Homöopathiebekundungen

Was ist eigentlich mit euch los? Naja, damit meine ich gar nicht euch alle. Vermutlich spreche ich nur einen kleinen Teil von euch an, aber der lärmt im Moment am lautesten. Dazu muss ich etwas ausholen, denn: Ich war wie ihr.

Für mich war Homöopathie von Anfang an ziemlicher Humbug. Dieses Zauberprinzip, das die kleinste Potenz des Auslösers eine Krankheit heilen können soll, leuchtete mir nie ein. Das macht keinen Sinn für mich. Als ich dann noch erfahren habe, das die einzige Qualifikation die man braucht um sich Homöopath nennen zu dürfen die ist, im Stande zu sein aufs Amt zu gehen und einen Gewerbeschein zu beantragen, waren meine Vorurteile gefestigt: Homöopathie - wat soll dä driss?

Erst nachdem ich ein Medikament schon desöfteren erfolgreich benutzt hatte und nach diesen Erfolgen auf der Schachtel las, das es homöopathisch sei, begann ich zu zweifeln. Keine Sorge, jetzt kommt kein Erlebnisbericht a la: Mir ist ein Arm abgefallen und dank konsequenter Globuli-Anwendung wieder nachgewachsen, oder so. Aber ich habe da Wirkprinzip von Homöopathie besser begriffen. (Das Medikament ist übrigens ein sehr wirksamer Grippe-Killer, der vermutlich wegen dem hohen Alkoholgehalt so gut wirkt…weil man stündlich einen Löffel davon nehmen muss.)

Einer meiner besten Freunde geht seit Jahren zu seiner Homöopathin. Ein ansonsten sehr realistischer, analytischer Mensch. Aber auch ein Gefühls-Mensch (dass schliesst sich alles keineswegs aus). Und er sieht seine Sitzungen ganz realistisch: “Ich würde nie zur Therapeutin gehen, aber bei der Homöopathie bekomme ich eben auch diese Gesprächstherapie, ohne wie mir in einer vorzukommen.”. Übrhaupt, alle meine Freunde, die zur Homöopathie gehen, sind frei von dem Verdacht nur “alternative Heilungsmethoden” in Betracht zu ziehen. Sie nutzen das als zusätzliche.

Meine Tochter ist jetzt 9 Jahre alt. Die hat ein paar Allergien und auch mal Probleme mit ihrer Haut. Mal besser, mal schlechter. Der helfen Globuli auch nicht immer. Aber, überraschenderweise, gebe ich ihr lieber die kleinen Kügelchen, von deren Hilfe SIE überzeugt ist, als sie mit Cortison vollzustopfen/einzuschmieren.

Ich werde vermutlich niemals irgendetwas in mir versuchen durch Globuli zu heilen. Aber ich käme niemals auf die Idee, das meinem Nebenmann verbieten zu wollen. Und ich sehe viele Menschen denen das hilft. Ohne das es schädlich wäre, wie so viele normale Medikamente. Ohne das es irgendwelche Nebenwirkungen hätte, wie so viele andere Medikamente. Ich habe noch von keinem Homöopathen gehört (was nicht bedeuten soll, das es solche Hardliner nicht auch gäbe, aber das sind dann wohl diejenigen, die wirklich nur den Gewerbeschein geholt haben…) der nicht auch bei akuten oder schlimmeren Erkrankungen auf Schulmedizin verwiesen und Homöopathie höchstens als Begleitung empfohlen hätte.

Homöopathie ist so viel mehr als kleine Zuckerkügelchen. Das müssen die Kritiker nicht wissen. Oder doch: Das sollten sie wissen. Um zu sehen, wie sehr sie irren. Wie kann ich eine Therapie, bei der zugegebenermassen das “glauben” eine entscheidende Rolle spielt, die aber eben auch genug Erfolge vorweisen kann und die, nochmal, komplett ohne Nebenwirkungen und so nen Scheiss auskommt, wie kann ich so borniert, so arrogant, so scheuklappend sein, das den Menschen denen es hilft verbieten zu wollen? Ihr könnt gegen Homöopathie sein. Ihr könnt euch gerne jeden Tag kritisch damit auseinandersetzen. Aber ihr habt kein Recht, das denen zu nehmen, denen es etwas bedeutet. Legt bitte mal eure scheiss Arroganz ab. Danke.

P.S.: Der Erste der “Wir wollen es ja nicht verbieten!” schreibt, wird zur Steinigung freigegeben. Die gesetzlichen Krankenkassen dazu zu bringen, homöopathische Behandlungen nicht mehr zu zahlen, verbietet de facto diese Behandlung schonmal allen gesetzlich Versichterten. Eine Krankenkasse, das habe ich auch erst spät gelernt, ist eine Solidargemeinschaft. Damit zahlt man auch zum Beispiel die Oma, die 5mal die Woche zum Arzt geht, weil sie sonst keinen mehr zu reden hat. Und vielen anderen Tinnef zahlt man auch mit. Wenn man jetzt anfängt, etwas das bei denen, die es machen auf eine Art wirkt, nicht mehr zahlen zu wollen, dann kann man auch Rollstuhlfinanzierung für Gehbehinderte streichen. Hörgeräte für Hörgeschädigte? Brauchen die doch nicht. Und so könnte man fröhlich weitermachen, bis man bei Beitragssätzen von 5 Euro im Monat ist, man aber am Ende bloss nicht krank werden sollte.

P.P.S.: Das Ganze ist ein Prozess. Ich habe auch länger dafür gebraucht, das zu kapieren. Aber ihr schafft das. Jetzt helf ich euch ja, damit ihr nicht so lange braucht wie ich. Man muss seine Meinung auch ändern können, wirklich, tut gar nicht so weh, wie ihr immer denkt! Guckt mal, beim rauchen habe ich das doch auch eingesehen. Also könnt ihr das auch bei der Homöopathie einsehen. Das schafft ihr! Nur Mut!

42 Friedenstauben

  1. thumps up!

    ich will mich eigentlich garnicht in diese ganze sache einmischen, finde aber gut was du geschrieben hast, gerade weil ich das fast genauso unterschreiben kann …

    … und was die sache mit glauben und so angeht, warum helfen globuli bei tieren und säuglingen?

    schön ist auch, das es jetzt schon ‘zusatz’ versicherungen gibt, die sowas abdecken sollen, ebenso wie ostoepathie, die zahnsanierung und die neue brille …

    … aber jeder der das ganze als ergänzung zur schulmedizin sieht und einsetzt wird eh zu 95% das ganze aus eigener tasche zahlen.

    Kommentar von jd - 14. July 2010 um 10:06 Uhr
  2. Deine Argumentation ist saugefährlich. Du legitimierst damit auch die Pharmaindustrie, wenn sie wirkungslose Medikamente zu überteuerten Preisen anbietet.
    Du befreist mit Deinen Argumenten auch sie davon einen Nachweis über die Wirksamkeit zu bringen solange die Medikamente niemandem Schaden.
    Ich bin dafür JEDE Therapie zu erproben, aber solange kein Beweis der Wirksamkeit durch “randomized double blind” bewiesen werden kann, ist es unverantwortlich die Kosten dafür von der Allgemeinheit zu verlangen.

