Ich setz mich wieder hin.

Zunächst einmal:

Ich bin müde.
Ich bin aufrichtigen Herzens!

Dann aber auch:

Du bist müde.
Du bist aufrichtigen Herzens!

So steht es auf der ersten Seite meines absoluten Lieblingsbuches ever, “Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität.” von meinem Schriftstellergott Dave Eggers.

Und ja, verdammt, es stimmt. Ich bin müde. Ich kann nicht mehr. Meine Energie ist aufgebraucht.

Die letzten Monate haben eigentlich nur noch daraus bestanden, sich vor den Kopf zu hauen. Wegen Politikern, die Journalistinnen anzubaggern für eine Zwinker-Zwinker-Tätigkeit halten. Wegen Schriftstellern, die plötzlich Hassschreiber werden oder Politiker, die ebenfalls merken, dass am rechten Rand der Gesellschaft noch eine schnelle Mark zu machen ist. Wegen einem Prozess, von dem man wusste, dass er sich ziehen würde wie nix Gutes und der dafür erschreckend wenig konkretes zu Tage bringt - obwohl klar ist mit wessen Geistes Kind man es zu tun hat. Wegen Parteien, die in ihren Reihen alles zulassen, nur um stärker zu werden und bei Kritik sich sofort halbherzig distanzieren. Wegen Menschen, die sich beleidigen lassen müssen, weil sie irgendjemanden lieben. Wegen öffentlichen Diskursen, die nicht mehr ohne Lügen oder “Wahrheitsdehnungen” stattfinden können. Wegen viel zu vielen Waffen-Im- und Exporten. Wegen Machthabern, die alles tun, um ihren Status zu zementieren, blind und unsensibel für ihr Handeln. Wegen Kriegstreibern. Wegen Aggressoren, die behaupten, sie täten alles im Interesse des Friedens und dabei dieses wundervolle Wort, diese tolle Sache, nur als Feigenblatt nutzen, um ihre bescheuerten Interessen zu artikulieren.

Heute sah ich einen Bericht über die Montagsdemos. Las ein bisschen auf den Seiten, auf denen sich die Demonstranten treffen. Las auf den Seiten ihrer Kritiker. Schaute mir Videos beider Seiten an. Las Texte beider Seiten. Und irgendwann war der Punkt da, da hab ich einfach alle Tabs geschlossen. Ich wollte diese Diskussion nicht mehr mitverfolgen. Ich hab einfach gemerkt: Ich bin am Limit angekommen. Ich kann mir keine Scheisse mehr durchlesen, kann meiner Faszination für mir fremd erscheinende Meinungen nicht mehr erliegen. Der Speicher ist voll.

Das Netz ist ein wundervoller Ort, weil ich mit ein paar Klicks alles erreichen kann. Ich kann auch versuchen, Dinge zu verstehen, die ich nicht verstehe. Versuche zu kapieren, warum Sichtweisen, die mir auf einer Welt, auf der wir alle zusammen leben (wollen), zwingend logisch erscheinen, von Anderen total negiert werden. Manchmal hatte ich vielleicht das Gefühl, diese Menschen zu verstehen. Diese Menschen die hetzen, die spalten, die brüllen oder extra schnell quasseln, um schlauer zu wirken. Manchmal hatte ich das Gefühl, ich verstehe, was sie antreibt (ohne es teilen zu müssen). Aber dann bemerke ich, dass da nichts stattfindet. Kein Denkprozess. Keine Reflektion. Es gibt diese eine Wut und die wird von denen befeuert, die Menschen brauchen, die ihnen zustimmen. Die Motive können mannigfaltig sein. Von Kohle bis Fame dürfte da alles vertreten sein.

Aber ab heute interessiert mich das nicht mehr. Darf mich nicht mehr interessieren. Denn ich bin nicht mehr aufnahmefähig für Ignoranz. Ich kann mich nicht mehr mit Dummheit beschäftigen. Die Schüssel ist voll. Ich muss mich davon fern halten, denn es belastet mich. Ich sah diesen Beitrag und hab überlegt, dort einmal hinzugehen, um mit den Menschen zu sprechen, mir ihre Version anzuhören. Aber sie haben sich entschieden, dort zu sein. Sie wurden nicht gezwungen. Sie gehen dort hin um zu zeigen: Ich unterstütze diese Idee total. Und das ist halt nicht zu erklären. Ich kann da nicht meine Energie verbrauchen.

