Weltfriedeninterview

-Ey Nilzenburger, warum bloggst du denn in letzter Zeit so wenig? Ist dir etwa zu heiss?

-Nein, Nein. Sicher nicht.

-Passiert zu wenig in deinem Leben?

-Aber ganz im Gegenteil!

-Hast du den Blog-Blues?

-Iwo!

-Liegt es vielleicht an den nicht funktionierenden Kommentaren?

-Ja, auch, aber das ist nicht der Hauptgrund.

-Warum denn dann? Bitte! Sag es uns!

-Keine Ahnung. Aber das ist jetzt vorbei. Ab jetzt wird Action wieder gross geschrieben auf dem Weltfrieden. Das das mal klar ist. Und die Sicherheitsvorkehrungen auf dem Flughafen Schönefeld sind Bar jeder Normalität. Sollte man besser meiden, wenn man nicht schlecht gelaunt in den Urlaub will.

-So schlechte Laune, gleich im ersten Comeback-Post?

-Das könnte euch so passen, ich hab da nämlich ws, was meine Laune in ungeahnte Höhen trieb und den Weltfrieden glücklich gemacht hat und ihr könnt das auch werden: DER ERSTE SONG DES KOMMENDEN I´M FROM BARCELONA ALBUMS!!!!!! DIE OFFIZIELLE WELTFRIEDENLIEBLINGSBAND!!!!! ICH KANN NICHT MEHR KLEIN SCHREIBEN!!!!! AAAHHHH!!!!!!

-Dann ist ja alles gut…

-Und die Kommentare gehen bald auch wieder, versprochen. Solange bitte diesen Post mit dem Zusatz “@ Weltfrieden” hier kommentieren.



Das bedeutet Krieg!

Denn der Weltfrieden uist gerade im Urlaub. Aber in nur wenigen Tagen bin ich wieder für euch da, deswegen fühlt euch nicht zu sicher. Der Frieden lauert um jede Ecke.

Kommentare bitte hier oder hier abgeben. Danke Schön.



Medizinische Ratschläge

Hackbraten ist kein probates Mittel gegen Sodbrennen.

Kommentare bitte mit dem Textzusatz “@ Weltfrieden” an dieser Stelle abgeben, weil hier die Kommentare gerade kaputt sind.



Vergebt mir…

Ich Depp. Die richtige Email-Adresse für das Preisausschreiben endet natürlich auf Punkt com und nicht Punkt de. Manchmal schreibt man etwas und dann liest man es 50mal gegen weil man sich gar keinen Fehler erlauben will, und dann kommt sowas bei raus. Also, nochmal: Beim Kleepreisausschreiben endet die Emailadresse auf com. Und als Hilfe noch einen kleinen Tip: Bei dem gesuchten Lied handelt es sich NICHT um eine Singleauskopplung.

So. Ich habs im Ursprungsartikel auch nochmal editiert. Jetzt klappt aber alles.



Eine Band - Zwei Herzen - Drei Gewinner!

Klee sind wieder da! Die sympathische Band vom Niederrhein hat endlich, zwischen andauernden Tourneen, die Zeit gefunden ihr neues Album aufzunehmen. Das kommt im August. Heute aber wird schon die erste Single veröffentlicht und die heisst “Zwei Herzen”.

Ich persönlich mag Klee ja gerne. Falls es wirklich jemand geben sollte, der die noch nie gehört hat: Das muss man sich vorstellen wie Coldplay, aber ohne Chris Martin und auch ohne die Gefahr immer mehr zu U2-Teil 2 zu mutieren, aber dafür mit deutschlands stylischster Frontfrau, deutschen Texten und einer gewissen Art Sex. Ok. Also eigentlich hinkt der Vergleich zu Coldplay. Aber wie erklärt man Musik (da bin ich ja immer schlecht drin). Es ist halt Rock, ne, Pop, ne auch nicht. Es ist Musik zu der man ziemlich gut Sex haben kann. Gut, kann man ja eigentlich zu vielem. Selbst zu Free Jazz. Hilft uns also auch nicht weiter. Wobei: Wenn man Sex zu Free Jazz hat, dann kann es sicher gut passieren das das Nümmerchen zu einer Leichtathletik-Competition ausartet, das passiert einem bei Klee sicher nicht. Womit ich nicht sagen will, das hier das Gegenteil der Fall wäre, iwo! Also stellt es euch so vor:

Eine Kleeplatte ist wie Sex mit jemandem, den man sehr gut kennt. Man weiss wo man drücken muss, welche Berührungen schön sind, wie man schnellstens miteinander verschmilzt, ohne das es in Stress ausartet. Man ist sich vertraut und möchte sich schöne bzw. tiefe Gefühle verschaffen, gänzlich ohne Druck und die Angst, von unangenehmen Überraschungen unangenehm überrascht zu werden. Das trifft es wohl am besten.

