Fischer, Fischer, der Pop ist kaputt!

Achtung: Der folgende Text ist relativ zusammenhanglos und vielleicht auch hier und da ein bisschen unfair hart gegenüber einigen Acts. Er ist aber vor allem gnadenlos subjektiv und aus einer Art Notwehr heraus geschrieben. Da haut man schon mal um sich. Mea culpa.

Hier der Text von mir eingelesen.

Es war Echo und meine ganze Facebook-Timeline platzt vor Helene Fischer Postings. Von “war doof” über “gar nicht mal so schlimm” und “Hahaha, super Endgag” bis “Fischer macht nen super Job!” war alles dabei.

Mein Verhältnis zu Helene Fischer war bislang so: Ach, naja, würd ich mir nie holen, aber ist doch lustig. Ist doch eigentlich wie Britney, nur auf deutsch. Und ich war früher ein großer Britney Spears Afficionado. Und das Phänomen, dass die jetzt auch ausserhalb eines Schlager-Kontexts stattfindet, fand ich auch faszinierend. Und spannend.

Aber, vielleicht auch ausgelöst durch eine Diskussion, die ich gestern auf meiner Timeline hatte, in der mir ein Freund, der großer Sex Pistols Fan war, erklärt hat, wie grotesk lächerlich ihm Kate Bush damals vorgekommen ist, als sie ihre ersten Songs veröffentlichte, plötzlich stand ich da und dachte: Moment mal. Hier läuft irgendwas ganz falsch. Vor noch gar nicht allzu langer Zeit wurden “Künstler” wie Fischer ausgelacht. Sogar von irgendwelchen Dance Acts. Und jetzt ist diese Art Musik, dieser Schlager, plötzlich Konsens-Pop? Auf einmal sträubt man sich nicht mehr dagegen, zu einem Lied aus den “Mit den Schuhen kommst du hier aber nicht rein, Freundchen!”-Läden dieser Welt mitzuwippen? Die Freundin von Florian Silbereisen ist ein fuckin Popstar?

Wie, verdammt nochmal, konnte es so weit kommen. Warum gibt es nicht mehr “die” und “uns”? Als ich vor ca. 10 Jahren zum letzten Mal auf dem Echo war und Andrea Berg einen Preis bekommen hat, war die ganze Halle so: Hä? Wer ist das denn? Und jetzt machen alle Selfies mit Helene Fischer. Es ist ein Alptraum. Die Musik der Spiesser hat gewonnen. Wie konnte es nur so weit kommen?

Nun, es gibt viele Gründe. Die Toten Hosen zum Beispiel machen seit Jahren Lieder, die so auch Wolle Petri im Programm haben könnte. Die ganzen “Schmusebarden”, also einsame Männer mit Akkustikgitarren, die mit brüchiger Stimme ihren ganzen Exen hinterher jammern, haben deutschsprachigen Pop total aufgeweicht. Beliebiger gemacht. Empfänglicher für simple Schlüsselreize. Dazu noch die Plattenfirmenkrise, die nicht etwa dafür sorgte, Produkte kundenfreundlicher zu machen, sondern sich auf den Markt zu konzentrieren, auf dem noch gekauft wurde und wird: Der Schlager. Und den Markt so groß wie möglich zu machen. Da freut sich auch Onkel Bohlen und pumpt sein DSDS mit Schlager voll, auf das ein neuer Markt entstehe, den man schnell abgrasen kann. Dann lässt man wehrlose, alte Männer noch irgendetwas covern, was nicht zu ihnen passt und auf einmal wird alles umgedreht. War es in den 90ern noch ein Akt himmelschreiender Ironie, wenn eine Band einen alten Schlager nachspielte (zum Beispiel Creme 21 mit “Wann wirds mal wieder richtig Sommer?” oder Dieter Thomas Kuhn mit “Über den Wolken”), bei dem man sich so stark zuzwinkerte, dass Augenkliniken mehrere Augenhöhlenbrüche behandeln mussten, so ist es jetzt genau umgekehrt: Heino singt die Ärzte nach und alle denken, es sei “kultig”.