Deswegen, liebe Gegner, habt ihr es geschafft. Ihr habt mich mit eurer medialen Dauerpräsenz zermürbt. Ihr dürft jetzt machen, was ihr wollt. Fahrt fort. Macht diese Welt zu dem beschissenen Ort, den ihr unbedingt haben wollt. In dem sich alle hassen, sich niemand mehr über den Weg traut und mein Nachbar angeblich immer nur meine Äpfel will, selbst wenn er eine Apfelplantage hat. Ich werde mich nicht mehr wehren. Baut den ganzen Tempelhof mit euren beschissenen Townhouses zu, damit ihr nach der Politik noch tolle Pöstchen in der Baubranche kriegt. Schwafelt was von Sozialwohnungen, um dann nachher mit “Sachzwängen” nur drei bezahlbare anbieten zu können. Vom deutschen Wähler ist weder Ärger, noch Widerstand zu erwarten. Der grummelt mal, schreibt einen wütenden Kommentar auf eure Facebookfanseite und geht dann wieder arbeiten. Oder er schreibt diesen Blogeintrag und gibt dann einfach auf. Deswegen musste ich jetzt auch den Header ändern. Ihr habt das schöne Wort “Weltfrieden” missbraucht und ausgesaugt und mit eurem menschenfeindlichen Kack aufgefüllt. Ich möchte auf keinen Fall mit euren Motiven verwechselt werden.

Macht das sich die Völker hassen. Schürt Neid, schürt Wut, schürt Hass. Ich gebe auf. Mir ist alles egal. Ich kann nicht mehr. Ich kann meine Energie nicht mehr dafür nutzen, zu glauben, diese Welt zu einem besseren Ort machen zu können. Ich gebe meine Liebe jetzt nur noch für die, die mir wirklich wichtig sind. Versuche sie zu unterstützen, zu stärken, zu umarmen.

Und vor euch da draussen zu schützen.

25 Friedenstauben

  1. Ich weiß nicht warum – weiß ich wohl, dauert aber zu lange, um das zu erklären –, aber mir fällt zuerst der Höhlenbaucontest von Boooom von vor fünf Jahren ein: http://www.crackajack.de/2009/10/13/wild-things-design-hohlen-contest/

    Lets build a Batcave.

    Kommentar von René - 21. May 2014 um 00:13 Uhr
  2. So so nachvollziehbar. Das Klo läuft über >:-(

    Kommentar von Huck - 21. May 2014 um 00:15 Uhr
  3. Vielleicht ein, zwei Wochen Ignoranzfasten und Wutbürger-Detox. Dann rückt sich das Netz schon wieder gerade.

    Kommentar von Benedikt - 21. May 2014 um 00:16 Uhr
  4. @Benedikt: Nein. Das ist nicht neu, das hat sich lange formiert und ist Mainstream. Das ist da, its a given. Das rückt sich nicht einfach so wieder grade.

    Kommentar von René - 21. May 2014 um 00:27 Uhr
  5. Singe leise vor mich hin: “Und was ihr, was ihr haben sollt, das ist Anerkennung, für alles …”

    Kommentar von Benedikt - 21. May 2014 um 00:37 Uhr
  6. Lass dich nicht von den Scheuklappenträgern fertig machen *knuddel*
    Ausruhen, die Ignoranz ignorieren und sich um schöne Dinge kümmern die viel mehr Aufmerksamkeit und Beachtung verdient haben, um erhalten zu bleiben.

    Kommentar von Sandra - 21. May 2014 um 01:15 Uhr
  7. Auf dieser Welt gibt es eben keinen wahren Frieden. “Mein Reich ist nicht von dieser Welt.”

    Kommentar von Ben - 21. May 2014 um 01:46 Uhr
  8. Ich verstehe Dich.

    Kommentar von Frau Auge - 21. May 2014 um 07:08 Uhr
  9. „Wegen Politikern, die Journalistinnen anzubaggern für eine Zwinker-Zwinker-Tätigkeit halten.“

    Ach ja? Ich habe mir vor den Kopf gehauen wegen Journalistinnen, die Politiker abends an der Hotelbar nach ein paar Wein auf deren Alter herumreiten und dann hypersensibel auf die Reaktion reagieren, das dann trotzdem erst ein ganzes fucking Jahr später merken und dann die arme Damsel spielen, weil? Ja warum eigentlich. Und dann im Nachgang darf dieser Politiker öffentlich hingerichtet und am laufenden Band verächtlich und herablassend von anderen vertrockneten Journalistinnen als „Alter Sack“ beschimpft werden.

