Spanien, bei Fuss! (Zweiter Teil)

Der erste Tag, die ersten dreissig Kilometer. Ich war nicht schlecht, wirklich nicht. Ich habe extrem lange mitgehalten. Aber so ganz langsam (und ohne das ich es wirklich zuzugeben im Stande gewesen wäre) leuchtete mir doch ein, warum die so einen Wert auf dieses “Wanderschuhe”-Thema gelegt haben. Die wurden nämlich langsam ziemlich ungemütlich. Echt jetzt mal. Zähneknirschend nahm ich das hin, aber fiel immer weiter zurück. Auch das Lockenmädchen setzte sich jetzt von mir ab, ich war einfach zu langsam. Und verlor immer mehr Geschwindigkeit. Und noch langsamer. Und noch langsamer. Und…noch….laaaa…..ngs….aaaa….m…eeee..rrr….

Damit kommen wir zu dem Teil, an dem ich meinen tiefsten und herzlichsten Dank an den Hochleistungssport aussprechen muss. Und zwar nicht weil er mich in meiner prekären Situation zu Höchstleistungen getrieben hätte, iwo, wo denkt ihr hin? Aktiver Sport und ich, wir waren tatsächlich immer wie so zwei Gangs aus der Stadt die sich respektieren und ein Wafenstillstandabkommen geschlossen haben, aber wehe einer würde sich mal alleine in das Viertel der anderen wagen: Wenn er das tut, dann geht das selten gut aus. Mein Dank an den Hochleistungssport gehet eher über 3 Banden. Also: Die am Rande eines Spielfelds, nicht die Gangs.

Die Kommilitonin des Lockenmädchens hat früher nämlich ziemlich ausgiebig Hochleistungssport betrieben. Ich weiss zwar nicht genau welchen, aber irgendeiner bei dem man körperlich zumindest ne Menge zu tun hat. Und das kann, wenn man es zu exzessiv macht, eben schon in jungen Jahren gerne mal auf die Knochen gehen. Welch Ironie des Schicksals: Da ist das (ehemals) ultrasportliche Mädchen, das auch brav seine eigenen, neuen Wanderschuhe selbst eingelaufen hat, an den unsportlichen Fremdschuhwanderer mehr oder weniger gebunden. Denn wir hatten beide dasselbe Tempo, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

Das klingt jetzt nach Zweckgemeinschaft, das hört sich an nach unüberwindbaren Differenzen und extremst unterschiedlichen Interessenslagen. Und genau so war es auch…NICHT! Dieses Mädchen war so unglaublich lustig, beseelt von einem wundervollen, bösen (aber nicht verletzenden) Humor. Ich hatte meine Wegbegleiterin gefunden. Wir teilten uns meinen Wanderstab, wenn es bergauf ging hielt ich ihr den Stock hin und zog sie hoch. Und immerwieder mussten wir uns die Bäuche halten vor lachen. Das war einfach alles zu absurd. Auf was hatten wir uns da bitte eingelassen?

Nun war es nicht nur lange her, das wir überhaupt noch jemanden aus unserer Gruppe gesehen hatten, nein, langsam liess auch die Wanderer-Dichte generell nach. Wir folgten zwar immernoch den gelben Pfeilen, aber es war langsam spät und die meisten waren wohl schon in ihren Herbergen eingechekt. Und da sahen wir es am Ende der Strasse: Unser Hotel. Wir hatten uns auf dem Weg noch in einem kleinen Laden ultrahässliche 80er-Jahre Stirnbänder im Partnerlook geholt, die da nicht verkauft wurden, weil sie so hip waren, sondern weil sie immernoch da rum lagen. Haben, glaub ich, einen Euro oder so gekostet. Also: Ich, mit Bart, Stirnband das die langen Haare vom Kopf weghält, Rucksack auf dem Rücken unter dem die quer zwischengestopfte Regenjacke rausguckt und ein erschöpftes Mädchen im Sportdress, ebenfalls mit dem gleichen türkis-pinken Kopfschmuck. Mit der Verve zweier Menschen die 27 Beckenoperationen hinter sich haben müssen nahmen wir die 3-stufige Treppe ins Hotel. Wir hörten die anderen auch schon. Sie waren im grossen Speisesaal.

