Die beste Antwort aller Zeiten

Ich sitze mit einem Freund im Taxi und wir fahren durch die nächtliche, fremde Stadt. Mein Kumpel ist etwas betrunkener als ich, aber das scheint den Fahrer nicht zu stören. Überhaupt scheint den Fahrer nichts aufregen zu können, mit einer Buddha-gleichen Ruhe steuert er das Fahrzeug über die regennassen Strassen. Um einen kurzen Überblick über den weiteren Verlauf der Abendplanung zu bekommen, stellt mein Mitfahrer die simple Frage:

“Du, wie spät ist es denn eigentlich?”

Und bekommt, wie aus der Pistole geschossen, mit absoluter Gleichgültigkeit die Gegenfrage vom Fahrer gestellt:

“Jetzt?”





Der Weltfrieden ist wieder da!

Hallo! Da ist er wieder! Der neue, schicke, selbstgepaintete, sexy, schnelle, kommentierbare, freshe, zu jederzeit lesbare, mit neuer Rubrik in der Sidebar überraschende, breitere, Videos in originalgrösse Postbare, von René göttlich zusammengebaute (was einen nicht wundert, bei einem Erfinder des Internets), porentief reine, freundliche, lustige, sommerliche (das ganze Jahr über!) und wunderschöne Weltfrieden.

Kommt rein, setzt euch hin, halt, vorher noch vor dem Riesengemälde von René verbeugen, so ist gut und jetzt: Sprite, Bionade oder Tee?



Die Ruhe vor dem Sturm

Diese Woche passierts. Seid gespannt.

Zur Ablenkung etwas Musik, ausdrücklich empfohlen vom Weltfrieden:


[YouTubeDirektLebenImFahrstuhl, via René per GoogleMailChat]



Summer is gone..

Lustigerweise ein Lied, das von Erinnerungen handelt, von einem diffusen Gedanken, der sich “damals” nennt. Ein Lied das von den letzten Sommern handelt. Als alles noch so einfach schien. Und jetzt kommen wir zum eigentlichen Witz: Das Lied habe ich zu einer Zeit rauf und runter gehört, als es so war, wie es jetzt in dem Lied beschrieben ist. Also doppelter Zeitsprung zurück, quasi. Wisst ihr worauf ich hianus will? Egal, Kalle aus Kölle hat das Video damals gemacht und wir haben uns das rauf und runter angeguckt (weil er es, so weit ich mich erinner, auch in einem seiner “Beware”-BMX-Videos verwurschtelt hat). Das Lied war einen Sommer lang unsere Hymne. Ist auch immernoch ein schöner Song und vielen Dank an Killefips für das Link schicken resp. kommentieren. Hier sind Quest for rescue mit “Seasons”.


[YouTubeDirektUouuuuhhhh!]

Kommentiert werden darf heute hier, natürlich nicht zu vergessen mit dem Zusatz “@ Weltfrieden”. Habe ich schon erwähnt, das die Kommentarfunktion hier kaputt ist, aber demnächst wieder geht, wie so vieles andere, was sich hier noch ändern wird? Hab ich schon gesagt? Ja? Dann bin ich wieder still…



Ich habe in den Höllenschlund geblickt und es scheint wirklich so schrecklich zu sein, wie behauptet wird.

Ich weiss noch wie das in meinen Kindertagen war: Da hat man den halben Tag gewartet, bis dann endlich der Heute-Nachrichten-Mann nach dem Wetter sagte: “Und nun schalten wir zum Kinderferienprogramm nach Mainz.” Dann kam dieser komische Vorspann (”Hallo. Leute es sind Ferien, alle machen Blau, von Hamburg bis nach Oberammergau…Ja es sind Ferien, und mit viel Tam-Tam und Information läuft wieder unser Ferienprogramm, unser Ferienprogramm…”, dabei habe ich bei dem Lied nie verstanden, wieso die denn blau machen, wenn sie eh Ferien haben?) und man wusste: Oh, Endlich mal 2 Stunden Fernsehen nur für uns Kinder. Toll.