Mann, ich bin so sauer. Ich bin sauer, dass ich mich auch hab einlullen lassen. Das ich denen auf den Leim gegangen bin. Helene Fischer ist Schlagersängerin, Herrgott nochmal. Alles tutsi-tutsi, heile Welt. Mei, was ein schönes Paar, die Helene und der Flori.

BUÄH! Ich muss kotzen! Das ist verkaufsoptimierter Dreck. Es gibt keine Musik, die so sehr auf verkaufen ausgelegt ist, wie Schlager. An dieser Musik ist überhaupt nichts mehr echt, da findet keine Leidenschaft mehr statt, da geht es nicht mal mehr um Musik. Jeder scheiss Mitte-Elektro-Laptop-Frickler hat mehr Seele und Liebe in seinen nicht-enden-wollenden “Songs”, als die gesamte deutsche Schlagerszene zusammen. Abgewichste Musikerdarsteller, die Abends an der Hotelbar bei einem Pils und einer Kippe sitzen und erzählen, dass sie eigentlich Rockmusiker werden wollten und das Herz eines Rockers haben. Musik machen wie zur Stechuhr gehen. Als Job. Und alle finden ja eigentlich AC/DC toll.

Bäh, ich muss mich richtig schütteln. Pop ist kaputt. Und ihr Schlagerspackos habt ihn auf dem Gewissen. Der Wendler ist nicht Kult oder doch, der Wendler ist total “Kult”, weil mit “Kult” werden ja auch nur noch Dinge beschrieben wie Toilettenpapier mit Witzen drauf bei Nanu-Nana oder Schnaps in Flaschen, die wie Zündkerzen aussehen. Das Prinzip Merkel hat es in die deutsche Musikbranche geschafft. Eigentlich logisch nach so vielen Jahren rumregieren. Man faltet die Hände und lächelt sich so durch. Bloss niemanden aufregen, es soll ja keiner merken, dass von einem nicht viel kommt oder das bei dem, was da so kommt, nicht viel hintersteckt. Helene Merkel. CDU ist Pop. Andrea Nahles ist Pop. GroKo ist PopKo.

Der Test: Man stelle Helene Fischer neben irgendeine xbeliebige Künstlerin und vergleiche. Ist egal neben wen: Lady Gaga, Katy Perry, Britney Spears, younameit. Immer ist Fischer sofort der Bauerntölpel. Das poppige Nichts. Die deutsche Sängerin. Bieder bis zum Anschlag, substanzlos wie eine Rede von Thilo Sarazzin. Für den Eurovision Song Contest wählen die Deutschen zwischen Unheilig und einer Newcomer-Band mit einem Lied, bei dem der deutsche zu Hause so richtig schön auf die Eins klatschen kann. Ach, wir schicken die zu einem internationalen Wettbewerb? Ist doch egal! Wenn wir keine Punkte kriegen, dann sind halt wieder irgendwelche Absprachen schuld. Die Escada vom letzten Jahr hätte doch mindestens Erste werden müssen, mit ihrem Staub-Disco-Pop. Das war Schiebung!

Vergiss es, Zynismus oder Ironie hilft uns auch nicht weiter. Deutscher Pop ist tot. Vereinzelte Heldentaten, wie zum Beispiel Marteria, helfen uns da auch nicht mehr raus. Ich hab keine Ahnung, wie man das Ruder wieder rumreissen kann. Wenn Freunde moderne Schlager plötzlich gar nicht mehr so schlimm finden, dann erinnert sie daran, dass sie es doch sind. Das eine Helene Fischer auch nur ein G.G.Anderson in blond ist. Das uns allen der Wolf im Pop-Pelz untergemogelt wurde. Schlager ist der Schrebergarten des Pop und wird uns gerade als Hofgarten verkauft. Stop damit! Hört auf! Ihr könnt keine Petition gegen Lanz unterschreiben, aber “Atemlos” auf dem mp3-Player haben. Menschen unter 18 Jahren sollten nicht einmal wissen, wer Helene Fischer überhaupt ist! Denkt doch mal an die Jugend! Deren Pop soll vor allem eins: Uns nerven.

