Ich bin verliebt…

Gestern Abend war ich auf dem Konzert von “I´m from Barcelona” und was soll ich sagen: Die ganzen letzten Jahre, wo ich verzweifelt versucht habe die Band einmal live zu sehen und immer wieder an unglücklichen Zeit-Konstellationen gescheitert bin, die haben sich getsern Abend in Luft aufgelöst denn ich war auf einem Konzert, das glücklicher macht als mit Nora Tschirner zu knutschen (Glaube ich, ich habe noch nie mit ihr geknutscht und es ist sicher toll, aber im Moment fällt mir kein tollerer Vergleich ein).

Die Band war in einer etwas abgespeckten Besetzung unterwegs mit 13 Leuten auf der Bühne. Ich sass direkt ganz vorne in einer leider (aber irgendwie auch wieder nicht “leider”, denn so hatte man das Gefühl seine Lieblingsband noch ein bischen “für sich” zu haben…) nicht ausverkauften Volksbühne und direkt vor der wunderschönen Sängerin mit der Riesenbrille. Also hab ich mich ja schon fast doppelt verliebt.

Alles an diesem Konzert war wundervoll. Die Musik, die Performance, die grossen roten Ballons, die ins Publikum geworfen wurden und dieses dann damit auch endlich von den Sitzen riss. Die Stimmung, die Zusammenstellung der Setlist. Beim rauskommen hatte jeder ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Das Publikum war jetzt eine verschworene Einheit. Auch wenn manchen mäkelten, das es etwas zu kurz war, mir hats gereicht. Ich war endlich angekommen. Und wurde bestätigt, das meine Lieblingsband zu Recht meine Lieblingsband ist.

Die sind jetzt noch ein paar Tage in Deutschland unterwegs (Heute Frankfurt, morgen München). Checkt deren Seite und lasst euch das bitte nicht entgehen. Ihr werdet sehen: Das macht glücklich.



Ausgelaugt

Ich schreibe gerade so wenig auf dem Weltfireden, weil ich schreiberisch ausgelaugt bin. Bei den Filmfreunden nebenan schmeisse ich nämlich den Laden gerade alleine und versuche zu retten, was noch zu retten ist. Deswegen: Sorry!



Tage des Glücks

Es war so: Ich habe einschlägige Musikmagazine gelesen, als ich jung war. Wobei gelesen hier wohl eher falsch verstanden wird: Ich habe sie gescannt nach Artikeln oder auch nur kleinen Meldungen über meine Lieblingsbands. Das ich wirklich mal einen Artikel las, über eine Band von der ich vielleicht dachte, das sie mich nicht interessieren würde, kam eher seltener vor. War auch nicht so schlimm, für musikalische Sozialisation waren ja eh meine Geschwister zuständig…hehehe.

Wenn ich aber nun in irgendeinem Musikmagazin (und sei es nur das WOM-Heft gewesen) las, wann das Release-Datum einer für mich vermeitlich wichtigen Platte war, so habe ich mich an besagtem Tag nach Köln aufgemacht, zum grössten Plattenladen der Welt, Saturn am Hansaring. Ob das der grösste der Welt war weiss ich nicht, aber die hatten da verdammt viel Platz und verdammt viele Platten. Also würden sie ja wohl am Erscheinungstag auch die jeweilige Platte haben. Und ich bin immer schnurstracks zur Infotheke gerannt, wo der grosse mysteriöse Engländer gearbeitet hat, den alle nur ehrfurchtsvoll “den Engländer” nannten. Um ihn kursierten nämlich so Gerüchte, man müsse nur zu ihm hingehen, irgendeine Melodie vorsummen und er wüsste sofort, welche Platte man sucht. Ich hab das nie probiert, aber freute mich wenn er mir sagen konnte, ob die von mir gesuchte Platte da war (in den meisten Fällen entweder etwas von “Depp Jones” oder von “King Køng”) und hoffte mit ihm in eine Art Small Talk zu kommen, was aber nie der Fall war. Naja, da waren ja auch noch andere Kunden. Dann habe ich nach längerem, gemütlichen suchen irgendwann meine Platte im Regal gefunden, in die Hand genommen und bin freudig zur Kasse gerannt. Noch auf dem Weg nach Hause habe ich vorsichtig die Plastikfolie aufgemacht und geguckt ob auf dem Innencover noch Texte oder sowas drauf stehen. Die ganze Bahnfahrt lang habe ich schon fast alle Texte auswendig gelernt und mir versucht vorzustellen, wie wohl die Musik dazu klingen möge. Um zu Hause vor meiner Anlage dann festzustellen, das sie ganz anders klang. Nämlich viel besser, als ich je vorzustellen in der Lage war. Ich lag auf dem braunen Teppich im Kinderzimmer, spielte die Platte, las die Texte synchron mit und wenn mir ein Lied auf Anhieb besonders gefiel, wiederholte ich es schonmal direkt mehrmals. Plattenkauf war Freiheit, war Freude, war besser als ich mir Sex vorstellen konnte und war jedesmal das erleuchtendste Erlebnis, das ein junger Mensch haben kann. Warum ich euch das erzähle?