    Kommentar von Sebastian - 14. July 2010 um 10:15 Uhr
  3. sorry sebastian, mein umfeld mag nicht repräsentativ sein, aber da wirkt homöopathie. und “die pharmaindustrie” hat uns diese überflüssige scheissdiskussion doch erst eingebrockt, weil sie die politik so gut im griff haben, das sich die spd zum beispiel im leben nicht trauen würde, da gegen irgendwas anzugehen und sich einfach schnell einen anderen sündenbock sucht. in diesem fall eben die homöopathie.

    und nochmal: es ist ein witz homöopathie als gefährlich zu bezeichnen, zugelassene medikamente wie cortison und co aber gleichzeitig zum alleinig wirkenden medikament dadurch zu befördern, das eine längere nebenwirkungsliste hat als meine letzten 30 wunschzettel an den weihnachtsmann zusammen.

    ja, es gibt scharlatanerie, keine frage, das habe ich ja oben auch eingeräumt. man muss eben davon ausgehen, das die menschen nicht jedem jeden scheiss glauben, den er erzählt. vielleicht könnte man sich auch auf eine art “test” für homöopathen einigen, oder das behandeln mit homöopathie nur schulmedizinern als zusätzliche oder andere therapieform gestatten, es gäbe verbessrungsbedraf, der nicht unmöglich wäre. und dennoch: ich befreie hier nix von gar nix. aber ich habe augen im kopf. und ich sehe erfolge. ohne die meiner meinung nach saugefährlicheren nebenwirkungen. und ich nutze nichtmal homöopathie.

    Kommentar von nilzenburger - 14. July 2010 um 10:26 Uhr
  4. So! Ich habe dauerhaft mit Nase und darauf basierend mit dem linkem Ohr zu kämpfen und habe in der Vergangenheit etwa sechs mal im Jahr Antibiotika gegen Ohrenentzündungen (Interna und Externa) nehmen müssen. Da mich das - verständlicherweise - etwas beunruhigt hat, habe ich es auf Anraten der Kinderärztin der pünkchen - ohne viel Hoffnung zu haben - mal mit Otovowen probiert, und sieh da: 1. Es hülft, 2. es ist ein homöopathisches Mittelchen.

    Kommentar von pantoffelpunk - 14. July 2010 um 10:27 Uhr
  5. siehste? thats what i mean..

    Kommentar von nilzenburger - 14. July 2010 um 10:31 Uhr
  6. Es geht bei der Streichung von homöopathischen Behandlungen – wohlgemerkt angeregt durch Politiker, nicht etwa von vom Thema Ahnung habenden Medizinern oder Wissenschaftlern – nur eines: die offensive Vermeidung einer Diskussion der eigentlichen Tatsache. Nämlich dass Gesundheitsminster Rösler (FDP) gemeinsam mit den Koalitionspartnern der CDU keine echte Gesundheitsrefom realisiert hat.

    Der wichtige und relevante Punkt an dem im deutschen Gesundheitswesen in Milliardenhöhe (nicht lächerliche 9 Millionen für homöopathische Behandlungen) hätte gespart werden müssen, ist die deutsche Pharmaindustrie. Die aber weiterhin in ihrer freien Preisgestaltung nicht von den Politikern an die Kandare genommen wurde, ganz zum Gegenteil wie von Rösler so großspurig betont, bevor er in die Verhandlungen ging. Und so zahlen wir auch nach der Gesundheitsreform Vol. 75 oder so weiterhin das bis zu Dreifache (!) für Medizin, die hierzulande produziert wird und exportiert schon in unseren europäischen Nachbarländern nur noch ein Drittel kostet. Warum nur wir Deutschen die so teuren Entwicklungskosten bezahlen? Weil es unsere Regierung gestattet, der Pharmaindustrie nur uns Deutschen diese Kosten aufzuerlegen.

    Warum hätte auch gerade eine Lobbyisten nahe Koalition von FDP und CDU ausgerechnet in diesem Punkt den großen Wandel bringen wollen äh … sollen, hat die CDU das ja schon so tapfer in der Koalition mit der SPD vermocht?

    Und alle, die gerade auf diesen Homöopathie-Zug aufspringen (zum Teil – gerade im Internet – ja sehr junge Menschen, die vom Thema Krankheit, Schmerz, Verzweiflung weil Schulmedizin eben mal nicht hilft, subjektiv genau null Erfahrung haben!), zeigen damit nur, dass sie unsere Gesundheitspolitik nicht begriffen haben und worum es bei der Homöopathie-Debatte im Kern tatsächlich geht: um Ablenkung.

    In Deutschland werden z. B. jährlich 60% aller Röntgenaufnahmen ohne Notwendigkeit für die Diagnose angeordnet, 90% aller in Deutschland durchgeführten Röntgenaufnahmen sind entweder mangelhaft durchgeführt und falsch befundet, d.h. können aufgrund der mangelhaften Durchführung auch gar nicht korrekt befundet werden. (Schreibe ich übrigens nicht als Homöopathie-Liebhaberin sondern als ehemalige Patientenvertreterin vor dem Gemeinsamen Bundesausschuss. Das sind die Zahlen, die im letzten Jahr im höchsten deutschen medizinischen Gremium diskutiert wurden.)

    Im Klartext: Deutsche Patienten gehen mit ihrem Wagen (Körper) in die Servicewerkstatt, und lassen sich eine Leistung (Röntgen) aufdrücken, die für die Diagnostik gar nicht hätte erbracht werden muss. Und nur durchgeführt wird, weil der Werkstattbesitzer das tolle neue Achsvermessungsgerät hat und deswegen auch mal Messungen bei zwei Jahre alten Neuwagen vornimmt oder bei Fahrzeugen, die eh einen offensichtlich Achsenbruch haben, nur weil das Gerät ja irgendwie betriebswirtschaftlich sich rentieren muss. Davon entsprechen 90% der Achsvermessungen nicht der Realität, weil schlicht falsch gemessen wurde! Und dabei lassen die Patienten noch auf Kosten ihrer Krankenkassenbeiträge (Werkstattrechnung) ihr Auto von der Achsvermessung beschädigen, denn eine Röntgenaufnahme ist ja immer ein Stück auch Körperverletzung. Ja, es wird immer noch ein Teilbereich des Körpers verstrahlt. (Hat ja seinen Grund, warum Frauenverbände mit Ahnung vom Thema zum Bespiel das fast zwangsinstallierte Mammae-Screening sehr kritisch gegenüber stehen.)

    Es tut mir leid, aber die Leute, die gerade im Web großspurig meinen zu müssen, total Ahnung von der Gesundheit anderer Menschen und wie deren Körper auf Medizin zu reagieren hat und glauben unter dem Mantel der Kosteneinsparung ein paar Leuten die Globuli absprechen wollen – die haben genau gar nicht kapiert, woran unser Gesundheitssytem tatsächlich krankt. An welchen Stellen es wirklich teuer ist und ausgeblutet wird, wo wirklich gespart werden müsste und dass herkömmliche Diagnostik (die ja noch nicht mal Behandlung ist!) Patienten tatsächlich auch schädigt. Aber kleine Globuli zum Teufelzeug erklären? Sollen sie sich doch lächerlich machen. Und der Pharmaindustrie die nächste Legislaturperiode mit 300% Einnahmen gestatten. Bravo!