Heute darf ich permanent umschalten zwischen KiKa, Nick und Toggo (SuperRTL) bis das laufende Programm meiner kleinen Tochter genehm ist (und wenn sie denn mam Fernsehgucken darf). Dabei dachte ich das allerschlimmste schon gesehen zu haben, mit diesem bescheuerten Sportacus. Ich habe mich aber geirrt. Das war nicht die Speerspitze. Das war schon nah dran, sozusagen vorletztes Stockwerk, aber immer wenn du glaubst, es geht nicht schlimmer, kommt von irgendwo ein noch liebloseres Produkt her. Im heutigen Fall waren das zwei:

Zuerst sahen wir ein Video mit zwei kindern und einem Typ im Hawaiihemd. Das Lied hiess “Der Gorilla mit der Sonnenbrille” und war der wirklich lieblosest zusammengeklöppelte Scheiss, den ich seit langem gehört habe. Vorgetragen von zwei megaunsympathischen Kindern, denen man angemerkt hat, das sie sich schon auf der Bühne der Royal Albert Hall wähnen, weil sie da so etwas tolles machen und auch ganz tolle AdLips machen können. Gut, man kann den Kindern wohl kaum einen Vorwurf machen, oder? Sind da nicht eher die Erziehungsberechtigten Schuld? Haben die es nicht viel zu weit kommen lassen? Kommen wir doch mal zum Lied selber: Ich würde gutmütig schätzen das die Produktionszeit bestimmt länger als eine halbe Stunde war. Puh! Anstrengend! Das hört man dem Lied aber auch an! Da hat mal jemand richtig gerackert, bestimmt an die 35 Minuten! Wenn ich mal die zweite Strophe zitieren darf:

Der Gorilla mit der Sonnenbrille, Uh-lala!
Liebt es laut und nicht die Stille, Uh-lala!
Drum gehn’ sie in die Disko beide, Uh-lala!
‘Bylle trägt ein Kleid aus Seide, Uh-lala!

Also jetzt mal im Ernst: Diese Beugung für den Reim (…in die Disko beide….), das kann man doch einfach nicht mehr machen. Das ist doch nicht mehr Reimmodern. Aber überhaupt: KinderPopMusik ist sicher ein grosser Markt. Ein Markt der noch Platz hat, wo es aber auch einiges zu verdienen gibt. Da gab es dann schon immer mal so den ein oder anderen Monopolisten, mal zu recht, mal zu unrecht. Aber was ich mich wirklich immer gefragt habe, war: Warum muss Popmusik für Kinder immer total doof sein? Das ist wirklich so: Ey, die Kids haben doch eh keine Ahnung, wie Musik geht, da können wir das auch mal eben schnell aus der Hüfte produzieren. Und Zack, schon ist die nächste CD auf dem Markt. Das sind Lieder, da denkt kein Texter länger als 30 Sek nach. Aber die Kinder lieben es! Klar, weil sie nichts anderes gezeigt bekommen! Leute, mal ehrlich: Das ist totaler Schrott! Das ist musikalischer Müll, das ist hingerotzte Kontoaufbesserung! Und das wollt ihr euren Kindern zu hören geben? Dann wundert euch doch nicht, das ihr damit irgendwelche Jamba-Monatsabo-Zombies grosszieht. Wie sollen die den Wert von Musik zu schätzen lernen, wenn die nur lieblosen Dreck vorgesetzt bekommen? Nach dem Musikvideo wurde es aber noch schlimmer: Eine Sendung namens Tanzalarm war im Programm und, ganz ehrlich, ich habe noch Sodbrennen davon! Wirklich!