Die neue Single “Zwei Herzen” zeigt wieder einmal par excellence:
1.) Die kleeschen Songwriterfähigkeiten und
2.) die Anziehungskraft von Suzie, Chef-Oberstylerin und quasi Mutter aller Stylejunkies (es gäbe, da bin ich mir sicher, zum Beispiel keine Les Mads Mädchen, wenn es Suzie nicht gäbe).


[YouTubeDirektZweiPumpen]

Ich gebe gerne zu: Ich musste die Nummer auch 2mal hören, bevor sie mich peitschte (Das hat echt mal eine Frau zu Freunden und mir auf einer Party gesagt: “Na? Peitscht es euch, oder geht ihr noch woanders hin?” Hihihi…), denn im ersten Moment ist die Hook etwas sperrig. Klar, ich hab das sofort kapiert: Zwei Herzen, doch nicht im selben Rythmus. Deswegen die Arythmik des Beats im Refrain. Fand ich erst ein bischen Angeber-Mucker-Mässig. Aber wie gesagt: Zweimal hingehört, einmal Hit entdeckt! Denn das Ding ist catchy.

Aber die Single gibt es nicht nur heute im Laden eures Vertrauens zu kaufen, nein nein. Es gibt noch Boni: Der Single liegt eine Info bei, mit derer Hilfe ihr euch auf der Klee-Seite registrieren könnt und mit etwas Glück zu einem Konzert eingeladen werdet. Für umme!

Find ich schon ne schöne Sache, reicht mir aber noch nicht. Klee kommen im Herbst wieder auf grosse Tour, wenn die Festival-Saison zu Ende ist. Und ihr wollt da sicher hin. Und deswegen TA-DAA, gibt es jetzt bei mir hier, auf dem Weltfrieden Gästelistenplätze zu gewinnen, für ein Konzert eurer Wahl auf der Herbsttour von Klee. Drei Leute mit jeweils einer Begleitung können das neue Album live hören und sich davon überzeugen, das Klee live nochmal so grossartig sind, wie auf Platte sowieso schon. Alles was ihr tun müsst, ist eine kleine Frage beantworten:

Welches Lied vom ersten Klee-Album ist mein Lieblingslied der Band?

Tja-Ha. Da muss man jetzt raten…:)
Wenn ihr es versuchen wollt, dann schickt eine Mail mit dem Betreff “Klee gewinnen!” an: nilzenburger (dann dieses Zeichen machen, das einige Leute imernoch Klammeraffe nennen) gmail (dann einen punkt machen) com. Wenn mehr als drei richtige Einsendungen kommen, dann entscheidet das Los. Der Einsendeschluss ist Sonntag in einer Woche, also am 20. 07. 08 um Punkt 12 Uhr Mittag. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir werden dann versuchen, falls ihr gewonnen habt, Gästelisteplätze für ein Konzert in eurer unmittelbaren Nähe klar zu machen, das sollte hinhauen. Wenn das Album raus kommt, kriegt ihr nochmal ein ausfürliches Review hier zu lesen. Und jetzt ratet mal schön…:)

Und wer es einfacher haben will, der kann ja immernoch die Single kaufen oder, ganz verrückt, eine Eintrittskarte. Soll es ja noch geben, hab ich mal gehört…He He He

Kommentare zu diesem Artikel bitte hier abgeben, mit dem Zusatz “@ Weltfrieden”.

Disclaimer: Ja, ich bin mit der Band befreundet. Ja, die Sängerin ist eine meiner besten Freundinnen. Ja, ich finde die Gruppe trotzdem toll. Ja, es gibt Menschen die schreiben solche Einträge gerne aus, und das mag einige eingefleischte Blogger überraschen: Freundschaft.