    Kommentar von creezy - 14. July 2010 um 10:50 Uhr
  7. Vielen Dank für den Artikel. Ich hatte bereits befürchtet, man dürfe Homöopathie öffentlich nicht mehr gut finden. Es hilft und hat bereits zu vielen Menschen geholfen, als das Menschen die damit keine Erfahrungen gemacht haben, es jetzt einfach kaputt reden und schreiben.
    Ich bin sehr froh bei einer Krankenkasse versichert zu sein, die Homöopathie unterstützt und bezahlt. Und ich bin sehr froh, nicht immer Chemiebomber in mich werfen zu müssen.
    ‘Normale’ Ärzte können sich bei Homöopathen außerdem etwas abgucken, wenn sie das nächste mal Patienten wie eine Nummer behandeln und dieser sich danach nicht besser fühlt…

    Kommentar von Julia - 14. July 2010 um 10:54 Uhr
  8. In frühestem Kindheitsalter hat mich die Homöopathie von 5 Medikamenten gegen Asthma befreit, die ich täglich einnehmen musste. Befreit für mein Empfinden vll nicht wg des Medikaments an sich, sondern vor allem, weil der Homöopath damals Anfang der 70er einer der wenigen Ärzte war, die begriffen haben, was Psychosomatik ist. Untersucht hat er nicht mich, sondern geredet mit meinen Eltern. Darüber ist meine Mutter heute noch froh, weil sie als gelernte und versierte Medizinerin ihr Kind nicht mehr mit mehreren Medikamenten gleichzeitig vollstopfen musste, die teilweise nötig waren, um die erzeugten Nebenwirkungen des einen Medikaments mit dem anderen zu behandeln.
    Also ich seh da ziemlich klar, wo die Scharlatanerie stattfindet (nicht nur, aber auch. Und gegen das “auch” möchte ich gerne von einem Gesundheitsminister wirkungsvoll vorgegangen wissen, nicht in so, Verzeihung, homöopathischen Dosen wie bislang. Und zwar nach allen Seiten.). Mein Begriff von Gesundheit definiert sich durch Unabhängigkeit von Medikamenten und Apparaten. Daher finde ich es absurd, wenn Politiker verkünden, daß wir immer gesünder würden und daher die medizinische Versorgung immer teurer würde. Wenn wir gesünder sind, sollte das Budget für medizinische Versorgung schrumpfen.

    Kommentar von Regine Heidorn - 14. July 2010 um 10:55 Uhr
  9. Wenn Du mir den Namen des Grippe-Killers verrätst, sag’ ich auch nichts böses :-)

    Kommentar von thomas - 14. July 2010 um 10:57 Uhr
  10. @thomas: metavirulent. :)

    Kommentar von nilzenburger - 14. July 2010 um 10:58 Uhr
  11. Natürlich wirken Placebos, behauptet ja auch keiner das Gegenteil.

    Wie man ethisch damit umgeht ist eine andere Frage. Man kann Patienten natürlich nicht erzählen, dass sie jetzt ein Placebo nehmen, zumindest wenn sie wissen was Placebo bedeutet. Aber darf man Patienten anlügen? Was ist die Alternative?

    Placebos sind wirklich toll. Keine Nebenwirkungen und helfen bei kleinen Wehwehchen sofort. Genial, vor allem für Kinder.

    Aber ist es ethisch vertretbar, dass die Pharmaindustrie Homöopathie auf die Placebos klatscht und den Preis kräftig hochschraubt, inklusive großer Marketing-Maschinerie im Hintergrund?

    Wie können Placebos ethisch eingesetzt werden, wo sie doch eine Täuschung des Patienten vorauszusetzen scheinen?

    Kommentar von michael - 14. July 2010 um 11:02 Uhr
  12. Danke, Nilz.

    Sich einer Wirkung bewußt zu sein und zu werden - den eigenen Körper als einen mit Fehlern und Verdrehungen anzunehmen und dann zu schauen, was hilft. Das spreche ich der Homöopathie zu. Dass es Menschen hilft zu sehen, was ihnen hilft, auf sich zu hören, einen Moment inne zu halten und zu spüren. Und sich nicht den nächstbesten Scheiß reinzuballern, nur damit der Schmerz mal eben weggeht und man sich nicht mit der Ursache beschäftigen muss.

    Jeder, der schon einmal ernsthafte Panikattacken hatte, weiß, wovon ich spreche. Und wenn es dann so eine Minikugel ist oder irgendwelche Tropfen oder irgendeine Übung, dann bin ich froher als jeder andere, dass diese Minikugel es anscheinend geschafft hat, mir mit mir selbst zu helfen ohne Chemie in mich kippen zu müssen.

    Kommentar von Lisa - 14. July 2010 um 11:14 Uhr
  13. 1000dank :)

    Kommentar von Thomas - 14. July 2010 um 11:32 Uhr
  14. Die Wirksamkeit homöopathischer Mischungen (eben nicht “Arzneimittel”) ist schon seit über 100 Jahren widerlegt und gelegentliche Heilungen beruhen auf dem Placebo-Effekt. Darüber sollten wir also nicht diskutieren.
    Dass die Schulmedizin sich ein Beispiel an Gesprächstherapien und ganzheitlichen Methoden der Homöopathen nehmen sollte, steht ebenfalls ausser Frage.
    Dass die politische Diskussion nur Ablenkung von größeren Problemen ist, stimmt auch, dennoch denke ich, dass etwas Aufklärung in diesem Feld von Nöten ist.
    Diese Mischungen wissentlich kranken Kindern (oder Haustieren) zu verabreichen, ist für mich allerdings unterlassene Hilfeleistung und in manchen Fällen versuchte Körperverletzung.
    Zur weiteren Lektüre empfehle ich http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Hom%C3%B6opathie

    Es gibt übrigens ein Fachwort für alternative Medizin, die wirkt:
    “Medizin”

    Kommentar von dopey - 14. July 2010 um 11:55 Uhr
  15. @pantoffelpunk: Guck dir mal die “Potenzen” von Otovowen an. Da sind noch Bestandteile der Ursprungswirkstoffe vorhanden.

    Es handelt sich also nicht um ein homöopathisches Arzneimittel sondern um ein naturheilkundliches, wogegen niemand etwas gesagt hat. Diesen Verallgemeinerungsfehler hat auch schon Renate Künast begangen.

    Ansonsten bleibe ich dabei: Wenn wir diesen Hokuspokus mitfinanzieren, dann können wir genausogut die Leute nach Lourdes fahren oder sich die Karten legen lassen.

    Natürlich hat die moderne Medizin und vor allem deren Finanzierungskonzept einige Fehler. Darauf allerdings damit zu reagieren, indem man an irgendwelche okkulten Wirkmechanismen glaubt und fordert, die Gesellschaft solle das mitbezahlen, ist genauso, als würde man aus Frust über unsere Politik bei Scientology eintreten und denen die Sozialhilfe überweisen, weil sie ja nachweislich ein alternatives Gesellschaftsmodell zu bieten haben.

    Und, Nilz, so sehr ich grundsätzlich Deine Einstellung teile, die Leute doch einfach machen zu lassen, wenn es sie glücklich macht:
    Die Aussage “Ich würde nie zur Therapeutin gehen” ist mal komplett daneben. Sie impliziert nämlich, daß man sich beim Gang zum Psychotherapeuten einen Makel anheftet, den jemand erfahren könnte.

    Da kannst du dann drüber nachdenken, wenn dein Zug wegen “Personenschaden” mal wieder Verspätung hat.