Eine Moderatorin rennt mit tanzenden Kindern irgendwo rum (in diesem Fall war das wohl ein Hotel) und dann wird getanzt. Und Tom, der aus TabalugaTV, wo der ja, ganz unironisch, wirklich einen hervorragenden Job macht, singt ein Lied. Und dann singen die Tanzalarmkids ein Lied. Und dann singt noch die Moderatorin ein Lied. Und dann muss ich mir in einer vermutlich mehrere Jahre dauernden Therapie wieder das Gehirn richten lassen. Die musikalische Komponente ist hier exakt gleich. Gleich schlecht. Gleich abzockerig. Aber dazu dann auch noch diese dauergrinsenden Kinder, die saublöde Choreografien tanzen und noch nicht merken, daß das was sie da gerade tun, megauncool ist. Der totale Horror. Wirklich. Reissschwenks, Wackelkamera, sinnloses Gezoome - ebenso wie alte Produzenten sich modernes Kinderfernsehen vorstellen. So Jugendanbiederung. Hier, Jugendliche, das findet ihr doch ganz frech und crazy, wenn wir so mit der Kamera wackeln, oder? Hohoho! Und dann singen wir auch noch “Ich glaub ich zieh ins Hotel”, na? Da guckt ihr, was? Ist das nicht der helle Wahnsinn?

Warum muss Kinderfernsehen so oft so menschenverachtend sein?

Der Countdown läuft bis alles neu ist. Solange diesen Artikel bitte hier kommentieren, mit dem Zusatz “@ Weltfreiden”. Vielen Dank.



Filmgeschichte zum Wegsehen

Wir waren im Filmpark Babelsberg. Zum Geburtstag eines Freundes. Drei Kinder, drei Erwachsene. Fangen wir von Vorne an: Eintritt für einen Erwachsenen: 19 Euro. Auch wenn mein Vater jetzt sagen würde: “Das sind ja 38 Mark!”, der Preis ist wohl Standard für Vergnügungsparks. Kann ich mit leben. Die ganzen Attraktionen, die Shows, die Wartung der Fahrgeschäfte - das will alles bezahlt werden. Geh ich also voll d´accord mit. Ich meine: Hey, das Phantasialand kostet auch schon 31 Euro für einen Erwachsenen (”Das sind ja 62 Mark!”). Und das Belantis in Leipzig 18,90 Euro (”Das sind ja 37 Mark 80!”). Ganz zu schweigen vom Heide-Park Soltau: 31,50 € (”Das sind ja 63 Mark!”). Insofern befinden wir uns hier also im unteren Mittelpreissegment. Gut, man weiss das Babelsberg flächenmässig so gar nicht an die anderen Parks rankommt, aber das will man ja auch nicht. Darum geht es hier gar nicht. Hier hat man die Gelegenheit ein Filmstudio mit laaaaanger Tradition zu bewundern. Aufgelockert durch ein paar Attraktionen. Das ist doch eine nette Idee. Da sollten sich die Eintrittsgelder doch lohnen, in Puncto Wartung etc.

Als erstes rannten die Kinder zur grossen Panamafahrt. Eine kleine Bötchenfahrt durch eine Art Märchenwald. Bei jeder Figur wird die Geschichte von Janosch durch versteckte Lautsprecher ein Stückchen weitererzählt, inklusive einem grossen, klitzeklein-gruseligem Finale mit einem Schatz in einer Höhle. So war diese Fahrt wohl mal gedacht und gepitcht. Und ich gebe zu: An ihrem Eröffnungstag und vielleicht auch noch die Woche danach mag sie auch so gewirkt haben. Heute aber ist das etwas anders: Mit viel Glück kriegt man noch Fragmente der Geschichte erzählt und kann noch 2 Sätze davon aufschnappen, weil das Boot in dem man sitzt schon lange an der Figur vorbei ist. Glück braucht man auch um die Figuren zu sehen, die sich hinter meterhohem Schilf verbergen, der zwar über die Jahre schön gewachsen ist, was aber anscheinend niemand gestört hat. Vielleicht ist auch einfach nur der Gärtner krank? Man weiss es nicht. Weiter gehts zu einem Wolf, der eine Gans auf dem Schoss hat und auf ihr Gitarre spielt. Damit man nicht allzu sehr verwirrt ist und sich fragt, wann Janosch denn bitte schön DAS geschrieben haben soll, gibt es schon gar keine Erzählerstimme mehr zu hören (später kam sie dann, aber da konnte ich nun wirklich gar nichts mehr verstehen). Nachdem man eine ausgeblichene Wandmalerei im Stile des Autors passiert hat, kommt man zu einer schönen Laubsägearbeit des Janoschen Froschs, die aussieht als wenn sie Kevin-Jürgen aus der 4c der Babelsberger Gesamtschule gemacht hätte, der unter ADS leidet, wie seine Lehrer behaupten, was erklärt das aus der Figur allerlei Drähte und Schläuche herausgucken, die aber alle durch eine erfrischend auffällige Funktionslosigkeit bestechen. Dann geht es noch durch eine Höhle mit einem Styroporschatz, der auch schon bessere resp. “goldenere” Tage gesehen hat, zu dramatischer Musik und die Fahrt ist zu Ende. Am Ausgang wartet noch ein Wasserspielplatz auf die jungen Besucher, mit kleinen Wasserspielen die ich auf Spielplätzen zwischen Kreuzberg und Friedrichshain so zwar auch schon gesehen habe, aber hier das erste Mal mit dem Gedanken an rausgeworfenes Eintrittsgeld geniessen durfte.

