Kartoffelsackkörper

Mein Name ist Nilz und ich bin fett. Ich war das nicht immer. Ich war zwar schon immer etwas kräftiger (ausser als kleiner Junge, da war ich wirklich nur Haut und Knochen), aber es war irgendwie immer okay. So ein kleines Pläuzchen, damit konnte ich leben. Ein Adonis würde aus mir sowieso nie werden.

Nein, das Unheil nahm seinen Lauf, als ich die Entscheidung traf, gesünder zu leben. Ich hab vor zwei Jahren mit dem Rauchen aufgehört. Das war das Problem. Von nun an nahm ich munter zu. Nicht nur, weil ich zu Snacks griff, um eine orale Ersatzstimulanz zu haben, sondern auch weil Rauchen - zumindest bei mir - auch komplete Mahlzeiten ersetzt hatte. Auch das ist nicht das gesündeste, aber es hat geklappt. “Satt rauchen” hab ich das immer genannt. Ich hab mich zu der Zeit zwar auch nicht gesünder ernährt, aber eben nicht so viel davon in mich reingestopft.

Seitdem ich nicht mehr rauche, ist das anders. Ich muss dreimal am Tag essen, sonst wird mir übel. Manchmal esse ich dann so viel, das mir davon übel wird. Jeder meiner Versuche, wenigstens das viele Essen, das ich in mich reinstopfe, durch halbwegs gesundes Zeug zu ersetzen, hielt nie länger als 2,3 Tage, da waren plötzlich wieder Toasterschnitzel im Kühlfach. Oder Toast! Immer überall nur Toast! Toast, Toast, Toast! Ich seh schon selber aus wie ein Toast!

“Hör auf zu jammern und tu was dagegen!”, höre ich die neunmalklugen, schlanken Menschen rufen. Ja, gut, sicher. Das weiß ich auch selber, ihr Nasen. Aber ich habe mein Leben lang Sport gehasst und ich kann zwar auch gutes Essen zubereiten, nur für mich alleine hab ich meistens keine Lust auf den Aufwand. Wobei: Zuletzt hatte ich wirklich zum ersten Mal im Leben das Gefühl, mich auspowern zu wollen. Da war ich ganz glücklich. Es gibt also noch (sportlich gesehen) Hoffnung für mich! Aus lauter Freude hab ich mir erstmal eine Cola geholt.

Es gibt da dieses Fitnessstudio, an dem ich öfters vorbeilaufe. Und jedesmal ist das proppevoll. Da stehen Typen mit Supermuskeln nebeneinander und stemmen Gewichte oder drücken irgendwelche Maschinen zusammen oder was auch immer die da machen. Da könnte ich niemals hingehen. So nah beieinander, sehen wie der Andere schwitzt, am Ende vielleicht sogar mitleidige Blicke - oder welche die man so interpretiert. Furchtbar. Auf gar keinen Fall. Bei mir um die Ecke gibt es auch ein Studio, da wollte ich schon immer mal hin und mir das angucken. Aber ich hab ja keine Sportsachen!

“Dann geh schwimmen, das ist sowieso der beste Sport, weil der alle Muskelpartien…” Stop! Brauchst nicht weiterreden. Ich kann nicht schwimmen.
“Dann geh laufen, das ist sowieso der beste Sport, weil der für die Ausdauer gut ist, man kann es überall machen und…”, es ist stinklangweilig!

“Dann sei so zufrieden mit dir. Unterwirf dich nicht diesem medial auferlegten Schlankheitswahn! Guck mal, Adele…” Ich bin aber nicht zufrieden. Ich hab mir immer gesagt: Man ist ab dann zu fett, wenn man den eigenen Löres beim duschen nicht mehr sieht, wenn man ganz gerade an sich hinunterguckt. Ich muss zwar den Bauch ganz rausdrücken und den Hals etwas zurücknehmen, damit es wirklich gerade ist, aber dann seh ich nur die Halbkugel mit dem Loch, nicht was dahinter liegt. Das ist schlimm. Oder meine Shirts: Bei der Hälfte meiner T-Shirts baumelt der Saum mittlerweile frei in der Luft, anstatt den Hosenbund zu berühren! Und komm mir nicht mit Adele, die ist das typische Dickerchen, das sich der Pop leistet. Aber immer nur eine. Und sie soll immer fröhlich sein, sonst mögen wir sie nicht mehr!

