Wenn schon falsch, dann richtig!

Ich wollte hier eine ganz originelle Einleitung schreiben, so mit feinen Spitzen. Aber das ist eigentlich viel zu albern. Thomas Knüwer, ein Journalist/Blogger, der immer richtig drauf haut (oftmals zu Recht) wenn Kollegen von ihm irgendwo Murks schreiben, weil sie sich zu fein waren, mal 20 Sekunden zu googlen, macht in seinen eigenen Artikeln oftmals genug die Fehler, die er den anderen um die Ohren hauen würde.

Besonders doof ist das, wenn man einen Post schreibt über etwas, was einen begeistert hat, weil man dann die Begeisterung, die man ja eigentlich versucht zu teilen, total schmälert. Denn der Gedanke ist ja: Wenn er nichtmal die einfachsten Sachen richtig schreiben kann, wie soll er dann erkennen können ob etwas Qualität hat?

Deswegen jetzt mal ein paar kleine Hinweise zu seinem aktuellen Text über Ray Cokes live, der einem Fernsehliebhaber wie mir große Schmerzen bereitet. Also der Text, nicht der Cokes. Den würde ich gerne wieder auf dem Bildschirm sehen.

Und, nehmen wir mal den Grundtenor von Knüwers Lobrede, das würde sich wohl auch lohnen. Denn Ray Cokes scheint zur alten Form zurückgefunden zu haben und so ausser Rand und Band zu sein, wie damals zu seligen MTV Zeiten. Knüwer schreibt:

Den Jüngeren unter den Lesern muss man diesen Namen vielleicht erklären. In den Zeiten, da MTV das Fernsehen und die Ästhetik des Bewegtbildes längst verändert hatte, war Cokes mit seiner abendlichen Live-Talkshow „Most Wanted“ von 1992 bis 1996 die Hoffnung, dass dieses veränderte Fernsehen noch einmal mutiert, mutiger wird und schräger, mit wackelnder Kamera deren Bediener „Rob the camera man“ ganz selbstverständlich ein handelnde Person war – Jürgen von der Lippe würde später die ARD mit diesem Konzept bekannt machen. Zwischenzeitlich war Cokes dann noch auf Arte zu finden – das war’s.

Gut, das überhebliche “Den Jüngeren..”-Blabla sei mal geschenkt. An diesem “Gag” haben sich schon andere die Finger verbrannt, ich glaube ich hab das sogar schon selber mal auf meinem Blog irgendwo geschrieben. Würd ich aber nicht mehr tun. Egal. Veränderte Ästhetik und so geht auch alles klar. Und dann der erste grobe Schnitzer: Jürgen von der Lippe würde die ARD mit dem Konzept des “ich rede mit meinem Kameramann, weil er mein Kumpel ist” bekannt machen. “Später”. Also nach Ray Cokes.

Jürgen von der Lippes Sendung “So isses” bot unter Anderem ein großes Wiedererkennungsmerkmal: Die Gespräche von von der Lippe mit seinem Kameramann Günni. In der Show, die 1984 gestartet ist und die 1989 aufhörte. Drei Jahre bevor “MTVs Most Wanted” überhaupt auf Sendung ging. (Um das noch zuende zu rechnen: Cokes kam 1987 zu MTV, da hat von der Lippe schon drei Jahre mit seinem Kameramann Günni im Fernsehen geredet). Muss man nicht wissen, die genauen Daten musste ich jetzt auch googlen. Aber wenn man Fernsehen mag und geguckt hat, dann sollte einen dieser Vergleich schon stutzig machen. Vor allem: Vollkommen ohne Not. Er hätte den ja gar nicht machen müssen, es kam ja einfach von ihm selbst. Ja klar, der Versuch nochmal das deutsche TV als lahmarschig und schnarchig und uninnovativ darzustellen, um das eigene Stück zu erhöhen. Wenn das aber dann so kapital falsch ist, stürzt das Stück eben auch genauso schnell wieder ab.