Weiter ging es durch ein Mittelaltertor in eine Westernstadt, die in eine Geisterstadt überging in der eine U-Boot-Kulisse als Attraktion wartete. So schnell man diesen Satz gelesen hat, so schnell ist man auch durch die drei Welten gegangen. Ach ja, die Leute beim Film sind schon verrückt, da ist alles auf kleinstem Raum. Die U-Boot-Kulissen-Führung glänzte durch eine formvollendete Trostlosigkeit, die den leeren Gesichtsausdrücken der Besucher in nichts nachstand. Beginnend im Kommandoraum wurde man gebeten die Blicke auf gefühlte briefmarkengrosse Monitore zu richten, auf denen ein angebliches Making-Of eines Films gezeigt wurde, der in dieser Kulisse gedreht wurde. Ein Uboot-Film mit Rutger Hauer und Martin Sheen, von dem ich wirklich noch nie etwas gehört hatte (und ich bin Filmfreund!), und deswegen von einer Direct-to-Video-Premiere ausging, in dem es darum geht, das ein russisches Atomuboot (die Kulisse in der wir uns befanden) gegen ein amerikanisches stösst. Danach ging es in die Raketentanks (oder so ähnlich) des U-Bootes, in dem ein Tauchgang mit Zusammenstoss simuliert werden sollte. Es rüttelte, es blinkte, Lautsprecher schrien und hinter einer Scheibe ging Wasser hoch. Dann ging das Licht an und man wünschte uns noch einen schönen Tag und viel Spass im Filmpark.

Nach den “Gärten des kleinen Muck”, die eindrucksvoll bewiesen das der Muck wirklich sehr klein gewesen sein muss, kam man auf einen Platz an dem man endlich wieder Geld ausgeben durfte. Für eine Art Autoscooter, ein Erlebniskino (diese Schütteldinger mit Platz für 12 Personen), labbrige Fritten und pseudofernsteuerbare Autos und Boote, die zwar auf festgefahrenen Pfaden fuhren, aber als Steuereinheit trotzdem ein Lenkrad hatten. Alles ab ein Euro (”Das sind ja zwei Mark!”) aufwärts. Von da ab in die Traumwerkerhalle, in der die kreativen Jobs der Filmhandwerker vorgestellt wurden, also Bühnenbau, Maske, Kostüm, Kulissen, Requisite etc. Bei den Malern durften Kinder ausgedruckte Bilder ausmalen (Motive: Sandmännchen, ein Indianer, der kleine Muck und noch irgendwas). UMSONST! Im Gegensatz zu den Maskenbildnern, die den Kindern Tiger ins Gesicht malten, oder der Kostümabteilung, wo man für 7 Euro (”Das sind ja 14 Mark!”, Kinder nur 4 €) einen alten Fummel überstreifen durfte, den sicherlich schon genug andere Vergnügungssüchtige vollgeschwitzt haben.

