Stirb, Medium, stirb!

Alles fängt an mit einem Tweet:

Erstmal zum Tweet-Autor: Ich mag Jens Best. Best geht vielen Leuten auf den Sack, weil er zu allem gerne seinen Senf abgibt. Ich bin auch oft uneins mit ihm, aber ich finde seine vehemente Auf-den-Sack-Gehigkeit wirklich aufrichtig bewundernswert. Er taucht nie ab, bleibt immer sichtbar und steht zu 100% für sich und seine Meinung. Find ich stark.

Aber hier irrt er und da er nicht der Einzige ist, der diese Annahme teilt, muss ich mal einen Text drüber schreiben. Keinen Text, der sich mit den grotesken Forderungen der Verlage (a.k.a. Leistungsschutzrecht) beschäftigt, da sind andere deutlich bessere Quellen mit fundierteren Meinungen. Ich finde das einfach nur Gaga.

Mir geht es um das im Netz sehr weit verbreitete Herbeisehnen des Todes von Medien, die älter sind als das Internet, also allen ausser dem Internet.

- Zeitungen
Zugegeben, die Verleger haben sich jüngst mit ihren Kampagnen keinen Gefallen getan und nicht unbedingt Freunde gemacht. Sie faseln von “Qualitätsjournalismus”, sind aber selber oftmals nicht im Stande, Grundqualität abzuliefern. Im Sinne von: Durchdachte Inhalte. Oder vernetzte Inhalte. Dazu noch die einseitige Berichterstattung über das Leistungsschutzrecht, das tut schon ein bisschen weh. Aber ich möchte trotzdem nicht drauf verzichten. Und viele Andere möchten auch nicht drauf verzichten.

Meine Eltern
Lesen jeden Morgen den KStA. Mein Vater regt sich immer auf, das die scheiße recherchieren, was ihm natürlich bei den Sachen auffällt, bei denen er sich auskennt. Und die Beispiele, die er mir genannt hat, die haben ja auch gestimmt. Dumme Redaktionsfehler, vielleicht Flüchtigkeitsfehler, vielleicht “Der Leser ist doch eh egal”-Fehler, aber definitiv unnötige Fehler. Und trotzdem hat er ihn noch abonniert und liest ihn jeden Morgen zum Frühstück. Um ein Grundbedürfnis nach Information zu decken. Das er nicht durchs Fernsehen decken lassen will, sowieso nicht durchs Internet, sondern durch die Zeitung beim Frühstück. Und wenn ich da zu Besuch bin, mach ich es genauso. Auch wenn ich iPad und Rechner und Kindle und Handy dabei hab: Ich finde das super beim Frühstück ein Holländerbrötchen zu essen und dabei in der Zeitung etwas ausführlicher als durch SpOn über die Geschehnisse von gestern informiert zu werden. Das ist fast meditativ.

Anderes Beispiel: Meine beste Freundin
Hat alles zu Hause und nutzt es auch ausgiebig. Computer, Handy, Fernsehen, alles da. Aber hat immer das Gefühl, uninformiert zu sein. Eine zeitlang gab es mal diese Zeitung zum selber zusammenstellen, ich glaube die hiess niuu oder so, da hab ich ihr mal (auch weil ich selber neugierig war) ein Probeabo zusammengestellt und schicken lassen. Und sie fühlte sich rundum informiert. Hat sich morgens mit einer Tasse Tee in die Küche gesetzt, wenn unser Kind in der Schule war, und gelesen. Oder die Zeitung in die Tasche gestopft und im Café gelesen. Die würde niemals einen Rechner mitnehmen oder im Café auf SpOn irgendwelche Neuigkeiten lesen. Da würde sie dann eher eine der herumliegenden Zeitungen nehmen.

(Nachtrag: Als ich eben mit ihr telefonierte, meinte sie, das sie mittlerweile doch Nachrichten auf dem Handy lesen würde, wenn sie irgendwo rumsitzt…na gut. Sie hat aber nochmal betont, wie sehr ihr die niuu gefallen hat!)

Zeitungen haben einen Sinn. Das Medium “bedrucktes Papier” hat einen Sinn. Ist robust, ist leicht, ist easy anwendbar. Das ist nicht zu ersetzen. Ja, seine Inhalte bedürfen einer Nachjustierung. Aber deswegen erkläre ich doch kein Medium für Tod.

“Ja, aber die FTD!”

Wenn man es nicht schafft, Leser von seiner Einzigartigkeit am Markt zu überzeugen, dann macht man vermutlich etwas falsch, vor allem wenn man als Letzter kommt. Es tut mir ja leid, aber da ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man auch wieder als Erster geht. Und wenn man sich so arrogant verabschiedet, wie die FTD das getan hat, dann war das vielleicht auch alles nicht so falsch.

“Ja, aber die FR!”

Ja, die FR bedauer ich auch, wobei ich die auch nur online gelesen hab. Aber hier gilt das natürlich auch: Wer liest die noch, wo ist der Leser. Und damit meine ich eben kein blindes hinterherrennen irgendwelcher Marktforschungs-Ergebnisse, sondern Intuition. Gespür für den Leser, für den Markt. Das war wohl nicht gegeben. Ich hätte ehrlich gesagt gedacht, das es zuerst die Berliner Zeitung erwischt, aber nun ja. Wenn man am Leser vorbeischreibt, dann kann man nicht bestehen, so leid mir das auch tut.