Weil ich heute dieses Gefühl mal wieder spüren durfte. Gestern bekam ich einen Link von René zu einem Stream des neuen “I´m from Barcelona”-Albums, weil er weiss das ich Riesenfan von denen bin. Und ich habe lange gehadert, ihn mir anzuhören. Auf der Seite der Band las ich, das das Album am Mittwoch rauskommen soll. Deswegen habe ich mir den Stream verkniffen, wollte mich selbst ein bischen auf die Folter spannen. Und was seh ich da heute Morgen, als ich ein wenig Zeit totschlagen musste, im Regal des Elektronikmarktes?
Das neue Album! Einen Tag früher!

Schon lange habe ich mich nicht mehr so priveligiert gefühlt, so special. Ich habe das Album einen Tag vor Release in der Hand! Da hat wohl jemand im Vertrieb geschludert oder so, ich weiss es nicht aber ich habe es! Und in der Bahn auf dem Weg nach Hause habe ich das Booklet gelesen und fast auswendig gelernt. Und jetzt höre ich die Platte gerade und sie ist noch viel besser, als ich gedacht hätte! Ich liebe Musik, ich liebe alles an ihr, auch das besorgen. Ein Gefühl das ich im Downloadzeitalter fast vergessen hätte….



Gegen Merkbefreitheit

Ich bin mit der Kleinen auf dem Weg nach Köln. Und da werden wir uns auch am Samstag das Konzert vor dem Gürzenich ansehen, zu dem 40.000 Menschen erwartet werden. Ich persönlich hoffe/spekuliere ja auf ein neues “Arsch huh“. Beim ersten war ich nämlich auch da. Mit 16 Jahren, vielen Freunden und dem Gefühl hier eine gute Sache zu unterstützen und gleichzeititg Spass zu haben. Was, das geht? Ja, das geht.

Nun hoffe ich inständig, das mir das nicht verhagelt wird. Es geht ja darum, die Idioten in ihre Schranken zu weisen und ihnen klar zu machen, das man nicht jeden Scheiss stumm daneben stehend mitmacht. Anti-Islam-Konferenz? Anti-Intelligenz-Konferenz trifft es wohl eher. Menschen, die sich verfolgt fühlen, weil sie das Gefühl haben eine unbequeme Meinung zu haben, die auf nichts anderem fusst, als billigste und faktenlose Ressentiments. Ihre Gästeliste scheint unbestätigt aufgeblasen worden zu sein und auf den üblichen Hassseiten wird schon zum Kampf (und verstecken..hihi) aufgerufen. Aber man kann sich eben auch hinstellen und sagen: Nicht mit mir. Nur weil ich euch nicht jeden Tag ins Gesicht schreie, was ihr für Schwachköpfe seid, heisst das noch lange nicht, das ich einverstanden bin mit dem brechreizauslösenden Fremdenhass, den ihr täglich schürt. Schön angefeuert von vermeintlichen Intellektuellen wie Broder und co. Nein Danke, nicht mit mir.

Meine grosse Hoffnung ist nur, das der schwarze Block sich bedeckt hält, oder wie immer die sich nennen. Ich hab zwar Verständnis dafür, ohnmächtig zu sein bei so geballter Dummheit, aber das legitimiert niemals Gewalt oder eine Schlacht. Weder gegen die Idioten, noch gegen die Polizisten, die sich sicher auch was schöneres vorstellen können, als den morgigen Einsatz. Also: Füsse still halten, Musik geniessen und auf der Strasse sein. Zeigen das man da ist. Und das man sich vor keinen Karren spannen lässt.



Ulmi und Ich (und noch zwei Andere) [Edit]

Malte und Nico haben mich mitgenommen zum Ulmi-interview. Ich hab den ja wirklich schon lange nicht mehr gesehen und mich dementsprechend gefreut. Er auch. Die Begrüssung war herzlich, aus dem Interview bin ich grosszügig rausgeschnitten. Ist ja auch ok. Nur, das es keinen embeddable Player gibt, das nehm ich dann doch schon ein bischen persönlich.Natürlich kann man das auch einbetten. Ich hab natürlich wie immer gar keine Ahnung, aber ix hat mich gerettet.Danke schön! Unter den Umständen, hätte ich schon noch gerne eine extra Version für den Weltfrieden geschnitten. Naja. Ist ja dennoch ganz nett geworden. Vielleicht kann ich ja mit Christian mal was extra für hier machen. Jetzt aber erstmal hier gucken und für den zweiten Teil: Rüber mit euch.