Nachdem wir die Halle verlassen hatten, gingen die Kinder in die Sandmannausstellung und ich ging zu einem kleinen Büdchen, um erstmal Stärkung in Form von Getränken zu kaufen. Eine lange Schlange schreckte mich nicht davon ab, mich anzustellen. Nach und nach wurde die Schlange kürzer. Als ich endlich an der Reihe war, sagte mir die junge Aushilfsverkäuferin, das sie nun zu machen MUSS. Irgendwann gegen 14 Uhr. Ich hab das nicht so wirklich verstanden, wurde aber freundlich zu einem anderen Kiosk geschickt. War vermutlich gewerkschaftliche Zwangspause, warum sie das aber nicht lautstark ankündigte, sondern nach und nach jeden in der Schlange zu sich vortreten liess, um ihm persönlich mitzuteilen, das sie nun nichts mehr verkaufen dürfe, wird wohl für immer ihr kleines Geheimnis bleiben.

Das vermeintliche Highlight des Parks stand auf dem Programm: Die Stuntshow. Man orientiere sich in der Geschichte an Mad Max, liess der Warm-Upper einen wissen, der mit der aufgesetzten Fröhlichkeit, die nur ein Mensch haben kann, der das jeden Tag macht, die Show einleitete. Ich muss sagen: Die Show war okay. Die Geschichte störte nicht (mittendrin wurde sie sogar unterbrochen um zwei Stunts extra anzusagen und nicht in der Story “untergehen” zu lassen), im Gegenteil, sie war so gut wie nicht vorhanden. Was okay war, hier waren immerhin Stuntmen und Frauen am Werk und keine Theaterschauspieler. Da soll man bloss nicht zu überambitioniert zu Werke gehen, ich bin zum Beispiel der schlechteste Schauspieler der Welt. Gut, die Kämpfe waren nicht sonderlich ausgewogen choreographiert (wenn einer an seiner Position wartet um jemanden schlagen zu können, der erst irgendwohin klettern muss um geschlagen zu werden…dann wirkt das etwas bizarr), aber ich will kein Meckerkopp sein. Das Feuer sah toll aus, der Kampf in einem freischwingenden Käfig war eindrucksvoll und als die Baronin sich über den Köpfen der Zuschauer abseilte war das nicht nur spektakulär, sondern vor allem für sämtliche Väter in der Arena eine Augenweide. Auch wenn ich die dunkelhaarige Stuntfrau attraktiver fand. Ich habe auf jeden Fall irgendwann den Überblick verloren, wer denn jetzt eigentlich gegen wen kämpft. Ein grosses Finale mit einer Wasserexplosion (WTF?) und der Spuk war vorbei. Okay. Ich hätte für die Show 5 Euro Eintritt gezahlt (”Das sind ja 10 Mark!”). Meinetwegen auch 10 (”Das sind ja 20 Mark!”), aber mehr nicht.

Wir gingen zu einem Imbiss essen (erwähnte ich schon die labbrigen Fritten, die von einer Verkäuferin gereicht wurden - der zweite Stand hatte in der Zwischenzeit zu gemacht, was machen die Gewerkschaften hier bloss? - die den Eindruck machte, sie würde einem am liebsten das Essen von ihrer Theke aus ins Gesicht und in die Haare schmieren, plus dem unguten Gefühl, das sie sicher ins Essen gespuckt hat?) die Kinder durften noch auf den Spielplatz (Der, ganz im Ernst, wirklich schön angelegt ist) und nach dem 4D Kino, dessen vierte Dimension sich auf ein stärkeres Gebläse im Raum konzentrierte bei einem Mitschüttel-3D-Film, dessen Kopie schon etwas ältern Datums gewesen zu sein schien, verliessen wir den Park wieder.

Dinge die wir nicht mitgemacht haben:
- Zuschauer sein in einer Fernsehshow. Oder besser gesagt: Die Antwort auf die Frage: Wo kriegen diese Talkshows eigentlich immer ihr Klatschvieh her?

