Copy me.

Ich denke da viel drüber nach in letzter Zeit. Im Prinzip gibt es, aus küntlerischer Sicht, perfekte Medien, wie zum Beispiel das Buch oder eine Leinwand. Denn, mal ehrlich, ein Buch ist zwar physisch kopierbar, wegen der i.d.R. hohen Seitenzahl aber unpraktisch und es ist auch digital kopierbar, aber es macht eben keinen Spass ein Buch am Rechner zu lesen. Deswegen ist das Buch an sich gefeit vor dem vermeintlichen Tauschbörsenhorror.

Genauso ist es mit dem Bild resp. der Skulptur. Man kann das kopieren, fotografieren, man kann Kopien im Massstab 1:1 über seine Couch hängen, man kann die Kopie sogar rahmen lassen…allein: Den Zauber des Originalbildes in der Wohnung wird man dadurch niemals bekommen. Immer nur einen Teil dessen. Deswegen handelt es sich hier auch um ein unkopierbares Medium.

Bei Musik und Film sieht das ganze wieder anders aus. Gut, selbst bei Filmen muss man wohl Abstriche machen, in der Qualität, auf seinem Computermonitor ein verpixeltes Bild sehen, am besten noch mit indischen Köpfen im Vordergrund die gerade im Kino sitzen, sind keine Seltenheit und ich frage mich oft genug, wie Leute das aushalten können einen kompletten Film in dieser Art zu sehen. Aber die Menschen sind wohl inhaltsgetrieben, sobald die auch nur ansatzweise Jude Law oder Harry Potter erkennen können, ist ihnen der Rest wohl egal. Das muss man nicht verurteilen, das muss man nur verstehen. Ich bin da anders, aber ich bin auch kein HD-Fetischist. Ich möchte nur klar und deutlich sehen um was es geht. Und wenn das ganze dann noch Überlebensgross im Kino passiert, dann bin ich glücklich.

Bei Musik wird es wirklich kompliziert. Die Nerds diskutieren über Bitraten, aber den Leuten ist das egal. Niemand hat das Supergehör und hört ernsthafte Qualitätsunterschiede zu einem komprimierten, meinetwegen ab 160 aufwärts, Song und einem von CD. Sprich: Die mp3-Kopie eines Liedes ist die perfekte Kopie. Hier hat man das Kunstwerk, in seiner Originalversion ganz schnell vor sich liegen. zwar in seiner reinsten und ursten Form. In der Essenz künstlerischen Outputs eines Musikers. Eigentlich ist ein mp3-File das perfekte Medium für Musik. Wenn man sie ihrer selbt wegen macht. Denn hier kann nichts ablenken, kein noch so schönes Artwork beschönigen, kein Bonussticker oder Booklet die Meinung beeinflussen. Wer glaubt das seine Musik wichtig sei und unübertroffen, der soll sie nur als Files verbreiten. Radiohead bieten ja noch eine Box an (mit Bonusmaterial..;)) und die CD soll wohl auch regulär in den Handel, im Januar oder so. Plattenfirmen argumentieren damit, das jede Kopie eines Songs ein entgangener CD-Verkauf wäre. Wenn vor dem Filesharing die Leute wirklich so viele CDs gekauft hätten, dann würde die komplette Plattenindustrie wohl jetzt in komplett vergoldeten Schlösser wohnen, mit riesen Schatzkammern und nicht wissen wohin mit der Kohle. Und froh sein das sie erstmal nix einnehmen. Deswegen Plattenfirma, mal bitte ruhig sein. Um euch geht es hier und heute nicht. Ich sehe ein ganz anderes Problem bei der unkomplizierten Reproduzierbarkeit von Musik:

Sie wird beliebig. Ich habe viele Leute getroffen, die mir erzählt haben von ihren 500 GB Platten voller Musik. Die mir stolz erzählten von 100.000 Songs, auf die sie immer Zugriff hätten. Ich frage dann eigentlich am liebsten: “Und wann willst du das alles hören?”. Damit ernte ich verwunderte Gesichter. Es geht nicht darum, die Musik hören zu können. Es geht darum sie zu besitzen, bzw. die Möglichkeit zu wissen das man sie hören könnte, wenn man denn nur wollte. Wozu man nie kommt, weil man eh immer nur die 3 gleichen Platten hört, aber man will es ja, für den Fall der Fälle, können können. Und das erschrickt mich. Wie gesagt, haltet mich da raus, ich bin da noch ganz altmodisch mit CD und was in der Hand halten wollen und so. Ich zähle da nicht. Und ich verteufel keinen Kopierer, keine Tauschbörse, keinen Download, nix. Aber ich würde mir einen bewussten Umgang mit Files wünschen. Leute, was ihr euch da runterladet, das hat mal jemand gemacht. Und da hat er hoffentlich auch Herzblut reingesteckt. Deswegen: Geht bitte gut damit um und holt es euch nicht um es nur zu archivieren. Kunst will atmen.

Amen.

[Artikel natürlich inspiriert von René, von wem auch sonst:)]

5 Trackbacks

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  4. Musik bewusst erleben - Jeriko One
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19 Friedenstauben

  1. Dazu lass ich mir was einfallen, Dicker, weil ich hab da ne ganz andere Meinung zu. War klar, oder? ;-)

    Kurz: Geht nicht ums archivieren, sondern im den iPod, alles draufschaufeln, Shuffle-Mode und beschallen lassen. Ändert am Genuß gar nix und an der Wertschätzung erstrecht nicht.

    Das formuliere ich mal aus, wenn ich zu komm ;-)

    Kommentar von René - 25. October 2007 um 23:23 Uhr
  2. Gott segne Dich- dafür!

    Kommentar von roman libbertz - 26. October 2007 um 00:15 Uhr
  3. Mannomann, Libbertz. Komm mal auf den Punkt! Gott (wer?) segne ihn für… Was?

    Kommentar von René - 26. October 2007 um 01:03 Uhr
  4. erstens: reenow, don´t diss my homies..;)
    zweitens: wir sind gar nicht so weit voneinander entfernt, denn menschen wie dich klammere ich ja explizit aus, rene, weil du eben musik liebst und wertschätzt und wenn sie dir gefällt auch dementsprechend “promotest” das heisst du schaffst einen mehrwert für die musik. da gibt es von mir keine einsprüche. was ich meinte sind leute die musik haben, nur um sie zu haben, ohne sie jemals zu hören. das gibt es erschreckend häufiger als man denkt.

    Kommentar von nilzenburger - 26. October 2007 um 02:05 Uhr
  5. Nilz, ich bin da ganz Deiner Meinung. Beim Satz “Und froh sein das sie erstmal nix einnehmen.” mußte ich laut lachen.

    Zum einen allerdings glaube ich, daß von den 500 GB viel Gedudel dabei ist, Massenware, ohne irgendeinen künstlerischen Anspruch. Fetenhits, was weiß ich. Da kann man wirklich nur froh sein, wenn dafür keine Rohstoffe verbraucht wurden und sie nur als Downloads existieren.

    Zum anderen ist das exakt das gleiche Phänomen, das es auch damals mit den kopierten C64-Spielen gab. Da gab es Leute, die hatten Hunderte von kopierten Spielen, die sie niemals ausprobieren konnten. Die sie auch gar nicht spielen wollten, weil ihnen das Genre nicht lag.

    Einige wollten es nur haben, um es zu tauschen.

    “Hast du Silent Service? Wenn du mir das gibst, kriegst du Giana Sisters von mir.”

    Spiele als Währung, sozusagen. Und die waren auch nicht alle toll.

    Was wollte ich jetzt eigentlich sagen?

    Ach ja: Die richtig guten Sachen werden dann doch im Original gekauft. Zumindest dann, wenn das Booklet einer CD eben auch Teil des Gesamtwerkes des Künstlers ist und nicht irgendeine Reklame der Plattenfirma.

    Kommentar von Lars - 26. October 2007 um 09:26 Uhr
  6. Und in dem Moment, in dem ich das abschicke, bekomme ich eine SMS von o2, daß ich mir 5 Top-Songs von u.a. Jennifer Lopez bei denen herunterladen kann.

    Genau das habe ich gemeint: Ich will keine einzelnen Songs, schon gar nicht von Jennifer Lopez.