Dann kommt ein längerer Teil, in dem er von der Show, die er vorgestern live mit Ray Cokes in Köln sah, schwärmt, wie ein kleiner Schuljunge. Das ist toll, das ist ehrlich und bis auf ein paar Ausreisser schafft er es auch (zum Glück!) nicht, die ganze Zeit die Coolness-Maske aufzubehalten, die ihn zu permanenten (und langweiligen) Spitzen gegen das ach so schlimme, deutsche Fernsehen treibt. Da spricht ehrliche, aufrichtige Begeisterung über das erlebte. Das ist schön.

Und dann kommt der Absatz aus der Hölle:

Derzeit gibt es vor allem im öffentlich-rechtlichen System viele Versuche innovative TV-Formate auszuprobieren. Während sich der Kontrollverlust bei ZDF Neon auf das Lästern über Talkshow-Gäste im Anschluss an den Talk beschränkt bedeutet er für Cokes die Übergabe eines Interviews an zufällig ausgewählte Zuschauer. Verglichen mit der augesetzten Pseudo-Coolness der ZDF Neon-Magazinen, bei denen Tiltshift- und andere Filter mangelnde Inhalte regelmäßig überdecken, verglichen mit der demonstrativen Wurschtigkeit von „Roach und Böhmermann“ gegenüber ihren Gästen – da wirkt Ray Cokes noch immer wie der personifizierte Antichrist mit den vier Kameramännern der Apokalypse, die über das Land kommen um zu zeigen, wie fantastisch unterhaltend Fernsehen sein kann.

ZDF Neon“? Seriously? So gelangweilt vom schreiben, dass nicht mal mehr ein Mindestmass Mühe drin ist? Der Sender heisst, wie sich ja nun tatsächlich rumgesprochen hat, “neo”. Klein geschrieben, finden die halt schick. Kriegt aber auch jeder hin. Dann das “lästern über Talkshow-Gäste im Anschluss an den Talk”, damit kann eigentlich nur “neo Paradise” gemeint sein, die Show mit Joko und Klaas und da sind die meisten Talks eher von einer Art Respekt dem Gast gegenüber beseelt. Ich hab ein paar da gesehen, da wurden nach dem Gast noch Späßchen über den gemacht, aber das waren vielleicht 3 von 60, oder so. Vielleicht meint er aber auch was Anderes.

UPDATE: Jemand auf Twitter wies mich darauf hin, das hiermit auch der Nachklapp aus “Roche und Böhmermann” gemeint sein kann, in dem sie nach der Sendung noch alleine in der Studiokulisse setzen und die vergangene Sendung, auch selbstkritisch, Revue passieren lassen. “Sein Fett weg” bekommt dort eigentlich nur, wer durch klassisch langweiliges rumgelaber in der Sendung eher negativ aufgefallen ist. Ansonsten ist diese Kleinigkeit eine große, kleine Idee. Zu der Sendung kommen wir aber gleich noch…

“…ausgesetzten Pseudo-Coolness der ZDF Neon-Magazinen, bei denen Tiltshift- und andere Filter mangelnde Inhalte regelmäßig überdecken”. Okay, wieder der Neon-Fehler, anscheinend weiß er wirklich nicht, wie der Sender heißt. Demnächst dann neue kritische Knüwer-Artikel über N25 und RTJ, SAT 2 und die ART. Ist ja egal wie die heißen. So ähnlich. Ich freu mich. Das “ausgesetzt” soll bestimmt “aufgesetzt” heißen, was nicht schlimm ist, Flüchtigkeitsfehler. Mein Blog ist voll davon. Aber bei jemandem der Kollegen jedes falsch gesetzte Komma krumm nimmt, hat das natürlich einen gewissen Unterhaltungswert. Das Format, das er hier beschreibt, soll sicher “Bambule” mit Sarah Kuttner sein (wie gesagt, ich kann immer nur spekulieren, was er meint…). Ein Magazin, das mit Sicherheit streitbar ist und Menschen über 35 oftmals bestimmt belanglos vorkommen kann. Vielleicht auch uninteressant. Aber Pseudo-Cool? Seriously? Und Inhalte überdecken? Sorry, das ist wirklich albern. Es mögen nicht seine Inhalte sein, aber Themen, die 30-somethings hierzulande bewegen als mangelnde Inhalte bezeichnen, das ist schon kackdreist. Naja. Nehmen wir aber an, er hat das nicht so gemeint und im Überschwang der Gefühle für die erlebte Ray Cokes Show so formuliert.