Mit der letzten Kraft schmissen wir uns durch die Schwingtür und traten mit einem lauten “Wir sind da!” ein. Ein kurzer Moment der Irritation. Mehrere Augen guckten uns an, als wenn sie einen Geist gesehen hätten. Und dann: Nicht enden wollender Applaus. Ich weiß nicht ob wir schon abgeschrieben wurden, ob schon Hubschrauber nach uns geschickt wurden, aber offensichtlich hat niemand mehr ernsthaft mit uns gerechnet. Was vielleicht auch erklärt, das alle schon ihr Abendessen hatten, wir haben dann aber extra welches serviert bekommen und wurden mit Fragen gelöchert. Wir assen und dann ging erstmal jeder auf sein Zimmer.

Liebe Zartbesaitete: Jetzt wird es ein wenig ekelig. Denn ich zog meine Schuhe aus. Und die dicken Wollsocken. Und die dünneren Socken darunter auch. Und dann kam ich an die letzte Sockenschicht. Da merkte ich dann schnell, das ich die eher langsamer und mit einer gewissen Vorsicht ausziehen musste. Nachdem ich mich also aus den Strümpfen gepellt hatte, sah ich das ganze Ausmass: 5-Mark-Stück grosse Hautfetzen hingen mir von der Ferse schlaff runter. Dahinter nässendes, rotes Fussfleisch. Ich dachte, das ich das erstmal säubern sollte und erlebte in dem Moment, als ich die Überreste meiner Füße unter fliessendes Wasser hielt, wirklich unglaubliche, nie erahnte Schmerzen, die mir bedeuteten: Ne, lass das mal lieber mit dem Wasser. Ich legte mich so ins Bett, das meine Füsse unten heraushingen und ich einigermassen schlafen konnte. Dann fiel ich ins Lummerland.

- Tag 2
Am nächsten Morgen waren, zu meiner Verwunderung, meine Füße noch nicht verheilt (ich bin ja kein Mediziner, ich gehe immer vom besten Heiliungsprozess aus). Nun waren, zum Glück, in unserem “Betreuerteam” auch Arztgattinnen zugegen. Denen konnte ich meine Füsse zeigen, was sie zu spontanen Begeisterungsstürmen hinriss, das sie so etwas noch nie gesehen hätten, etc. Die Damen waren natürlich auch bestens ausgestattet und verarzteten mich erstmal mit Sprühpflastern, was mir tatsächlich angenehme Linderung bescherte und ich konnte erstmal in Ruhe frühstücken. Nun war mein Schicksal der Gruppe natürlich nicht verborgen geblieben und in einem Akt totaler Selbstlosigkeit (für den ich ihm heute immernoch, vielleicht sogar noch mehr als damals aus tiefstem Herzen dankbar bin), lieh mir ein Kommilitone seine Reef-Sandalen für den Rest der Reise. Das waren keine Flip Flops, sondern so richtige Sandalen eben. Die sahen jetzt auch in Socken nicht wahnsinnig sexy aus, aber ich merkte auch bald: Diesen Weg wird man ohne sexyness bestreiten müssen. Hier will sich einer gegen mich stellen, da muss ich eventuelle Fusskleidvorlieben des anderen Geschlechts beiseite lassen. Denn das geile an den wirklich saugemütlichen Sandalen war ja: Die waren an der Hacke quasi frei.

Okay! Ich war wieder im Rennen! Also, zumindest wieder im Spiel, denn trotz aller High-Tech-Pflaster und Luft-Fuss-Schuhwerke konnte ich natürlich immernoch nicht schneller gehen. Das verhinderten auch die vielfältigen Blasen an meiner Fusssohle, die dort offensichtlich einer Werkschau über die Mannigfaltigkeit des Auftretens von Blasen an Füssen veranstalteten. Beim Start hab ich mitgehalten, aber ich fiel schon schnell zurück. Das Lockenmädchen ist pflichtbewusst und solidarisch eine Zeitlang in meinem Tempo mit gelaufen, aber irgendwann hat auch sie, verständlicherweise, meine Entdeckung der Langsamkeit nicht mehr aushalten können. Und damit zurück zu den absoluten Vorzügen des Hochleistungssports…:)

Fortsetzung folgt…



Spanien, bei Fuss! (Erster Teil)

Okay. Das war der Deal: Man muss nur einen Hunni zahlen, dann ist man dabei. Ausserordentlich fair. Gut, ein bischen schade war es schon, das die Jahrgänge zuvor für das gleiche Geld nach Kuba oder so gefahren sind, aber egal. Das hier klang ja auch nach Abenteuer, vor allem weil man noch nie so richtig was davon gehört hat. Denn die Reise war 1 oder 2 Jahre VOR Kerkelings Bestseller. Der Jakobsweg war also eher etwas abstraktes. Oder besser gesagt: Ich hatte davon schon gehört, aber wirklich wissen um was es dabei geht, tat ich nicht.

