Es darf wieder gezockt werden. Ich habe mir selbst zum Geburtstag zwei DS-Spiele geschenkt. Das eine war das erste “Professor Layton“, das ein wirklich rundum gelungenes und hervorragendes Spiel ist, das ich als Blindkauf absolut empfeheln kann. Bei dem anderen Spiel, um das es hier gehen soll, sieht das mit der Empfehlung schon ganz anders aus….
Ich habe in diversen Magazinen über das Spiel “Scribblenauts” gelesen und alle waren voll des Lobes. In dem Spiel geht es darum, das man eine Figur namens “Max” steuert. In jedem Level muss man einen Stern aufsammeln, um es abzuschliessen, den sogenannten “Starite“. Nun macht man das aber nicht, indem man von A nach B läuft, vielleicht noch Wesen C plattmacht und dann den Schatz aufsammelt, “Scribblenauts” verlangt vom Spieler Kreativität im lösen der gestellten Aufgabe. Man kann mit einem Druck auf einen Button auf dem Tochdisplay eine kleine Tastatur öffnen. Und da gibt man dann Begriffe ein, die danach sofort auf dem Bildschirm erscheinen. Man möchte zum Beispiel einen Baum fällen, dann tippt man “Säge” ein, die erscheint sofort, man drückt sie Max in die Hand, führt ihn zum Baum und er beginnt dann den Baum umzusägen. So weit die Theorie. Solange es um recht einfache Aufgaben wie diese geht, geht einem das auch leicht von der Hand. Später warten aber weitaus komplexere Aufgaben auf einen. Zum Beispiel den Ritter wieder mit der Prinzessin zu vereinen, dabei an dem Werwolf vorbeikommen und an der Hexe, ohne selbige dabei zu verletzen. Das erfordert schon einiges an Planung. Und natürlich an Ausprobieren. Trial and Error.

Nun stand überall, das man eine unglaubliche Freiheit hätte, in diesem Spiel. Das die Begriffsbibliothek über 22.000 Begriffe kennen würde, das damit so ziemlich das meiste Herbeischreibbar sei, was man sich auch vorstellen würde. Und die Reviews überschlugen sich vor Respekt gegenüber dem Spiel und der Leistung es programmiert zu haben. Nun müssen diese Menschen alle das englische Original gespielt haben, denn in der deutschen Übersetzung spüre ich relativ wenig von dieser Freiheit. Ein Beispiel:
Ich schreibe das Wort “Leiter”, weil ich irgendwo hochklettern muss. Als Angebot bekomme ich:
Leiter (Holz)
Leiter (Mensch)
Aus Neugierde wähle ich die menschliche Leiter und bekomme was? Na? Kommt ihr drauf?
Einen Indianerhäuptling!
Nehmen wir mal an ich wäre in einer Situation, in der ich wirklich einen Indianerhäuptling bräuchte, wie sollte ich darauf kommen ihn mit dem Begriff “Leiter” herbeizuschreiben? Was ist das für eine Übersetzung? Wurde die mal eben mit Google gemacht?
Anderes Beispiel: Ich habe irgendwo den äusserst charmanten Gag gelesen, das man, wenn man in der englischen Version “Virgin” eingibt, einen kleinen Jungen im Nintendo T-Shirt erscheinen lässt. Gibt man aber nun “Jungfrau” ein kommt nichts. Englische Begriffe kann man eh nicht eingeben. Also werde ich noch lange nach diesem Gag suchen müssen.
Und noch ein Beispiel: Der Boden ist hart, aber ich möchte mich durchgraben. Wir weiche ich den Boden auf? Durch Zufall (weil ich einfach mal immer nur einen Buchstaben eingegeben habe und dann guckte, was er mir anbietet) bin ich drauf gestossen: Ich nehme einen “Erdlockerungsstab“.
So könnte ich noch ewig weitermachen. Bizarre Begriffe, auf die ein normal deutsch sprechender Mensch (und ich schätze mich als jemand mit einem überdurchschnittlichen Wortschatz ein) niemals im Leben kommen könnte. Das nervt Big Time.
Ein anderes Problem: Wenn ich meine Figur bewegen möchte, dann muss ich auf dem Screen dorthin tippen und sie läuft sofort los. Sollte auf dem Weg eine Mauer oder eine Wnd oder ähnliches sein, so läuft sie einfach die ganze Zeit dagegen. Bis das Hindernis weg ist oder ich ein anderes Ziel für die Figur antippe. Da ich aber auch die herbeigeschriebenen Gegenstände mit dem Touchpen hin und her dirigiere, kommt es öfter als man möchte vor, das die Figur das für eine Richtungsweisung hält und frohen Mutes in ihr Verderben läuft. Lava, Feuer, was auch immer. Hier wäre es vielleicht gut gewesen, wenn man die Abfrage etwas differenziert hätte. Zum Beispiel Figur steuern nur mit Digi-Kreuz, oder so. Aber hinterher ist man ja immer schlauer.