“Ja, aber die PRINZ!”

Hahahahahahahahahaha. Das letzte Mal, dass ich in die PRINZ geguckt hab, war das ein Gutscheinkatalog mit Partybildchen. Nichts mehr an Originalität, keine Meinung mehr, nur noch MaFo, MaFo, MaFo und dem Anzeigekunden in den Arsch kriechen. Sorry, aber warum gab es die überhaupt noch so lange?

Das sind eure Argumente für den Tod der Zeitung, für das Ende von Print? Da müsst ihr aber noch eine gehörige Schippe drauflegen, um mich zu überzeugen. Und viele Andere auch. Ich weiß natürlich auch ehrlich gesagt nicht, warum so viele im Internet sich wünschen, das gedrucktes stirbt. Es nimmt dem Netz nichts weg. Und so viele Baumschützer gibt es nicht mal online. Aber, liebe Leute: Get over it. Print bedient etwas, was das Netz nicht bedienen kann. Ja, es werden noch andere Zeitungen und Zeitschriften sterben. Es geht vielen schlecht. Und das große Auflagenwunder vergangener Jahrzehnte ist vorbei. Der Markt wird dünner. Aber er wird niemals verschwinden. Was eine Zeitung (in der analogen Welt) kann, kann nur eine Zeitung. Ich werde zumindest niemals eine Ecke meines Handys abreissen, um einen Kaugummi reinzupacken. Eine Telefonnummer auf meinen kindle kritzeln. Einen Tag später ausführliche Texte im Netz suchen zu Nachrichten, die ich da einen Tag vorher gelesen habe (wenn ich nicht drauf hingewiesen werde). Oder am Frühstückstisch meiner Eltern mit einem iPad sitzen.

- Fernsehen

Auch hier: Totaler, seltsamer Hass von Menschen, die sich stolz damit brüsten, gar keinen Fernseher mehr zu haben. Und die rufen es in die Welt hinaus: Fernsehen ist tot, braucht keiner mehr, Volksverdummung, blablabla. Regen sich aber dann über jeden TV-Beitrag über das Internet auf, der tendenziell negativ ausfällt. Wald? Hineinruft? Herausschallt?

Wenn man sich das Netz ansieht, hat man es beim Fernsehen immer noch mit dem Leitmedium Nummer 1 zu tun. Auf Twitter wird gemeinsam Tatort oder “Bauer sucht Frau” geguckt, bei Facebook versammelt man sich auf Fanpages über das Dschungelcamp und auf vielen Blogs lese ich Artikel über Dexter, Game of Thrones, Misfits oder die Big Bang Theory. Alles Fernsehen. Die Mediatheken der Sender laufen heiss, wenn eine neue Folge “Roche und Böhmermann” online geht und Zattoo dürfte zu internationalen Fussballturnieren einen deutlichen Download-Anstieg verzeichnen. Alles Fernsehen. Piraten lassen sich regelmässig zu Lanz oder anderen Talkern einladen. Bei Protesten vor dem Brandenburger Tor werden ZDF-Journalisten via Twitter beschimpft, weil sie zu wenig oder gar nicht berichterstatten, was so vielen berichterstattungswürdig erscheint. Und auf SpOn wird jede Talkshow am nächsten Tag besprochen. Alles Fernsehen.

Sieht so ein totes Medium aus?

Was ich nie kapiere ist: Das Wirkprinzip von Fernsehen ist ein komplett anderes, als das vom Netz. Die einzige Gemeinsamkeit sind laufende Bilder. Beim einen Medium als Default, beim anderen als Option. Das war es aber auch. Fernsehen ist eines der passivsten Medien, die es gibt, was gleichzeitig auch die Erklärung für seinen großen Erfolg ist. Ich muss nichts anderes tun ausser umschalten. Immer läuft irgendwo, irgendwas. Etwas läuft, was ich immer weiter laufen lassen könnte. Ich muss nichts tun. Nun mag es auch im Netz Seiten geben, die mir unendlich viele Videos hintereinander vorspielen, aber die sind eher selten. Und da ist das “umschalten” auch nicht so einfach, erfordert einen Mausklick, der sich aber vorher genauer mit dem Inhalt beschäftigen muss, damit ich überhaupt weiss, wo der Klick hingehört, wo der Link ist. Alles schon wieder viel zu viel Aktion. Ja, Fernsehen ist ein faules Medium. But guess what: Das ist sein Erfolg.