Nachdem ich den Hustle mit der Kohle dank der grossartigen Assistentin der Professorin dann auch geklärt hatte, stand meinem Ausflug also nichts mehr im Wege. Wir haben vorher haufenweise Blätter bekommen, auf denen relativ genau stand, was wir zu erwarten hätten und wie wir am besten ausgerüstet sein sollten. Natürlich sollte auch jeder seine Kamera mitnehmen, schliesslich handelte es sich hier um eine Filmstudentenexkursion. Alles andere wäre ja ziemlich bescheuert. Ausserdem stand in dem Brief auch noch ein ziemlich langer Absatz über das richtige Schuhwerk und seine Notwendigkeit. Also gute Wanderschuhe, die man am besten noch 2 Wichen lang vor Abreise gut einläuft. Nun, zum ersten war meine Kohle zu der Zeit ziemlich knapp bemessen, zum zweiten fand ich nichts uncooler als Outdoor-Bekleidungsgeschäfte und Outdoor-Bekleidung und zum glücklichen dritten hatte mein Mitbewohner noch Wanderschuhe, die er selber schon eingelaufen hatte und die aber mehr als okay aussahen. Das wäre also schonmal gebongt.

Neben dem Grossteil meiner Kommilitonen, die mit auf die Reise kamen, und die ich schon kannte, kamen auch einige aus höheren Jahrgängen mit, die ich zwar schonmal kurz gesprochen hatte, auf der Erstsemesterparty oder in der Cafeteria, aber wirklich kennen tat ich von denen eigentlich niemanden. Nun gut. Es würde spannend werden. Einen kleinen Luxusvorteil hatte unsere Reise allemal: Das Gepäck würde morgens von Hotel zu Hotel gefahren. Und ja: Wir hatten Hotels. Die Gefahr einer unangenehmen Pilgerherbergsnacht war also ausgeschlossen. Sozusagen royales Pilgern. Klang gut. Den ganzen Tag ein bischen rumlaufen, Abends drüber quatschen, mondän essen und nach einer gemütlichen Nacht noch ein bischen latschen, das schien doch durchaus gemütlich zu werden.

Und so stand ich eines Morgens am Gate des Münchener Flughafens vor einer Maschine in Richtung Madrid. Ich glaube den anderen anwesenden Passagieren kam es in der Tat etwas, nunja (ich werde diesen schlechten Wortwitz nun das einzige Mal in dieser Geschichte bringen, ich verspreche es….aber wenn er doch gerade so gut passt!), “spanisch” vor, das da so viele junge Erwachsene mit Videokameras bewaffnet rumsprangen, aber wir waren ja dennoch alle äusserst harmlos, um nicht zu sagen supernerdig. Also das absolute Maximum an Harmlosigkeit.

Nach einem kurzen Flug waren wir dann in Madrid angekommen, schnappten unser, fast nur aus Trekking-Rucksäcken bestehendes Gepäck und wurden in einen Bus geworfen, der uns zu irgendeinem Dorf fahren sollte, das der Ausgangspunkt unserer Pilgerreise werden sollte. Gute 150 Kilometer vom Ziel, Santiago de Compostela, entfernt. Hm. 5 Tage für 150 km? Da hat man vorher noch gar nicht so richtig drüber nachgedacht. 30 Kilometer am Tag. 30.000 Meter am Tag. Jetzt kam ich doch ins grübeln, aber in einem Bus der mit 150 Sachen über eine spanische Autobahn rast, war das wohl ein relativ spät gewählter Zeitpunkt für Zweifel, weswegen ich die auch alle beiseite schob und gespannt war, was mich erwarten würde. Ich meine: Hey, ich war immer gut zu Fuss, wie schwer könnte das hier werden?

An einer Ratsstätte wurde erstmal leckerer Serano gegessen, freudig die niedrigen Zigarettenpreise registriert und unsere Professorin, die selber einige Zeit in Spanien gelebt hat, erklärte anhand einer live ausgestrahlten Fernsehsendung, die man in dieser Raststätte beobachten konnte, das exakte Reglement und den Ablauf eines Stierkampfes. Jetzt hatte ich das zum ersten Mal verstanden und begriffen. Wow. Ich war zutiefst beeindruckt. Wie toll, eine Sportart die darauf basiert, alles möglichst ehrenhaft und würdevoll zu machen (und das Tier wenn man es denn tötet, so schnell wie möglich zu töten). Das hat mich fasziniert. Ich hatte also schon was gelernt, bevor wir überhaupt am Start angekommen waren? Das fing an mir zu gefallen!