Kennt ihr den Film “Sie leben”? Wo einer mit so einer Spezial-Sonnenbrille sieht, dass die Welt von Aliens unter Kontrolle gebracht wurde, weil sie auf jeder Leinwand, in jedem Fernseher sublime Botschaften aussenden, die man nur mit eben jener Brille sieht? Und die Leute sind alle unter ihrem Bann, während der Typ versucht, alle “aufzuwecken”?


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So fühl ich mich gerade. Helft mir! Lasst uns alle aufwecken! Lasst uns Pop zurückerobern! Lasst uns Songs schreiben, Videos drehen, iTunes-Chart-Manipulationsflashmobs machen.

Vielleicht gründe ich eine neue Religion, in der es nur um die Rettung von Musik geht. Und dann steh ich morgen klingelnd vor eurer Tür. Und wenn ihr aufmacht, sag ich nur:

“Hallo. Ich möchte mit ihnen über Pop reden.”

1 Trackback

  1. Blogroyal » » Ich kann nicht mehr schweigen

22 Friedenstauben

  1. +1

    Mehr muss ich dazu nicht mehr sagen, Du hast ja schon alles in den Artikel gepackt.

    Kommentar von frolueb - 28. March 2014 um 22:28 Uhr
  2. Na endlich.

    Ich kann Dich beruhigen. Uns gibt es noch. Nur wissen wir nicht, wer diese Fischer überhaupt ist. Wir ignorieren den Echo (wen?) und ignorieren Ironie. Die ist nämlich nur noch Verkaufsargument und Stilmittel der Werbeindustrie.

    Einfach ganz ironiefrei und ohne (größere) Kompromisse Sachen machen oder hören oder angucken, die schlicht und ergreifend gut sind. Paul Thomas Anderson ist so einer. Die Death Grips. Perfect Pussy. Apropos Perfect Pussy:

    Lies Dir das mal durch: http://adhoc.fm/post/consensus-perfect-pussy-say-yes-love/

    Der Text behandelt in anderem Kontext genau dasselbe, was Du meinst (denke ich): „Too much of today’s music journalism takes signifiers of subversion– the commentary on inequality and social unrest that once so deeply outraged “concerned” parents in the 1980s– and guts them of their former meanings, leaving behind only the vague shape of dissent.“

    Wie gesagt, es gibt uns noch. Nur wissen wir nicht, wer diese Helene Fischer sein soll, von der Du redest. Wir sind zu sehr damit beschäftigt, gute Sachen gut zu finden.

    Welcome back. ;-*

    Kommentar von René - 28. March 2014 um 22:35 Uhr
  3. Liest sich fast wie ein Text der Elterngeneration in den Fünfzigern. Rock n Roll verdirbt unsere Kinder. Jetzt ist es halt die Fischer :)

    Kommentar von Herbie - 28. March 2014 um 22:54 Uhr
  4. Danke!

    Du hast es ganz wunderbar auf den Punkt gebracht: Schlager sind durch Fischer und Co auch bei den Jüngeren “salonfähig” geworden, früher wurden sie belächelt und eher geächtet, galten als spießig, heute tauchen sie, im Speziellen die neuen, starken, sexy (habe ich das wirklich gerade geschrieben?!), ach-so-emanzipierten Frauen Berg und Fischer, in sämtlichen Sendungen der Öffentlich Rechtlichen auf (und dafür zahle ich GEZ, verdammt!), ein Entkommen ist nahezu unmöglich.
    Bleibt fraglich, welche Zielgruppe angesprochen werden soll… Von daher passt auch die “Helene-Fischer-Merkel”-Verbindung ganz famos - willkommen in der schönen, heilen Welt der CDU-Wählerschaft: Am besten ist, wir lassen alles so, wie es ist, klatschen mit der Masse brav im Takt und gaukeln weiter vor, was ungern gesehen wird.
    Authentizität, Innovation und Kritik.