    Kommentar von Lars - 26. October 2007 um 09:30 Uhr
  7. Ich glaube auch nicht dass jemand ernsthaft Bücher am Computer liest. Schön wäre es aber schon wenn die Leseproben etwas länger wären und nicht nur die Klappentexte im Netz stehen würden. So gehe ich halt immer noch in (einen Unabhängigen ) Buchladen lese alles an und kaufe dann.
    Bei MP3 ist es besser, da ich keine Lust habe neben all den Freaks im Laden zu stehen und mich in für mich völlig unverständliche Diskussionen über Musik ziehen zu lassen. Die hör ich zuhause an und kauf dann die CD.

    Kommentar von Mungo Park - 26. October 2007 um 12:06 Uhr
  8. @ Nilz: Aber diese Leute haben doch sowieso keine Wertschätzung für Musik, so gesehen wird auch nix entwertet, weil bei denen der Wert nie da war. Das heisst ja dann, dass der Wert von Musik völlig unverändert ist duch die digitale Revolution. Guter Punkt, danke fürs Argument, hihi…

    Kommentar von rene - 26. October 2007 um 14:59 Uhr
  9. Klar gibts viele Jäger und Sammler, die ihre Musiksammlung hauptsächlich nach Gigabyte messen. Aber ein riesiges Archiv hat, wenn man es denn nutzt, gerade für Musikliebhaber unschätzbaren Wert. Es geht ja gar nicht darum, “alles” irgendwann hören zu wollen, genauso wie ich auch einige CDs im Regal habe, die ich mir wohl noch nie komplett durchgehört habe.

    Aber eine Coverversion im Radio zu hören und dann mal eben im eigenen Archiv zu forschen, ob man nicht das obskure Original der tschechischen Polka-Band aus den 60ern auf der Platte hat, und dann direkt reinhören zu können, ist schon nicht schlecht. Der Witz ist ja, dass jeder Song nur einen Suchbegriff entfernt ist (sofern alles denn wenigstens halbwegs sauber getaggt ist), und man so immer mal wieder Sachen entdeckt, von denen man gar nicht wusste, dass man sie hat. Und dann vielleicht sogar gut findet :)

    Kommentar von Enk - 26. October 2007 um 15:48 Uhr
  10. Das mit dem Archivieren habe ich auch noch nicht verstanden. Es gibt Leute (leider auch in meinem Umfeld), die laden ALLES, wirklich nur, um es zu haben. Die Laden Technoshizznit, wenn der gerade in den Charts ist, obwohl sie niemals Techno hören.

    (Alter - die dusselige Putzfrau hier putzt gerade meinen Schreibtisch mit nem nassen Lappen, obwohl ich hier sitze und schreib. Ja spinnt denn die Futt?)

    Zurück: Menschen. A) Sind wir ja einuge hier Menschen, früher aka Jäger&Sammler. Einfach nur haben. und B) Deutsche. Ich halte gerade dieses ausgeprägte Archivieren für eine typisch deutsche Eigenschaft. Und was sind dann Leute mit 500GB Mucke? Deutsche Jagdsammler. Und - wie ich sehr oft feststelle: Abschaum Blödmänner. :)

    Das mit dem Archivieren - das würde zur Not aber noch klargehen. Was ich nicht verstehe, ist dieser Drang, die Teile bei Rapidshare hochladen zu müssen, bzw. die ganzen Raubkopien UNBEDINGT unters Volk bringen zu wollen. Why is that? Das muss wirklich nicht.

    Ansonsten: Schöner Artikel, habe auch die Discussion beim Reensen toll gefunden, würde es ihm auch in die Comments flanken, muss aber jetzt dringend los.

    One.

    Kommentar von MC Winkel - 26. October 2007 um 16:42 Uhr
  11. Scheiße, nur RS-Fehler und Durchstreichen von “Abschaum” hat auch bnicht geklappt.
    Schüss.

