Jörg Haider ist tot. Er starb bei einem Autounfall, auf dem Weg nach Hause. Bei SpOn kann man mehr Details lesen.
Worum es mir geht ist etwas anderes: Ich finde den Tod tragisch. Ein Autounfall mit 58 Jahren, was für eine Horrorvorstellung. Und jetzt wird es aber erst richtig losegehen. Meine Prognosen:
Von Links: Häme und Spott vorprogrammiert. Die Gemässigten werden etwas von Karma schwafeln, das man alles zurückkriegt, was man austeilt. Andere werden jubeln und Freudenfeste veranstalten, weil sie denken froh zu sein, das Haider nicht mehr da ist.
Von Rechts: Grosses öffentlichwirksames Leiden. Haider wird jetzt ganz sicher zum Märtyrer und von da ist es nicht mehr weit bis zu kruden Verschwörungstheorien, die so sicher wie das Amen in der Kirche kommen werden und man wird in rechten Kreisen laut und öffentlich über durchgeschnittene Bremskabel spekulieren und vermutlich noch abstruseren Schwachsinn.
Deswegen, bevor es richtig losgeht: Ich war mit nichts, was Haider politisch vertreten hat, einverstanden. Ich war auch erschrocken über die Stimmen, die er Rattenfängergleich, bei der Wahl in Österreich wieder ergattern konnte. Aber nur deswegen würde ich niemals und auf gar keinen Fall jemandem den Tod wünschen. Den wünsch ich meinem ärgsten Feind nicht und es erschrickt mich immerzu, wenn ich solche Wünsche irgendwo lese (zum Beispiel in den PI-Kommentaren). Ich hätte mich gerne weiter über den Mann aufgeregt und “quasi” mit ihm diskutiert, indem Leute mit ihm diskutieren die meine Meinung vertreten. Ich bitte euch alle, egal von welchem politischen Spektrum (wobei ich ja davon ausgehe, das nicht so wahnsinnig viele Rechte hier lesen), jetzt die Füsse stillzuhalten. Keine Häme, keinen Spott. Egal wie sehr er irrte, das hat er nicht verdient.
Mein ehrliches Beileid.