“…verglichen mit der demonstrativen Wurschtigkeit von „Roach und Böhmermann“ gegenüber ihren Gästen…”
ALTER! ROACH? Mann ey, mach mal deine Hausaufgaben! Du glaubst doch nicht das da eine Frau sitzt, die “Schabe” heißt und wenn das ein absichtlicher Diss gewesen sein soll, dann muss ich mir leider sofort den eigenen Schädel zertrümmern, weil ich das nicht fassen könnte. Abgesehen davon zeugt das ausmachen einer Haltung “demonstrativer Wurschtigkeit” gegenüber ihren Gästen davon, die Show vielleicht einmal 4 Minuten gesehen zu haben. Ist für Medienprofi Knüwer natürlich Zeit genug, sich ein Urteil zu bilden. Und dann schreiben wir noch schnell den Namen falsch, weil ist doch egal, der Scheiß. Findet er eh nicht gut, hat also gar kein Recht, richtig geschrieben zu werden. Ich könnte noch erwähnen, dass es sich bei “Roche und Böhmermann” um ein Format des Senders zdf.kultur handelt, aber das wäre wirklich zu viel an richtiger Information. Vermutlich heißt der Sender bei ihm auch anders. ZDF Kult oder so, keine Ahnung.

Er schreibt noch das diese Ray Cokes Show, die er da live gesehen hat und die eine Art Showcase für eine neue TV-Show sein soll, eine tolle Chance wäre “junge Musik außerhalb der Charts wieder im Fernsehen stattfinden zu lassen.”. Als er da war, traten Jupiter Jones und die Donots (ich LIIIIIIIIIIIIIIIIIEBE die Jungs!!!!) auf. Muss ich jetzt nachgucken, wo die in den Charts stehen? Ne, oder? Auf jeden Fall nicht außerhalb.

Knüwer schliesst mit dem Fazit, dass diese Live-Anarchie absolut sehenswert sei. Und ich kann mir auch gut vorstellen, dass ein wiederaufgedrehter Cokes live eine Offenbarung ist und sei es nur der alten Zeiten wegen. Egal aus welchem Grund: super Typ, super Show, her damit. Ach so, das ist gar nicht das Fazit von Knüwers Artikel? Da kommt noch was?

Hinter mir saß in Köln eine Viva-Moderatorin. Je länger der Abend wurde, desto trauriger wirkte sie. Fast hatte ich den Eindruck, sie erkannte: So gut wie Ray Cokes wird sie nie werden.

In Wirklichkeit hat sie wohl gedacht: “Was dreht sich der komische Typ die ganze Zeit zu mir um?”

Disclosure (hier stand vorher “Disclaimer”, aber das ist der völlig falsche Begriff, worauf mich ix hinwies…): Nicht das am Ende jemand behauptet, ich hätte das geheim (huhuhuuuuuu) gehalten: Ich bin mit Klaas und Sarah im gleichen Management und ich hab mit beiden auch schon Mal ein Bier getrunken. Und nehme mir trotzdem raus ihre Sendungen, die sie für neo machen - für die ich auch eine Sendung machte - sehr, sehr gut zu finden. Ich kenne auch die Redaktion der Sendungen, weil ich mit denen auch zusammengearbeitet habe. Disclaimer osure (s.o.) over and out.

