Schwarmintelligenz

Ich hab da mal ne Frage an euch und weil ich ja weiss das Weltfriedenleser die geistige Elite Deutschlands sind, dürfte die Nuss für euch auch nicht allzu schwer zu knacken sein.

Ich habe vor kurzem gehört, das man im kölner Raum (vielleicht auch woanders) ein sehr spezielles Synonym dafür hatte zu sagen, das jemand schwul sei. Man sagte dann nämlich:

“Der ist am 19 17. Mai geboren.”

Jetzt habe ich das schon versucht zu googlen, aber dabei habe ich keine verwertbaren Ergebnisse erzielen können. Also, liebe Leute: Wo kommt das her? Was war wann an welchem neunzehnten Mai?

Ich bin gespannt….

Edit: Die Geschichte ist gelöst. Es ging nie um den 19. sondern um den 17. Mai. Mein Freund, der mir die Geschichte erzählte, hat sich um einen Tag vertan, weil es sich die ganze Zeit um seinen Geburtstag, den 18. Mai drehte. Die Lösung ist so einfach wie schwer drauf zu kommen: Der Gerd hat in den Kommentaren erklärt, das man von dem 17.5. als “Tag der Schwulen” sprach, weil es ja damals noch ein Gesetz gegen homosexuellen Verkehr gab. Und das war der §175 im StGB. Zack Bumm, Rätsel gelöst. In nur 3 Kommentaren! Ich bin begeistert und schlage alle die hier kommentieren zum Wissenschaftsnobelpreis vor. Danke Gerd!



Ooh Child - Ein Song als Opfer

Ich mag ja so alten Soul und Disco-Kram. Ein Riesenhit aus der Zeit ist sicher der Song “Ooh Child”, von den Five Stairsteps. Ein wunderschönes, pathetisches Lied über den Lauf der Dinge. Und das manchmal eben doch nicht alles zum weinen ist, auch wenn es danach aussieht. In USA war das damals ein Chartbreaker, hierzulande ist die Nummer zwar wahrscheinlich bekannt, aber eben nie der Superhit gewesen (wie viele andere grossartige Songs übrigens auch, zum Beispiel “Brandy” von Looking Glass, ein Lied das mir ebenfalls regelmässig das Herz bricht und dabei kann ich nichtmal schwimmen…). Macht ja nix, dafür habt ihr ja mich. Ich habe mal ein wenig geguckt und herausgefunden, das dieses Lied ein Schicksal heimgesucht hat, das man dem Lied das man am meisten hasst nicht mal wünschen würde (in meinem Fall ist das schwer zu benennen, da gibt es einige Kandidaten, aber einigen wir uns einfacherweise mal auf “Zombie” von den Cranberries): Es wurde entweder von Idioten gecovert oder idiotisch gecovert. Hier nun eine kleine kommentierte Auswahl. Ich habe die Videos extra nicht eingebunden, damit die mir nicht die Seite lähmen, beim Aufbau. Aber ihr könnt ja auch auf Links klicken, oder? Los gehts.

Hier hätten wir ersteinmal das Originallied, damit ihr überhaupt wisst, womit wir es hier zu tun haben. Das selbstgemachte Video ist herrlich pathetisch und passt irgendwie zum Lied. Pathoisieren ohne sich zu schämen: Das können nachwievor nur Amerikaner und ich vermute das wird auch so bleiben.

Den ersten Knaller hau ich direkt zum Anfang raus: Dino, ein Künstler von dem man eigentlich nichts gehört hat und wohl auch im nachhinein nichts mehr hören wird, dachte sich wohl, ich schätze mal Anfang 90er, das man den schönen Song einer Frischzellenkur unterziehen könnte, damit er nachfolgenden Generationen nicht verloren geht und er, Dino, die Aufmerksamkeit bekommt, die er als Künstler seit jeher verdient hat. Und was könnte Videotechnisch besser sein als sich dazu auch noch mit seiner Schmalzlocke auf eine Felsformation zu stellen und den Song zu interpretieren? Eben, nichts. Deswegen hat er es ja auch genauso gemacht. Krieg ich Gänsehaut von. Gruselgänsehaut.