Schlacht im Metzgereihotel

Ach. Bloggen ist einfach nicht dasselbe, wenn ihr nicht euren Senf zu den Texten abgeben könnt. Wirklich. Deswegen habe ich mir für die vorübergehende Unkommentierbarkeit der Artikel was überlegt, beziehungsweise Waldi hatte eine Idee, dazu aber dann später mehr.

Tourgeschichten sind die besten Geschichten. Naja, vielleicht nicht die besten, aber man muss sich eine Tournee immer als ca. Einmonatigen Ausnahmezustand vorstellen. Die Gesetze der Logik, der Höflichkeit, der Hygiene, der gesunden Ernährung, der Emanzipation, der Vernunft, der Selbstlokalisierung (”Wo bin ich?”), der Schlaffindung und der Intelligenz sind komplett aufgehoben. So war das damals auch mit Fritten und Bier. Ich erinner mich da gerne an den Auftritt zum Beispiel in Würzburg zurück:

(Man muss sich jetzt vorstellen wie zu dem Geräusch einer Harfe das Bild so in Schlangenlinien verschwimmt und wieder klar wird. Mittendrin steht fett geschrieben: “10 Jahre vorher“)

Der Gig war lustig. Klaus und Iwie sind extra aus Nürnberg gekommen um uns live zu sehen. Peta wollte die ganze Zeit “Spanien” hören, aber das war noch vom ersten Album und das haben wir nicht einstudiert. Dafür sind Klaus und Iwie fröhlich feiernd abgegangen, als wir “Cool” als Zugabe gespielt haben. Das war ja auch von denen, das Lied. Nach dem Gig ging es mit Gagu, unserer Vorband, zurück ins Hotel. Das Hotel war über einer Metzgerei, die zu dem “Komplex” gehörte. Naja, dann würde es wohl immerhin frische Wurst auf dem Frühstücksbuffet geben, das freut doch die Fleischfresser unter uns.

Einer von unserem Support Act hatte Geburtstag. Ich weiss leider nicht mehr genau wer, aber das musste gefeiert werden. Die haben sich dafür auch immerhin Freunde nach Wü kommen lassen. Da sassen wir also alle zusammen in grosser Runde vor den Zimmern, sozusagen auf dem Flur, der aber mehr einem kleinen Platz glich, von wo aus die Gänge zu den Zimmern abgehen. Notorische Tourneepleitigkeit ermöglichte uns aber leider nicht das besorgen schöner Geschenke, aber wenn man etwas auf Tour lernt, dann ist das Improvisieren. Wir beschlossen das es nicht nur Teppiche resp. Läufer als Geschenk geben sollte, sondern auch Fernseher und die ein oder andere Matratze. Wir holten die Sachen aus unseren Zimmern und stapelten sie im Flur. Nun standen da ca. 6 Hotel-TVs aufeinander, mehrere Matratzen bildeten ein 1A Trampolin und sämtliche in den Zimmern und Fluren auffindbaren Blumengestecke, wurden zu einem riesengrossen Geburtstagsbouquet umfunktioniert. Was für ein Freudenfest. Das schien aber nur die Wahrnehmung der Band und ihrer Freunde zu sein, denn irgendwann meldete sich…EIN ANDERER GAST!

Wir sahen ihn wie ein Alien an, das uns gerade anbot, uns mit auf sein Raumschiff zu nehmen, um uns mittels Analsonden genauer zu untersuchen. Wir hatten nicht geahnt, das hier tatsächlich auch andere, ganz normale Menschen freiwillig schlafen würden. Irgendwer hat es tatsächlich geschafft deeskalierend zu wirken. Der Mann, zutiefst echauffiert von unserem nächtlichen Gelage mitten auf dem Hotelflur, ging zurück auf sein Zimmer. Wir beschlossen das die ganze Gruppe im Zimmer des Geburtstagskinds weiterfeiern würde. Band plus Vorband plus Gäste plus Crew (Ok, Crew hört sich jetzt cool an, war aber nur der Roadie und der Tourmanager). Das kleine Zimmerchen war auf jeden Fall voll.

Wir amüsierten uns köstlichst über unseren Schlagzeuger, der neben einem Mädchen auf dem Bett sass. Das allein wäre noch keinen Kicherer wert, aber unser Schlagzeuger hat Dreadlocks. Und das Mädchen hatte auch Dreadlocks. Und sie haben jeder eine Dreadlocke genommen, von ihren Köpfen und die mit der jeweils anderen zusammengeknotet. Und sassen dann da, als wenn nichts besonderes wäre. Es war ja auch nichts besonderes, aber dadurch das sie so taten, als wenn es das nicht wäre, gingen sie ja davon aus das es das ist, was es nicht war und das fanden wir anderen ausserordentlich komisch. Und wo war eigentlich unser Gitarrist?