Fett sein ist scheisse. Keuchend die Treppe hochgehen. Bei jeder etwas fordernden Bewegung sofort schwitzen. Das ist alles Scheisse. Aber auf Süsskram und Ekelessen verzichten, fällt mir auch schwer. Vor allem weil es immer so schnell geht. So bequem ist. Ja, mein Gott, in manchen Dingen bin ich faul. Aber kann man nicht auch irgendwie faul schlank werden oder zumindest ein gewisses Gewicht halten? Operationen natürlich ausgeschlossen (Und mit dem Rauchen kann ich auch erst in fünf Jahren wieder anfangen…aber das ist eine andere Geschichte)?

Wahrscheinlich nicht. Schlank sein/bleiben ist Arbeit. Wie alles andere im Leben auch. Immer muss alles Arbeit sein. Es heisst ja auch “an sich arbeiten”. Ätzend. Aber mir wird keine andere Wahl bleiben. Denn vermutlich wird sich mein Organismus nicht mehr auf übertriebene Verbrennung umstellen. Und in diesem viel zu weiten Körper zu bleiben, ist ja auch keine Lösung.

Dir Frage bleibt also: Wird es eine Möglichkeit geben abzunehmen, die mir am Ende womöglich sogar Spass macht?

27 Friedenstauben

  1. Ich empfehle Dir Kampfsport als Sport. Das macht Spass, ist zur Gewichtsreduktion unglaublich effektiv und es hat sogar noch einen Wert über die Abnahme hinaus. Da man ständig dazulernt und besser wird, wird man ziemlich motiviert.

    Dank der Vielzahl an Kampfsportarten muss man sich, als friedliebender Mensch, ja nicht unbedingt was suchen, wo nur geprügelt wird (wenn man will, dann geht das natürlich auch :D). Und man muss sich ja auch nicht das Ghetto-Dojo suchen, wo nur Hirnis rumlaufen. Soweit ich informiert bin, ist Berlin voller seht guter Gyms und es sollte unproblematisch sein, etwas zu finden.

    Bedenken, dass man zu alt ist, um noch damit anzufangen, kann ich auch gleich verwerfen. Ich kenne Leute, die noch mit Mitte 50 damit angefangen haben.
    Ich selbst habe mit 30 noch mit Karate angefangen und dank dem Kampfsport und einer kleinen Ernährungsumstellung 10 Kilo abgenommen. Inzwischen mache ich den Kram über 4 Jahre und bin so fit wie noch nie….

    Nunja….so meine Erfahrung und Anregung. Viel Erfolg auf jeden Fall……

    Kommentar von missmotz - 14. March 2012 um 11:34 Uhr
  2. Es gibt auch Bewegung, die nicht so bäh klingt. Spazieren gehen zum Beispiel, oder tanzen. Tanzen kann man im Wohnzimmer und rumspazeieren geht in der Stadt und im Wald. Man hat dann Zeit sich alles anzugucken. Die Waldläufer sehen nicht und haben auch wegen ipod die Ohren zu.
    Und beim Essen muss halt der Vorrat überlegt gekauft werden. Wenn man satt ist, kann man auch Tiefkühlkost mit Verstand kaufen. Wochenvorrat. Gemüsepfanne und so. Da stehen auch die Kalorien drauf. Und im Schokoladenfach liegen eben getrockenete Apfelscheiben und Walnüsse, die man erst knacken muss.
    Obst muss offen rumstehen, in einer Schale, nach Schönheit sortiert.
    Und Cola gibt es schon lange light.
    Das wird schon wieder, auch ohne Stress :-)

    Kommentar von Croco - 14. March 2012 um 11:43 Uhr
  3. Hört sich beides super an, danke schonmal! (Und ich mache tatsächlich so viel es geht zu Fuss und gehe die meisten Wege zu Fuss, auch wenn ich Bahn fahren könnte…ich liebe es spazieren und wandern zu gehen!)