Warum also den Tod des Fernsehens herbeisehnen? Welchen Teil des Internets stört das Fernsehen? Ja, Fernsehen ist ein Medium, das primär “von oben herab” sendet. Die lassen sich die Inhalte nicht so leicht diktieren, wie irgendwelche Blogger oder im Zweifelsfall noch News-Seiten, das pisst viele an. Na und? Noch kein Grund zur Abschaffung oder kein Anzeichen des Untergangs. Diese ganzen schlauen Medienpropheten, die dem TV seine baldige Abwesenheit prophezeihen, vernachlässigen alle Umstände und stellen ihre eigene Sichtweise als Vision auf. Fernsehen muss auch nicht allen gefallen, das ist in Ordnung. Niemand kann gezwungnen werden, einen Fernseher zu besitzen. Auch okay. Aber einen gesunden Patienten, der hier und da ein paar Zipperlein hat, deswegen gleich für Tod zu erklären? Das ist wie bei “Ritter der Kokosnuss”, als der den Alten auf seiner Schulter zum Wagen rausbringt, auf dem die Toten gesammelt werden und der Alte ruft: “Lass mich runter, ich bin gar nicht tot, ich will spazieren gehen!”.

Das Fernsehen ist durchaus kritikwürdig. Heutzutage läuft da sehr viel Scheisse. Und das müsste nicht sein. Auch hier wieder: Marktforschungsoptimierte Programme sind ein Graus. Und die Verarschung und Vorführung von Leuten im Privatfernsehen in Formaten wie “Bauer sucht Frau” oder “Schwer verliebt” ist zum kotzen und soll allen Verantwortlichen ein fieses und fettes, haariges Furunkel am Arsch wachsen lassen. Aber Fernsehen darauf zu reduzieren, ist wie zu sagen: Das Internet ist vor allem Kinderpornographie. Reine, alberne Demagogie.

Ich freu mich schon, wenn irgendein Shoppingsender schliesst und dann online zu lesen ist: “Das große Fernsehsterben beginnt!”

- Radio

Warum lese ich eigentlich so wenige Rants gegen das Radio? Weil viele “Wortführer” im Netz von da kommen? Weil man das im Auto zur Arbeit noch braucht? Weil Podcasts nichts anderes sind?

Das finde ich erstaunlich. Die große Kritik am Medium Radio, die Rufe über ein “totes Medium” oder für “Kein Grundrecht auf Rundfunk” sind doch eher seltener Natur. Ich muss ehrlich gestehen, das mir das von allen Medien eigentlich am egalsten ist. Ja, ich höre gerne Domian, aber den kann ich ja auch gucken. Ich freu mich auch wenn ich mal einen guten, mir unbekannten Song im Radio höre - verfluche aber auch die Radiomacher dafür, es mir extra schwer zu machen, herauszufinden was ich da genau gehört habe. Ja, ich kann das online nachgucken, aber wie schön wäre es, wenn ich keinen Mediensprung machen müsste und mir einfach geSAGT würde, was ich gerade gehört hab? Max Goldt schrieb mal sehr schön sinngemäss über Radio, dass er niemand bräuchte, der ihm sagt, was für eine gute Stimmung er nun haben müsse, dass er seine Laune ganz gut selber im Griff hätte, er aber bei guter Musik immer gerne wissen würde, was er denn da nun gehört habe.

Radio ist das vielleicht schlimmste Opfer des Marktes, weil man hier (meine ich mich zu erinnern) irgendwie nicht so richtig “Quoten” messen kann und sich deswegen nur auf Zahlen gestützt wird, die irgendein Unternehmen im Quartal produziert, basierend auf Umfragen etc. Da wirds dann ganz abenteuerlich. Und alle Sender halten sich sklavisch an diese Zahlen, so wie es auch alle Werbekunden tun. Deswegen hat man beim Gros der Sender heute nur noch Jingle-Geballer und “Das Beste von Früher, Heute, Morgen und Niemals” oder so am Start.

Wie gesagt: Ich brauche Radio nicht unbedingt als Medium, zu selten sind unsere Berührungspunkte. Aber es gibt viele Menschen, die gerne Radio hören. Die jeden Morgen im Stau auf dem Weg zur Arbeit stehen und da gerne David Guetta hören, oder irgendwas Anderes, was sie vielleicht nicht selber auf CD haben. Oder die hören wollen, wo Stau ist. Oder auch Menschen, die dann zu Hause klassische Musik hören oder Hörspiele oder Reportagen. Es gibt Radiohörer und es soll sie geben. Radio nimmt meinem Medienkonsum nichts weg, gar nichts. Warum sollte ich also dagegen sein, warum sollte ich permanent rufen “Radio stirbt” und wenn dann nach fünf Jahren wirklich mal ein Lokalsender zu macht direkt rufen: “Seht ihr! Ich habs gesagt: Radio stirbt! Und das war erst der Anfang! Alle Anderen werden folgen! Radio stirbt, weil es unmodern ist!”

Warum rufen Menschen so was? Warum diese Verbitterung, diese Unentspanntheit?

Es gibt Tage, an denen kotzt mich das Internet an. Da bleibt man in irgendwelchen Kommentarspalten großer Zeitungen stecken oder liest dämliche Verschwörungstheorien oder klickt aus Versehen auf einen Broder-Artikel oder wundert sich über all den unreflektierten Hass und die Grabenkämpfe allerorten. Wundert sich, wie man dem Menschenbild, das im Netz konstruiert wird, jemals entsprechen soll. Wundert sich über das plötzliche aufpoppen eines Fettnäpfchens, das man nie als solches wahrgenommen hat, man aber gleich abgewatscht wird mit der Haltung, das man es schon immer hätte kennen müssen - denn es steht ja im Netz. Diese Tage frustrieren mich. Mich, der ich das Netz immer als tolles, fantastisches Medium propagiere. Als spannende Welt, als Meinungskanal, als vollkommen neue Möglichkeit des publizierens. Als spannenden Pool verschiedener Sichtweisen. Der leider oftmals dann aufhört, wenn die Meinung eine Andere ist.

