens Bonnie und Clyde) abgebildet ist. Die 85er Choreographie im Video geht heute immer noch. Schaunse mal andere Sachen aus 85 im Vergleich an…
Platz 12
Rockopern sind was herrliches. Das wussten Queen, das wusste Meat Loaf, das wussten Lynyrd Skynyrd. Ob die folgende Band das auch wusste, weiss ich wiederum nicht, denn ihr grösster Hit, immerhin eine 10-Minuten-Nummer, übersteigt dann doch die übliche Airplay-Länge um Weiten. Aber hey: Es geht auch hier um Liebe. Um Liebe und Funkwellen. Wie romantisch!, höre ich schon den Teil der weiblichen Leserschaft entzückt ausrufen, die gerade über die Schulter ihres Freundes auf den Monitor starren und diese Zeilen lesen. Aber so einfach ist es auch wieder nicht. Der Song, der epische Ausmasse hat und deswegen für eine Rockoper gehalten werden kann, ist eher ein klassischer Blues. Blues jetzt nicht im Sinne von Stehblues, sondern noch klassischer. Alter, dreckiger, Rockvorläufer-Blues. Und sowas kann schonmal dauern. Ungefähr solange, wie der Schalgzeuger noch die Snare trifft. Und wenn man es dann ein paar Mal gehört hat, setzt die eigentliche Kuriosität des Songs ein: Man wünscht sich, das er nicht mehr aufhört. Golden Earring und “Radar Love”
[YouTubeDirektZuSchnellGefahren]
Platz 11
Dieser Song wird ihnen präsentiert von Waldemar Waldmeister:
Dann hätte ich gerne Zu Spät von den Ärzten!!!
Für all die Frauen die was besseres verdient haben!
[DailyMotionDirektUndDuLäufstHinterMirHer]
Das wars erstmal. Morgen gibt es die Plätze 10-4. Gute Nacht. Oder Guten Morgen, je nachdem. Oder etwa Guten Tag?



Vor dem Endspurt einfach mal Danke für diese höchst unterhaltsame Liste!!
Also ich finde ja dass der Song von Sascha Lobo die wahre hitverdächtige Nummer EINS ist
und ich hab schon gezittert, dass bowie nicht mehr an die reihe kommt… nicht dass ich etwas anderes als “running up that hill” hätte nominieren können.
Besser kann man sein neuestes Buch wohl kaum bewerben, als wie der Herr Lobo es auf (eigentlich meiner) #23 uns da gerade wieder beweist!
Das “sonst alles e-z, Dicker?” aus meiner E-Mail war übrigens als persönliche Nachfrage gedacht, wobei e-z “easy” bedeuten sollte. Aber ich sehe ja: Alles klar bei Dir! :)
Hach, die ärzte. Danke, Waldemar. So hat das bei mir irgendwie alles angefangen. Und heute sind die Fans seltsamerweise immer noch genauso alt wie ich damals, als eine Schulfreundin die “Debil” mit in den Musikunterricht brachte …