Noch etwas, was mir wirklich, wirklich sauer aufstösst: Ich spiele nun seit mehreren Jahren DS, manche Perle war dabei aber auch viel Schrott. Aber was sie alle gemeinsam hatten: Sie mussten, egal wie scheisse sie auch als Spiel gewesen sein mögen, hohe Qualitätsstandards erfüllen, was die Laufsicherheit betrifft. Sprich: Mir ist noch nie ein Spiel abgestürzt. Das sollte ja auch selbstverständlich sein. Bei Spielen die man nicht patchen/updaten kann, noch umso mehr. Nun ratet mal was mir mit diesem Vorzeigeprodukt permanent passiert? Richtig. Ich habe noch nie ein Spiel gespielt, auf dem DS, das so dermassen buggy ist wie “Scribblenauts“. Manche Level kann ich nicht lösen, weil sie an der immergleichen Stelle abstürzen. Bei einem anderen Level falle ich durch den Boden bin plötzlich unsichtbar, lande beim nächsten Schritt 5 Meter hinter mir, erscheine wieder und bin sofort tot. Ja, das ist genau so bizarr, wie es sich gerade anhört.
Ich muss sagen: Mir gefällt die Präsentation des Spiels, die Idee finde ich auch grossartig. Aber was ich da im Laden gekauft habe ist ein dermassen schlampig produziertes Stück Software, das ich tunlichst vom Kauf abraten muss. Vielleicht wenn man es mal gebraucht für nen 10er kriegt, okay, dann kann man den Versuch wagen. Aber ich habe mich bislang mehr übder das Spiel geärgert, als das ich einige der seltenen Aha-Momente hatte.
Übrigens: Die Motivation alles neu und anders zu lösen geht auch schnell flöten, wenn man die 3,4 Gegenstände kennt, mit denen man fast jedes Level meistern kann. Vielleicht sollten manche Dinge auch nicht so oft eingesezt werden können oder so, ich weiss es nicht. Ich weiss nur:
Klassischer Fehlkauf. Bitte Finger weg. Und stattdessen “Layton” holen. Das hält, was es verspricht. Das neue bestimmt auch. Und bei Warner bitte mal fähige Übersetzer anstellen, statt alles von Google machen zu lassen. Dann hat man vielleicht auch hierzulande Spass an einem solchen Spiel. Vielleicht.


Ein Glück das wir gleich die Englische Version aus Amerika genommen haben, statt zeit mit der deutschen zu verschwänden^^ Das spiel ist nämlich super!
Das ist richtig, das englische Wörterbuch macht Sinn und ist intuitiv, was ich vom deutschen leider nicht behaupten kann. Meine Version hat auch keine Abstürze, mal so am Rande bemerkt.
ich frag mich einfach: warum haben die das so schlecht übersetzt? warum keinen ordentlichen übersetzer holen, der das macht? und warum unbedingt JEDES wort übersetzen? ich meine: zum beispiel “laser” sagt man ja hier auch, find ich im deutschen nicht, und ich hab wirklich schon alles versucht (hitzestrahl, etc.)
und abstürze hate ich jetzt schon viermal ohne das ich es drauf angelegt hätte, oder so. plus dem komischen bug in dem einen level, das ich jetzt nicht spielen kann. hmpf. also: finger auf jeden fall weg von der deutschen version, ob das spiel im original so genial ist, weiß ich leider nicht. ich hätte jetzt auch keine lust mehr, es auszuprobieren…:(
Also mir ging es genau andersherum. Bei Layton fand ich die Rätsel oft eher doof, weil entweder eher durch Glück lösbar, oder oftmals auch zweideutig. Schon gleich bei einem der ersten Rätsel im Spiel, wo man den Raum nach dem Mörder bzw. dessen Fluchtweg absuchen musste, musste man auf eine abgerissene Gardine klicken, die ich allerdings die ganze Zeit für ein unauffälliges Spinnenweben hielt und deswegen ewig einfach herumklicken musste. Oder noch davor, bei dem Rätsel mit dem Fenster heißt es dass man eine Fahne vor dem Fenster sieht wenn man hinausschaut. Da dachte ich die ganze Zeit die Fahne müsse ja unter dem Fenster hängen, sonst sähe man sie ja nicht, war aber falsch, sie hing über dem gesuchten Fenster.