“JETZT geht die Party endlich los!!!!”, schrie er als er in das deutlich überfüllte Zimmer gestürmt kam. In seiner Hand ein handelsüblicher Feuerlöscher. Schlauch ausrichten, Hebel nach oben ziehen und schon war, wirklich in einem “blink of the eye“, wie der sympatische Amerikaner zu sagen pflegt (der Engländer übrigens auch), das Zimmer komplett voll mit bläulichem Löschschaum. Wobei das eher wie Staub aussah, das Zeug. Wir lachten uns kaputt. Man sah die eigene Hand vor Augen nicht mehr. Am nüchternsten war nur unser Mischer der sofort rief: “Alle raus hier! Das Zeug entzieht den Sauerstoff!”

Während die meisten sich wieder auf dem Flur einrichteten, gingen ein paar mutige Recken ins Zimmer und öffneten die Fenster, damit das Zeug abziehen konnte. Das ganze Happening hatte aber eher den Charakter des grossen Finales. Aus der Feier war die Luft raus, ins Zimmer kam sie wieder rein, das bedeutete: Zeit ins Bett zu gehen.

Die Konstellationen der Zimmerbelegungen änderten sich jeden Abend. Ich war mit unserem Tourmanager auf einem Zimmer, als ich am nächsten Morgen in aller Herrgottsfrühe irgendwelche Leute meckernd über den Flur gehen hörte. Sie klopften an mehreren Zimmern, traten ein, schimpften und gingen zum nächsten Zimmer. Irgendwann klopfte es bei uns. Ich war wach und wollte gerade den vermeintlichen Zimmerservice wieder wegschicken, als das Türschloss knackelte. Ich sah die Silouetten, durch das ins dunkle Zimmer drängende Licht vom Flur, in der Tür stehen. Eine Frau und zwei Männer. Langsam erkannte ich: Die Besitzerin des Hotels und zwei Beamte der örtlichen Polizei. Ich wollte gerade fragen was denn los sei (Ich wusste natürlich was los war, aber man stellt sich in solchen Situationen ja immer erstmal dumm, wobei: Da war eine Rockband im Hotel und ein Mann, der schlecht geschlafen hat - wer sollte wohl, nach logischen Gesichtspunkten, für das Chaos auf dem Flur verantwortlich sein?), da kam mir die Dame mit ihrer schrill, kreischenden Stimme schon zuvor:

“Wer ist hier verantwortlich?!?!?!”
“Was? Wie bitte?”
“Ich will wissen wer hier verantwortlich ist!?!? Wer hat das sagen in dieser Truppe?!?!”

Ich war mir nicht sicher was ich antworten sollte. Von dem lieblichen Organ der empörten Powerfrau wachte auch unser Tourmanager auf. Ächzend stellte er sich hin und sah die 3er-Gruppe aus seinen verpennten Augen an. Dann rang er sich den Satz ab:

“Das bin dann wohl ich..”

Sofort trafen ihn Stakkatoartig die Wut-Tiraden der Hotelchefin. Sie kriegte sich nicht mehr ein und schimpfte wie ein Wasserfall bzw. redete wie ein Rohrspatz, flankiert von unterstützenden Kommentaren der beiden Ordnuungshüter. Der frisch aufgestandene Bandverantwortliche fuhr ihr über den Mund, charmant und entwaffnend logisch wie eh und je, mit dem Satz:

“Was halten sie denn davon, das ich mir erstmal eine Hose anziehe und dann können wir alles in Ruhe bereden.”

Die Polizisten begleiteten die brüskierte Frau aus dem Zimmer, die eigentlich lieber geblieben wäre. Nach einem kurzen Frischmachen ging unser Aufpasser aus dem Zimmer, zur Rezeption und klärte alles. Das Ende vom Lied?