    Man kann sich ja auch vor den kopf hauen, wie Männer öffentlich und ohne sich wehren zu dürfen beschämt und beschimpft werden für das, was sie sind: Männer. Das allein ist schon ein Schimpfwort. Mann zu sein, so scheint es, ist an sich schon kriminell.

    Kommentar von k - 21. May 2014 um 07:35 Uhr
  10. Kann Ihren Gedankengang nur zu gut nachvollziehen. Danke für diese Worte.

    Kommentar von martin - 21. May 2014 um 08:41 Uhr
  11. Ich hatte das vor einigen Wochen, als es in der Ukraine zu brodeln begann, auch einen kompletten Stack overflow dieser Art. Das hält bis heute an, wenn auch etwas abgemildert. Seelenhygiene ist wichtig, rausnehmen, Nachrichten ignorieren, soweit es geht.

    (Und irgendwann, möglicherweise, weitermachen. Der Kampf gegen die Dummheit hat immer gerade erst begonnen.)

    Kommentar von rrho - 21. May 2014 um 09:34 Uhr
  12. Hey Ihr “Jungvolk” (ich darf das, ich bin viel älter) - Euer Optimismus und Euer anderer Blick auf die Welt hat mich vor ein paar Jahren dazu gebracht, genau diese von Dir neu beschriebene Haltung aufzugeben und wieder offen, unvoreingenommen und generell freundlich da rauszugehen, auch wenn ich ab und an wegen meiner angeblichen Naivität belächelt und ausgenutzt werde. Klar hat es den Anschein, dass es gerade besonders schlimm ist. Ehrlich: das war es immer, die kommen nur gerade alle aus ihren Löchern und nutzen die Kanäle, die ihnen vorher nicht zur Verfügung standen oder die sie nicht bedienen konnten. Natürlich ändern wir die Welt nicht komplett, aber wir können dem etwas entgegensetzen und zumindest den anderen und damit uns selbst den Tag etwas erfreulicher gestalten - sonst gibt es in in Zukunft vielleicht kein “Jungvolk” mehr, das andere aus der Resignation holt.

    (Und nein, man muss kein Verständnis für Haltungen haben, die die persönliche No-Go-Grenze überschreiten. Und ja, ich verstehe Dich nur zu gut und briefe mich jeden Morgen selbst aufs Neue.)

    Und mal generell Danke.

    Kommentar von andrea - 21. May 2014 um 09:53 Uhr
  13. Ich freu mich schon auf die nächste Zeit. Hauptsache ich muss morgens nicht schon wieder irgendwelche naiven Kommentare über einen konsensfähigen Aufreger lesen. Es ist sicher manchmal interessant, wenn es dir Input liefert. Und ich als Papst verstehe auch die positiven Aspekte am Bad in der Menge. Aber du hast mehr drauf als lamentierend an der Seitenlinie zu stehen. Go for it!

    Kommentar von Der Papst - 21. May 2014 um 09:59 Uhr
  14. Einer mehr in meiner Sammlung. Nicht vergessen: There is only one desination in the final Taxi! (Wreckless Eric)

    Kommentar von Marc - 21. May 2014 um 10:09 Uhr
  15. Danke für deine Worte. Sie sprechen mir aus der Seele. Die ganze Thematik zehrt auch an meinen Reserven, noch an das Gute im Menschen zu glauben. Meine eigene Analyse hatte ich vor kurzem auch aufgeschrieben:
    http://logbuch.labelizer.de/die-zersetzung-von-innen

    Kommentar von Labelizer - 21. May 2014 um 10:32 Uhr
  16. Gut ist das Neurechts jetzt Mainstream ist und hoffentlich endlich verheizt wird, wie alle Sub”kulturen”.

