geschrieben von Roman Libbertz

Sport zu treiben spielt dem Herz-Kreislaufsystem positiv in die Karten. Es ist ein Anti-Aging-Motor und hilft ,durch die Ausschüttung von Endorphinen, das Lebensgefühl zu verbessern.
Bringt uns zu der Frage warum Nilzenburger sich dafür nicht begeistern kann. Eine Antwort bot der Tausendsasser selbst an, aber Sport ereignet sich nicht alleinig im Studio.
Mein Erklärungsversuch:
Zeitlebens war ich ein Anhänger des Joggens. Für mich bedeutet Laufen Lebensfreude und gibt mir ein verbessertes Körpergefühl. In der Vergangenheit habe ich es jedoch soweit übertrieben, dass ich meinen Knorpelschaden in beiden Knien ausbaute, wie ebenso meine Achillessehnen entzündete, aber alles soweit harmlos.
Viel mehr erschütterte mich allerdings das Schicksal, eines Menschen, der für mich der „Propagandist“ deutscher Fitness war.
Ihr ahnt es oder nicht, ich spreche vom Buchautor von “Forever Young - Das Leicht-Lauf-Programm”, “Forever Young - Das Muskelbuch”, “Das grosse Nordic-Fitness-Buch”, “Lauf um die Welt” oder vielen mehr. Auch wenn ich keinen dieser Besteller jemals auch nur aufzuklappen gedachte, so war mir das Gesicht von Lauf und Fitnesspapst Dr. Ulrich Theodor Strunz aus unzähligen Interviews, wie darüber hinaus von seinen leckeren, fettfreien Forever Young Fruchtgummis (Aber Vorsicht: Nicht jedermanns Geschmack) bekannt. Ulrich war ein Mann, der für mich den Eindruck vermittelte sportlich alles zu können.
Und dann?
2005
Auf Mallorca platze Ulrich bei vollem Tempo der Hinterreifen seines Rennrads und er stürzte acht Meter tief in eine Schlucht. Er brach sich drei Brustwirbel, das Handgelenk, sowie die linke Kniescheibe und verlor zwei Liter Blut.
Ich las Sätze wie -ein normaler Mensch überlebt das nicht, ich schon! - ,oder - ich trainiere jeden Tag an meiner Genesung - und das passte ins Bild.
2006 erste Hälfte
Bei der zweiten Operation, um die Folgeschäden des Radunfalls zu beheben, verlor Ulrich einen Lungenflügel.
Die Titanplatten, welche seine Brustwirbel zusammenhielten, konnten nicht entfernt werden, da es zu einer Querschnittslähmung führen könne.
Trotzdem las ich - ich möchte wieder am Ironman in Hawaii teilnehmen! - und das passte wiederum ins Bild.
2006 zweite Hälfte
Bei der nunmehr siebten Operation wurden Trümmer seiner, im Körper wandernden Bandscheibe entfernt. Ulrich war in der Folge gezwungen starke Schmerzmittel zu schlucken und sein linkes Bein war gelähmt.
Ich las - Ich möchte am Ironman in Hawaii teilnehmen - in der Behindertenklasse!- und das passte ins Bild.
Nun wurde es ungewöhnlich ruhig um den Erfolgsmann.
Was war passiert?
Die Lähmung des Bein ging zurück. Er versuchte in sein altes Leben zurückzukehren. Er hat “Höllenschmerzen” und es ist ihm kaum möglich auch nur einen Kilometer zu joggen. Er bezeichnet sich selbst als Krüppel.
Vor ein paar Wochen las ich dann - Dr. Ulrich Theodor Strunz sei an einen Rollstuhl gebunden. Er bezeichne seine früheren Fitnesslehren als ein bisschen egoistisch. Er hätte die Liebe zu seiner Familie entdeckt. Er sei auch ohne Bewegungs-endorphine glücklich.
Ist es richtig nun, dass Nilzenburger keinen Sport treibt?
Ich würde sagen:
Nilzenburger hat eine wunderbare Tochter, war/ist nie egoistisch und strebt darüber hinaus noch den Weltfrieden an.
Sein Schicksal ist beschlossen.
Mehr Liebe ist der Schlüssel!
Richtig ist richtig!


*ähm*
“Nach einem Unfall mit dem Mountainbike auf Mallorca muss Ulrich Strunz im Jahr 2006 mehrfach operiert werden.”
Nicht, dass mir hier Rennräder schlecht gemacht werden ^^
Für Nilz Gleichgewichtgefühl und allgemeine Sportlichkeit wurde doch extra der Begriff des Bewegungslegasthenikers erfunden. Also besser keinen Sport,oder?
PS: Beim Joggen ist es schon schwer sich ne Kippe anzuzünden ohne dass der Amaretto verschüttet. Also lassen wir das besser.
@mung…amaretto geht garnicht
@hugo… rad halt
Ganz ohne könnte ich nicht.
Aber auch nur, weil ich dann ansetze.
Sei es drum - schöne Widmung!