P.S.: Noch ein Update: Er hat jetzt alle faktischen Fehler, auf die ich ihn hier hingewiesen hab, gestrichen oder geändert. Aus “Neon” wurde “Neo” und Jürgen von der Lippe taucht auch nicht mehr auf. Normalerweise bedankt man sich ja auch, wenn einen jemand auf eigene Fehler hinweist, gerade in Texten. Dann ändert man die und schreibt dazu, darauf hingewiesen zu sein. So machen wir das seit Jahren in diesem Internet. Muss er ja nicht wissen, er ist ja erst ganz neu hier :) Hab ich gern gemacht, Thomas, nix für ungut.

26 Friedenstauben

  1. LERN MAL DAS UND DASS DU VIBA MODERATOR DU

    Kommentar von Hurx - 24. May 2012 um 08:17 Uhr
  2. Hihihihihi….

    Kommentar von nilzenburger - 24. May 2012 um 08:21 Uhr
  3. fast die gleichen Gedanken kamen mir gestern, als ich den artikel las. der artikel war so voll mit fehlern, die du ja dankenswerterweise hier mal zusammengefasst hast, den konnte ich kaum noch ernst nehmen…

    kurz noch zu den sendungen auf zdf neo und -kultur: die sind von der idee her zum großen teil ganz gut, in manchen details fehlt’s halt noch ein bisschen. aber darum sollte es ja auch in dem text gar nicht gehen. worauf ich allerdings hinaus will: mich erinnert bambule total an den duktus der neon. und deshalb dachte ich beim ersten “ZDF Neon” auch, das sei Absicht, und eine gar nicht mal so dumme spitze.

    Kommentar von matze - 24. May 2012 um 09:03 Uhr
  4. Musste beim Knüwer schon lachen und lachen, aber jetzt habe ich meinen Kaffee aufs iPad geprustet. Komm das sofort aufwischen!

    Kommentar von Wonko - 24. May 2012 um 09:07 Uhr
  5. Ja, den Gedanken hatte ich zuerst natürlich auch (die Diskussion hatte ich eben auch schon bei Twitter :)). Aber irgendwie…es ist halt nicht als Witz “angemeldet” und die uninformiertheit im Rest des Artikels lässt auch eher darauf schliessen, dass er vielleicht an das Heft gedacht hat und die Namen hier einfach verwechselt und/oder durcheinander geworfen hat, anstatt das als bewussten Diss zu nutzen. Sonst hätte er das ja nicht so kommentarlos nochmal eine Zeile später wiederholt. Hoffe ich zumindest. Weil klar: Bambule ist eine Art “Neon-TV”. Wenn das auch keiner der Beteiligten (weder Heft noch Sendung) vermutlich wirklich gerne hört :)

    Kommentar von nilzenburger - 24. May 2012 um 09:10 Uhr
  6. Früher – die Älteren werden sich erinnern (hihi) – gab es Menschen, die Online mit “zu schnell, sofort, überhastet, ohne Nachdenken” gleichgesetzt haben. Hoffentlich lesen die nicht den Knüwer.

    Kommentar von Alberto Green - 24. May 2012 um 09:14 Uhr
  7. Ich muss gestehen, ich habe Roach tatsächlich für einen Diss gehalten und noch überlegt, ob ich jetzt Lebenszeit darauf verschwenden sollte nachzugoogeln, wer da wieder mit wem wann weshalb Beef hatte und woher dieser Diss kommt. Aber dann fiel mir auf, daß draußen die Sonne scheint und ich weder Knüwer, noch Roche noch seonst wen aus der Truppe kenne, die mich auch nicht, und daß ich auch ohne dieses Wissen leben kann. Puh!

    Kommentar von Kiki - 24. May 2012 um 10:00 Uhr
  8. Das stimmt: Lebenswichtig ist das für niemanden :) Hier geht es nur um Leidenschaften.

    Kommentar von nilzenburger - 24. May 2012 um 10:09 Uhr
  9. Mein liebstes Fundstück im Text:
    Jupiter Jones werden ihn ihrer “Sympathigkeit” noch von den Donots übertroffen

    Was ist denn das? Meinte er deren gewinnende oder einnehmende Art?