Und Scribblenauts ist mir noch nie abgestürzt. Allerdings stimme ich dir zu bei der etwas missglückten Steuerung, die ist wirklich nervig, ständig rennt man wo hin wo man gar nicht hin will. Irgendwann habe ich dann lieber klassische Momente der Menschheitsgeschichte nachgespielt, bspw. Gott gegen den Teufel kämpfen lassen (Gott gewinnt immer), oder ein paar Christen von Löwen fressen lassen (jaja geschmacklos), oder per Rakete auf den Mond fliegen und dort eine Andenken hinterlassen. Mich hat der Wortschatz insgesamt schon beeindruckt, auch wenn die Worte manchmal etwas unglücklich gewählt sind, das stimmt.
Layton kann ich auch nur empfehlen. Auch wenn mich die deutsche Synchonisation schon überrascht hat und mir die Sprüche wie “Layton’s apprentice saves the day” fehlen. Und der Hamster mit seiner Berliner Schnauze, na egal.
Scribblenauts würde mich eigentlich schon reizen, lese jetzt bei dir das erste Mal auch negative Eindrücke. Vielleicht sollte ich mir eher die englische Version aus England bestellen. Auf jeden Fall danke für deine Eindrücke, schützt vor allzu großer Erwartung.
Ich stimme Dir in allen Punkten zu. Die Idee ist genial, die Umsetzung leider schlampig. Gerade auch die Sache mit der lokalisierten Version.
Ich habe ziemlich schnell die Lust an dem Spiel verloren und es bei Ebay reingestellt. Da hole ich mir dann doch lieber das neue Layton.
Zum Thema Abstürze: ich habe einen reproduzierbaren Bug gefunden: einfach mal Leiche eintippen und Elektroschocker. Dann auf die Leiche schiessen. Das Bild friert sofort ein und ist nur noch mit einem Neustart zu beheben…
Ganz zu schweigen von vertauschten Übersetzungen… Man tippe Stahltür ein, und bekommt die Auswahl zwischen normaler und roter Stahltür. Und wenn man die normale anklickt, bekommt man die rote und umgekehrt. Dies habe ich bei etlichen anderen Begriffen ebenfalls bemerkt.
Kurzum, man sollte den Reinfall nicht dem Spiel selbst, sondern den Übersetzern vorwerfen. Die haben derbe Mist gebaut, wenn ich das mal so sagen darf. Wie man als Normalsterblicher auf so lange, zusammengesetzte und ungewöhnliche Wörter wie zB. “Leiterbrücke” kommen soll, ist mir unverständlich…
>>Ich nehme einen “Erdlockerungsstab“.
Hast du mal Stirnlappenbasilisk probiert?^^
Naja ist schon nicht ganz optimal, dass man den einen oder anderen Begriff nicht ganz so leicht findet aber…mein Gott!!
Soll einer das geniale Spielprinzip mal nachmachen, sich beschweren ist immer relativ leicht, machts halt mal alle besser.
Sowas kann ich ja leider wie Bauchschmerzen
bis jetzt fand ich das spiel klasse
aber wenn es so buggy ist… hmm
ich mags auch nich so wenn man so viel übertrieben nachdenken muss und erst recht nicht so über 200 ecken…wirklich kein mensch kommt bei sowas auf eine leiter o.O
also kaufen werd ich es mir nicht mehr…
danke fürs drauf hinweisen (=
Halo ich wüste gern mal die coolsten begriffe
ÜBRIGENS DIE Tehorie mit der Leiche stimmt, ich sitz hier nämlich grade mit dem DS form PC
Also eigentlich finde ich das Spiel (ScribbeNauts) sehr gut, von der Idee her usw. Aber gibt halt so manche Nachteile, ne. :) Aber zum Spaß, ab und zu mal spielen ist es schon ganz Ok. Ich tippe auch lieber irgendwelchen unsinnigen Gegenstände her (auf dem Startbildschirm) anstand die Levels zu meistern (weil ich zu faul bin über die Lösung nachzudenken) ;) ?
Hey ich habe mir das spiel auch gekauft bzw. kaufen lassen. Obwohl ich 16 geworden bin finde ich das Spiel ganz genial. Bei jeden lvl gebe ich das Wort “Ritter” ein und er bringt für mich die schwierigsten Monster um Eigentlich ganz simpel. Was mich aber stört ist das es begriffe gibt. Die es im Deutschen nicht gibt wie unbesiegbarkeits Mantel gibts im Deutschen nicht aber im englischen. Frechheit oder? Ich frage mich manchmal ob man so dickere Straßen machen kann. Ich gebe nämlich immer “Straße” ein dann kommt da so ein kleiner Stab der oft problematisch ist bei schweren sachen.
Mfg Simon :P