Und dann klapp ich den Computer zu. Und mach den Fernseher an. Oder lese ein Videospielmagazin wie die “M!” oder das Rapfachblatt “Juice”. Oder ein Buch. Und denke:

Hach. Auch schön.

16 Friedenstauben

  1. Naja, also Radio ist ja auch überall der gleiche Quark bei den öffentlich-rechtlichen Sendern. Wenn die das gleiche machen wie die Werbesender, nämlich Charts hoch und runter, wozu dann noch öffentlich-rechtlich? Und dann noch Bürgerradios, wo die auch nur ihre mediokre Lieblingsmusik auflegen.

    So einen Sender wie WFMU gibt es leider nicht bei uns im Äther. Aber ich fand Bayern 3 ganz witzig, aber auch nur deshalb, weil er irgendwie Profil zeigt. Bremen 2 war immer schön anders, aber gibt es schon lang nicht mehr. Ich glaube irgendwie, es sollte Lokalquoten geben, also für hessische Sender x Prozent in Hessen produziert usw. Wenn alle das gleiche senden, dann ist auch der ganze föderale Rundfunk sinnlos.

    Kommentar von Rebi - 10. December 2012 um 22:17 Uhr
  2. Das ist natürlich ein sehr subjektiver Artikel bzgl. Deines eigenen Medienkonsums, ich teile aber ausdrücklich die Grundtendenz. Mich nervt dieses “irgendwelche Medien sterben! Haha! Das Internet ist DIE Zukunft”-Gerufe extrem. Weil, so banal das klingt, wenn es nicht grade um Medientheorie, sondern um Konsum geht, nicht das Medium die Botschaft ist, sondern die Inhalte. Und gute Inhalte konsumiere ich dort, wo sie stattfinden und wenn Pynchon demnächst per Amazon Publishing seinen nächsten Roman rausbringt, dann les ich ihn halt dort und sonst weiter auf Papier, und wenn Deutschlandfunk alle Sendungen ins Netz packt, dann hör sie möglicherweise mit einer App, aber genauso gerne mal im Auto und lasse ich überraschen von dem Programm, so what? Beides gut, jeweils auf seine Weise. Genauso wie es super ist, Vinyl-Platten im Schrank zu haben und rauszuholen, aber gleichzeitig iTunes Match zu benutzen. Ist mir rätselhaft, wie man sich da als Netzbewohnr so verbissen auf die Seite eines (”seines”?) Mediums an sich schlagen kann, außer natürlich, man will als großer Internetexperte seine Prognosen und sicherlich sehr hilfreichen Beratungen (der geniale und funktionierende Vorschlag, wie man mit hochwertigem Journalismus aberseits von Klickstrecken im Netz richtig finanziell erfolgreich ist, steht trotz 5904 Blogartikeln zum Thema immer noch aus) zu Geld machen.

    Zum Thema Zeitungen muss man aber schon einwerfen: Wenn man mal ein paar Monate ein FAZ-Abo hatte und dazu parallel Spon liest, dann versteht man das mit dem Qualitätsjournalismus schon wieder. Ein paar Zeitungen produzieren (in ihren Printausgaben) ziemlich hohe Qualität in hoher Quantität, gerade im Kulturbereich, die ich so eher selten bis nie im (deutschen) Netz kriege.

    Kommentar von Raventhird - 10. December 2012 um 22:34 Uhr
  3. Welche Medien überleben werden, kannst Du doch an deinem Kind sehen! Da wundert mich Deine Kurzsichtigkeit etwas.

    Kinder, die nicht verstehen, warum im Fernsehen nicht das läuft, was sie gerade sehen wollen - so wie auf Youtube. Kinder, die auf Zeitungsbilder tippen und sich fragen, warum da nichts passiert - wie auf dem iPad.

    Für uns waren Zeitungen und Fernsehen schon immer da und das Internet kam irgendwie dazu, aber für jüngere Generationen ist Internet default.
    Wieviele Menschen unter 40 kennst Du, die eine Tageszeitung abonniert haben im Vergleich zu ihren Eltern? Tageszeitungen auf bedrucktem Papier werden sterben, das mag irgendwie schade sein, aber mehr auch nicht.

    Kommentar von Sanníe - 10. December 2012 um 23:12 Uhr
  4. Sannie, meine Tochter ist 11 und liebt es fernzusehen und am nächsten Tag mit ihren Klassenkameradinnen über die neue Folge “Shake it up”, oder was auch immer gerade angesagt ist, auf dem Schulhof zu quatschen. Sie guckt gerne Castingshows (leider) und mit mir Wetten dass (Hurra). Das Argument läuft also ins Leere. Vor allem nutzt sie es genauso, wie ich es geschrieben habe: Sie macht an und “lässt laufen”. Das ist ihre Auszeit vom Tag. Da wollte sie noch nie an den Computer oder ans iPad. Das ist erst nach der Entspannung interessant.