Klick Klack Klawitterlinks

Huiuiui. Jeden Tag kommt ihr hier vorbei und bekommt echten, friedlichen Premiumcontent. Deswegen muss es auch mal erlaubt sein, ein bischen abzuarbeiten, was sich in diversen Tabs meines Browsers so ansammelt. Ich sage nur soviel: Es soll euer Schaden nicht sein…Denn der Weltfrieden ist der Ort für die Leute, die immer 10 Jahre zu früh sein wollen…:)

Erstmal dies: Der letzte Ahoi Polloi Cartoon hätte fast dafür gesorgt, das ich das Schokocroissant, das ich frühstückte, durch die Nase auf die Tastatur meiner besten Freundin gerotzt hätte. Das hätte nicht nur komisch ausgesehen, sondern wäre auch eine ziemliche Sauerei gewesen. Ausserdem hat man das Zeug dann so komisch im Rachen hängen und das tut dann auch so weh, wenn das dann langsam wieder in den Hals zurückrutscht. Deswegen musste ich mich wirklich zusammenreissen, um dann nach dem runterschlucken befreit lachen zu können. Also: NotSafeForEating, oder NSFE, wie wir Internetjunkeis zu formulieren pflegen. Klicken auf eigene Gefahr.

Dann dies: Ich hätte nicht gedacht, das es passieren würde, zumindest nicht so schnell, aber jetzt ist es tatsächlich so weit. Ich poste ein Video von Monrose. Weil der Song überraschend gut und catchy und für so einen Plastikact irgendwie so…progressiv ist. Das ist ja schon fast (mit der Betonung auf fast) ein Deichkindinstrumental! Super Nummer auf jeden Fall und ich selbst bin so out, das ich 80er-Revival-Style immernoch sexy finde. Jetzt stellt euch nicht so an und klickt schon auf Start…:


[YouTubeDirektHauUndLauf]

Kraftwerk verklagen Moses Pelham und Konsorten vor dem BGH, um ein Grundsatzurteil über sampling zu erzwingen. Ehrlich gesagt: Sympathisch ist mir von beiden Parteien eigentlich niemand. Und Recht haben sie beide irgendwie auch. Aber schief gewickelt sind sie beide auch. Moses P. hätte sich die 3 Minuten Zeit im Studio schon nehmen können, diesen sehr simplen Beat einfach mal nachzuspielen und niemand hätte sich beschwert, aber das Sample am Anfang des Stücks ist schon ziemlich offensichtlich. Allerdings, das muss man auch sagen, wären Kraftwerk mittlerweile komplett in der Versenkung verschwunden, wenn die nicht zigfach gesampled worden wären. Sie sind also absolute Nutzniesser einer Kultur, die sie jetzt pingelig-düsseldorferisch wie sie sind, beschneiden lassen wollen? Irgendwie auch nicht sonderlich geschickt und smells like Rechthaberei. Ich hab das Gefühl, egal wie es ausgeht, es geht keinem der Teilnehmer um eine lebendige Musikkultur.

Bitte registrieren und zur Kenntnis nehmen: Singin Bee bitte nicht mehr gucken. Rach hingegen sofort zur absoluten Lieblingssendung erklären. Und wann werde ich mal Olli Geissen NICHT auf einer halbrunden Couch mit prominenten Gästen sitzen sehen? Wäre mir schon nen Sambuca wert.



Der Com-bie (schlechteste Überschrift ever)

Ich bin ja gerne Kunde. Aber manchmal muss ich mich schon fragen, ob man mich auch gerne als Kunde hat…

Es war so: Ich liebäugel ja mit der Anschaffung eines neuen Computers. Nun wollen mir alle weiss machen, ich solle mir ein MacBook holen, was ein Plan ist dem ich auch generell zustimmen würde, nachdem ich so schlechte Erfahrungen mit meinem Acer-Notebook gemacht habe. Aber Macs sind halt immernoch in der beliebten “unbezahlbar”-Region angesiedelt, weswegen das erstmal nix wird. Nun habe ich aber in einem Prospekt einen schönen Vaio gesehen und die sind ja eigentlich, von der Architektur her, auch relativ sicher zusammengeschraubt. Also wollte ich mir das Angebot mal aus der nächsten Nähe ansehen und bin zu dem Laden gegangen, der wie der grosse Planet mit den Ringen heisst. Am Alex. Eigentlich eine doofe Adresse, weil man da immer in den Keller muss und sich so ein bischen doof vorkommt. Ausserdem wirkt die Computerabteilung da immer so ein bischen abgewichst, aber was solls, nach dem Teil könnte ich ja mal gucken.