    Kommentar von Lars - 14. July 2010 um 11:57 Uhr
  16. @creezy: Der Eindruck ist auch meiner. Heute hat SPON noch einen Artikel darüber gebracht. Die KK befürchten, dass gut betuchte und daher Höchstbetrag zahlende Mitglieder abspringen würden, wenn das Verbot käme. Interessant, was so ein harmlos klingender Vorschlag für Kreise zieht. Obwohl, harmlos klang der eigentlich gar nicht. Ich dachte auch bisher, das Lauterbach eigentlich ganz vernünftig ist. Ich verstehe nicht ganz, vor welchen Karren er sich da jetzt spannen lässt.

    Kommentar von big brother - 14. July 2010 um 12:18 Uhr
  17. Nein Nilz, Dein Bekanntenkreis ist mir nicht ausreichender Beweis. Ich verlange das jede Therapie wissenschaftlich getestet werden muss.
    Und nichts anderes habe ich auch schon oben geschrieben: wenn Du sagst Wirksamkeit muss nicht bewiesen werden, dann richtest Du großen Schaden an.

    Mal zu den Beispielen “Otovowen” und “Metavirulent”: Ich habe keine Ahnung von Phamazie, aber nach kurzer Recherche ist leicht zu sehen, dass Metavirulent natürliche Wirkstoffe in einer Dosierung enthalten bei der medizienische Wirkung plausibel ist.
    Bei “Otovowen” wird vor Anwendung bei “Überempfindlichk. geg. Korbblütler.” gewarnt. Ich wage da einfach mal dann den Umkehrschluss, dass dort “Korbblütler” in einer Dosierung drin sind, die bei Menschen Wirkung haben können.

    Also sind beide pflanzliche Medikamente. Niemand hat doch irgendetwas gegen pflanzliche Medikamente gesagt. Im Gegenteil…
    Dies sind also super Beispiele dafür wie seit Jahrhunderten bekannte Wirkstoffe vermischt werden mit D15-Schlagmichtot und dann eine heilende Wirkung dem D15-Schlagmichtot zugesprochen wird. So ein Mumpitz!

    Kommentar von Sebastian - 14. July 2010 um 12:21 Uhr
  18. Merke: Lars und Dopey sind erheblich schneller als ich beim recherchieren.
    Aber ich muss ja nebenbei auch noch Arbeit simulieren ;-)

    Kommentar von Sebastian - 14. July 2010 um 12:39 Uhr
  19. Bei Spon gibt es ein Interview in dem genau die Fragen bzgl. Studien, Belügen und Wirksamkeit beantwortet werden:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,706257,00.html

    Kommentar von juliaL49 - 14. July 2010 um 13:32 Uhr
  20. Meine Meinung wurde schon von anderen vertreten, insbesondere Friedenstaube Nr. 11 von michael ist immer wenn es auf das gute alte “ich kenn aber Leute bei denen das gewirkt hat”-Argument hinausläuft angebracht.

    Weil es noch nicht erwähnt wurde wollte ich noch schnell das Buch von Simon Singh (Wissenschaftsjournalist und Skeptiker) und Edzard Ernst (Professor für Alternativmedizin) mit dem Titel “Gesund ohne Pillen - Was kann die Alternativmedizin?” erwähnen. Darin wird unter anderem auch allgemeinverständlich erklärt was eigentlich so eine randomisierte Doppelblindstudie, warum sie nötig und was daran so schwierig ist.

    Aber das ist wohl alles ein weites Feld, ich würde sagen jetzt gibt es erstmal Hitzefrei.

    Kommentar von Noch ein Michael - 14. July 2010 um 13:38 Uhr
  21. Mal wieder ist eigentlich schon alles in den Kommentaren gesagt. Wieso du behauptest, das Homöopathie verboten werde, musst du noch mal ausführlicher erklären. Ich kenne nämlich sehr, sehr viele Dinge, die total erlaubt sind, obwohl die Krankenkasse sie nicht bezahlt.

    Natürlich ist das ganze ein Dilemma: niemand bestreitet, dass Placebos und damit Homöopathie wirken können. Und niemand bestreitet, das es Ärzte gibt, die sich nicht um ihre Patienten kümmern und stattdessen lieber mit Medikamenten vollstopfen. Aber das sind eben Probleme, die die Schulmedizin sehr gut auch ohne Homöopathie erkennen und bekämpfen kann.

    Medikamente müssen ihre Wirksamkeit beweisen, bevor sie zugelassen werden und von der Krankenkasse finanziert werden. Warum soll man das ausgerechnet bei der Homöopathie auf solche Beweise verzichten?

    Kommentar von Max - 14. July 2010 um 14:12 Uhr
  22. Ich finde auch die Logik, von dem eigenen Bekanntenkreis auf die Allgemeinheit zu schließen, sehr bedenklich. Natürlich kann so etwas mal helfen, sei es durch den Placeboeffekt oder vielleicht durch einen ganz anderen kausalen Zusammenhang. Da finde ich muss man so realistisch sein und lieber auf wissenschaftliche Studien bauen und die haben ganz konkret gezeigt, dass Homöopathie unwirksam ist. Punkt.

    Des Weiteren finde ich es unhaltbar, dass so etwas (erwiesen unwirksames) von der GKV gezahlt wird, aber medizinisch absolut sinnvolle Sachen nicht gezahlt werden oder maximal anteilig. Und das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, gerade in der Zahnmedizin wird quasi nichts übernommen - Mir fehlt als junger Mensch ein Zahn und die GKV zahlt eine Brücke. Wer sich damit auskennt weiß, dass dabei die beiden umliegenden Zähne auch stark geschädigt werden. Will man die sinnvolle Alternative Implantant, kostet das mal mindestens 2000€ extra. Da fühle ich mich veralbert, dass ich jeden Monat brav meine Beiträge zahle, irgendwelcher Hokuspokus gezahlt wird und meine medizinisch sinnvolle Alternative nicht. Wo ist da die Gerechtigkeit?

    Kommentar von Dirk - 14. July 2010 um 14:14 Uhr
  23. Seit mein Sohn vor 7 Monaten zur Welt kam, begleiten uns Globuli: bei Pupserei, Fieber, Erkältung, Zahnen, Unruhigsein etc pp. Ein Baby kennt den Unterschied zwischen Schulmedizin und Homöopathie nicht, also gibt es dort auch quasi keinen Plazebo-Effekt. Es wirkt ganz einfach. Und wenn es das tut, ganz ohne Nebenwirkungen, warum sollte ich etwas anderes geben?
    Ich bin doch sehr enttäuscht vom Lauterbach, denn was seine Meinung bzgl. des Aufbaus unseres Gesundheitssystems (KVen und Krankenversicherungen) betrifft, ging ich mit ihm damals konform. Vermutlich hat er aber auch die ein oder andere Aktie eines großen Pharmakonzerns im Schränkchen. Anders kann ich mir so eine Äußerung schwer vorstellen. BTW, wußtest Du, dass Helmut Kohl und seine Regierung damals den freien Verkauf von Vitamintabletten verbieten und ihn nur noch per Rezept freigeben wollten? Kein Wunder. Denn das haben die Damen und Herren versucht heimlich zu tun. Hat aber glücklicherweise nicht geklappt.