Auf dem Hinterhof stand eine Nigel-Nagel-Neue Kühlmaschine für die Metzgerei. Und die hat so superfeine Lamellen. Und da ist das Löschzeug beim lüften des Zimmers reingeflogen. Und die Reinigung dieser neuen Spezialmaschine erforderte auch eine Spezialbehandlung. Kurzum: Wir mussten für die Reinigung und das aufräumen des Chaos 1000 Mark zahlen. Das ging empfindlich an die Tourkasse. Ausserdem wurde uns ein ewiges Hausverbot für das Hotel ausgesprochen. Am schlimmsten war aber: Wir haben keine frischen Leberwurstbrote bekommen.

Zurück ins hier und jetzt, liebe Leser! Ihr wollt den Beitrag kommentieren, aber es geht nicht? Dann herzlich willkommen zu WECK, Waldis Extrem Cooles Kommentieren. Beim Weltfrieden sind ja gerade die Kommentare kaputt, bei so vielen anderen Blogs aber nicht, weswegen wir die einfach übernehmen, aber freundlich. Für heute habe ich mir diese Kommentarspalte ausgesucht. Folgt dem Link und gebt euren Kommentar zu meiner Geschichte ab, aber schreibt davor immer das Tag “@ Weltfrieden: “, damit ich weiss das ihr mich und diese Geschichte meint. Und auch bei anderen Kommentarspalten gilt: Höflich bleiben. Aber das wisst ihr, als Weltfiedenkommentatoren, ja eh.



Zurück mit Hubbeln

Anscheinend wurde jeder Kommentar als Spambot abgewatscht. Muss an dem neuen Wp liegen. Kommentiert doch bitte jetzt mal, damit ich sehen kann ob es wieder funktioniert…Und ich hab mich schon gewundert, das keiner von euch was schreibt…;)

EDIT: Also. Anscheinend ist das ein Wordpressproblem. Das kann aber erst Donnerstag behoben werden. Solange müsst ihr ohne kommentieren auskommen. Was viel schlimmer daran ist: Ich muss ohne eure Kommentare auskommen….Aber dann kann ich ja wenigstens mal was schreiben ohne Widerrede…Har Har Har! Jetzt bin ich der Meister! (Ein Zitat aus welchem Song? Ach, ihr könnt ja gar nicht antworten…)



Der Weltfrieden ist zurück…

….und war auch eigentlich nie weg. Heute sind es ganze drei Jahre Weltfrieden. Danke an euch alle da draussen! I love to blog and to read you guys. Und für alle, die es immernoch nicht geblickt haben:

Whats so funny about peace, love and understanding? (Und Elvis Costello hat immer recht…)


[YouTubeDirektDasWüsstIchAuchMalGern]



Schnelle Bücher

Zumindest ein Buch, das man ziemlich schnell lesen kann. Ich habe mir “Anleitung zum entlieben” (KEIN Affiliate-Link) geholt, von Conni Lubek. Moment mal, wird da der ein oder andere sagen, der Name sagt mir doch was? Richtig, Conni hat sozusagen parallel zum schreiben ihres Buches ein Blog geführt, das ich hier auch schonmal empfohlen habe (lustigerweise steht darunter ein Kommentar: “Wenn es das als Buch gäbe, würde ich es mir auch kaufen.”Hihihhi.).

Zum Inhalt: Conni heisst Lapared. Oder Lchen. Und hat einen Typen am Start, der es ihr nicht gerade einfach macht. Oder eigentlich schon: Er sagt ihr von Anfang an und klipp und klar, das er sie nicht liebt. Sie will das aber nicht wahr haben und kämpft um ihn, was bei ihm wiederum wenig Eindruck schindet. Klar, er ist auch kein heiliger. Er weiss wie sie denkt und fühlt und ignoriert es dennoch, nur um auf seine Kosten zu kommen. Das ist auch nicht die feine Englische. Lapared lässt uns in dem Buch an ihren ganzen Bemühungen teilhaben, den Typen loszuwerden. Sprich: loslassen zu können. Das ist natürlich sehr kompliziert und auch als sich plötzlich ein neuer Typ bemerkbar macht, weiss sie noch nicht so recht wie sie damit umgehen soll. Denn plötzlich ist SIE in der Situation mit einem Mann zu sein, der sie liebt, den sie aber nicht zurückliebt. Komplizierte Gefühlswelt.