Ich lese ja regelmässig das deutsche Fachblatt für Sprechgesang, die Juice. Gut, neulich hatten wir die erste ernsthafte Krise, die Zeitung und ich, als der Rezensent Lupe Fiasco verrissen hat. Aber die Begründung konnte ich verstehen, ist halt thematisch eher speziell. Also so für Hip Hopper, die es real keepen. Kein Thema für mich. Ich hab ja die Freiheit mich für Raptexte über Nerdscheiss zu begeistern. Das sollte jetzt gar nicht Thema sein: In der Juice auf jeden Fall habe ich, zumindest wissentlich, noch nichts über die Gruppe “Urbanize” gehört oder gelesen. Vielleicht bin ichs auch einfach nur übergangen, keine Ahnunug. Aber diese beiden jungen Herren scheinen ein Album zu haben, oder zu machen oder was weiss ich. Auf jeden Fall haben sie für einen Song die Hook von “Ooh Child” hochgepitcht und zur eigenen Hook gemacht, in einem Lied über Freundschaft. Was so dämlich, bis auf die sentimentale Grundstimmung des Originalsongs, überhaupt nicht zusammenpasst, das man sich ein wenig schämt. Vor allem weil es eine Martin de Vries Produktion ist, den ich als deutschen Popproduzenten wirklich sehr schätze. Der hat zum Beispiel Samajona gemacht, die fand ich super. Wirklich. Sehr stimmige Produktion. Aber das hier, Urbanize, das ist Frevel. Sorry.

Sensible Frauen, die man mit ihrer Gitarre auf der Bühne vergessen hat, machen auch das schönste Lied mit einem Wimpernschlag zunichte. Das schenit zumindest die Botschaft der folgenden Coverversion zu sein. Meine Güte, singt die das affektiert. Mädchen, das ist ein Lied der Hoffnung, du solltest nicht den Weltschmerz vertonen! Schrecklich und sofortiges Coververbot für die Dame. Und zwar von jedem existierenden Lied. Soll sie doch bitte ihren eigenen Scheiss singen. (Und ich bin u.a. bekennender Aimee Mann Fan, aber die hat ja auch Klasse und muss nicht so bescheuert singen)…Stimmenüberschlag - dein Name sei Beth Orton!

Hui, der Artikel wird länger als ich dachte…egal, weiter gehts. Wir haben ja Wochenende, da habt ihr jetzt einiges zu tun…:)

Ich fand Destinys Child irgendwie immer ganz gut. Weiss auch nicht wieso. Originelle Hooks und Produktionen, funktionierten immer gut im Club und hatten dennoch etwas unpeinliches. Fand ich voll in Ordnung. Ich habe mir auch Beyoncés und Kelly Rowlands Soloplatten geholt. Absolut Okaye Discs. Immer ein paar gute Nummern drauf, als Alben aber eher nicht auf “Ewigkeit” konzipiert. Nun habe ich nie das “Vergnügen” gehabt, Destinys Child einmal Live zu erleben und das war und ist vermutlich auch ganz ganz grosses Glück für die Gruppe und auch für mich gewesen, denn ob ich nicht vor Fassungslosigkeit zur Salzsäule erstarrt wäre und den Hallenboden vollgesabbert hätte, wenn ich folgendes dort auf der Bühne hätte miterleben müssen, dafür kann ich nichtmal im nachinein garantieren. Aber etwas ist sehr lustig daran: Ihr habt das Lied ja nun schon einige male gehört, die Gesangsmelodie ist soweit klar. Nun können diese weiblichen Popsternchen aber gar nie nie nie anders, als wild drauflos zu phrasieren, wahrscheinlich damit man aber auch wirklich in JEDEM einzelnen Lied hören soll, wie toll die singen können. Nun singt die junge Dame hier also im Rahmen des Liedes munter die Tonleiter rauf und runter, so dass niemand mehr dem eigentlich bekannten Song so richtig folgen kann, und ruft dann aber noch: “Sing along, if you know it!” Was für eine Chuzpe! Toll!

Japaner dehenn Worte nicht lange. Oder wollen schnell durch ein Lied. Oder haben keine Zeit am Satzende. Oder werden vielleicht gar nicht von folgender Band repräsentiert. Was auch immer es ist, mich macht vor allem dieses “das letzte Wort der Zeile schnell vorziehen” wahnsinnig nervös, aber der Erfolg scheint ihnen recht zu geben. Gilt das jetzt schon als J-Pop?