    Und Zeitungen: Ehrlich, als ich 20 war, kannte ich keinen einzigen 20-jährigen, der eine Zeitung abonniert hat. Es handelt sich also durchaus um ein Medium, das vermutlich erst wirklich interessant wird, wenn man eine gewisse “Langsamkeit” (das soll jetzt nicht albern pathetisch klingen, auch wenn es das tut :)) für sich entdeckt hat. Ich glaube nicht an ihren Tod.

    Kommentar von nilzenburger - 10. December 2012 um 23:17 Uhr
  5. Nilzenburger, guter Beitrag.

    Sannie, nimms mir nicht übel. Aber du bist eine/r von denen, die ihre Lebenswirklichkeit auf alle anderen zu übertragen versuchen. Damit bist du weder der Zeit voraus noch schlauer als andere. Lass doch einfach die Welt eine Kugel sein.

    Das sollte ohnehin mehr im Internet getan werden. Einfach mal keinen Fuck geben.

    Kommentar von Herbie - 10. December 2012 um 23:26 Uhr
  6. die ansage “Zeitungen sterben” bedeutet doch nicht, dass es in 10, 20 jahren keine zeitung mehr gibt. es bedeutet viel mehr dass die auflagen weiter schrumpfen werden, weil die leute zwar nicht alle, aber doch zunehmend auf onlinemedien umsteigen. schau dir doch die auflagen der tageszeitungen an - sie sinken. was noch gut läuft sind wochen- oder monatsblätter. die leute wollen ihre täglich news zunehmend online, und größere hintergrundsachen noch gern auf papier.
    Ein weiteres problem sind werbegelder. internet tötet die printwerbung. jahr für jahr vergrößern sich die onlinebudgets und sinken die prinbudgets, denn onlinewerbung ist oft gezielter und erfolgreicher. Und je weniger geld mit werbung eingenommen wird, desto mehr leser oder höhere kosten braucht das blatt eigentlich - ein teufelskreis.
    Irgendwann schrumpfen die auflagen von zeitung zu zeitung unter die rentabilitätsgrenzen und dann machen die blättchen zu. diese entwicklung ist in amiland schon seit jahren im gange, und fängt jetzt auch hier an.
    Das alles bedeutet nicht, dass es in 20 jahren keine zeitung mehr geben wird, es werden nur weniger zeitungen sein, eben so viele wie sie noch bei den übriggebliebenen lesern rentabel zu bertreiben sein werden. vielleicht noch eine linke, eine rechte und ein libertäre oder sowas, oder vielelicht werden sich ein paar paneuropäische oder weltweite blätter durchsetzen, mit deutschland als lokalteil. wer weiss was landesgrenze dann noch bedeuten? nun, man weiss es nicht. Was die entwicklung aber auf jeden fall bedeutet, ist bedeutungsverlust. die wichtigen feuilletonschlachten werden online geführt werden.
    und hier sind wir an dem punkt, der die netzgemeinde aktuell am meisten wurmt. relevanz. das netz ist das besser medium um zu streiten, um zu diskutieren und um diskurse die die gesellschaft betreffen auszufechten. es ist interaktiv und in echtzeit. es ist dafür schlicht besser geeignet. und dennoch ist jeder aufmacher der bildzeitung oder der FAZ mehr wert als ein spon artikel. trotzdem wird nur der ernst genommen, der was in der FAZ schreiben darf. erscheint der gleiche artikel irgendwo im netz, ist er nicht wichtig, nicht relevant, heisst es im spiegel eben nur Quelle:internet, wenn daraus zitiert wird. Das findet die netzgemeinde schlicht ungerecht, und daraus resultiert die schadenfreude über jedes neue tote blatt.

    Das Fernsehen wird mMn einfach langsam ins internet hineinwachsen. alle besseren fernseher nennen sich heute doch schon smart-TV, das heisst nichts anderes als das da ein browser und ein paar apps drin sind. Google und apple preschen da ab sofort massiv hinein, stichwort Google TV und das apple tv welches nächstes jahr kommen soll. auch youtube hat mittlerweile neben playlisten auch “Sender”, also den klassischen berieselungsmodus, welcher neben interaktiven sachen, spielen und pay TV wahrscheinlich immer der meistgenutzte bleiben wird.

    und radio? radio ist halt fernsehen ohne bild.

    Kommentar von FK - 11. December 2012 um 01:43 Uhr
  7. Nilz, danke für den Beitrag.

    Ich habe lange Zeit auch so gedacht und dabei einen wichtigen Punkt vergessen:
    Zeitungen, Fernsehen, Radio wird für Leser, Zuschauer und Zuhörer betrieben.

    Ja, auch. Aber sie werden auch für die Werbekunden geschrieben. Oder wie Du am Beispiel Prinz schön aufschreibst: Sie werden NUR für Werbekunden geschrieben.

    Aber, was, wenn die Werbekunden neue Werbeplattformen entdecken? Auf denen man vielleicht viel treffsicherer Zielgruppen ansprechen kann? Werbebudgets werden nicht größer, eher kleiner.