    Was schreibe ich hier eigentlich?!?

    Kommentar von taff_toff - 28. March 2014 um 23:50 Uhr
  5. Amen!!! Hervorragend, treffend und so richtig

    Kommentar von isabelle - 28. March 2014 um 23:56 Uhr
  6. Endlich steht es schwarz auf weiß geschrieben
    was mich schon so zur Weißglut gebracht hat
    das ich es in Worte nicht verfasst hab.

    Kommentar von julia - 29. March 2014 um 01:35 Uhr
  7. Du Jude ist das Schimpfwort No.1 bei Jugendlichen, aber Nils regt sich über Helene Fischer auf… Chabos wissen halt wer der Babo ist

    Kommentar von Bionaut - 29. March 2014 um 02:41 Uhr
  8. Ja anderer Kommentator, vieles ist viel schlimmer als das, aber man kann sich ja heute auch mal darüber aufregen und morgen und sonst auch die ganze Zeit in den Träumen, auf der Fahrt ins Büro und während der Zubereitung einer Senfsoße kann und wird man sich (Versprochen!) über die anderen viel schlimmeren Dinge auf der Erde aufregen. Aber nun ist Kultur und Popkultur halt auch ein prägender Bestandteil dieses Daseins, in diesem Teil der Welt und deshalb regen wir uns heute mal (und übrigens zu recht) über die Helenefischerisierung der Popkultur auf.

    Kommentar von Huck - 29. March 2014 um 03:18 Uhr
  9. .

    Obwohl … bei Dieter Thomas Kuhn hätte ich mir mehr was mit Haaren anstatt mit Augen gewünscht. ;-)

    Ansonsten: nicht so richtig gut der Satz «Die Freundin von Florian Silbereisen ist ein fuckin‘ Popstar?» Die war das schon oder zumindest auf den Weg dorthin, da hatten deren Produzenten diesen Partnerschaftsvertrag noch nicht aufgesetzt. Tendenziell glaube ich nämlich, möchte in dieser Verbindung eher der Florian in fremden Gewässern fischen als umgekehrt. Ich denke daher nicht, dass man gut beraten ist, will man Helene über Florian definieren. Die kann ganz gut alleine für sich stehen, tatsächlich hat sie nämlich das größere Talent als er.

    Ja, Helenchen ist Pop. Denn Schlager ist eh nichts anderes als Pop – nur eben auf deutsch interpretiert. Das ist der Punkt: Florian ist Volksmusik ist nicht Pop. Helene ist Schlager ist daher Pop. Ist doof aber ist so, per Definition.

    Die Grenzen verwischen, weil man heute nur noch mit anderen Musikgeschmäckern Geld macht als es früher mit einzelnen Schubladen noch möglich war. Und es geht ums Geld. Nur darum. Es geht nicht mehr um das Ausleben seiner persönlichen Kunstform. Kommerz ist der Hit.

    Ich sehe die ganze Entwicklung aus einem anderen Grund kritisch. Ich habe bei der Echo-Verleihung als Nominierte in den meisten Kategorien Gruppen zur Kenntnis genommen, die ich vorher bewusst nicht zur Kenntnis genommen habe – und ganz ehrlich nach dem Teaser auch nicht losrennen wollte, den Song runterladen wollte. Ich fühlte mich erstmals in meinem Leben uninformiert. My fault. Oder vielleicht auch nicht mein Fehler.