    Kommentar von nilzenburger - 14. March 2012 um 11:53 Uhr
  4. achso…für weiter infos natürlich der Link: http://www.kampfkunst-board.info/forum/f43/

    Kommentar von missmotz - 14. March 2012 um 12:07 Uhr
  5. Mach mal so ein Coaching im Internet. Da lernt man wie man so nebenbei mehr Bewegung in den Alltag bringt ohne es direkt in Leistungsport ausarten zu lassen.
    Ich fand das eigentlich ganz witzig. Bekommst du jeden Tag auch so motivierende SMS. Gibts ja unterschiedliche Anbieter. Ich war bei Hausmed

    Kommentar von Anja - 14. March 2012 um 12:07 Uhr
  6. Cola, Schokolade & Co. kann man sich genauso abgewöhnen wie Zigaretten. Man muss sich bei ganz vielen Sachen einfach mal vor Augen führen, dass man da grad nicht nur kiloweise Zucker in sich hineinschaufelt, sondern auch jede Menge dubiose Chemie, die sich irgendwo im Körper einlagert und bei der nicht klar ist, was sie überhaupt macht. Ich war früher jeden Monat ein paar Tage krank (Erkältungen und so), seit ich meine Ernährung von Fertigfutter aller Art auf frisch gekochtes, gesundes Zeug umgestellt habe, fast überhaupt nicht mehr.

    Wenn man erstmal über diese Sucht-Entwöhnungsphase hinweg ist, macht es auch wirklich Spass.

    Noch ein Tip wäre, dich mal selbst zu beobachten und festzustellen, wann Du eigentlich Appetit auf was kriegst. Essen ist ja ganz oft Ersatzbefriedigung für andere Dinge.
    Und versuch ganz bewusst nur so viel zu essen, bis Du satt bist. Den Rest schmeisst Du dann halt weg, anstatt ihn auch noch aufzuessen. Es landet ja früher oder später eh im Klo, da macht das gar nichts. :D

    Es dauert ein bisschen und es gibt immer mal Rückschläge, aber wenn man wirklich dranbleibt, wird das schon! :)

    Kampfsport kann ich übrigens wirklich empfehlen; ich war in Berlin in einer sehr guten Kung Fu Schule in Kreuzberg: http://www.kungfu-schule.de/
    Nette Leute und keine von diesen Deppen, die sich immer nur prügeln wollen.

    Kommentar von Andrea - 14. March 2012 um 12:29 Uhr
  7. man könnte jetzt viel sagen über stoffwechselbilanzen, gesundheitseffekte der verschiedenen sportarten usw. usf. aber das macht ja alles keine freude. probier doch mal folgendes: überleg dir, welche formen der bewegung überhaupt in frage kommen (oder nach dem ausschlussverfahren: welche gar nicht) und dann probier’s der reihe nach aus. es gibt ja nichts zu verlieren. die einzige regel: es mit jeder sportart einen monat lang probieren, mindestens an zwei tagen in der woche. denn sonst kann man nicht unterscheiden, ob die sache wirklich keinen spaß macht, oder ob es nocht die einstiegshürden sind, mit denen man kämpft. einen monat, zwei tage pro woche — das ist überschaubar.

    Kommentar von henning - 14. March 2012 um 12:50 Uhr
  8. und wenn dir spazierengehen spaß macht, und du vielleicht auch auf so sachen wie “quantified self” stehst, dann kann ich dir dailymile.com ans herz legen.

    Kommentar von henning - 14. March 2012 um 12:52 Uhr
  9. Sex- verbrennt unglaublich viele Kalorien, steigert das Selbstbewusstsein, macht spaß und entspannt. Kann man auch im Freien und im Wasser praktizieren- das aber nur für Fortgeschrittene- Anfänger sollten auf Technik und Ausdauer achten und erst mal an gewöhnlichen Orten wie Bett, Küchentisch oder als erste Challenge in der Badewanne üben.
    Zum Thema Blogger sucht Frau in Kombination mit Kartoffelsackkörper…
    viel Spaß damit!

    Falls du doch was langweiliges machen willst: geh Lindy Hop tanzen… Spaß und Bewegung! yay!

    Sag mal, warst du während der Berlinale nicht fast täglich im CinemaxX7 bei der Pressevorstellung??