    Kommentar von infringement - 21. May 2014 um 10:58 Uhr
  17. Finde ich sehr gut! Endlich mal konstruktiv werden, ich mache das schon lange so. Nicht lesen, was mich nur runterzieht und mich statt dessen auf konstruktive Aktionen konzentrieren. Alles andere ist Energieverschwendung.
    Mal ehrlich, ich lese seit Jahren fast keine News mehr, und es geht mir gut, am besten aber: Ich verpasse gar nix! Immer wenn ich mal jemanden frage, was denn so los ist, erzählen die eh nur den gleichen Scheiß wie vor 5 Jahren.
    Also spar ich mir meine Kraft und setze mich mit Problemen so auseinander, dass es auch was bringt, nämlich vom Kleinen ins Große. (Statt gleich die ganze Welt verändern zu wollen und mich damit nur zu frustrieren.)

    Der Hauptgrund, aus dem meiner Ansicht nach all die aufgeregten Netzbürger nicht viel erreichen ist eben das: Sie ballern sich mit (meist gar nicht nützlichen) Infos zu, sind aufgeregt, schreiben Texte drüber und - das wars. Denn dann ist die Energie weg, ausgebrannt.

    Dann lieber ne Müllaufräumaktion im Park und Kinderfreizeiten organisieren, da hab ich mehr von… Und wenn ich mich um meine Nächsten kümmere und mit denen was zusammen mache, ist auch die Wahrscheinlichkeit geringer, dass die zu tumben Trotteln werden. Sowas steckt nämlich an! Meiner Erfahrung nach.

    “Gutes tun, Gutes tun, Gutes tun is gar nicht schwer” *sing*

    Kommentar von Anna - 21. May 2014 um 11:07 Uhr
  18. Wie sagte Markus Lanz einmal so treffend: “Du musst in der Lage sein, gedanklich einfach mal die Spülung zu drücken. Wenn man das nicht tun, geht man kaputt.”

    Kommentar von Informelles - 21. May 2014 um 11:29 Uhr
  19. Ich bin für eine “Rally to Restore Sanity and/or Fear”, wie sie von Colbert und Stewart veranstaltet wurde. Da könnten sich dann auch endlich mal die normalen Leute treffen.

    Kommentar von Gerhard Köpke - 21. May 2014 um 14:02 Uhr
  20. hehe, kann ich nachvollziehen.

    Das Problem ist man muss immer Gut sein. Du suchst das Gute, die “Friedesndemos” suchen das Gute, alle auf Facebook auch und sobald das vermeintlich Böse auftaucht wird gehasst, geschrien, geschlagen, gezetert. Unglaublich, ich verstehe diese Art der politischen Konfrontation auch nicht mehr.

    Keiner ist in der Lage seinen Gegenüber eine andere Meinung zu zugestehen und letztlich auch mal zu sagen: “dazu habe ich keine Meinung”.

    In jeder Umgebung, wo mehr als ein Mensch lebt, gibt es immer mindestens zwei Meinungen und dafür ist Politik da, einen Kompromiss finden!
    Aber für die meisten ist Politik der Weg zum Weltfrieden, zum beenden des Welthungers, zum Glücklich und Happy sein. So wird aber Politik nie funktionieren.

    Schon bei dir im Haus, wenn du mit mehreren zusammen wohnst, musst du Kompromisse finden und wenn dein Nachbar absolut keinen Bock auf deine Mukke hat, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten für dich Flucht (Aufgabe) oder Krieg. Genau das gleiche passiert in “der Welt”.

    Letztlich hat Poltik als einzige wirkliche legitimität, Krieg zu verhindern. Und dazu müssen Kompromisse gefunden werden.

    Wenn viele Menschen, das für dich vermeintlich falsche tun, weil sie etwas anderes für richtig halten, dann sollte es deine Aufgabe sein, dass für dich richtige zu propagieren und irgendwann findest du genug Mitstreiter, dass sich hier und da Kleinigkeiten ändern.

    Das sind alles Dinge, die bereits oft passiert sind.

    Die grundsätzlichen Sachen die du erwähnst, waren in den späten 70′er und 80′ern selbstverständlich. Politik diente dazu, auch für die Menschen etwas zu tun, es wurden Sozialwohnungen gebaut, sogar Firmen bauten Wohnungen für ihre Arbeiter. Es wurden Schulen, Strassen, Parks gebaut. Der Arztbesuch kostete nichts, selbst der Zahnarzt und eine Brille war kostenlos!

    Das können sich junge Menschen heute kaum vorstellen, denn die Gesellschaft denkt heute Betriebswirtschaftlich. Was sich nicht “lohnt” wird abgeschafft. Das waren die 90′er und 00′er.