    Ich glaube, dass viele Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehsender und Radiosender sterben werden. Nicht weil sie keine Konsumenten mehr haben, sondern weil ihnen die Werber weglaufen.

    Trotzdem irritiert auch mich, wie der Tod traditioneller Medien fast herbeigesehnt wird. Aber vielleicht ist auch das nur eine Antwort auf deren Augen-zu-und-durch-Gehabe.

    Kommentar von Ingo - 11. December 2012 um 10:13 Uhr
  8. Ich glaube, jedes muss da seinen eigenen Medienkonsum beobachten und kann dann - für sich - ableiten, welche Medien (Form) und welche Inhalte für ihn funktionieren. Bei mir:

    - Fernsehen

    Kann ich nicht ertragen. Wirklich nicht. Ich nehme gezielt Dinge auf und schaue diese, aber Live-TV und Berieselung nebenbei kann ich nicht aushalten. Das ist seit etwa zehn Jahren so. Meine Freundin liebt dagegen das Dauergeräusch des Fernsehers. Für mich ist das nicht nur Zeitverschwendung, sondern auch ein beständiges Anbrüllen aus dem Kasten. Furchtbar. Fernsehen ist für mich als Medium tot und eigentlich auch inhaltlich.

    - Radio

    Kann ich nicht ertragen. Wirklich nicht. Das Gelaber von Moderatoren der Kommerzsender, diese künstliche Fröhlichkeit, diese ewig gleiche Musik. Dagegen höre ich spezifisch Sender als Stream, detektor.fm, Ultra (russisch) und einige andere und ich höre Radiosendungen als Podcast. Somit: Radio als Medium funktioniert für mich nicht, inhaltlich aber durchaus noch manchmal.

    - Zeitungen

    Haben für mich nie funktioniert. Ich bin 35 und habe es etliche Male probiert, meist als Abo unterschiedlichster Zeitungen, die mich stilistisch und inhaltlich interessieren. Meine Ablehnung fängt hierbei bereits mit dem Medium an: Altpapier, stinkende Druckerschwärze und eine absurde Großformatigkeit, für die ich Zuhause weder einen passenden Tisch habe noch im ÖPNV den passenden Platz. Zeitungen nerven mich. Tageszeitungen haben dann noch das inhaltliche Problem, dass sie sinnlos News von gestern präsentieren, von denen 99% für das Leben JEDER Person objektiv betrachtet egal sind und somit nur Rauschen darstellen. Ich habe außerdem seit 1996 Internet. Das sind 16 Jahre. Seit 16 Jahren präsentieren mir also Zeitungen die Inhalte, die ich schon zuvor wahrgenommen habe. Absurd. Leider bieten die wenigsten Zeitungen inhaltlich mehr. Sogar im Gegenteil - die meisten driften immer weiter ab von Berichterstattung zu Meinung. Und dann gibt es Wochenzeitungen und Wochenmagazine, wie ZEIT oder Spiegel. Die Zeit hat wieder das Mediumproblem, der Spiegel ein Qualitätsproblem (erst ab der Mittelseite empfinde ich den Spiegel als erträglich, also sobald er sich vom politischen und gesellschaftlichen Tagesgeschäft verabschiedet).

    “Ich weiß natürlich auch ehrlich gesagt nicht, warum so viele im Internet sich wünschen, das gedrucktes stirbt.”

    Ich wünsche mir sicherlich nicht, dass Gedrucktes stirbt. Ich lese gerne auf Papier, trotz Kindle. Hier selektiere ich. Zeitungen funktionieren für mich aber nicht in gedruckter Form und inhaltlich in der Regel auch online nicht. Dennoch wünsche ich ihnen nicht den Tod. Wenn es Leute gibt, die das lesen möchte - bitte, gerne! Aber es gibt den Verlegern nicht das Recht, vollkommenen Blödsinn wie das LSR durchzuboxen, um ihr bröckliges Geschäftsmodell aufrecht zu erhalten, welches zumal wg. abspringer Anzeigenkunden stirbt und nicht wegen irgendwelcher Leser von Nachrichten im Internet.

    Nicht ICH wünsche mir den Tod von Zeitungen, sondern die Zeitungen wünschen sich den Tod vom Internet.

    Kommentar von Oliver - 11. December 2012 um 12:22 Uhr
  9. Radio: Ich weiß nicht warum so oft Radio mit Radio gleichgesetzt wird. Ich möchte bitte keine kuratierte Unterhaltung. (Rieger, kuratiert, unwort, gute Idee)
    Ich möchte aber gut informiert sein. Meinetwegen kann das private Radio kaputt gehen, wenn es sich nicht mehr rechnet. Deutschlandfunk allerdings konsumiere ich bestimmt 45min am Tag. 7:05 im Bett den Pressespiegel, dann das Bettkanteninterview mit einem Politiker (meist wirklich gut und hartnäckig befragt). Beim Joggen DRadio Hörsaal statt einer Ringvorlesung für die man wieder irgendwo hinfahren müsste.

    Ist euch außerdem mal aufgefallen wie häufig in auf die Podcastangebote von bereits gesendetem aus dem DLF gelinkt wird?