    Kommentar von die_schottin - 14. July 2010 um 15:22 Uhr
  24. Ein “Gutes” hat das Ganze ja: Ich bemerke bei uns mal wieder, wie viele Menschen sich für dieses Thema interessieren, dafür aufstehen, anderen zumindest die Möglichkeit zu geben, sich homöopathisch behandeln zu lassen.

    Ich selbst war auch sehr überrascht, als auf meinem seit Kindheit bewährten Meditonsin irgendwann “homöopathisch” stand. Und tatsächlich hatte ich noch nie ein Globuli-Kügelchen in der Hand. Aber es gibt Menschen, die darauf schwören.

    Kommentar von Daniela - 14. July 2010 um 15:47 Uhr
  25. Ich bin Gott sei Dank mit keinerlei Allergie geschlagen, noch häufig krank. Vielen meiner ostdeutschen Bekannten geht es ähnlich, den meisten meiner westdeutschen Bekannten anders. Das ist auch “wissenschaftlich” bewiesenes Phänomen, das von den Autoren auf Umweltverschmutzung, “Spielen im Dreck”, Kindergartenzwang nebst Immunisierung und hoher Impfquote (>99%) zurückzuführen.

    Nach deiner Argumentation müsste das die Krankenkasse bezahlen, weil es geht “uns” ja gut, vielen Bekannten auch.

    Ansonsten: jede/r kann sich Placebos kaufen, es wird ja eh nur ein Bruchteil von der KK übernommen. Was mich stört ist genau dieser Bruchteil, warum gerade der?

    Kommentar von ml - 14. July 2010 um 16:24 Uhr
  26. Früher dachten die Menschen auch, die Welt sei eine Scheibe.
    Ich finde es im Übrigen interessant zu beobachten wie große Wirkung Schulmediziner plötzlich dem Placebo-Effekt zuschreiben. Es wirkt ja schon fast so als glaubten sie an die alles heilende Kraft des Glaubens. Das ist mir aber dann doch zu esoterisch.

    Gegen die Ekzeme deine Tochter versuche mal Halicar Salbe. Auch die Intensiv Salbe akut Nachtkerze von Kneipp hilft den Juckreiz einzudämmen und der schnelleren Abheilung von Ekzemen.

    Kommentar von Wahlberlinerin - 14. July 2010 um 16:47 Uhr
  27. super diskussion (auch wenn hier manches ein wenig durcheinander geworfen wird..:)). ich finde es erstaunlich mit welcher hardlinerigen unumstösslichen meinung die hp-gegner argumentieren. als wenn hp quasi der hauptgrund für hohe gebühren wäre. da stimme ich doch gerne in das pathos von @rossi auf twitter ein, der gerade eben getwittert hat:

    http://twitter.com/r0ssi/status/18522736189

    “Bitte alle Raucher, Fette, Säufer, Extremsportler aus meiner Krankenkasse raus. Wird mir sonst zu teuer. Danke.”

    das ist polemisch, pathetisch, ungenau und ein bisschen albern, aber es trifft den nagel auf den kopf. warum lasst ihr euch alle (die gegner) vor den karren einer industrie spannen, und das sind keine verschwörungstheorien denn lobbyismus ist ja nun nichts neues und von der pharmaindustrie erst recht nicht, die gerade den richtigen zeitpunkt gefunden hat, knapp vor sommerloch, das thema zu agendasetten. jetzt nervt mich nicht mit studien, ich finde im netz zu allem studien, wonach ich suche. auch zu jedem ergebnis das ich finden will, werde ich eine studie finden. keiner liest sich die en detail durch, und da muss ich einfach mein direktes umfeld anführen, einen anderen messspiegel habe ich nicht. ich würde meinen freundeskreis, der übers ganze land verteilt ist, aber als guten querschnitt durch mehrere gesellschaftsschichten begreifen. das sind nicht alles leute aus dem gleichen viertel, die auch noch alle zu, gleichen arzt gehen. so. ich weiss, wissenschaftlich immer noch nicht repräsentativ genug, aber um bei dem alten spruch zu bleben, das man keiner statistik trauen soll, die man nicht selbst gefälscht hat, gerade bei so einem sensiblen und durchaus auch wirtschaftlich interessanten thema, bleibt mir keine andere wahl als das so zu entscheiden. und diese menschen, alle menschen müssen ein recht auf homöopathie haben. warum die sich keinen double-blind-test unterziehen muss? wievielen tests muss sich der salat unterziehen, damit ihr auch wirklich überzeugt seid, das der gesünder als die pommes ist? meine güte, jungs! bitte menschenverstand, am besten gesunden, einsetzen. ich weiss: skeptiker sein ist superschick, ich hab auch die ganzen bücher gelesen wo ufo-trottel überführt wurden etc. pp. aber hier gehts ein bisschen um was anderes. hier geht es um die gesundheit der menschen um mich herum. mein gott. was ist daran so schwer zu verstehen. eine krankenkasse sollte sich um die gesundheit ihrer mitglieder kümmern, so einfach ist das. und das muss eben auch individuell möglich sein. whts the fuckin point? ja, ich weiss: die wichser zahlen nix für zahnersatz, das finde ich auch, gelinde gesagt: zum kotzen. ich verstehe die priorität auch nicht. aber wieviel werden die wohl für zahnersatz zusätlich zahlen, wenn sie die portokassenbeträge für homöopathische medikamente nicht mehr zahlen? ich gebe einen tip: es fängt mit null an, hört mit null auf und dazwischen befinden sich mehrere nullen.

    ich möchte niemanden von hp überzeugen, ich glaub ja selbst nicht wirklich dran. aber ich habe sie wirken sehen (ich habe sie übrigens auch nicht wirken sehen, bei manchen menschen/fällen…sfw? sie haben etwas versucht ohne nebenwirkungen…wie schrecklich!). und das in so vielen verschiedenen fällen, das es mir als argument reicht. kks sollten homöopathie zahlen.

    http://img.aponeo.de/16b0y4v816.jpg

    Kommentar von nilzenburger - 14. July 2010 um 16:53 Uhr
  28. ach so, ganz vergessen: der untere link in meinem letzten kommentar zeigt ein grösseres bild von einer flasche metavirulent und da steht für mich ganz klar: HOMÖOPATHISCHES ARZNEIMITTEL

    und jetzt wird hier in den kommentaren gesagt: na, da ist ja was drin was wirken kann, DANN ist das ja okay…hä? das kapiere ich nicht ganz. es gibt also gute und böse homöopathische arzneimittel? und ist nicht eines der prinzipien der hp, das klein dosiert wird? ist das bei mv nicht der fall? warum nennt es sich dann homöopathisch?

    Kommentar von nilzenburger - 14. July 2010 um 16:56 Uhr
  29. Welche KK erstattet denn die Kosten für homöopathische Mittel? Eine gesetzliche Krankenkasse ist mir da nicht bekannt. Allein die Kosten für eine Behandlung bei einem zertifizierten Homöopathen (allein die Berufsbezeichnung ist eben nicht ausreichend) werden übernommen. Deren Honorar ist nicht höher als das eines Schulmediziners und in den seltensten Fällen dürfte ein gesetzlich Versicherter zusätzlich noch einen Schulmediziner aufsuchen. Durch eine homöopathische Behandlung entstehen den Kassen also mitnichten höhere Kosten, vielmehr sparen sie sogar Kosten, da die Kosten für die verordneten Mittel zu 100 % von den Versicherten getragen werden.