Es war nicht da. Zumindest ich hab es nicht gefunden. Also wartete ich auf den offensichtlich der Abteilung zugehörigen Verkäufer, der gerade eine Kundin beriet. Naja, wirklich beraten hat er sie auch nicht. Sie kam mit ihrem Computer vorbei und fragte ihn um Rat. Dabei hat sie den Computer nicht bei ihm gekauft, nichtmal bei der Kette. Geduldig hat er sich trotzdem alle ihre Probleme angehört und vorführen lassen. Um ihr nach 20 Minuten zu sagen, das er ihr nicht helfen könne. Er gab ihr noch ein paar Tips, dann ging sie wieder. Übrigens erinnerte mich das an ein Erlebnis das ich in einer anderen Elektronikmarktriesenkette hatte. Eine Frau brachte ein Notebook zurück, das sie auch da gekauft hatte, mit der Begründung es sei jetzt schon, nach nur einer Woche, kaputt. Der Verkäufer, der sich wirklich gut auskannte, stand vor einem Rätsel und musste ins Bios. Er fragte die Kundin ob sie irgendwas gemacht hätte. Sie sagte, sie hätte nichts gemacht. Aber ein Bekannter hätte ihr ein paar Sachen installiert. Damit alles besser läuft. Und dieser Bekannte würde sich echt gut auskennen. Nun fand der Verkäufer heraus das der “Bekannte” ihr nicht nur sämtliche Anwendersoftware in gecrackten Versionen installiert hatte, sondern ich auch noch ein fröhlich-buntes Potpurri sämtlicher erhaltbarer Viren direkt mit aufgespielt hat. Sie echauffierte sich. Die Software sei nicht illegal, sonst hätte ihr Bekannter ihr das ja wohl nicht aufgespielt. Und der hätte voll Ahnung, wieso sollte er Viren aufspielen. Der Verkäufer veröor langsam die Geduld und meinte, er könne der Frau nicht helfen, weil die Software illegal sei. Sie bekam einen hysterischen Anfall und wollte das ihr Computer wieder läuft. Der Verkäufer lachte, ich lachte auch. Die Frau verliess wutschnaubend den Laden. Und ich fragte mich, wie doof manche Menschen eigentlich sein können. Mein Mitleid mit Verkäufern, die sowas wohl öfter erleben müssen.

Mein Mitleid mit Verkäufern hat aber einen ganz starken Dämpfer bekommen, als ich nun in diesem Laden am Alex stand und nch dem Vaio fragte. Das sei schon komplett raus, teilte er mir mit. Na gut, dachte ich, dann sollte ich vielleicht wirklich auf ein MacBook sparen. Da stand noch ein anderes Notebook, ähnliche Preisklasse, das ich aber auch ganz interessant fand. Der Verkäufer zeigte es mir mit den Worten: “Hier, das ist auch ganz gut.”. Na gut, dann lass ich es mir mal zeigen, dachte ich. Und erwartete technische Details, Daten, die nicht auf dem Schildchen standen, Infos mit denen man was anfangen kann, einen Wortschwall der es mir unmöglich machte, das Teil nicht zu kaufen. Stattdessen zeigte er kurz überhalb des Monitors und unterhalb der Tastatur und sagte:

“Hier. Mit Kamera und mit eingebautem Mikro.”

Ungläubig schaute ich ihn an, lächelte ein wenig und wartete das er anfing zu lachen. Ich meine, im Ernst: Er preist mir die unwichtigsten Features an? Als wenn ich sagen würde: Scheiss auf die technischen Features, aber endlich hab ich ne Digitalkamera mit scheiss Auflösung und scheisse zu bedienen, dafür aber mit Mikrofon? Gut, etwas sperrig mag sie sein für ne Digicam, dafür kann ich die Bilder aber bestimmt direkt mit so lustigen Rahmen verzieren? Hallo?

Er lachte nicht. Ich wollte ihm noch eine Chance geben, das “richtige” Verkaufsgespräch zu beginnen. Deswegen fragte ich (und auch weil ich es tatsächlich wissen wollte): “Hat der denn auch nen FireWire -Anschluss?”

