Remember the Times

“Boah, wie billig!” “Kaum hält ihnen einer ein Steak hin, schon wedeln sie mit dem Schwanz.” “Wie konnten die sich nur so billig hergeben, die waren doch real!” “Na, da haben ja Bahnhofsnutten noch mehr Ehre.” “Unter Preis verkauft, schade.” “Major ist Satan.”
So war das damals immer, wenn eine unbekannte Gitarrenband einen Majordeal unterschrieben hat. Die Sätze wie oben hat man dann immer gehört. In den späten 90ern wurden die gleichen Argumente für den Hip Hop übernommen. Exakt die gleiche Leier. Ich stand immer daneben und habe gesagt “Aber freut euch doch, das die endlich davon leben können, wofür ihr sie mögt!” Zählte aber nie als Argument. Lieber Credibility als Kredit. Ein Gedanke, ungefähr bis zum Gartenzaun gedacht. In keinem Supermarkt der Welt kriege ich was, wenn ich sage: “Hey, ich kann ihnen das Schnitzel nicht zahlen, aber ich gelte als Echt!”
Und keiner der Acts hätte sich auf solche Deals eingelassen, wenn die Plattenfirma ihnen in die Produktion reingeredet hätte.
Wie komm ich jetzt nochmal da drauf…hmmm…..?

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13 Friedenstauben

  1. aber hey, wer kann schon von sich behaupten, ein so schönes foto als credibility-stütze geschenkt bekommen zu haben? könnt doch nich meckern ;)

    Kommentar von martha dear - 02. March 2007 um 22:12 Uhr
  2. einsetzende altersdemenz?

    Kommentar von hans - 02. March 2007 um 22:34 Uhr
  3. Wie wahr…

    Kommentar von Bonnie - 02. March 2007 um 23:36 Uhr
  4. liegst an kind und neuer liebe?

    Kommentar von tanja - 03. March 2007 um 00:08 Uhr
  5. Danke Dicker, kann ich brauchen…

    Kommentar von rene - 03. March 2007 um 00:35 Uhr
  6. Meine Meinung. Wenn sich die Musiker durch den Major-Deal nicht musikalisch verändern was ist denn so schlimm daran?

    Kommentar von Tapedeck - 03. March 2007 um 03:21 Uhr
  7. Hrrr…

    Kommentar von Bonnie - 03. March 2007 um 03:42 Uhr
  8. hahaha sehr gute botschaft

    Kommentar von silka - 03. March 2007 um 12:07 Uhr
  9. Spaetestens wenn man richtige Arbeit gemacht hat, weiss man auch, warum man sich dafuer bezahlen laesst. Man traegt ein Risiko (definier ich mal nicht naeher welcher Art), man verschleisst (Augen, Finger und eventuell noch mehr bei schlechter Koerperhaltung), man muss auch noch cool klingende Texte am Ende schreiben … das ist auch kein Pappenstil.

    Die Hoehe der Bezahlung (so wie sie sich mir darstellt) geht voellig in Ordnung, meiner Ansicht nach, mit etwas Erfahrung in dem Bereich haette man letztendlich noch mehr rausschlagen koennen, das ist dann -hoffentlich- beim naechsten mal der Fall.
    Ich bin ja der Meinung, dass man das nicht unbedingt haette Werbung nennen muessen (im Prinzip, denn es ist ja PR, eine bezahlte Game Review), aber irgendwann waere rausgekommen, dass man dafuer bezahlt wird und dann ist es besser, es vorher gesagt zu haben …
    Was ich hoffe, ist dass sich jetzt niemand unter Druck gesetzt fuehlt und die Spiele schlechter redet als sie sind (ich weiss, das wird jeder verleugnen, aber vielleicht unterbewusst).

    Auf jeden Fall viel Spass und gute Ideen fuers Schreiben wuensch ich euch Allen!

    Kommentar von neuenberger - 03. March 2007 um 12:59 Uhr
  10. Was für ein Arschloch muss man sein, wenn man anderen nicht gönnt ihren Lebensunterhalt mit dem zu verdienen was ihnen Spaß macht…

    Hab ich Arschloch geschrieben? Ach ja, mein’ ich auch so.

    Kommentar von Bonnie - 03. March 2007 um 16:46 Uhr
  11. tja, und die “echten” bands haben sich auch echt darüber gefreut, dass sie endlich einen deal bekommen haben. davon kenne ich einigen aus den hmpfziger jahren. ihre echtheit haben sie dadurch nicht eingebüsst, ganz im gegenteil konnten sie endlich ohne nebenjobs und geldsorgen durchstarten.
    wobei ich mir sicher bin, dass diese anfangszeit proberaum-gigs für lau- club und disco-touren für die kreativität recht hilfreich war.

    dass ein paar abgehoben sind, das passiert, auch wenn es bei einigen sehr schade war.

    meine persönliche erfahrung aus dieser zeit und diesen situationen: in erster linie haben das die fans gesagt, die angst hatten, den persönlichen bezug zu den musikern zu verlieren (was auch, leider gottes, meistens passiert ist. das muss man nicht schön reden und es liegt in der natur der sache).
    in zweiter linie haben das sehr viele musiker gesagt, die radiomoderator und musik-express- oder spex-plattenkritiker als nebenjob hatten und das risiko der fürfastnix-touren nie eingegangen sind.

    ist es heute sehr viel anders?

    Kommentar von zoee - 03. March 2007 um 19:02 Uhr
  12. the great shriben ins internetz swindle

    Das ist Showbiz, Kinder. Trittbrettfahrerei, Sensationslust, Spass für beide Seiten, Win-Win, Plagt mal rugig die PS3 und huldigt ihr. Macht die Sache gut, damit die Leuts Freude haben. Dass hier irgendeiner früher “real” wäre, denkt doch gar niemand.
    Abmahnbrötchen, Sony, Weltfrieden, hihi. Tüss.

    Kommentar von Harm - 04. March 2007 um 03:51 Uhr
  13. “brot kommt vor kunst” aber werbung ist keine kunst. wobei coole werbung doch wieder kunst ist!

    also haut rein, rene, mcwinkel und nilzenburger, und zeigt den neidern, moralaposteln und überhaupt einigen, wies besser geht!

    werbung kann definitv rocken, meine erwartungen sind hoch bei dem trio und ich hoffe das träge rumpalaver (vor allem VOR der aktion?!) treibt euch kreativ an.eure verteidigungsstrategien sind dann eigentlich erst am wochenende nötig werden ;-)

    für gute arbeit für gutes geld sollte sich kein mensch schämen müssen! ich bin erstmal aufs kreative ergebnis sehr gespannt und halte meine kritik/lob bis dahin schön zurück …

    frohes schaffen! monaco

    Kommentar von monacophilipp - 05. March 2007 um 13:06 Uhr

Deine Friedenstaube