Lubek kann schreiben, und wie. Ich weiss nicht ob es daran liegt, das sie als Texterin in der Werbung gearbeitet hat oder ob das an ihrem Psychologiestudium liegt, oder an der Mischung aus beidem oder ob sie einfach nur ein Naturtalent ist. Aber sie schreibt herrlich les- und nachvollziehbar. Immer so ein bischen hingerotzt, wie Texte in einem Blog, aber dann merkt man ihnen doch an, das sie mit ein bischen mehr Sorgfalt gemacht wurden, damit sie so wirken, als seien sie hingerotzt. Das liest sich sehr flüssig und schnell und damit ist auch schon die Überschrift dieses Eintrags erklärt. Trotzdem weiss ich nicht so richtig, was ich von dem Buch halten soll. Erstmal das: Es hat das allerwichtigste Kriterium erfüllt: Es hat mich unterhalten. Ich habe mitgefiebert. Ich fand die Typen auch scheisse, habe über die komischen Momente auch mal gelacht und war nach einem Tag durch. Das heisst, ich habe das Buch verschlungen, wie man so schön sagt. Auch die gelegentlichen Intermezzos ihrer Stoffpuppe Curd Rock wissen zu gefallen. Er kommentiert mal hier mal da die vorangegangenen Kapitel. Stets voller männlichem Unverständnis, gepaart mit einer gewissen Naivität.

Andererseits: Hatte ich das Gefühl ein Buch zu lesen, das gar nicht für meine Augen bestimmt war. Das war irgendwie komisch. Ich habe Bridget Jones zum Beispiel nie gelesen, nur den Film gesehen. Aber als ich den sah wusste ich auch, das das kein Buch wäre, das für mich bestimmt ist. Ich stellte mir das Buch als Trost für Mitte-30-Singlefrauen-im-Urlaub-am-Strand vor, wo es dann auch mal ab und zu aufgeschlagen im Sand liegt, nach dem Urlaub dann ausgelesen wieder ins Regal wandert und wenn man es nach Jahren mal wieder rauszieht, dann rieselt einem der ganze Sand auf den Dielenboden und man erinnert sich an den Urlaub zurück. Es geht gar nicht darum, das das Buch sonderlich intim gewqesen sei oder das ich Probleme damit hätte wie die Frau ihr Erleben von Sex beschreibt. Das Problem ist einfach das man hier sehr schnell beim lesen Partei ergreift für die weibliche Gefühlswelt einer Frau, die man nicht kennt. Wohingegen man bei den Gefühlswelten von Frauen die man kennt, oft genug mit einem riesigen Fragezeichen über dem Kopf steht und nicht weiss worum es gerade eigentlich geht. Nun fühlt es sich eben befremdlich an, wenn man das dann plötzlich doch nachvollziehen kann. Das klingt jetzt komisch konstruiert argumentiert, aber genau das hat mich so irritiert. Sind Frauen am Ende gar nicht so kompliziert? Und wenn ja: Wollen sie denn, das dieser Mythos verschwindet?

Das Buch macht wirklich Spass. Ich kann mir das auch gut als, bitte schlagt mich nicht für den Ausdruck, “romantic comedy” vorstellen. So ein schöner Film. Sie schreibt ja wohl auch schon am Nachfiolger, den werde ich mir dann auch wieder holen. Aber wen die Erforschung weiblicher Wahrnehmung nicht interessiert, der lasse bitte die Finger von dem Buch. Auch darf man keine überdramatische oder reisserische Geschichte erwarten. Es geht um ein Mädchen, die sich endlich trennen will. Für mich ist das schon dramatisch genug.

Ich könnte ja jetzt auf die Verlagsseite linken, wo es auch eine Leseprobe gibt, aber lest doch einfach ihr Blog, eine bessere Leseprobe kann es gar nicht geben…Ach übrigens, da föllt mir noch ein kleiner Kritikpunt ein: Auf dem Klappentext des Buches steht, wortwörtlich: “Entstanden aus einem der beliebtesten Internet-Tagebücher: 250.000 Besucher, Platz 1 der Weblog-Charts!” Bis ich erstmal herausbekam, welche Weblogcharts die meinen (nämlich die von Bloggigo, da wo das Blog gehostet ist), verging schon einige Zeit. Nun ist dieser Text auch wirklich etwas sehr aufschneiderisch. Andererseits: Klappern gehört zum Geschäft und ich freue mich eher darüber, das soetwas dafür sorgen kann, das Blogs wieder mehr in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden und nicht ihr Nischendasein fristen müssen. Ich bin da ja eh nicht so der Purist…Har Har Har)