- Führung durchs GZSZ Aussenset. Sollte man mal nach Besuchermeinungen googlen. Muss spektakulär sein. Für wahre Fans der Serie anscheinend eine so spannende Geschichte, wie die Schlafforschung an Ottern für einen Basejumper.

Wenn ihr die Karte nicht geschenkt bekommt und ihr 38 Mark (”Das sind ja 19 Euro!”) sinnlos verprassen wollt: Geht da nicht hin. Lieber einen Tag im Kino, da erlebt man Film wirklich. (BTW: Immer wieder sehr zu empfehlen sind die Ausstellungen im Filmmuseum am Potsi. Klein aber oho.)

Wenn ihr aber Freunde wahrer Tristesse seid, ihr eure neue Flamme am liebsten in Kaufhausrestaurants ausführt und glaubt, das es keinen wilderen Platz auf der Welt gibt als die erste Reihe im Konzert von Westernhagen - Dann nix wie hin nach Babelsberg. Das müsste euch gefallen.

Kommentare bitte hier mit dem Zusatz “@ Weltfrieden”, denn hier sind sie immernoch kaputt, was sich aber nur noch um 2-3 Tage handeln kann, dann platzt die Überraschungstüte…



Adrenalin - Überschätzter Botenstoff

Es ist ja so: Ich brauche das nicht. Dieses Adrenalingehabe, Menschen die behaupten, sich erst dann richtig spüren zu können, wenn sie sich von einem Baukran stürzen, nur an einem Anaconda-dicken Gummiseil befestigt. Das ist nicht meine Welt, war es nie, wird es auch nie sein. Nun sollte man das kleingedruckte lesen, wenn man sich mit Freunden verabredet, bzw. sich von den Freunden eine detaillierte Beschreibung des Treffens schicken lassen. Sonst hätte ich mir meine Zusage, MC Winkel in Berlin zu treffen sicher doppelt überlegt. Lange Rede, kurzer Sinn: Absolut Wodka hat uns eingeladen, mit dem zum Balkon umfunktionierten Fensterputzeraufzug an der Fassade des Park Inn Hotels auf dem Alexanderplatz in Berin in den 29. Stock zu fahren, die Aussicht zu geniessen und auch noch was zu essen kredenzt zu bekommen. Das beunruhigende an der ganzen Geschichte war nur: Wir waren die Ersten, die da hoch fahren sollten. Nun ja, hier könnt ihr den Film ja selber sehen:


[YouTubeDirektBalconism]

Wenn ich mich nochmal mit dem MC verabrede, dann werde ich demnächst die Rahmenbedingungen festlegen. Liegestütze, der spinnt doch…Kommentare bitte beim MC, hier sind sie ja leider noch kaputt, aber dafür kommt demnächst was ganz, ganz dickes…wartet mal ab, ihr werdet Augen machen.

Disclaimer: Ja, wir wurden von Absolut dazu eingeladen. Aber wenn sich die Möglichkeit zu solch spassigem Content bietet, dann ist mir auch das PR-Gemecker schnurz.



Endlich gute Musik: Meine College Rock Lieblinge mit homemade Fanvideos

Bei College Rock rümpfen die meisten die Nase. Radiooptimierter Mainstreampop mit verzerrten Gitarren. Ich hingegen freu mir nen Ast, wenn ich mal wieder einen der folgenden Songs zu hören kriege und bekomme, stante pede, gute Laune.

Third Eye Blind - Semi-Charmed Life
Das ist quasi der König unter den College Rock Hymnen. Ich glaube diese Band ist ganz unangenehm, weiss auch nicht warum. Irgendetwas in mir lässt aus der Stimme des Sängers immer eine gewisse Arroganz heraushören. Und trotzdem ist das Lied nicht kaputt zu kriegen. Grossartiger Popsong. Und ebenfalls ein sehr schönes und lustiges kleines One-Take-Video das diese jungen Collegestudenten hier fabriziert haben.