    Kommentar von Wahlberlinerin - 14. July 2010 um 17:02 Uhr
  30. Bin das nur ich oder werfen hier mehrere Homöopathie und Naturheilkunde durcheinander? Otovowen ist jedenfalls der Zusammensetzung nach ein Naturheil Medikament und keine Homöopathie.

    Kommentar von charlotte sometimes - 14. July 2010 um 17:27 Uhr
  31. Ah, seh’ schon, du brauchst noch ein Erklärung wie Homöopathie funktioniert.

    Es gibt zwei Grundprinzipien: Ähnliches mit ähnlichen zu heilen und das ganze dann zu verdünnen.

    Zuerst sucht du dir eine (beliebige) Substanz raus, welche die gleichen Symptome auslöst die du heilen willst. Konkretes Beispiel: Brauchst du ein Mittel gegen Schlaflosigkeit (also eine Schlaftablette) suchst du dir eine Substanz raus, die Schlaflosigkeit auslöst. Wenn du jetzt “Koffein” gesagt hast kannst du stolz auf dich sein, das ist nämlich die richtige Antwort.

    Jetzt wird die Substanz verdünnt. Substanzen zu verdünnen ist in der Pharmazie erstmal nicht ungewöhnlich. Bei homöopathischen Mitteln wird aber auch dann noch weiterverdünnt wenn kein einziges Molekül der verdünnten Substanz mehr vorhanden ist.

    Manchmal wird aber eben nicht so weit verdünnt. Und damit, dass Substanzen, die noch vorhanden sind, eine Wirkung haben können hat keiner ein Problem. (Der Placebo-Effekt ist aber wirklich sehr mächtig und oft wohl die viel wahrscheinlichere Erklärung.) Wie sehr verdünnt wurde steht auf den Packungen homöopathischer Mittel. Bei kleineren Potenzen als D24 oder C12 können noch Moleküle der Ausgangssubstanz vorhanden sein. D1 hast du, wenn du einen Tropfen der Substanz nimmst und neun Topfen Wasser dazugibst, D2 hast du, wenn du einen Tropfen D1 nimmst und neun Tropfen Wasser dazugibst, und so weiter. Bei den C-Verdünnungen ist das ganz genauso, nur dass du hier nicht neun Tropfen sondern 99 Tropfen hinzugibst.

    Um auf das von dir verlinkte Bild zurückzukommen: Neben allerlei homöopathischen Krimskrams, mal mehr mal weniger verdünnt (von D4 bis D30) enthält das Medikament auch gänzlich unverdünnten und unhomöopathischen Gelben Enzian, 0,2g pro 10g gleich. Ein Arzneimittel darf sich eben auch schon dann homöopathisch nennen wenn unter anderen irgendwelcher homöopathischer Krimskrams drin ist.

    Bei deinem Mittel sind der Krimskrams im einzelnen (ich hab mal die deutschen Namen der Substanzen ergoogelt):
    Grippeviren (aber D30 verdünnt, also keine Sorge)
    Milchsäure (D15)
    Eisenhut (hochgiftige Pflanze und nur D4 verdünnt, reicht aber wohl aus sonst wär’s nicht legal, denk ich jetzt mal)
    Eisenphosphat (D8)
    Carolina-Jasmin (auch eine Pflanze, D4)
    Ein Luffa-Kürbis (D12)
    Weißer Germer (auch eine Pflanze, D4)

    Das ist alles schon ziemlich stark verdünnt. Wird ja auch deutlich dadurch, dass die da mal so eben Eisenhut reinkippen können, mit der vermeintlich niedrigen Verdünnung D4, und das dann trotzdem verkaufen dürfen.

    Und dazu kommt dann noch der unhomöopathische (weil unverdünnte) Gelbe Enzian. Das war’s.

    Seite des Herstellers: http://www.metafackler.de/Selbstmedikation/metavirulent.html

    Kommentar von michael - 14. July 2010 um 19:25 Uhr
  32. Achja, kannst du mir mal erklären warum solche Herstller von homöopathischen Medikamten nicht Teil der Pharmaindustrie sind? Das sind keine barmherzigen Samariter, das sind genauso Unternehmen wie Pfizer oder Roche.

    Kommentar von michael - 14. July 2010 um 19:29 Uhr
  33. “das ist polemisch, pathetisch, ungenau und ein bisschen albern, aber es trifft den nagel auf den kopf. warum lasst ihr euch alle (die gegner) vor den karren einer industrie spannen, und das sind keine verschwörungstheorien denn lobbyismus ist ja nun nichts neues und von der pharmaindustrie erst recht nicht, die gerade den richtigen zeitpunkt gefunden hat, knapp vor sommerloch, das thema zu agendasetten. ”

    Polemisch und pathetisch ja, trifft aber den Nagel sowas von nicht auf den Kopf. Aber abgesehen davon find ich es erstmal ziemlich unsportlich, allen Kritikern im Wesentlichen Ignoranz und Doofheit vorzuwerfen. In den Kommentaren sind schon genug vernünftige Sachen dazu geäußert worden, was es mit HP so auf sich hat. Schon das Grundprinzip ergibt überhaupt keinen Sinn, tut zwar so, als wäre es irgendwie logisch (es ist halt immer schön und verlockend, wenn man etwas auf ein einfaches Prinzip runterbrechen kann), aber es ergibt bei genauerem Nachdenken schon mal überhaupt keinen Sinn, dass alle möglichen Stoffe verdünnt auf den Körper genau gegenteilig wirken sollen. Dazu noch so stark verdünnt, dass quasi nix mehr vorhanden ist.

    Aber die “ignorante” Wissenschaft hat sich trotzdem unvoreingenommen damit auseinandergesetzt und etliche Tests gemacht (google scholar findet 36000 Ergebnisse zu homeopaty) und keine echten Wirkungen gefunden, die über den Placebo-Effekt hinausgeht. Und dazu gehört acuh, sich zu überlegen, wie die Diskrepanz zwischen positiven Erfahrungsberichten und negativen Studien zu stande kommt. Auch da gibt es von Seiten der “ignoranten” Wissenschaftler und Kritiker ne ganze Menge Ansätze, während Befürworter einfach mal behaupten, Wissenschaftler seien wahlweise ignorant, dumm, seelenlose Fachidioten oder von der Pharmaindustrie gekauft. Da finde ihc es ehrlich gesagt etwas unpassend, all diesen Menschen selbst den gesunden Menschenverstand abzusprechen.

    Zu deinem Argument mit der Pharmaindustrie, das ist ehrlich gesagt so kurz gedacht dass ich nicht weiß wo ich anfangen soll. Hersteller von homöopathischen Arzneien sind doch selbst Pharmaunternehmen, teilweise sicherlich auch mit Schnittmengen zu den großen herkömmlichen Pharmaunternehmen, die ihrerseits mit mörderischen Gewinnspannen homöopathische Arzneien herstellen können. Für die Wirtschaft ist es ein gigantischer Gewinn, wenn mehr Menschen HP nutzen.

    Ich finde es nicht gut, wenn HP bezahlt und damit gefördert wird, weil es einfach nichts mit gewissenhafter Medizin zu tun hat. Ich finde es unethisch, mit erwiesenermaßen falschen Erklärungen Placebos anzudrehen. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass ich anderen Menschen ihren Lebensstil nicht gönne. Im GEgenteil finde ich das Solidaritätsprinzip für Krankenkassen absolut wichtig, aber das hat hiermit schlicht nichts zu tun.