    Kommentar von nas - 14. March 2012 um 12:57 Uhr
  10. Naja, ich für meinen teil find 3 mal am tag essen überflüssig. Ein mal reicht, dafür aber ordentlich.
    einfach cola light kaufen und diese trinken wenn man hunger hat. oder wasser wers mag. einfach den ganzen tag literweise cola light und kaffee (ohne milch+zucker natürlich) und am abend fett was zu essen bestellen ist ein trick der bei mir gut funktioniert.
    Wahlweise hab ich auch noch nen zweiten, der dünn macht und geld spart: haushaltsbuch führen und limits esetzen. zb 5€ am tag essengeldlimit. gleichzeitig auf was schönes sparen, zb nen beamer, rulaub, auto, rechner zu motivationszwecken 5€ ist aktuell ein guter wert, man kann sich jeden tag nen döner holen und alle paar tage was bestellen. und zufällig besucht man dann auch die oma und die eltern wieder öfters und lässt sich hier und da bekochen ;) das ganze klappt allerdings nur als single so richtig gut, mit frau im schlepptau wird die geldberechnung schwierig…
    Dritter trick: fahrrad fahren. einfach ein gutes bike kaufen/bauen, sich regeln setzen und radeln. in der stadt ist man mit fahrrad bis 10km entfernung oder so sowieso schneller unterwegs, man kann relativ safe besoffen fahren, man spart ne menge geld und ist flexibler als mit bus&bahn. bei schönem wetter ne radtour hört sich kitschig an, macht aber laune, mit smartphone in der tasche bleibts kurzweilig dank google maps zur navigation und geocachingapp für den abenteuerfaktor. nur regen, schnee und eis aufm fahrrad sind schlicht scheisse.
    vierter trick: nix im hause haben. wenn ncihts im kühlschrank ist und der kleine hunger kommt ist man oft zu faul loszulaufen, und mit ein wenig glück haben die lieferdienste schon zu.
    fünfter trick, den ich allerdings noch nciht probiert hab ist: weniger saufen. alk hat wohl unglaublich viele kalorien, vielleicht wär ein mittelweg denkbar: seltener saufen, dafür dann aber mehr. könnte klappen, who knows.
    sechster trick: nach dem essen kotzen. klingt blöd, aber was solls. ich mag die kotzerei nciht, aber manchen macht das nciht so viel aus. wenn man sich unter kontrolle hat und nicht in ne bulimie abdriftet, why not. wir sind ja keine kinder mehr.
    siebter trick: single werden, runmhuren, verliebt sein. dann denkt man einfach nicht ans futtern da ständig die endorphine ballern. klappt natürlich nicht wenn man ne frau hat die man auch behalten will.

    Kommentar von FK - 14. March 2012 um 13:20 Uhr
  11. also mir ist das mit dem zucker und der chemie in süßem total egal. das schmeckt halt so gut!!!

    mir gehts genauso. ich bin und war zwar nie unsportlich aber ich bin so faul! hab jetzt wieder angefangen spazieren zu gehen, schneller als nur gemürtlich und begauf bergab. das ist schonmal ein anfang und wenn du wandern magst dann ist eher sowas was für dich? anscheinend reicht ja schon 30min bewegung am tag. natürlich nicht um adonis zu werden…aber du weißt schon.

    ich bin gerade am dritten tag meines ohne-süßigkeiten-lebens und es ist verdammt hart. ich musste gestern schon bescheißen und hatte eine heiße milch mit honig =D

    viel erfolg.

    Kommentar von Melladybird - 14. March 2012 um 13:25 Uhr
  12. Fußball!

    Ich kicke einmal die Woche in der Halle. Das macht mich nicht gertenschlank, aber gibt eine Grundfitness und die Motivation, nicht zuviel zuzulegen, um nicht beim nächsten Mal buffen von den anderen hergespielt zu werden.

    Ansonsten ist Yoga eine ziemlich gute Methode, kenne eine Frau, die sich dadurch komplett neu körperlich erfunden hat.

    Ansonsten Finger weg von Softdrinks. Soweit irgendmöglich jedenfalls. Ab und zu ist Cola das beste Getränk der Welt, gewohnheitsmäßig weggesüffelt dagegen eine blöde Kalrienbombe.

    Ich mache mir mittlerweile meine Ingwerlimo selber und trinke Saftschorlen, was Spaß macht, wenn man variiert und gute Säfte als Grundstoff nimmt.