    Kommentar von MC Winkel - 26. October 2007 um 16:43 Uhr
  12. @ rene: ich habe auch nie behauptet, das musik durch die digitale revolution an wert verlören hätte, das stimmt ja auch nicht. der wert eines liedes ist absolut der gleiche geblieben. keine frage. nur, durch das einfachere beschaffen der kopie, die dem original in quasi nichts nachsteht, haben viele menschen vergessen den wert zu achten. und das meine ich nichtmal primär im finanziellen sinne. ich meine es in geistiger hinsicht. in kreativer hinsicht. diese leute waren sicher immer so, nur haben sie jetzt die möglichkeit, das auch einfacher auszuleben. und ich will darauf hinaus, das man diese leute sensibilisiert, wenn man sie trifft. nochmal rene: du bist ja nicht so. du wertschätzt musik. und wenn sie dir gefällt, willst du das andere auch darauf aufmerksam werden. und das ist es ja quasi, was ein musiker will. aufmerksamkeit. und die miete zahlen, aber erst kommt aufmerksamkeit, sonst würde es ja eh nur noch phil collins geben. somit zahlst du den künstler, gibts ihm respekt. ich rede von menschen, wie der mc sie zum beispiel erwähnt hat, die einfach alles haben wollen und nie hören. ich hatte auch schon platten und cds, die 4-5 jahre in meinem plattenschrank vor sich hingammelten. und dann eines tages, beim extrem-solitär-speielen, hab ich sie mal ausgepackt und angemacht und war begeistert. alles möglich.

    kopiert was ihr wollt, wann ihr wollt, wie ihr wollt. ich verurteile das nicht, es ist ok für mich. ich möchte quasi nur das ihr alle, die ihr angesprochen seid, BEWUSST kopiert. das ist alles. ok?

    Kommentar von nilzenburger - 26. October 2007 um 18:36 Uhr
  13. 500 GB habe ich nicht, aber ich komme auch in den dreistelligen Bereich. Sicher. Mit vielem, was ich niemals hören würde - oder sagen wir: Für mich allein. Da ist viel Dreck dabei, einfach nur von CDs gerippt, beschriftet, eingeordnet, fertig. Brauch ich nicht.
    Meine Musikgeschmack beschränkt sich eigentlich auf 20 bis 30 verschiedene Bands und wechselnde Singles.
    Aber warum brauche ich das dann? Ganz einfach: Es gibt einfach Lieder, ohne die man gar nicht losziehen braucht, um aufzulegen. Ich bin kein grosser Fan von Ska, aber ohne das, hätte ich niemals auf div. Skatecontests auflegen können. Für mich ist Wolfgang Petry auch ein Poltergeist verschiedener Provinzballdiskos und Zeltfeste - aber gespielt wird er, weil sich in einem gewissen Umfeld die Leute das einfach erwarten.
    Ich kaufe mir diese Platten nicht, wieso denn auch? Sollte ich? Ich höre sie nicht. Aber ich spiele sie trotzdem. Gezwungener Maßen.

    Etwas anderes ist es, wenn ich wirklich kaufe. Tom Waits zum Beispiel, oder die Killers. Oder vor kurzem Smiths-Alben. Eine persönliche Auswahl an originalen CDs des eigenen Musikgeschmacks ist für mich irgendwie etwas, wie sich diverse Fotos von sich selbst an die Wand zu nageln. Genauso wie eine DVD-Sammlung der eigenen Lieblingsfilme. Es gibt Filme, die ich mir nicht für 3 Euro kaufe und für manche gebe ich 30 Euronen aus, weil sie es mir wert sind.

    Kommentar von tobi - 26. October 2007 um 19:40 Uhr
  14. Mmh. Vom iPod berieseln lassen und Pilsken trinken ist ok, Massenware, ohne irgendeinen künstlerischen Anspruch, geht aber gar nicht?

    Sorry, kaufe ich nicht. Dieser (vermeintliche) Trash ist ebenso Teil unserer Kultur, wie das - auch aus Imagegründe? - demonstrativ erhobene oder an die Wand genagelte Lieblingsalbum. Müss’ma zu stehen.

    Wolle Petry ist ein gutes Beispiel. Was da an Energie bei einem Konzert fließt, ist unglaublich (analog: M. Wendler, PUR). Großer Künstler, der Mann. Und das meine ich ernst.

    Arroganz tötet. Gerade den Pop.