    Heute merken immer mehr Menschen wohin das führt. Denn das absurde ist, die “Wirtschaft” ist in diesen Zeitraum immer, mehr oder weniger, gewachsen. Aber für die Allgemeinheit wurde immer weniger getan.

    So bleibt als Hoffnung, dass es immer mehr wütende und verzweifelte Menschen gibt, so wie Anno ‘68 - sie haben damals viel zum besseren verändert. Vielleicht schaffen es die 2014′er auch einmal?

    Kommentar von Struppi - 21. May 2014 um 14:31 Uhr
  21. Irgendwo steht dieser Artikel m.E. symptomatisch für den Bewußtseinszustand der Netzgemeinde, in dem scheinbar auch gerade die graue Realität Einzug hält, siehe Lobos Wüterei auf der re:publica. Es fällt einem die Realität auf die Füße und die Illusionen und Selbsttäuschungen “wir sind die Guten” lösen sich in Staub auf, wo sich die Mehrheit der Wähler einen feuchten Kehricht um die gutgemeinten Inhalte kümmern. Politik ist so lange toll, so lange diese dem eigenen Ego Unterhaltung und Spaß bietet. Sobald es ungemütlich und zäh wird, schaltet man auf bockig und findet alles ganz furchtbar doof.

    Kommentar von unkultur - 21. May 2014 um 14:59 Uhr
  22. Den meisten dämmert es mit 16-17, bei anderen dauert es länger.

    Kommentar von Anni - 21. May 2014 um 20:29 Uhr
  23. Vielleicht müssen wir wirklich aufhören zu lesen und unseren unbändigen Wissensschatz endlich in die Kohlenstoffwelt tragen. Vielleicht müssen wir anfangen, die Leute endlich für das Internet zu begeistern, das wir so lieben. Vielleicht müssen wir die Zombies, die sich für alles instrumentalisieren lassen, solange ein paar Stichworte fallen, die ihnen oft genug im Fernsehen vorgesagt wurden, so lange mit Liebe überschütten, bis sie endlich selbst zu denken anfangen.

    In Deutschland nutzen über alle Altersschichten hinweg noch immer gerade mal drei Viertel das Internet. Bei den Über-Sechzig-Jährigen sind es lächerliche 43 Prozent.

    http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/fileadmin/Onlinestudie/PDF/PM1_ARD-ZDF-Onlinestudie_2013.pdf

    Diese Gruppe stellt aber schon heute mehr als ein Viertel der Bevölkerung.

    http://www.bpb.de/wissen/X39RH6,0,0,Bev%F6lkerung_nach_Altersgruppen_und_Geschlecht.html

    Nach wie vor lesenswert:

    http://www.zeit.de/2013/17/demografie-babyboomer/komplettansicht

    Ein wenig Energie habe ich noch. Ich will sie richtig ausgeben.

    Kommentar von Florian - 21. May 2014 um 21:40 Uhr
  24. Mir ging es wie rrho. Die furchtbar dumme und durch nichts gerechtfertigte Politik im Zuge der Ukraine Auseinandersetzung gaben mir so einen Stoß wie dir die Ansammlung die sich “Friedensdemos” nennen und doch nur eine neue Hate-Group sind.

    Doch wie rrho sagt: “Und irgendwann, möglicherweise, weitermachen. Der Kampf gegen die Dummheit hat immer gerade erst begonnen.”

    Schreib dich nicht ab, treff die vielen tollen, schlauen und unglaublich bereichernden Menschen. Rede mit denen und überlegt euch wie ihr dem unentschlossenen Teil ein paar der Unklarheiten nehmen könnt. Zum Beispiel bräuchten ein paar Menschen ne ausbildung darüber wozu dieses Internet eigentlich neben Kommentaren und Infossammeln noch so gemacht ist…

    Am wichtigsten ist, das die Komunikation nicht auch auf deiner Seite aufhört. Dann Schreien und Schweigen sich alle nurnoch an.

    Kommentar von profemo - 21. May 2014 um 23:22 Uhr
  25. “Das dunkle Königreich wird nicht mehr aufzuhalten sein. Das Schlechte in der Welt bricht nunmehr über uns herein.”

    Tocotronic !!! 1999 !!!

    Kommentar von dooob - 02. June 2014 um 18:36 Uhr

Deine Friedenstaube