[YouTubeDirektDuschszene]

Semisonic - Closing Time
Ist natürlich der ideale Rausschmeisser Song, wenn die Bar zumacht. Leider ist das meistens auch die Zeit, wo dem DJ eh keiner mehr zuhört und auf den Text achten die Leute schonmal gar nicht. Ist also ein bischen Perlen vor die Säue geworfen. Denn der Song hat diese schöne “Licht an! Feierabend!”-Romantik. Wenn doch nur mal einer zuhören würde! Ausserdem ein wundervoll überambitioniertes Fanvideo. Schön gemacht.


[YouTubeDirektSingenVorDemSpiegel]

Ben Folds - Heist
Der Song war ja eigentlich für den Soundtrack von “Ab durch die Hecke”, ist aber ein College Rock Lied, das mir das Herz überschäumen lässt. Ach ja, ich möchte auch in dieses schöne Schlaraffenland. Bei den Fan Videos ist es da etwas schwerer: Ich habe sehr viele charmante Videos gesehen, aber meistens haben sie nicht den ganzen Song durchgehalten (oder waren, wie in einem Fall, zu lang!). Das hier, das ich jetzt ausgesucht habe find ich so schön, weil es ein klassisches: Ey, mir ist langweilig, was sollen wir machen? Machen wir doch ein Musikvideo zu dem Song den wir eh den ganzen Tag rauf und runter hören! - Video ist. Herrlich.


[YouTubeDirektGegenlichttanz]

Nine Days - Absolutely (Story of a girl)
Ein wundervolles Lied. Das Tempo, dieser Break immer, der zwar Tempo rausnimmt, dafür aber die Spannung bis zum erlösenden Refrain steigert und endlich mal ein Gitarrensolo. Ich mag das. Ich mag auch diese Verzweiflung, die in dem Song immer mitschwingt. Hätte ich nen Führerschein, ich würde den Song am Steuer regelmässig laut mitsingen und mir vorkommen wie in einem Film, in dem gerade mit mir Schluss gemacht wurde. Superambitioniertes Fanvideo, das anscheinend in einem Seminar oder einer Filmschule gedreht wurde. Der Story konnte ich nicht wirklich folgen, weil sie so selten auftauchte. Aber die Zooms auf die “Band” sind super…;)


[YouTubeDirektZoomorama]

Ach, ich hab jetzt auch Bock ein Fanvideo zu machen….

Kommentare bitte hier abgeben, mit dem Zusatz “@ Weltfrieden”, denn hier sind die Kommentare gerade kaputt….



Blogs verhalten sich zum wahren Leben, wie Katzen zu CD-Wechslern.

Das wird einem manchmal klar. Leider auf eine schmerzliche Art und Weise. Leider sehr traurig. Und ich habe lange überlegt, ob ich hier auf den Artikel verlinken soll. Denn alles was ich dazu schreibe, kann ihm niemals gerecht werden. Aber es steckt eine Menge drin. Eine Menge von dem, was Blogs schon lange verlernt haben: Wahrhaftigkeit. Das hat gar nichts mit Werbung oder nicht zu tun, nichts mit diesen oberflächlichen, dämlichen Sandkasten-Schaufel-Streits, die die deutsche Blogosphäre an allen Ecken und Enden aufzuweisen hat. Das hier hat nichts zu tun mit Dingen, über die ich mich auch schon ärgerte oder echauffierte. Das hier ist das allerechteste, aufrichtigste und in seiner Verwirrtheit nachvollziehbarste Stück Text das ich jemals gelesen habe. Keine Maske, keine Gehabe, einfach raus damit. Das hat auch nichts mit Blogs zu tun. Hier beschreibt eine Freundin, die mir wirklich ans Herz gewachsen ist, ihre Gefühlswelt. Und ich bin froh, das ich das lesen durfte. Danke Elsa. Und mein aufrichtiges Beileid, aus tiefstem Herzen.
Bitte die Kommentare unter dem Artikel ignorieren, zumindest die ersten Paar. Die Menschen überfordert die Wahrheit zu sehr.