    Denn, neulich saß ich in der U-Bahn und im Berliner Fenster erschien folgende Meldung sinngemäß, dass Lady Gagas neuestes Video super lang sei, schon jetzt auf YouTube super erfolgreich obwohl der Song erst im April oder so erscheinen würde. Schlusssatz: in Deutschland sei der Clip auf YouTube nicht zu sehen.

    Und das ist der Punkt: YouTube ist der Markt wo Musik dann doch heutzutage passiert. Deutschland wird hier zensiert. Gnadenlos seit Jahren und: wir lassen es zu! Wir lassen also in der breiten Masse zu, dass wir in unserem Musikgeschmack beschnitten werden, weil man uns Clips vorenthält.

    So können Leute wie Andrea Berg, Helene Fischer, die Silbereisens dieses Landes natürlich Raum machen, denn sie sind im Medium TV massiv vertreten. Also dort, wo es internationale Acts alle vier Wochen mal zu „Wetten dass..?” noch schaffen. Die deutsche Radiolandschaft spielt zumeist auch nur noch Songs in einer 60-minüten Dauerschleife, hier ist also auch nicht mehr viel Vielfalt geboten. Wer also nicht Zeit noch Interesse hat sehr bewusst über den angebotenen Musiktellerrand zu blicken, der hört halt nur noch das, was hierzulande in den Medien präsentiert wird. Und da haben sich die Produzenten der o.g. Stars prima eingekauft.

    Es gilt wohl nicht mehr: Music makes money. Dafür: money makes music. Und dann wird verdient, weil das Geld in die große Alternativlosigkeit fließt.

    Ja, zum Kotzen.

    Helene Fischer hat einen Preis in einer Kategorie abgeräumt in der Depeche Mode nominiert waren. Ich gehe weiter weinen.

    Kommentar von creezy - 29. March 2014 um 12:08 Uhr
  10. Auch Du hast es absolut richtig erkannt.

    Die Probleme sind offensichtlich. Wir müssen jetzt handeln.

    Ich habe einen ähnlichen Beitrag (http://blogroyal.de/ich-kann-nicht-mehr-schweigen) wie folgt kommentiert:

    You’re right. Bin absolut down mit Dir.

    Lasst es uns aber wirklich verändern. Wir müssen jetzt agieren. Problem erkannt. Handeln.
    Lasst uns einen eigenen Musikpreis ins Leben rufen.
    Einen echten Musikpreis for the masses, wohlwissend der kulturellen Verantwortung für unser Land und alle Generationen die da nachkommen.
    Wir haben es in der Hand, die Herde wird mitlaufen, tut sie ja jetzt auch. Ich habe den Glauben an die Menschheit nicht verloren, es kauen nur die falschen Leute vor. Das ist im Prinzip das gleiche wie bei unserem Essen. Wir müssen den Unfug stoppen. Es sind schlicht die falschen Leute am Werk. Dummköpfe, die in alten Tagen, bzw. merkwürdigen “neuen” leben, gepaart mit Trotteln, die denken, mega innovativ zu sein. Das Ergebnis sind die von Dir beschriebenen Missbildungen.

    Wir brauchen einfach nur ein bisschen Geld, nicht sonderlich viel, vllt. kann jemand wie Bär Läsker helfen. Der Rest über diese Startup Sammelbüchsen und Werbung.
    Dann machen wir unseren eigenen Echo.
    Wir starten im Web und schlagen solange jedes lächerliche Angebot von zdf_neo, später PRO 7 und dem sonstigen Blödsinn aus, bis sie aufgeben und sich auf ihre Stärken besinnen: Nichts selbst produzieren, ausser vllt. eigene Trailer und Teaser zu eingekauften Formaten, sprich engl. Serien.
    Mehr können sie einfach nicht und das wird auch so bleiben.

    Die wenigen Guten werden zu uns kommen und wir werden sie gerne aufnehmen. Wir können JETZT starten. Unser eigenes Network im Web.