    Kommentar von Milhouse - 14. March 2012 um 15:59 Uhr
  13. “Schlank sein/bleiben ist Arbeit” … Ein erster, hübsch bequemer, Schritt wäre imho, einfach weniger (im Sinne von pro Portion) zu essen. Dann brauchste auch nicht so oft Einkaufen zu gehen. Den Junk kannste ja weiterhin futtern, und die Häufigkeit auch beibehalten — wenn’s denn Not tut.
    ABER: Einfach nicht bis zum gefühlten Vollwerden durchspachteln, sondern kurz vorher aufhören; nach kurzer Zeit quillt der Krams ohnehin im Magen und gibt Dir das Sättigungsgefühl (evtl. zum Essen immer noch reichlich Wasser trinken).

    Die Japaner da auf den Inseln-der-Hundertjährigen sagen ja: “Hungrig an den Essenstisch setzen, hungrig wieder aufstehen.” (Und sie sagen auch: Etwas von jeder Farbe im Essen –> Gemüse etc., aber das blenden wir jetzt für den ersten Schritt erstmal aus).

    Falls Du dann doch mal nachspachteln musst, könntest Du es mit möglichst ballastoffreichem, schnell verfügbarem Zeug mit idealerweise geringem kcal/Fett-Gehalt (Karotten, Kohlrabi, Tomaten … halt so Schnellfuttergemüse) machen.

    Prinzipiell hilft bei dem Prinzip natürlich “gesundes” Essen (Gemüse, Obst, you name it), da der Krams länger vorhält. Aber dessen Anteil zu erhöhen, wäre dann Schritt 2, genauso wie, die über die Monate langsam schwindenden Fettmassen mit Muskeln zu ersetzen.

    Kommentar von Puprä - 14. March 2012 um 18:54 Uhr
  14. Addendum: Falls Du von Null auf Hundert mit Harcore-Sport anfangen willst, vorher am Besten ein kurzes Checkup machen - auch in Deinem zarten Alter. Und obacht: Sport macht hungrig. Diesen Mehrhunger dann idealerweise *nicht* mit Junk stillen.

    Kommentar von Puprä - 14. March 2012 um 19:00 Uhr
  15. Hallo Nilz,

    das Problem mit den guten Ratschlägen ist doch: Was für andere gut ist, muss für Dich noch lange nicht passen und stimmen. Das Problem beim Sport - zumindest für mich - ist dass es für weniger sportliche Menschen nicht einfach damit getan ist, raus zu gehen und sich die Seele aus dem Leib zu rennen. Denn wie weit wird man wohl kommen? Und wenn das Herz erst mal pumpt, die Lunge brennt und sich ein metallischer Geschmack in den Mund schleicht, ist es meist mit der Motivation schon vorbei, weil diese Art der Anstrengung keinen Spaß macht. Zum Auspowern kommt man nicht mal richtig, denn bevor man schwitzt, bekommt man schon längst keine Luft mehr.

    Ich empfehle Dir ganz ehrlich Nordic Walking. Ja, ich weiß - das mit den schwulen Stöcken. Aber damit trainierst Du eine ganze Reihe von Muskelpartien, belastest die Gelenke nicht allzu sehr und kannst durch Intervalltraining eine ordentliche Kondition trainieren.
    Und wem die Stöcke zu blöd sind, kann sie auch weglassen.

    Wenn Du mal die gute Fee mit dem effektiven Süßigkeitentrick triffst, sag mir Bescheid. :-)

    Ich persönlich nehme ab egal was ich esse (ohne Süßes natürlich), wenn ich mich nur genug bewege. Das merke ich immer wieder. Nach einer Städtereise (so 5 Tage) habe ich immer um die vier Kilo runter. Dafür hat man nur leider nicht täglich Zeit.

    Kommentar von Dany - 14. March 2012 um 19:31 Uhr
  16. Ich finde Dich nicht fett.
    Für mich bist Du wunderschön und Du wirst immer wunderschön bleiben.
    Egal mit was für’n Gewicht.

    Ist doch vollkommen schnuppe, dass Du Deinen Löres nicht so gut sehen kannst.
    Viel wichtiger ist doch, dass du ihn gut spüren kannst, n’est-ce pas? ;)

    Kommentar von Jane - 14. March 2012 um 22:56 Uhr
  17. Das kann ich alles gut nachvollziehen. Sport fand ich auch immer irgendwie nicht ansprechend, faul bin ich auch. Ein bisschen abnehmen muss ich deshalb auch alle Jahre wieder. Einige Sachen haben sich als wirksam etabliert.