    Ich verstehe deinen Standpunkt, dass du letztlich nur vermitteln willst und allen möglichst ihre Freiheit lassen willst, aber dein Hauptargument (”Ich habs gesehen”), beruht letztlich auch darauf, dass du dich selber nicht hinterfragen möchtest (”kann es nicht trotzdem sein, dass HP nur ein Placebo ist?”), gleichzeitig werfen Leute wie du und rossi anderen Ignoranz vor. Das ist für mich einfach absolut unverständlich und unfair.

    Kommentar von hape - 14. July 2010 um 23:51 Uhr
  34. natürlich ist auch die homöopathie-herstellende industrie eine industrie. keine frage. und natürlich geht es denen ums geld verdienen. nicht weiter verwunderlich.

    worum es mir in der hauptsache geht sind zwei sachen:

    1.) du wirfst mir, der ich zwischen den stühlen stehe und versuche irgendwie zu vermiteln, mangelnde fairness vor? dann musst du der eine glückliche sein, der die diskussionen der letzten tage nicht mitbekommen hat. sämtliche homöopathie-gegner stellen sich hin und wenn jemand sagt “ich habs probiert, und zu meiner überraschung hat es funktioniert…” brüllen sie ihm “DAS HAST DU DIR NUR EINGEBILDET!” ins gesicht. sämtlichen menschen, die nicht gerade wenige sind, die positive erfahrungen mit hp gemacht haben, wird das recht abgesprochen, diese erfahrung gemacht zu haben. und eben auch das recht diese, wieauchimmerfunktionierende, heiliungsmethode - denn das ist sie - zu verwenden. und da ist ein pathetischer tweet als gegengewicht wirklich nicht zu viel an “unfairness”. sorry, aber diese diskussion wird mit einem hass geführt, wie ich ihn sonst meistens nur bei selbsternannten eligionskritikern sehe. schrecklich. glaub mir, dagegen bin ich hier ein braves lamm.

    2.) vielleicht sind es nicht die wirkstoffe in den zuckerkügelchen, die die menschen heilen vielleicht ist es die gesprächstherapie. wichtiger als wissenschaftliche tests darüber OB hp einem wissenschaftlichen test unter labor-test-bedingungen besteht fände ich eine quote zu ermitteln, bei wievielen menschen, die hp nutzen wollen, diese auch wirkt. dann können wir weiterreden. um mal die äpfel/birnen-vergleiche aus der diskussion zu nehmen.

    jedes homöopathische medikament ist ungefährlicher (oder im umkehrschluss überspitzt gesagt “gesünder”) als jedes normale medikament. und trotzdem hilft es in den meisten fällen auch. und das möchtest du in der solidargemeinschaft nicht mehr mittragen? etwas was vermutlich 50 cent von deinem beitrag ausmacht? im gegensatz zu vielen anderen dingen, die wir hier im beispiel gelesen haben (röntgen etc.) das du deutlich höher querfinanzierst. was aber deutlich weniger nutzen/heilungschancen hat? wirklich? und das nennst du unfair?

    nochmal: ich wünsche mir deutlichere mechanismen gegen scharlatanerie. ich wünschte mir auch eine “unabhängige” hp-kommission oder sowas, die quasi eine art zertifikat für hp-therapeuten ausstellen und auf deren urteil man sich verlassen kann. ich freue mich über schulmediziner, die auch hp anwenden und denke, jeder arzt sollte sich damit beschäftigen und auseinandersetzen. für mich sind folgende punkte entscheidend:

    - es wirkt bei einer grossen gruppe von menschen
    - es ist ungefährlich
    - es belastet einen verschwindend geringen teil der kassen-finanzen.

    sorry, aber das finde ich schon recht ausreichend als pro-argumentation. und schindluder wird auch von “reinen” schulmedizineren genug betrieben.

    Kommentar von nilzenburger - 15. July 2010 um 00:30 Uhr
  35. Du hast recht, ich hab nur die Diskussion hier mitbekommen, die fand ich bislang noch nicht so schlimm. Das unfair war darauf bezogen, dass ich auch ein wenig den Eindruck hatte, Kritiker werden pauschal als ignorant abgetan, was meiner Meinung nach eben falsch ist.

    Außerdem ist es ja nicht so, dass Menschen, die positive Erfahrungen mit HP gemacht haben, vorgeworfen wird, sie hätten sich das alles nur eingebildet. Es gibt viele Erklärungsansätze für die Diskrepanz zwischen positiven Erfahrungen und negativen Studien. Z.B. den Placebo-Effekt, die Art der Krankheiten die behandelt wird (oft leichte mit starken psychischen Komponenten), Regression zum Mittelwert (Krankheiten haben die Tendenz, nach einer schlimmen Phase wieder zum normalen Verlauf zurückzukehren, was dann besonders bei chronischen Krankheiten als Erfolg gesehen wird), subjektive Wahrnehmung (Erfolge werden eher registriert als Misserfolge) uvm.

    Jetzt kann man sagen, die Wissenschaftler haben keine Ahnung wovon sie sprechen, es wirkt trotzdem auf wundersame Weise, ich glaube eher, dass an den Erklärungen oben was dran ist.

    Im Endeffekt muss ich sagen, ich kann nicht abschätzen, wie groß die negativen Effekte von Homöopathie sind, die es ja durchaus auch gibt. Manche (wohl aber eher ziemlich wenige) vernachlässigen eine vernünftige Therapie bei ernsten Problemen, bei manchen entsteht ein Misstrauen bzw. eine Abneigung gegen normale Medizin, weil diese angeblich böse ist usw. Vielleicht fällt das nur bei so wenigen Leuten ins Gewicht, dass netto weitaus mehr Menschen geholfen ist. Ich beschwere mich ja überhaupt nicht über das Geld. Aber ich insgesamt einfach ein schlechtes Gefühl dabei, dass diese nachgewiesenermaßen unwirksame Methode (im Sinne von sie hat nicht die Wirkung die ihr nachgesagt wird, sondern eben die einer Gesprächstherapie und Placebos) Teil unseres Gesundheitssystems ist und würde mir wünschen, dass da mehr Transparenz herrscht und Menschen mit vernünftigen Methoden besser geholfen werden könnte. Und wenn das z.B. die Gesprächstherapie und das Ernstnehmen des Patienten, wie im Falle der HP, wäre. Nur eben ohne den Hokuspokus, dass eine Million mal verdünnte Hundekacke irgendwas bewirkt.

    Ob wir besser dran sind mit Homöopathie oder ohne, kann ich nicht abschließend sagen, aber ich würde mir eben wünschen, dass wir ein besseres, wirksames Gesundheitssystem haben.

    “wichtiger als wissenschaftliche tests darüber OB hp einem wissenschaftlichen test unter labor-test-bedingungen besteht fände ich eine quote zu ermitteln, bei wievielen menschen, die hp nutzen wollen, diese auch wirkt.”

    genau das aber versuchen ja die laber-test-bedingungen-studien zu ermitteln. Denn wenn man einfach nur Leute fragt, hat man keine Möglichkeit, sonstige beeinflussende Faktoren herauszufiltern.