Sicher auch für ihre Hochzeit buchbar, Harold “Jukebox” Robinson, aber Achtung: Der Mann hats eilig, deswegen sind die Songs schneller…

Babes in Toyland, L7, Hole, meinetwegen auch noch die Breeders, da gabs doch noch so eine Band…der Name fällt mir jetzt nicht mehr ein. Irgendwie fand ich das immer gut, diese Frauen-Punkrock-Bands. Die haben immer so einen ganz komischen eigenen Style, der manchmal sehr nice und hittig wirkt (auch wenn ers vermutlich nicht soll), aber mir hat das immer gefallen. Nie das ganze Werk der Bands, aber einzelne Nummern “jederzeit gerne wieder” (Zitat: E-Bay). So weit, so gut. Aber jetzt wirds wirklich schmerzhaft, kanpp auf der Schwelle zur Körperverletzung. Ich kannte die Gruppe “Nauty Pet” bislang nicht. Aber was ich hier in einem Ausschnitt eines Gigs der Band in L.A. sehe, verdirbt mir auch die Lust, mich weiter mit der Band zu beschäftigen. Das ganze ist sicher als ironischer Seitenhieb zu verstehen, ich finds einfach nur schlecht. So kann, darf und soll man nicht covern. Unter diesen Umständen weigere ich mich Frauen-Punkrock-Beauftragter zu werden.

Mary Wilson war Mitglied einer der drei aller-aller-aller-wichtigsten Soulgruppen, die jemals auf diesem Planeten zu bestaunen waren: Die Supremes. Was für eine Band absoluter Grossartigkeit. Wie toll haben die die Songs umgesetzt, die man ihnen hinwarf. Wie schön haben die gesungen, wie speziell sind die Aufnahmen ihrer Lieder? Ich könnte noch ewig so weiterschwärmen. Eine fantastische Band, fast so gross wie die Beatles. Die liegen nur weiter vorne, weil die ihre Songs selbst geschrieben haben, aber das ist ja eigentlich auch kein wirkliches Kriterium, weil im Pop und in der Liebe ist ja alles erlaubt. Hmm. Aber die Beatles waren emanzipiert. Deswegen muss man die besser finden. Spielt keine Rolle, zurück zu den Supremes:
Diana Ross hat aus dieser Band heraus ihre beeindruckende Solokarriere gestartet und Pop wäre ohne sie deutlich ärmer gewesen und geworden. Das soll aber nicht heissen, das die anderen Supremes deswegen untätig gewesen seien. In zumindest einem Fall kann man sagen: Sie waren es leider nicht. Mary Wilson hat Solo weitergemacht. Auch noch, unschwer überhörbar im nächsten Clip, in der Hochzeit der 80er. Und ausgerechnet dann covert sie “Ooh Child”. Also, Kinnings, jetzt ohne stänkern zu wollen und so und die 80er haben ein paar wirklich grossartige Songs und Künstler hervorgebracht, aber das was hier passiert geht mal so überhaupt gar nicht. Klingt wie ich es mir vorstelle, Instant-Brühe-Pulver roh zu essen. Das ist schmerzhaft.

Am Ende des Tages kann man aber dann doch noch aufatmen. Man hat jetzt viel schlimmes gesehen, aber die Erkenntnis bleibt:

Man kann grossartige Songs nicht zerstören, egal was man versucht.



Knibbelbilder

Ich fand das soooo aufregend als Kind: Da ist also in der Gummidichtung der Colaflaschen jedes mal ein anderes Bild drin. Und man weiss nie welches! Shakin Stevens war dabei. Und Kajagoogoo! Und Men at work! Und Tangerine Dream! Ich fand es einfach herrlich die bunten Bilder aus den Deckeln zu popeln. Und zu sammeln. Wie René schon so richtig bemerkte, rochen die dann so ganz speziell. Nach abgestandener Cola mit ranzigem Gummi. Aber egal. Es wurde geknibbelt.