    Guido

    Kommentar von guido - 24. May 2012 um 13:58 Uhr
  10. Ich glaube das soll lustig-verrückt-extra-falsch sein. Hab ich aber auch schon 1000mal gemacht :) Tatsächlich sind die Donots die freundlichste Band der Welt. Das hat er wohl auch so empfunden und wollte das nun mitteilen. Glaube ich.

    Kommentar von nilzenburger - 24. May 2012 um 14:18 Uhr
  11. Fehlt eigentlich nur noch “Stuckrad Late Night” und es wurden hier alle Sendungen besprochen, die ich mir im TV überhaupt noch ansehe. So gesehen tut es wirklich etwas weh, solch markante Fehler zu entdecken; aber würde da nicht ein Kommentar mit Hinweis reichen? Gleich ein ganzer Blog-Eintrag, bei diesem Wetter? :)

    Kommentar von MC Winkel - 24. May 2012 um 14:23 Uhr
  12. Ach, ich wollt nur einfach auch mal was sezieren, so wie der das immer macht :) Das Wetter macht mir ja trotzdem Spaß :D (Ich hab den Eintrag ja auch Nachts im dunkeln geschrieben…)

    Kommentar von nilzenburger - 24. May 2012 um 14:32 Uhr
  13. Bei den Donots finde ich nicht nur cool, dass es die noch gibt, sondern dass die wohl gerade die höchste Chartplatzierung ihrer Geschichte eingefahren haben. “Außerhalb der Charts”, haha.

    Kommentar von Sebastian - 24. May 2012 um 15:14 Uhr
  14. Aber andererseits, vielleicht meinte er das ja anders, dass man Musik nur noch in den Viva-Charts zu sehen bekommt. Ergibt auch mehr Sinn irgendwie. Aber ich lass mir von dem nicht noch nen Witz kaputtmachen.

    Kommentar von Sebastian - 24. May 2012 um 15:15 Uhr
  15. Damit in diesem Einerlei auch mal was anderes geschrieben steht: Ich halte Joko/Klaas und ganz besonders Stuckrad für Kotzbrocken-TV unterster Kajüte. Doof, selbstverliebt, belanglos, nervtötendes Geplapper. Schlaffe Raabkopie, wenn’s mal gut läuft, und wenn ich Raab wollte, würde ich Raab gucken. Kuttner mag ich, solange sie die Klappe hält. Roche (man spricht es halt Roach, vielleicht erklärt das nen Vertipper, wohlmeinend unterstellt) mag ich, aber ansehen kann ich mir das auch nicht. ZDFneo ist voll von Plunder, neuer Experimentierplunder untergemengt unter Altplunder wie Soaps und beschissene alte US-Serien, die heute auch nicht besser sind (90210 etc etc etc). Sie arbeiten hart daran, den Sender so sinnlos wie das ZDF zu machen. Einsfestival dudelt eben solchen Dreck für ein, zwei Generationen älter, und ZDFkultur ist dieser Möchtegernelitequatsch mit der Rahmenverarschung. Ich wollt’s so gern mal sagen, nun ist es hier passiert.

    Kommentar von Sensen - 25. May 2012 um 09:49 Uhr
  16. Ne Meinung und Geschmack bleiben auch genau das selbst wenn man ausfallend und laut wird. Dem einem gefällts dem anderen nicht , mir gefällts , der Unterschied is eben das dafür nicht jeder Übertreibungen und ausgedachte Superlative braucht. Dazu war hier noch ein historischer Vergleich geplant, wurde aber gestrichen. Ist einfach kontraproduktiv die Formate die mal anders sind zu zerreißen statt einfach anzuerkennen das Sie anders sind, Pluralität und so, ich weiß taugt nicht als trollthema. Nur noch dies: man spricht Chatlotte Roche [r???] eben nicht wie roach (???t?) aber auf Feinheiten kommt es ihnen ja nicht an.