    Kommentar von hape - 15. July 2010 um 09:50 Uhr
  36. Interessanterweise beschwert sich keiner, dass Psychotherapien bezahlt werden obwohl zumindest psychoanalytische Verfahren (im Gegensatz zur Verhaltenstherapie) erwiesenermaßen gegenüber Placebogesprächen keinerlei Vorteile haben. Menschen mit Pseudoinsomnie, also Menschen die objektiv ein gesunden Schlaf aufweisen, aber subjektiv der festen Überzeugung sind, zu wenig oder zu schlecht zu schlafen, würde die Medizin gar nicht behandeln. Aber Gesundheit ist nun mal manchmal ein hoch subjektives Gut. Und nein, ich pfeife mir keinen Homöopathiekram rein, da ich persönlich herzlich wenig damit anfangen kann. Die paar Kröten sind aber tatsächlich nicht der Rede wert so lange sie die Lebensqualität von Menschen verbessern. Die Milliardengräber liegen wo anders und da ist Empörung sicher angebrahcter.

    Kommentar von Traumi - 15. July 2010 um 14:53 Uhr
  37. Eine kleine Anmerkung: Um Homöopath zu werden, reicht es bei weitem nicht aus, einen Gewerbeschein zu beantragen. Vielmehr muss man eine amtsärztliche Prüfung bestehen, die jahrelanges Lernen voraussetzt (60-80% bestehen sie nicht im ersten Anlauf). In dieser amtsärztlichen Prüfung muss man nachweisen, dass man “keine Gefahr für die Volksgesundheit” ist. D.h. man muss rein schulmedizinisches Wissen rekapitulieren, was wiederum heißt, dass Homöopathen immer auch eine schulmedizinische Grundausbildung haben. Mit Bestehen der Prüfung haben sie bewiesen, dass sie infektiöse oder maligne Erkrankungen erkennen. Für die meisten Infektionskrankheiten besteht ohnehin Behandlungsverbot nach dem Heilpraktikergesetz.

    Ansonsten können Homöopathen ganz gelassen bleiben: Ihre außerordentlichen Heilerfolge sprechen für sie und außerdem sind homöopathische Mittel vergleichsweise preiswert und somit auch ohne Kassenübernahme für nahezu jeden erschwinglich.

    Im übrigen war schon Hahnemann cool genug, um zu gestehen, dass er den Wirkmechanismus nicht erklären kann, er hat nur gezeigt, dass es funktioniert.
    Er ist 88 Jahre alt geworden.

    Kommentar von Anousch - 15. July 2010 um 19:05 Uhr
  38. Meine Oma ist 101 geworden, und das ganz ohne Homöopathie! *rolleyes*

    Kommentar von Kerstin - 16. July 2010 um 10:55 Uhr
  39. “Eine kleine Anmerkung: Um Homöopath zu werden, reicht es bei weitem nicht aus, einen Gewerbeschein zu beantragen. Vielmehr muss man eine amtsärztliche Prüfung bestehen, die jahrelanges Lernen voraussetzt (60-80% bestehen sie nicht im ersten Anlauf). In dieser amtsärztlichen Prüfung muss man nachweisen, dass man “keine Gefahr für die Volksgesundheit” ist. D.h. man muss rein schulmedizinisches Wissen rekapitulieren, was wiederum heißt, dass Homöopathen immer auch eine schulmedizinische Grundausbildung haben. Mit Bestehen der Prüfung haben sie bewiesen, dass sie infektiöse oder maligne Erkrankungen erkennen. Für die meisten Infektionskrankheiten besteht ohnehin Behandlungsverbot nach dem Heilpraktikergesetz. ”

    Das was man da an Wissen über den menschlichen Körper und an Krankheitslehre vorlegen muss, lernt dir jeder Medizinstudent an einem Nachmittag.

    “Seit mein Sohn vor 7 Monaten zur Welt kam, begleiten uns Globuli: bei Pupserei, Fieber, Erkältung, Zahnen, Unruhigsein etc pp. Ein Baby kennt den Unterschied zwischen Schulmedizin und Homöopathie nicht, also gibt es dort auch quasi keinen Plazebo-Effekt. Es wirkt ganz einfach. Und wenn es das tut, ganz ohne Nebenwirkungen, warum sollte ich etwas anderes geben?”

    1. Bitte noch mal Plazebo-Effekt nachlesen. Ich weiss, es ist nicht einfach zu verstehen, aber er wirkt eben sehr wohl auch bei Babys.
    2. Alle aufgeführten Wehwehchen sind NORMAL für Kinder. Man muss sie GAR NICHT behandeln. Hier auf eine Wirkung von Homöopathie zu schliessen ist grober Unfug. Hier geht es doch nur um das beruhigte Gewissen der Eltern was “getan zu haben”. Zusammen mit den “besser keine Chemie; besser keine Antibiotika; hat keine Nebenwirkung; bei der Laus meines Onkels hats auch gewirkt”-Argumenten fast es aber ganz gut den üblichen Unsinn zusammen den man immer wieder als Argument für Homöopathie zu hören bekommt. Ich weiss, es ist schwierig die eigenen Wahrnehmung als falsch zu akzeptieren, ist aus nachvollziehbaren Gründen nicht in den Menschen eingebaut, von mir aus bezahl ich auch einen Teil der Rechnung dafür, daß Menschen irrational sind (über meine Krankenkassenbeiträge und was weiss ch noch). Wenn wir aber anfangen Leistungen im Gesundheitswesen zu Rationalisieren, dann hat diese Scharlatanerie gefälligst ganz oben auf der Liste der zu streichenden Leistungen zu stehen. Alles andere ist nicht zu begründen. Punkt. Aus.

    Kommentar von stadler - 04. August 2010 um 00:46 Uhr
  40. Na ja, ich denke,diese Mittelchen wissentlich kranken Kindern zu verabreichen, ist für mich schon Körperverletzung.

    Kommentar von maik - 06. August 2010 um 13:08 Uhr
  41. wow. was für eine diskussion. ich beteilige mich nur, in dem ich sage, alles geht. herr n., falls deine tochter ebenso dolle neurodermitis hat wie ich, bis ich mit 26 zu einer kinesiologin gegangen bin, dann schick sie auch mal zu einer. sich besprechen zu lassen, macht nämlich VOLL keinen sinn. noch viel weniger als kügelchen. nur: nach meiner behandlung war ich 15 jahre juckreiz, offene stellen und rauhe haut los. herrlich, diese hexerei! viel herrlicher als cortison!

    Kommentar von animaldelmar - 06. August 2010 um 17:55 Uhr
  42. wikipedia (und jedes Derma-Lehrbuch) zu Nerodermitis:

    “Das atopische Ekzem ist in Industriestaaten eine verbreitete Krankheit. 5–20 % der Kinder und 1–3 % der Erwachsenen sind von der Krankheit betroffen.[1] In Deutschland erkranken bis zur Einschulung 8–16 % aller Kinder am atopischen Ekzem.[2] Bei etwa 60 % der Betroffenen tritt die Erkrankung im ersten Lebensjahr auf, bei 90 % bis zum fünften Lebensjahr.[1][2] Oft vermindern sich die Symptome mit dem Älterwerden und verschwinden mit Beginn der Pubertät. Von den ursprünglich Betroffenen sind im Erwachsenenalter bis zu 70 % beschwerdefrei.”

    Kommentar von stadler - 07. August 2010 um 01:58 Uhr

Deine Friedenstaube