    Radio ist nicht Radio. Ob linear gesendet oder per Podcast ist am Ende dem Medium egal. Wer sagt, dass Radio (als Medium nicht als engl. für Funk) durch eine Antenne definiert ist?

    Kommentar von steffen - 11. December 2012 um 12:52 Uhr
  10. Okay, ich versuche mal mehrere Kommentare abzufrühstücken:

    @FK: Ja sicher, der Markt wird sich “gesundschrumpfen”, wie es immer so schön heisst. Zeitungen werden nie sterben. Ja, in USA gibt es auch eine Zeitungskrise, das ist richtig. Aber auch da: Lokalblätter, ja, die sind die großen Opfer. Andererseits: Lokaljournalismus ist auch hierzulande oftmals das, was einem die Tränen in die Augen treibt beim lesen. Aus einer arroganten Monopolstellung wurde sich niemals weitergebildet und das ist nun die Quittung. Das ist alles richtig. Aber warum das Medium selber daran schuld ist und verschwindet/verschwinden soll, kapiere ich immer noch nicht. Auch die Wut darauf nicht. Sollten nicht eher die Vorstände und Redaktionen im Orbit landen und verschwinden? Sollte man die Rohmasse “Zeitung” nicht nehmen und etwas over-the-Top-Awesomes daraus machen? Dave Eggers hat das mal als Experiment mit seinem McSweeneys Magazin gemacht. Das als Tageszeitung veröffentlicht. Mit dem ganzen Redaktionsschlussgedöns etc. Das war ein spannendes Experiment mit einem noch besseren Ergebnis: Eine tolle Tageszeitung, die den Leser liebt (und umgekehrt) kann existieren. Es muss sie nur jemand machen.

    Deine Fernseh-Einlassungen sind mir zu vage. “Smart TV” ist nichts anderes als ein luschiger Marketingbegriff, der genau gar nichts bedeutet. Und ja: Google macht jetzt auch Vollprogramm (ab 12.12. zum Beispiel die Short Cuts, ein Filmmagazin das man vor allem auch wegen seinem hervorragend aussehenden Moderator gucken sollte youtube.com/shortcuts ), aber auch da: Die Sendungen müssen an und ausgewählt werden. Das Wirkprinzip TV hab ich ja nun schon erklärt. Es gibt nichts im Netz, was das ersetzen kann oder will. Da wird nichts ineinander aufgehen. Und wie gesagt: Keine der Serien, die alle im Netz so lieben, wäre ohne TV-Budgets denkbar. Versuch mal eine Staffel “Game of Thrones” zu crowdfunden, dann weißt du was ich meine :)

    @Ingo: Ja, seh ich quasi wie du: Medien sollten vor allem für den Konsumenten gemacht werden und nicht für den Werbekunden. Werden sie auch wieder. Und werden damit Erfolg haben. Und dann orientieren sich wieder alle um. Daran stirbt kein Medium.

    @Oliver: Zusammenfassend kann man sagen, dass du kein Medium ertragen kannst. Ist ja okay. Dann ist für dich das Netz der ideale Ort, das finde ich, ganz unironisch, super! Das das LSR und die Methoden der Verlage das durchzuboxen vollkommen gaga und überzogen sind, hab ich ja auch im Text schon geschrieben. Da sind wir uns auch einig. Ich verstehe also nicht so ganz, worauf du hinaus willst. Nicht die Zeitungen wünschen sich den Tod vom Internet, sondern ewig gestrige Vorstände und Chefredakteure, die ihre Pfründe davonschwimmen sehen, aber auf die kann und darf keine Rücksicht genommen werden. Und die sind irgendwann weg. Aber die Zeitung ist dann noch da. Und kann gut gemacht werden. Da gibt es doch gar kein Problem?

    @Steffen: Ja, es gibt tolle Radio-Reportagen, das stimmt. Und die Leute lieben die als Podcasts. Das wird aber gerne aus der Diskussion ausgeklammert. Die guten Sachen taugen nicht so zum Medium dissen ;)

    Kommentar von nilzenburger - 11. December 2012 um 15:39 Uhr
  11. End of Zeitung ? End of Print ;)

    Gedrucktes wird’s noch ne ganze Weile geben, Zeitungen aber sind völlig überflüssig und die wird es noch circa 20 Jahre geben, dann ist Ende Gelände. Ganz nüchtern und realistisch betrachtet vielleicht noch 30 Jahre, ich tippe aber auf (viel) weniger.

    Weil die Zeitung mit dem Netz ihren Zweck verliert, das „Problem“, das eine Zeitung löst (nämlich über *Ereignisse* zu informieren, explizit ausgenommen sind Analysen/Bewertungen/etc), wird durch das Netz 50x besser gelöst und was die Zeitung besser kann (explizit betont), nämlich Analysen/Bewertungen/etc, die sind in Magazin-Form sehr viel besser aufgehoben.

    Auch von der Produktionsseite ist die Zeitung ein völliger Anachronismus. Haste Dir mal ne Rollenoffsetmaschine angesehen, die Zeitungen druckt? Die sind so groß wie ein Mehrfamilienhaus… nee… die sind so groß, wie ein kleines Hochhaus. Und wozu? Für ein Produkt, das mir die Nachrichten von gestern liefert?