    Kommentar von jo - 26. October 2007 um 23:46 Uhr
  15. da geh ich mit jo. ich wollte hier keinesfalls werten. musik hat ihre daseinsberechtigung und sei es nur die, das sie eben jemand machen wollte. und wenn mir alles gefallen müsste, dann gäb es ja auch keinen reggae mehr..;)

    aber du hast recht: massenware ist kein qualitätsmerkmal und wolle petry muss einem nicht gefallen, aber es bewegt sehr viele menschen. kein thema. aber darum gehts ja auch gar nicht so richtig…oder?

    will sagen: ja, auch schlager ist kunst. mal mehr mal weniger, aber es ist eben auch eine künstlerische leistung, ganz egal wie sehr auf den markt geschielt wurde oder nicht. ohne kreativität kein ton.

    Kommentar von nilzenburger - 27. October 2007 um 00:39 Uhr
  16. [x] dafür

    Kommentar von Mathis - 27. October 2007 um 02:21 Uhr
  17. @ MC: „die dusselige Putzfrau hier putzt gerade meinen Schreibtisch mit nem nassen Lappen, obwohl ich hier sitze und schreib. Ja spinnt denn die Futt?“

    Bitte? Wie kann sie es wagen!

    @ Nilz: „haben viele menschen vergessen den wert zu achten. und das meine ich nichtmal primär im finanziellen sinne. ich meine es in geistiger hinsicht. in kreativer hinsicht.“

    Nochmal: die Sorte Mensch, von denen Du sprichst, hat den kreativen Aspekt von Musik noch nie schätzen gewusst. Die haben sich in den Neunzigern die Chartsampler gekauft, und die gleiche Scheiße saugen sie heute. So gesehen ist der Wertverlust für die Musikindustrie durchaus monetär. Weil ihr die Kunden wegfallen, denen Musik einfach nichts bedeutet, die aber früher immer noch auf die CD angewiesen waren. Für Multis, die Gewinnmaximierung zum Ziel haben ist das natürlich ne Katasrophe. Für Musik als Kunst bedeutet das aber genau: nix.

    Den Gedanken muss ich mal weiterspinnen, is noch zu früh ;-)

    Kommentar von René - 27. October 2007 um 08:24 Uhr
  18. hallo zusammen. bitte nicht wundern: hier standen ein paar ausführliche trollkommentare über die verschwörung der welt. ich habe nun alles gelöscht, sowohl die kommentare, als auch meine langweiligen konversationsversuche mit dem allwissenden, und die kommentare einiger leser, die den quatsch nicht ausgehalten haben auch. das hat nichts mit zensur zu tun, aber wenn man ellenlang kommentiert und dabei aber über seiten off topic bleibt, nur weil man seinen geistigen dünnschiss loswerden muss, dann soll man das woanders versuchen. danke für die aufmerksamkeit, weitermachen.

    Kommentar von nilzenburger - 28. October 2007 um 14:25 Uhr
  19. Auweia, das ja ein grosses Durcheinander hier. Drei Dinge musst du hier mindestens unterscheiden:

    1. Rezeption
    2. Finanzieller Wert
    3. Künstlerischer Wert

    Von der Rezeption her gab es Beliebigkeit schon immer. Musik, die nur nebenher läuft, beim Hausaufgabenmachen oder beim Arbeiten. Genauso das Gegenteil - “unser Song” ist das klassische Gegenbeispiel, oder der Hit, der von einer 14jährigen 2 Wochen lang am Stück gehört wird.

    Der finanzielle Wert hat tatsächlich stark abgenommen. Das trifft die Plattenfirmen natürlich bitter und auch die Künstler. Letztere scheinen allerdings zu verstehen, dass es vielleicht auch ohne Plattenverkäufe geht.

    Der künstlerische Wert zu guter Letzt ist aber völlig unabhängig vom Rezipienten, letztlich eher ein absoluter, musikhistorischer Wert. Das wird natürlich nur von Fachleuten verstanden, wie es in der bildenden Kunst ja auch nicht anders ist. Oft versteht man auch erst Jahre später, welche Bedeutung ein Song, ein Album oder eine Musikrichtung wirklich hat. Ich denke, dass es immer ein paar echte Künstler gibt, die neue Ideen haben, darum mache ich mir um letzteres keine Sorgen. Um paar weniger 0-8-15 Veröffentlichungen tut es mir jedenfalls nicht leid.

    bb.

    Kommentar von big brother - 28. October 2007 um 16:51 Uhr

Deine Friedenstaube