    Kommentar von LHME - 25. May 2012 um 10:34 Uhr
  17. Der von dir zitierte “Absatz aus der Hölle” ist nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich eine Katastrophe: Endlose Bandwurmsätze, die durch teilweise fehlende Interpunktion nur sehr anstrengend zu lesen sind - gruselig. Das kommt eben dabei heraus, wenn man krampfhaft versucht, intellektuell und allwissend zu wirken, bis man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht.

    Kommentar von Torsten - 25. May 2012 um 10:43 Uhr
  18. “Aber bei jemandem der Kollegen jedes falsch gesetzte Komma krumm nimmt, hat das natürlich einen gewissen Unterhaltungswert.”

    In diesem Satz fehlt ein Komma. Finden Sie das…
    a) derart beschissen und entlarvend, dass Ihnen gerade ein Knüwer im Hosensack aufgegangen ist,
    b) entspannend, weil Ihnen sogar in einer sehr detaillierten Kritik nennenswerte Detailfehler aufgefallen sind, für die ix kein Auge hat oder
    c) sowas von meta, könnte sogar sein, dass Gott himself das aufgegessen hat, wenn Sie länger drüber nachdenken. (Sollten Sie nicht tun.)

    (Warum zur Hölle schreib ich das auf? Kennt wer nen brauchbaren Therapeuten?)

    Kommentar von fred - 25. May 2012 um 13:04 Uhr
  19. Mein liebstes Fundstück aus dem Text (wenn ich mir die Kommentarüberschrift mal entleihen darf):
    Die Couple Lounge, der Sitzsack am Rand der Bühne nennt sich “Club Bed”. War auch schon bei Most Wanted so.
    Und frag ihn doch mal wo der Clip geblieben ist in dem wir seinem Freund (auch Moderator) dem die Stimme abhanden gekommen ist Gute Besserung, zusammen mit Ray, wünschen .(?)
    Schöne Pfingsten …

    Kommentar von ChackieJan - 25. May 2012 um 16:19 Uhr
  20. Knüwer nimmt Kritik nicht immer so gern auf:
    http://blog.zdf.de/hyperland/2012/04/nrw-wahl-parteien-verspielen-chancen-im-netz/

    Transparente Korrekturen scheinen schwierig zu sein.

    P.S.: Ich schätze mal, viele seiner Fehler stammen aus der Feder seines iPads. Anders kann ich mir “Neon” und “Roach” nicht erklären. Vielleicht hoffe ich das aber auch nur.

    Kommentar von Der Baum - 25. May 2012 um 18:07 Uhr
  21. Kritik ist im Kosmos Knüwer halt auch einfach nicht vorgesehen. Deswegen der unsouveräne Umgang damit. :)

    Ja, vielleicht Autokorrekt-Fehler. Das wäre noch die harmloseste Variante zu denken, das er kein einziges Mal mehr über seine Texte drüber liest, auch nicht wenn sie veröffentlicht sind.

    Kommentar von nilzenburger - 25. May 2012 um 18:24 Uhr
  22. Naja, das eine “Neon” ändern und das nächste unangetastet lassen. Sieht auch nicht nach Auseinandersetzung mit den Korrekturen aus diesem Post aus. ;)

    Kommentar von SebM - 26. May 2012 um 12:43 Uhr
  23. @nilzenburger “Ja, vielleicht Autokorrekt-Fehler. Das wäre noch die harmloseste Variante zu denken, das er kein einziges Mal mehr über seine Texte drüber liest, auch nicht wenn sie veröffentlicht sind.”

    Ich gehe schwer davon aus. Es muss auch nicht das iPad gewesen sein. OSX Lions (zugegebenermaßen häufig äußerst praktische) Autokorrektur hat mich auch schon in den Wahnsinn getrieben.
    Dass er über Dinge schreibt, von denen er augenscheinlich nicht viel Ahnung hat ist eine andere Geschichte. Dass er dabei nicht mit Kritik offensiv umgehen kann ist schade – vor allem für einen (Ex-?)Journalisten, der sich für genau diese Kultur im Netz häufig begeistert.