Meine Schwester veranstaltete eine Party im gerade neu renovierten Partykeller. Klapptische wurden an die Wände gedübelt, in den Ecken hingen Lampen, die geräuschempfindlich die bunten Birnen an und aus machten und einen extra Kühlschrank gab es auch noch für den Feierraum. Dann wurde noch dekoriert mit Luftschlangen und Ballons und es war alles bereit, die Party konnte steigen. Meine Schwester zog sich, zwecks Vorbereitungen, auf ihr Zimmer zurück und ich schlich mich heimlich in den Keller. Den Kühlschrank geöffnet und da lag er vor mir: Der Schatz aus Fort Knox. All die ganzen Cola und Fanta und Sprite Flaschen mit den vielen, vielen bunten Bildchen im Deckel! Und gleich würden sie alle mir gehören! Aufgeregt und mit zittrigen Fingern macht ich mich ans Werk. Gollumstyle. Bloss leise sein, niemand sollte mich erwischen. Und wenn sie dann feststellen, das die Knibbelbilder alle weg sind, dann kann man ja immernoch sagen, das die bestimmt jemand im Laden geklaut hätte. Mein Beutezug begann. Flasche aus dem Kühlschrank nehmen, aufschrauben, Bild rausknibbeln, in die Tasche stecken, Flasche wieder zu drehen und zurück in den Kühlschrank damit. Erstmal alle Flaschen die in der Tür standen bearbeitet, dann noch die restlichen, die in den Fächern lagen. Wie im Wahn schraubte und popelte ich. Bis ich das letzte Bild hatte. Kühlschranktür zu und ab in mein Zimmer, den Schatz begutachten.

Irgendwann empfing meine Schwester dann ihre Gäste. Man freute sich, begrüsste sich und dann ging es in den Keller. Erstmal einen Drink anbieten. Es gab sicher auch Sekt oder dieses Zeug in den bauchigen Flaschen, wie hiess das nochmal? Erstmal gab es aber einen lauten Schrei durch unser Haus, der mindestens bis in mein Kinderzimmer reichte, wenn nicht vielleicht sogar noch bis in das Kinderzimmer von Drew Barrymore. “NIIILZENBURGER!!!!” Ich lag schon im Schlafanzug im Bett, musste jetzt aber nochmal aufstehen und in den Partykeller kommen. Der Kühlschrank stand offen. Unter ihm eine grosse, bräunliche Lache. In ihm ein bräunlicher See, aber so hellbraun, fast bis ins Orange. Mir hatte natürlich jeder erklärt wie man Knibbelbilder rauspult, aber warum die eigentlich in den Flaschen sind, das hatte mir niemand erklärt und somit hat sich nach meiner Aktion im Kühlschrank ein schönes Süppchen gebildet von den dichtungslosen, liegenden Brauseflaschen. Meine Schwester hatte quasi keine Softdrinks mehr im Angebot. Vielleicht wurde es ja deswegen doch noch eine Superparty? Ich weiss es nicht. Aber mit Knibbelbildern war ich danach vorsichtig.

Übrigens: Ich fordere die Firma Coca-Cola hiermit auf wieder einmal eine Auflage Knibbelbilder zu machen. Immer diese doofen Codes im Deckel, das macht doch keinen Spass. Die sind eh zu lang um die abzutippen und deswegen sammelt man die nicht. Aber Knibbelbilder, die sind sowas von 2008! Her damit!



Ein Wochenende später….

Ich habe die Auslieferung vergessen… Ich war/bin euch ja noch ein Lied von Freitag schuldig. Das ist jetzt nicht das geworden, das es werden sollte, aber das, das es werden sollte wird schon noch werden. Stattdessen habe ich einen Beat gebastelt und einen Text drauf gerappt/gesprochen, den ich schon ziemlich lange mit mir rumtrage. Den Song gibt es mittlerweile in 3 Versionen, hier hört ihr die neueste. Ist vermutlich auch der komplexeste Text, den ich jemals geschrieben habe. Da war ich damals in Stuttgart beim Michi zu Besuch und habe im Plattenzimmer geschlafen. Bei den neuen 12″ war auch die von Big Pun dabei, “Still not a Player”. Und auf der B-Seite war eine Instrumental-Version, auf die habe ich den Text dann geschrieben. Hier also die Ausgangsnummer:


[YouTubeDirektIjustFuckALot]

Den Text trug ich dann lange Zeit mit mir rum, bis ich ihn auf dem Demo für eine Soloplatte benutzt habe, die aber nie was wurde. Letztes Jahr habe ich den dann nochmal bei Freunden aufgenommen und jetzt sind wir eben hier, bei dieser Version angekommen. Die mir durchaus zu gefallen weiss. Schön funky und “sapschig”. Verehrte Damen und Herren, viel Spass mit Nilzenburger und seinem Song:

Fans

Das wars erstmal mit der Songwoche. Wer die Songs und alle bisherigen Podcasts nochmal gesammelt bestaunen möchte, der kann das hier tun. Desweiteren warte ich ja jetzt das jemand von euch ein Video zu einem der Songs macht. Oder wir können auch abstimmen: Welcher Song war euer Favorit. Aber dann wirds ja eh LBR, oder?