Er guckte an dem Gerät herum und sagte: “Ja…äh…ich glaube hier…warte mal…”. In der Zeit die er gesucht hat, hatte ich die Buchse schon längst gefunden. Wollte ihm den Spass aber nicht verderben und liess ihn sie auch finden. “Ja hier.” Ich las mir die Spezifikationen auf dem Schildchen nochmal durch und das Teil war wirklich ok. Nicht der Oberknaller aber schon im oberen Drittel. Ich stand da also und überlegte und hatte schon eine gewisse innere Bereitschaft, mich dafür zu entscheiden. Der Verkäufer zog einen Flyer aus der Tasche. “Hier, und das nimmste dann noch dazu.”, sagte er. Die Sponsoren Berlins neuester Arena boten eine Mobile Flatrate mit USB-Gelöt. “Nein Danke, das brauch ich wirklich nicht.”, sagte ich. Und da geschah das Wunder: Seine Verkäufer-Gene wurden geweckt. das wäre doch super, so ein Teil, WLANS in Cafés und so, da würde mein Computer im Nu ausspioniert, malte er in den schlimmsten Schreckensvisionen-Farben an die Wand, und ausserdem hätte ich nur so ne kurze Kündigungsfrist und weil ich es wär, würde er mir auch die ersten zwei Monate Grundgebühr streichen können, so als Deal unter uns. Erstaut sah ich ihn an. Mr. Lethargie persönlich war plötzlich Mr. Salesman. Als ich nen Computer wollte, hat er den Mund für 5 Pfennig nicht aufbekommen und jetzt, wo es um so nen scheiss 2000-Jahres-Vertrag geht, den ich eh nicht will, da kommt er rüber als wenn er Sabbelwasser getrunken hätte. Ich ging langsam rückwärts, bedankte mich, lächelte krampfhaft hinterher und verliess dann schnell die Abteilung.

Lieber Saturn am Alex: Vielleicht ist das doch nicht die richtige Strategie, Verkäufer mit Prämien anzuheizen, wenn die dann nämlich nichts anderes mehr ernsthaft verkaufen wollen, oder? Das war echt Spookie. So “Return of the living mobile Flatrate-Verkäufer”-mässig. George A. Romero, bitte übernehmen sie.

P.S.: Es kann natürlich sein, das sich jemand aus der Mobilfunk-Abteilung in die Notebook-Abteilung geschlichen hat, um da Flatrates an den Mann zu bringen und der sich nur rudimentär mit den dort feilgebotenen Computern auskennt…aber das wäre ja NOCH gruseliger!



Kurzfilmkalenderpause

Wahrscheinlich werden bald wieder die Stimmen laut, das zuviel Videocontent auf dem Weltfrieden sei. Aber in diesem Fall muss ich nochmal eine Ausnahme machen, denn wann wenn nicht jetzt soll ich (wiederholt!) dieses Video posten. Und zwar nicht weil ich so selbstverliebt bin, sondern weil es eben so gut passt.


[YouTubeDirektAchtUhrFünfundvierzig]



Faktenfuck

Es gibt einfach ein paar unumstössliche Tatsachen auf der Welt, deren unumstösslichkeit das tägliche Leben deutlich vereinfacht.

Zum Beispiel weiss man, das Brokkoli scheisse schmeckt. Oder das Domestos giftig ist. Es ist bekannt das man lieber wartet die DVD von “There will be blood” zu kaufen, bis es eine special Edition gibt und man sollte beim ersten Date nicht erzählen, dass man gerne Hera Lind liest (die Damen)/ dass man gerne Napalm Death hört (die Herren). Die Welt ist eine Kugel, Freitag werden in der Schweiz schwarze Löcher hergstellt und Green Lantern ist nicht nur 1000000mal cooler als Wolverine, nein, er würde ihm auch gehörig den Arsch versohlen, wenn es sie denn in echt gäbe, was, wie man weiss, auch nicht so ist. Eine der wichtigsten Lebensregeln ist nachwievor: Queen wurden ab dem Moment eine richtige, indiskutable Drecksscheissband, als einer von ihnen einen Synthesizer ins Studio geschleppt hat. Nicht mehr tragbar.

Insofern könnt ihr vielleicht die Höllenqualen nachvollziehen, die ich gerade durchlebe, weil mir das hier im Ohr hängt:


[YouTubeDirektSatansHit]

Na, hoffentlich werdet ihr es jetzt auch nicht mehr los, dann habe ich wenigstens Leidensgenossen…



Dr. Zuhouse

Töchterchen krank. Muss Suppe machen. Kamillentee. Zwieback. Banane schneiden.