Später erreichten wir dann unser Ziel. An das Hotel kann ich mich nicht mehr wirklich erinnern. Ich weiss nur noch das es ein sehr süss verwinkeltes, dennoch recht unspektakläres (oder sagen wir lieber “unprätentiöses”) Hotel war. Und eine nette Bekanntschaft hatte ich auch schon gemacht. Das Mädchen mit den vielen Locken, yeah, die war toll. Ich war im Urlaub, ich war sowas von Flirtbereit und wer weiss: Vielleicht hielt der Weg vom ollen Köbes ja noch das ein oder andere Abenteuer amuröser Natur für mich bereit? Schliesslich soll man sich nirgendwo besser verlieben können, als in der spanischen Natur. Hab ich mal gehört. Oder mir eingebildet. Man weiss ja, wie man so weit weg von zu Hause so ist. Das Wetter war auch scheisse, es würde also Sinn machen jemanden zu finden mit dem man Abends gemeinsam schön kuscheln….

Während mein Herz also schon Pläne schmiedete, hatte ich das Gefühl als wenn meine Füße schon eine gewisse Vorahnung hatten. Die zwickten so komisch. Egal. Licht aus, schlafen.

- Tag 1:

Das Gepäck abgegeben, die Wanderschuhe fest geschnürt, den kleinen Rucksack mit dem nötigsten (Brötchen vom Frühstücksbuffet, Kamera, leere Tapes für die Kamera, Ersatzakku für die Kamera, Ladegerät für die Kamera, was zu trinken, Kohle, Adressunterlagen für das nächste Hotel) auf dem Rücken und schon konnte es losgehen. Naja, noch nicht ganz. Wir gingen alle zusammen zum Pilgeramt, wo jeder seinen Pilgerausweis erstellt bekam. Den sollte man also an jeder Station abstempeln, damit man beweisen kann, den Weg gepilgert zu sein. Macht sinn und auch irgendwie cool, so ein Pass. Wie bei einer Schnitzeljagd (Ich hab mal auf Hawaii einen in eine Ananasplantage gehauenen Irrgarten besucht, da bekam man auch einen Pass und musste den an so verteilten Stationen in dem Labyrinth abstempeln und dann wurde die Zeit gestoppt, wie lange man gebraucht hat…das war cool!), genau mein Style. Nach einer kurzen Ansprache der Professorin (mit den Key phrases “Erlebt den Weg!”, “Hetzt euch nicht!”, “Immer den gelben Pfeilen nach.” und “Habt ihr auch eure Wanderschuhe eingelaufen?” (Mein Gott, die nehmen das aber genau mit dem einlaufen…)) ging es dann irgendwie los. Ja. Irgendwie. Alle gingen erstmal allen hinterher. Es blieb eine grosse Gruppe. Aus der Stadt raus, quer über kleine Bäche, durch lange Felder und vorbei an Bauernhofruinen. Mal kam ein Traktor, mal ein Bus voller Rentner (die dann ihre täglichen 150 Meter gehen konnten). Alles war noch neu und frisch und aufregend. Man entdeckte eine kleine, unprätentiöse Kapelle am Wegesrand, in der die ganzen Pilger sich verewigt hatten, mit kleinen Zetteln, wenn ich mich recht entsinne. Es kann aber auch sein, das sie einfach mit Edding aufs Gebälk geschrieben haben. Bitte nagelt mich da nicht fest. Es wurde munter drauf los gefilmt, fast jeder Wanderer hielt die Kamera vor sein eigenes Gesicht und schilderte seine Eindrücke (könnte man Filmstudenten vielleicht Alternativmögichkeiten noch in der ersten Woche des Studiums aufzeigen, sich selbst zu filmen? Uns ist da wirklich nichts anderes eingefallen. Doch, ein Paar stellten die Kamera an den Wegesrand und setzten sich davor, oder so…), was vor allem für Aussenstehende sehr lustig ausgesehen haben muss, als wir noch alle sehr stark gruppiert auftraten.