    Bestimmte Nahrungsmittel streiche ich für mich, weil ich mit den kalorienreduzierten Ersatznahrungsmitteln leben kann, z.B. wird Cola dann immer durch Cola Zero ersetzt (ich mach mir da keine Ilusionen, das ist auch ungesund, aber immerhin nimmt man ab). Zudem führe ich ne Liste über die täglichen Kalorien und versuche, ob ich unter 2000 kcal bleibe. Das klapt aber bei weitem nicht immer.

    Diesmal habe ich unter der Woche einfach das Frühstück abgeschafft. Das war eh immer ein gehetztes und doofes Essen. Die erste Mahlzeit des Tages gibt’s dann einfach mittags. Die erste Woche komisch, danach aber schnell Routine. Fühlt sich gar nicht mehr seltsam an.

    Spatzierengehen anstelle Bus fahren. Ich sage mir immer, wenn es zu Fuß unter 20 Minuten geht, sollte ich es zu Fuß machen (außer es regnet).

    Das sind alles so kleine Veränderungen und man verliert eher so ein Kilo pro Monat, aber ich habs nicht eilig.

    So richtig Spaß macht mir das ganze seit ich daten zu all dem kram erhebe. Die Wage von Withings, der Schritzähler von FitBit. Das ganze wird irgendwie zum Spiel gegen mich selbst.

    Kommentar von TVLuke - 14. March 2012 um 22:58 Uhr
  18. “Das ganze wird irgendwie zum Spiel gegen mich selbst.”, perfekter Tip! Hört sich ganz nach etwas an, was mir Spass machen könnte…:D

    Kommentar von nilzenburger - 14. March 2012 um 23:03 Uhr
  19. Da steckt doch ne Frau hinter!

    Kommentar von Konstantin - 14. March 2012 um 23:21 Uhr
  20. Wir fahren seit dem letzten Jahr sehr viel Fahrrad, und zwar die täglichen Routinen: Kind zur Schule fahren, zur Arbeit, zum Kaufladen, ins Kino… ok, hier ist alles zwischen 3 und 15 km erreichbar und wir sind schneller als mit den Öffis - die in Berlin ja sowieso nicht zuverlässig sind.
    Mein Mann hat sich alles runter “trainiert” (er hat bei Toast-Figur genickt, denn er weiß wovon du sprichst) und ich habe sowas wie Muskeln bekommen (ich habe das andere Problem - Fliegengewicht und so) :)
    Ich habe mich jetzt von meinem old-school-Herrenfahrrad getrennt und fahre nun ein zuverlässiges Damenrad, welches es mir viel einfacher macht. Das ist auch der Tipp: nicht unbedingt auf Styling achten beim Fahrrad-Kauf, eher auf Funktionalität und Leichtgängigkeit. Und: support your lokal dealer :)

    Ich drücke dir die Daumen, dass du einen Weg für dich findest. Halt uns doch auf dem Laufenden, ja?

    Kommentar von Julia - 14. March 2012 um 23:21 Uhr
  21. Ein Leidensgenosse. Ich hoffe, dreistellig, oder?

    Ich kenne das. Man muss etwas tun, mein weiß auch, was. Aber der Geist ist schwach und das Fleisch ist schwach.

    Lass uns einen Berliner Spaziergehclub machen. Wir treffen uns einmal in der Woche zu einer festen Zeit und gehen 1,5 Stunden in der Gegend rum. Labern dummes Zeug und gehen hinterher ein Wasser trinken und essen einen Apfel dazu. Ich hab so nen Schneider, der die Äpfel gleich in Schiffchen schneidet. Damit ist das ok.

    Kommentar von Will Sagen - 15. March 2012 um 00:06 Uhr
  22. Komm zum nächsten Promi-Special unserer Sendung, es wird Dich auch keiner rauswählen……

    Kommentar von Dr. Christiane Theissen - 15. March 2012 um 18:09 Uhr
  23. Low Carb, Alter. Ab 17.00h keine Kohlenhydrate mehr, das ist Alles. 100% Erfolgsgarantie. Und Steak und Gemüse (ja, ich weiß. Aber Steak!) geht noch frisch… Bin auch wieder fällig, wollte ab 1.4. starten. Wollen wir ne Aktion machen?! :)
    LG aus Melbourne…

    Kommentar von MC Winkel - 16. March 2012 um 11:39 Uhr
  24. Nilz, wenn du deinen eigenen Penis nicht mehr siehst, bist du nicht fett, sondern nur dick. Fett bist du erst, wenn andere ihn auch nicht mehr sehen.