    Stallone sagt in irgendeinem Film: “Es ist vorbei, wenn es vorbei ist.”

    Kommentar von Chris - 29. March 2014 um 13:41 Uhr
  11. Meinst Du mit “einsamen Männer mit Akkustikgitarren” Leute wie Philipp Poisel? Und willst Du diesen vorwerfen, dass er zum Helene-Fischer-Hype beigetragen haben? Steile These.

    Kommentar von hank - 29. March 2014 um 13:51 Uhr
  12. Vielleicht gründe ich eine neue Religion, in der es nur um die Rettung von Musik geht

    Das ist zum Glück nicht nötig, und eine Religion würde vermutlich auch nicht helfen, das sie vor allem den Stumpfsinn konsumiert. Ich bin jeden verdammten Tag meines Scheißlebens froh über dieses Internet, denn ohne Internet wüsste ich gar nicht, dass noch Musik gemacht wird. Denn in Glotze und Radio fließt seit gut anderthalb Jahrzehnten nur noch »verkaufsoptimierte Scheiße«, für die ich schlicht das falsche Publikum bin.

    Kommentar von Elias - 29. March 2014 um 14:05 Uhr
  13. Wer ist denn Helene Fischer? Lebe seit fünf Jahren nicht mehr in Deutschland und habe den Namen noch nie gehört.

    Kommentar von Toru Okada - 29. March 2014 um 16:57 Uhr
  14. Ich sehe es so: Es gibt einen Musik-Markt mit marktoptimierter Musik, die kommerziell erfolgreich ist. Damit kenne ich mich nicht aus. Und daneben gibt es noch das Internet mit viel, viel mehr und anderer Musik. Wer dort suchet, der findet. Es gab doch noch nie so viel interessante Musik wie jetzt, und jeden Tag kommt mehr, von neuen Leuten. Wow!

    Kunden kaufen doch nicht nur Helene-Fischer-Platten, sondern auch Rexona-Deospray, Synthetik-Shirts bei Woolworth, McDonalds-Hamburger, DVDs mit Til-Schweiger-Komödien usw. Das ist zwar kurios, aber … viel Spaß damit, Leute! Solange es genug Alternativen gibt.

    Gilt übrigens auch für’s Fernsehen: Es gibt mehr gute Sendungen als “früher”, aber auch viele schlechte, und die erfolgreichen sind selten die, die mir gefallen.

    Disclaimer: Ich habe keine geschäftliche Verbindung zum Musik- oder Fernsehbusiness. Eine Echo-, Bambi- oder Goldene-Kamera-Verleihung habe ich mir noch nie angesehen, weil ich mir davon weder gute Unterhaltung noch Erkenntnisse erhofft habe.

    Ihr denn??

    Kommentar von Corni - 29. March 2014 um 18:57 Uhr
  15. Jaja, alles richtig. Richtig ist aber auch, der „Pop” der Jugend NERVT Dich doch offensichtlich, wie erbeten. Wo also ist das Problem?

    Kommentar von Upidu Henriksen - 30. March 2014 um 03:15 Uhr
  16. Appropos Verkaufsoptimierung: Der Markt TM hat generell einen bedeutenden Anteil am Ausverkauf der Musik. Nicht nur, dass Labels, Radiosender und Charts den ewig gleichen Quatsch fördern, auch in die Werbung hat Musik in Form von Emotionalisierung Einzug gehalten und damit in der Dauerschleife zur sofortigen Entwertung beigetragen. Es fing an mit träumerischen Autofahren zu “Heartbeats”, gipfelte dann in Hipsterwerbung von Apple und anderen Lifestyle-Produkten, okkupierte Rock und Dubstep (Autowerbung). Dazu “präsentieren” die Fernsehsender ausgewählte Bands, die alle gleich klingen und damit auch gleich super in den Werbecanon eingehen. In 3 minütigen Spielfilm-Vorschauen sieht man dann die Highlights des Monats und hört sich die Soundtracks dazu gleich über. Dramatische Szenen am RTL-Nachmittag zieren plötzlich (massenkompatible) Soundschnipsel von System of a down oder Tool. Und ganz am Ende (?) steht dann die Lidl Werbung für Schweinefleisch, die ich Freitag gehört habe. Unterlegt mit “Bardenmusik” von Jose Gonzalez. Schweinefleich!

