Diesmal wird es nicht so lang wie sonst, wenn ich einen Song und seine Cover auseinander nehme (was dann eh wieder keinen interessiert…:)). Tatsächlich kommen in diesem Post nur zwei Videos vor. Ein Altes und ein Neues.
Fangen wir mit dem Alten an:
Wir sehen hier die (französiche!) Band “Magazine 60″ (englischer Name!) bei ihrem Auftritt bei “Formel Eins” (deutsche Show!) mit ihrem (spanischen!) Titel “Don Quichotte”, der es, man glaubt es kaum, sogar bis Platz 56 der (amerikanischen!) Charts geschafft hat und sich eindeutig dem Genre “Italo (!!!) Disco” zuordnen lässt. Ein internationaleres Produkt kann man sich also kaum vorstellen. Es fällt mir aber ehrlich gesagt auch schwer mir ein bizarreres Lied auszudenken. Gut, das liegt sicherlich auch an der Performance in diesem Clip, die so viele wunderbar unfreiwillig komische Momente hat (Die Choreographie? Hallo?) und von denen mit einer unglaublichen Ernsthaftigkeit vorgetragen wird…der Wahnsinn. Schon alleine das die Frau das gesamplete Zeug Lip-Synced ist den ganzen Clip wert. Also erstmal gucken:
[YouTubeDirektNoACasa, via Quitzi]
Das Eigentlich faszinierende dabei ist ja eben auch: Man kann die Songstruktur nicht so richtig nachvollziehen. Es ist als wenn die im Studio gesessen hätten und so ein bischen was aufnahmen und einer von denen hat dann noch gesagt: “Ey, und hier machen wir jetzt noch so ne Gitarre rein, die null passt! So ne leicht spanisch gespielte!” Und alle so: “Yeah!!!!!”
So entstand also dieses musikalische Kuddelmuddel, das, wie gesagt, sogar in den Staaten immerhin in die Mitte der Top 100 gecharted ist. Respect. Und der Titel ist eigentlich auch ganz gut gewählt, denn “Don Quichotte” ist in der Tat ein äusserst bizarres Buch und dieser Vorgabe wird der Song in jeder Hinsicht gerecht. Zwei Jahre später versuchten sie es mit einem weiteren Song der nach dem (mexikanischen!!!) Volkshelden “Pancho Villa” benannt war, aber es war nicht mehr dasselbe (obwohl nicht minder komisch zusammengewürfelt, siehe Link). Damit hätte sich die Geschichte der vermutlich internationalsten Band ever eigentlich auch zu Ende erzählt. Eigentlich.
Wenn nicht 20 Jahre später ein Typ in seinem Studio gesessen hätte und auf der Suche nach einem Sample für eine weitere Single seines Soloalbums auf “Don Quichotte” gestossen wäre. Der Typ war Will I. Am von den Black Eyed Peas. Und er hat einzig die Gitarre aus dem Break genommen und in seinem Stück verwurstelt. Wie sich das genau anhört, sieht man hier:
Das geilste an der ganzen Sache ist eigentlich das: Das er für dieses kurze Stückchen Musik, die beiden Typen als Komponisten voll mitcrediten musste. Sprich: Die haben 20 Jahre später nochmal richtig abgesahnt, denn ich weiß es zwar nicht genau, aber die Single dürfte sich schon einigermassen ordentlich verkauft haben. Nur mit einer klitzekleinen Idee, einem Fragment aus einem Song. Ich liebe solche Geschichten. Ich hätte mir nur gewünscht, das die in dem Will I. Am Video eine ähnlich versierte Choreo an den Tag gelegt hätten. Aber, Meh, man kann halt nicht alles haben.