Es ist verwunderlich, wie schnell man auf die gelben Pfeile fixiert ist und überall nach ihnen guckt, sie schnell im Augenwinkel wahrnimmt und ihnen stur folgt, bis der nächste auftaucht und die weitere Marschrichtung angibt. Das System funktioniert wirklich einwandfrei, eine Art Analog-Navi. Und so wanderten wir. Immer den geben Pfeilen nach. Auch wenn es quer über eine Bundesstrasse oder gefühlte Autobahn ging. Hier war man Menschen zu Fuss wohl gewohnt. Die Gruppe fiel langsam weiter auseinander. Und ich hatte so langsam das unsichere Gefühl, das es mal Zeit würde für meine Blasenpflaster. Naja. Das war wohl zu erwarten. No pain, no game. Da ich mich aber gerade so gut mit dem Lockenmädchen und einer anscheinend Freundin von ihr deren Humor exakt auf meiner Wellenlänge war - das spürten wir sofort - unterhielt, beschloss ich die erste Hilfe für meine Füße noch ein bischen auszusetzen. Wie uncool käme das bitte am ersten Tag, nach nicht mal einem drittel des Weges schon die Competes auszupacken? Eben. Und als wir drei da so rumwanderten, machte ich nicht nur die erste, sondern auch die allerbeste Investition des gesamten Ausflugs: Ich kaufte mir einen Stock.

To be continued…



Geburtstagswoche!

Ich habe Geburtstag und weil ich Geburtstag so sehr liebe, habe ich ja schon vor ein paar Jahren angefangen, den einfach auf eine Woche auszudehnen. Weil Geburtstag so ein grossartiges Fest ist. Heute, an meinem Geburtstag geht also meine Geburtstagswoche los (ich habe das übrigens schonmal hier erzählt, finde das aber immerwieder so lustig, das ich es gerne nocheinmal erzähle, erst recht für die neu hinzugekommenden: Als ich so 6 oder so war, da war ich mal mit meiner Schwester, ihrer besten Freunidn und deren kleiner Schwester im Theater in Köln, zu Ehren des Geburtstages der kleinen Schwester der Freundin meiner Schwester. Und da haben meine grosse Schwester und ich mitangehört, wie die Freundin dem Geburtstagskind immer vom “Geburtstagsmann” erzählt hat. “Ja, das ist schön was dir der Geburtstagsmann da gebracht hat, oder?”. So in etwa. Und auch wenn ich schon in jungen Jahren gerne leichtgläubig war und mir die fantastischsten Geschichten auftischen liess: Das war ja nun wirklich mal eine vollkommen bescheuerte Idee. Meine Schwester und ich mussten jedenfalls immer konspirativ kichern, wenn wieder die Rede vom Geburtstagsmann war.). Und damit schenke ich mir doch einfach mal selbst einbischen Musik hier auf dem Weltfrieden. Ohne ausufernde Erklärungen oder Begleittexte. Einfach nur Musik weil sie mir gefällt. Hurra! 33! Auch noch Schnapszahl!

Und all ihr Feedreaderleser müsst jetzt auf die Seite kommne, weil ich an meinem Geburtstag zu faul bin, euch noch Extra-Links drunter zu machen…:)





In´ner als ihr Name: Outros

Schön sind ja vielschichtige Lieder. Songs, die scheinbar niemals aufhören wollen. Episch lange Rockopern, die klassischen Symphonien in nichts nachstehen. Doch dabei gibt es ein paar bemerkenswerte Ausnahmen: Und zwar Songs bei denen man sich wünschen würde, sie fängen mit dem Ende an und kämen gar nicht zu dem anderen Kuddelmuddel. Deswegen starte ich jetzt hier die Sammlung von “Outros, die die Ursprunglieder bei weitem überflügeln”. Und da muss man, natürlich, als erstes zu Guns N Roses kommen und ihrem genialen Finale von November Rain, ein Song der vorher eigentlich ein bischen nervt mit seiner absoluten Keimfreiheit. Aber das Outro, wenn Slash die Gitarre singen lässt, das hat dann doch schon eine ganz eigene Qualität:


[SlicdDirektBeeerdigung]

Aber es gibt noch andere, klassischere Fälle: Hier einer, bei dem es sogar “nur” das Outro in einen Soundtrack geschafft hat. Ich bin gerade unsicher ob es “Casino” oder “Good Fellas” war, aber in einem von den beiden ist als Musik an einer bestimmten Stelle nur das Outro von Claptons “Layla” zu hören. (Übrigens wohl einer der seltenen Fälle, in denen das Outro länger als der eigentliche Song ist)


[SplicdDirektKlimperKlimper]

Welche Outros fallen euch noch ein?