    Nope. Zeitungen sind tot und sie wissen das auch, Print allerdings noch lange nicht ;)

    Kommentar von René - 11. December 2012 um 18:29 Uhr
  12. Hallo Nilzenburger,

    danke für diesen schönen Beitrag. Ich stimme Dir im Wesentlichen zu (auch Deinen Aussagen über Jens Best, übrigens).

    Im Bereich der Zeitungen sehe ich das aber etwas “pessimistischer” als Du. Bei mir persönlich wird das Medium Zeitung auf Papier tatsächlich vornehmlich zum Auskleiden der Biomülltonne verwendet. Ich habe den SPIEGEL derzeit noch im Print abonniert, aber ich lese ihn de facto kaum noch. Die Tageszeitung ist kein Bestandteil meines täglichen Tagesablaufs mehr, stattdessen lese ich tatsächlich hauptsächlich online auf dem Smartphone. Andererseits: Die Tageszeitung hat bei mir auch vorher nur eine geringe Rolle gespielt, von daher ist die Änderung eigentlich nicht so schwer wiegend. Oder anders: Ich lese nun, da die Inhalte online verfügbar sind, viel mehr Material, das aus Zeitungsredaktionen kommt, als vorher.

    Zum Radio: Dem Radio ist ebenfalls die Passivität, die Du beim Fernsehen beschrieben hast, zu eigen. Ich mit meinen Kindern spielen oder was kochen oder im Stau stehen, das Radio läuft und informiert und unterhält mich nebenbei. Keine Ahnung, warum da keiner “Stirbt!” schreit, vielleicht weil das Radio schon einmal einer Zäsur durch das Fernsehen unterworfen war und jetzt in seiner “Nische” ziemlich fest sitzt.

    Kommentar von Pausanias - 11. December 2012 um 18:48 Uhr
  13. Die Lokalzeitungen machen ja keine Zeitung mehr, sondern schaffen lediglich nur noch ein Werbeumfeld.
    Eine Zeitung heisst für mich Eier und Meinung zeigen und mich sonst mit Themen überraschen, die ich sonst nie auf dem Radar hatte.
    Wer eine solche kennt, bitte melden.

    Kommentar von Guido - 12. December 2012 um 17:40 Uhr
  14. Auf lange Sicht wird sich Ipad, Internet & Co durchsetzen. Ist ja auch viel umweltfreundlicher.

    In zwanzig Jahren bekommen wir eh alle Infos und Bilder direkt ins Stammhirn geliefert ;-)

    Kommentar von Gerschmi - 12. December 2012 um 17:44 Uhr
  15. Ein prima und wahrer Artikel, der sich in großen Teilen mit meiner Meinung deckt. Danke
    und Grüße,
    Kai

    Kommentar von Kai - 17. January 2013 um 01:04 Uhr
  16. Erstmal vorweg muss ich sagen das ich den Artikel sehr gelungen finde und ich ihm größten Teils auch absolut beipflichte.

    - Zeitung/Print

    Ich bin genau wie du der Meinung das Print niemals aussterben wird, ziemlich genau aus den selben Gründen. Natürlich denke ich das sich Onlinemedien immer mehr auch in diese sparte entwickeln werden (grade durch den Vorteil Nachrichten immer und vorallem sehr schnell zu übermitteln), vorallem in den neueren Generationen die ja nur noch mit Smartphone und dem Web 2.0 aufwachsen. Dennoch haben gerade Zeitschriften den Vorteil das sie gut recherchierte Hintergundberiche/Analyse etc. liefern können und sich dadurch auch schon einen Namen gemacht haben. Von daher finde ich es auch gar nicht so schlimm das manche Zeitungen jetzt wegfallen (natürlich ist es für die Mitarbeiter ganz und gar nicht schön), denn es für meiner Meinung dazu das sich eben diese renommierten und auch guten Zeitungen sowie Zeitschriften durchsetzen werden und etwas erreicht wird was für den Markt an sich nur gut ist.
    Guter, kritischer und seriöser Journalismus ist für ein demokratisches Land von elementarer Bedeutung und der ist in dieser Form nur über Printmedien möglich.

    - Fernsehen

    Hierzu enthalte mich weil es sonst den Rahmen sprengen würde ;)

    - Radio

    Hier weiche ich etwas von dir ab. Zwar geht es mir auch teilweise tierisch auf den Nerv wenn im Radio (bei einem Sender) innerhalb von einer Stunde 4 mal das gleiche Lied gespielt wird aber das könnte ich ja beispielsweise durch umschalten ändern (siehe Fernsehen). Für mich hat das Radio ganz eifnach eine informative Funktion es ist einfach sehr nützlich wenn man während dem autofahren bsp. eine Staumeldung bekommt und man diesen Stau dann umfahren kann. Außerdem finde ich es absolut entspannend Musik zuhören (Musiknerd ;) ) und es hilft einem längere Fahrten zu überstehen. Natürlich könnte man das alles auch mit CD’s oder einem Smartphone leisten aber das Radio ist für mich einfach Kult :)

    Grüße,
    Fabian

    Kommentar von Fabian - 06. February 2013 um 19:56 Uhr

Deine Friedenstaube