    Dennoch, ich muss, nachdem alle auf dem “armen” Thomas rumhacken jetzt doch ne Lanze für ihn brechen: ihn vor lauter Wut so runterzumachen, dass man am Schluss auch noch nachtreten muss und ihm seinen (wahrscheinlich fiktiven, zumindest zutiefst subjektiven) Schlusssatz für sein Narrativ übel nimmt … das hätte nun auch nicht sein müssen.

    Kommentar von chehggy - 26. May 2012 um 17:38 Uhr
  24. Immer gut, Fehler aufzudecken. Und ich war amüsiert.
    Traurig macht, dass es auf diese Art geschieht: ohne Sinn für nur ein paar Grundregeln des Deutschen. Gruß an den ersten Kommentator! Doch wenn es nur das/dass wäre … hier klappen weder Groß-/Kleinschreibung noch Kommasetzung … noch … noch … noch. Hier ein paar Beispiele nach fünf Minuten Aufwand:

    Thomas Knüwer, ein Journalist/Blogger, der immer richtig drauf haut (oftmals zu Recht) [KOMMA] wenn …
    Wenn er nichtmal [NICHT MAL] die einfachsten Sachen richtig schreiben kann, wie soll er dann erkennen können [KOMMA] ob etwas Qualität hat?
    ausser [außer] Rand und Band zu sein,[NEIN, KEIN KOMMA!] wie damals zu seligen MTV Zeiten.
    ich glaube [KOMMA] ich hab
    In der Show, die 1984 gestartet ist und die 1989 aufhörte. [Ja, die Zeitenfolge. Hier startet etwas NACH dem Aufhören? Nein. Also: gestartet WAR ...]
    zuende [zu Ende]
    Ausreisser [Ausreißer]
    über das erlebte [Erlebte]
    gelangweilt vom schreiben [Schreiben], dass nicht mal mehr ein [DAS] Mindestmass [...maß]
    Der Sender heisst [heißt]
    Jemand auf Twitter wies mich darauf hin, das [DASS]
    alleine in der Studiokulisse setzen [SITZEN]
    rumgelaber [Rumgelaber]
    Du glaubst doch nicht [KOMMA] das [DASS]
    das ausmachen [Ausmachen]
    weil ist doch egal, der Scheiß [Leute, die nach WEIL nicht die Satzstellung kennen ... naja]
    Er schreibt noch das [DASS]
    Knüwer schliesst [schließt]
    Offenbarung ist [KOMMA] und sei es
    Nicht [KOMMA] das [DASS]
    im gleichen [SELBEN] Management

    Da gibt es viel in alten Schulbüchern nachzuschlagen, wa´? (gilt auch für die Kommentatoren)

    Und weg ohne Wiederkehr …

    Kommentar von egal - 26. May 2012 um 18:56 Uhr
  25. In diesen “fünf Minuten Aufwand”, lieber Herr egal, habe ich meine Katzen gestreichelt und mich über das schöne Wetter gefreut.
    Me win.

    Kommentar von Die_Mutti - 27. May 2012 um 18:16 Uhr
  26. Jetzt hoert mal auf, selbst hier wieder so Diskussionen zu starten.
    Es ist doch schön, dass sich jemand die Mühe macht, ein paar grundsätzliche Grammatikfehler aufzuzeigen - ohne mit der Flamewar Kanone zu schiessen.
    Gleichzeitig ist es angenehm, dass Nils mit Kritik umgehen kann und trotzdem noch den Mut hat leidenschaftlich zu schreiben.
    Wenn alle immer alles besser wissen, gibts bald gar keine Blogs mehr.

    Kommentar von OnetimeOnly - 29. May 2012 um 10:53 Uhr

Deine Friedenstaube