    Aber Laufen ist tatsächlich gar nicht mal so langweilig. Gerade, wenn man ein wenig Zeit braucht, um über irgendwas nachzudenken, einen Blogartikel oder sowas, ist das total praktisch, weil man nicht abgelenkt wird, sondern einfach nur vor sich hin läuft.

    Ansonsten: Locker angehen lassen. Mal ‘ne Strecke zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren, wenn man ohnehin irgendwo hin will.

    Mich hat beim Sport meist die “Rüstzeit” genervt. Sachen packen, hinfahren, umziehen, dann hinterher duschen, wieder umziehen, wieder zurückfahren. Da ist dann schonmal für eine Stunde Sport eine zusätzliche Stunde Overhead flöten. Dann lieber etwas Bewegung in den Alltag einbauen. Muss ja nicht gleich schweißtreibend sein.

    Kommentar von Lars - 16. March 2012 um 13:03 Uhr
  25. Wahnsinn. Du hast mir mit dem Artikel gerade aus der Seele gesprochen. Das hätte auch ich schreiben können….

    Kommentar von Marcus - 22. March 2012 um 18:10 Uhr
  26. ja moin erstmal.
    ich habe dich irgenwann mal im karstadt gesehen, und da dachte ich auch, hej, der hatte auch mal bessere zeiten. das gleiche dachte ich dann neulich auch bei mir selber.
    und dann habe ich gefastet, weil das ne super sache ist, sich mal wieder voll und ganz auf seinen körper zu konzentrieren, auf ihn zu hören, und bestätigung von ihm zu erfahren. denn wenn man das geschafft hat - und es ist mit der richtigen methode (buchinger-heilfasten z.b.) ganz schön einfach, einfach nichts zu essen - dann fühlt man sich nicht nur kurzfristig besser, sondern hat auch viel mehr bock und kraft, auch langfristig seine ernährung umzustellen.
    und darum gehts schließlich. du musst es selber wollen, lust darauf haben, WIE du etwas verändern möchtest, und es nicht nur als quälenden weg zu einem positiven ziel ansehen. denn auf quälende wege hat keiner bock - auch nicht die leute im fitness-studio. die meisten gehen da hin, weil sie spaß daran haben - die, die es einfach nur quält, verschwenden nur ihr geld für verträge, die sie nicht wirklich nutzen (und ich weiß, wovon ich rede..).
    in ein oder zwei monaten mache ich mit 2 freunden wieder ne fastenwoche - du bist herzlich eingeladen mitzumachen, denn wenn man sich darüber austauscht, ist es noch mal viel einfacher.
    das klingt vielleicht etwas gurumäßig, aber ich finde es einfach geil leute mit gesunder ernährung anstecken zu können - und den schalter konnte ich schon erfolgreich bei einigen leuten umlegen, die es verinnerlichen konnten.
    wenn man wieder lernt, auf seinen körper zu hören, wird man nämlich auch merken, dass der eigentlich gar nicht so viel bock auf fastfood hat.
    und das ist super.
    wie auch immer: viel erfolg!
    &prost!

    Kommentar von teeundschnaps - 11. May 2012 um 16:30 Uhr
  27. Hi, alter Freund.

    Wenn Du keinen Bock auf Sport und Hungergefühle hast, würde ich mich MC Winkel anschließen. Auch ich habe tolle Erfahrungen damit gemacht die bösen Kohlenhydrate zu meiden.
    Ich habe immer so viel und so oft gegessen wie ich wollte. Fleisch, Eier, Käse, Fisch, Krabben, Salat … Auf Fett habe ich nie geachtet. Je fetter, desto schneller war ich natürlich satt. Habe ganz entspannt damit 10 Kilo abgenommen und halte das. Kein Problem diese Ernährung dauerhaft durchzuhalten. Wegen dem vielen Fett habe ich mein Blut untersuchen lassen: Der Cholesterinspiegel war nach einem Jahr mit dieser Ernährung besser denn je …!

    LG aus Düsseldorf,

    Nomak

    Kommentar von Nomak - 19. May 2012 um 21:19 Uhr

Deine Friedenstaube