    Fazit: Nicht nur der Pop ist betroffen - oder man sieht es so, dass es im Mainstream nur noch Popmusik gibt, weil die markt- und markenkompatibel ist. Gefühlt ist im Rockbereich nach Strokes und Whitesripes nichts mehr gekommen, was nicht ein Aufguss dieses Stils war. Hard&Heavy-Schubladen mal ausgenommen. Verwerten greifen sich das was läuft/neu ist und vergewaltigen es, indem sie die Refrains als Stückwerk unter Werbung für Mettbrötchen packen oder in die Pro7-Eigenwerbungsschleife.

    Davon ab: Helene Fischer ist einfach ein Phänomen. Vielleicht auch ein Symptom, dass bestimmte Schichten der Jugendlichen heute identitätslos herumirren und nicht mal an Musik mehr Orientierung finden. Wie auch? Irgend jemand sagt immer, dass Band X bereits sowas von out ist, die Role models von heute sind keine Bravo-Stars mehr, sondern iPhone und Konsorten aus der Konsumwelt. Und Musik wird übers Netz in Schnipseln angeboten, so dass sich mit dem Künstler oder dessen Gesamtwerk auch niemand mehr auseinandersetzen muss. Dass Leute freiwillig worst quality auf Youtube oder über Smartphonelautsprecher konsumieren, regt mich auch auf, aber damit fang ich jetzt nicht mehr an.

    Kommentar von nik - 30. March 2014 um 14:02 Uhr
  17. Weil ich das Wort oben gerade lese, will ich dieses Schlaglicht mal zusammnefassend nennen: Wir leben in einer Trailer- und Teaser-Gesellschaft.

    Kommentar von nik - 30. March 2014 um 14:04 Uhr
  18. word

    Kommentar von madmax - 30. March 2014 um 14:44 Uhr
  19. Weil ich das grad sehe, kuck ma’ hier:
    http://meedia.de/wp-content/uploads/2014/04/Bravo-630×353.jpg

    Kommentar von sontyp - 11. April 2014 um 11:57 Uhr
  20. kapiert es endlich mal! 80% der deutschen sind einfach zu doof um andere musik toll finden zu können. ein fuß link, ein fuß rechts, das ist ihr tanzen, merkel ihre wahl.

    erscheckend? nicht erst seit heute so, dass die massen doof sind,…… das wußte adolf schhon.

    Kommentar von brainrules - 28. April 2014 um 14:31 Uhr
  21. Schlagersänger und Volksmusikanten sind sogar so cool, dass die oftmals noch nicht mal ein Mikrofon zum singen brauchen.

    Kommentar von Uli.S - 28. September 2014 um 12:03 Uhr
  22. also ich Hasse Helene Fischer die regt einen nur auf allein schon wenn ich die sehe einfach nur noch zum kotzen und Leute sind so dämlich das sie noch Geld für ihre Konzerte aus geben ist es einem schon mal aufgefallen das sie auf jedem Konzert die selben Lieder singt nur das die Hintergrund Musik geändert wurde traurig das die sich traut überhaupt mit solch einer lach nummer und Verarsche der Leute Konzerte gibt

    und Helene Fischer ist nix anderes als ein stink normaler mensch wie wir alle es sind da muss man diese Person nicht als wäre die sonst was tolles,Besonderes hoch an preisen ist die nämlich nicht ein mensch sonst gar nichts

    Kommentar von maus - 02. December 2015 um 16:11 Uhr

Deine Friedenstaube