Wie schreibe ich einen Hit?

Lerne Songwriting! Anhand eines Hits. Mit freundlichen Grüssen.

[YouTubeDirektAbk.]



Der Donnerstagsong in der Songwoche: Die Verurteilung

Dramatischer Titel. Nicer Song. Heute geschrieben und aufgenommen, vor allem für alle, die wollten das ich mal einen Song über mich schreibe…har har har….aber hört selbst, den Smash Ht des Tages (wie immer superknapp noch in den Donnerstag gerutscht), Nilzenburger mit:

Die Verurteilung

Also. Werde ich jetzt morgen, zum grossen Finale, noch einen Song über mich zustande kriegen? Oder kommt etwas ganz anderes? Habe ich schon etwas in der Pipeline? Und wer hat eigentlich Lust mir das Booklet für die Platte zu gestalten, oder wenigstens das Cover? Ideen oder Bewerbungen bitte in die Kommentare. Zum Samstag wird dann alles zusammengestellt.



Der Mittwochsong in der Songwoche: Scheidungsgrund

Har har har! Ihr habt gedacht ich würde es nicht mehr schaffen, was? Aber hier ist er, der Song vom Mittwoch. Ich musste etwas leiser singen, weil meine Tochter schon im Bett ist, aber dadurch hat das sowas Reinhard Mey-iges gekriegt, was ich dann wieder ganz nice und passend fand. Natürlich auch wieder ein Smash Hit. Hier ist Nilzenburger mit dem heute geschriebenen Song:

Scheidungsgrund

Two more to go. Bin gespannt ob ich es schaffe. Habe schon was für Freitag in der Planung. Wird sicher gross. Jetzt brauch ich noch nen Donnerstagssong. Hat jemand was worüber ich singen soll? Nicht das ich es dann täte, aber man weiss ja nie….:)



Liberaler SpamSpam

Klar. Was Virales. Wollen alle machen, die was unters Volk bringen wollen müssen. Die FDP hat es da mit einem Spot versucht, für dessen Hauptrolle sie Sky Dumont verpflichten konnte. Das alleine ist schon ein 10facher Grund das Kreuz so weit weg wie möglich von der FDP zu machen (von sehr sehr vielen anderen Gründen einmal abgesehen). Aber das so ein Spot, den sie unbedingt in Blogs positionieren wollen und sich dabei auch nicht zu doof sind den per Alias an irgendwelche Blogger zu schicken, schnell zum Bumerang werden kann, das haben die jungen Blau-Gelben Freunde wohl nicht bedacht. Oder vielleicht doch? Mache ich mich gerade zum viralen Helfers-Helfer-Deppen? Mir scheissegal, der hier ist auf jeden Fall sauwitzig.


[YouTubeDirektFistingElaine]



Der alte Kater Vernunft

Vernunft ist etwas unbequemes. Etwas das einem Kopfschmerzen bereitet, wovon einem schnell Schlecht werden kann. Andererseits befreit sie einen auch manchmal aus so manch misslicher Lage, erklärt einem die Lächerlichkeit der eigenen Ängste. Aber: Das macht sie selten besser. Im Gegenteil. Man versucht sich selber zur Vernunft zu bringen und scheitert, weil sie einem zu sachlich, zu nüchtern, zu trocken und spröde vorkommt. Die lässt das ungern auf einem sitzen und holt dich dann ein. Und dann steht man da. Der Luftballon mit der Postkarte dran, auf der steht wo man eigentlich hin will fliegt gerade in den grauen Nachmittagshimmel (an dem sich ein scheussliches Gewitter anbahnt…mit Graupelschauer!) und man würde ihm noch gerne länger hinterhersehen. Aber die Vernnunft hat sich schon untergehakt und schleppt einen davon. In das Land der Langeweile. Wo Beziehungen eben nicht plötzlich entstehen. Wo es kein Schloss gibt. Wo sich niemand mehr über einen Walkman freut. Wo die Dinge so sind wie sie sind und schon von vorneherin absolute Chancenlosigkeit signalisieren. Wo du vergessen kannst zu hoffen, das es sich doch nochmal dreht. Und wo du erkennst, das du Dinge von dir erwartest, die du nicht halten kannst. Coole Stärke zu simulieren ist die eine Sache, das Ganze auch durchzuhalten eine ganz andere.

Will sagen: Sie geht mir nicht mehr aus dem Kopf, aber schätzungsweise sollte ich sie da raus bekommen. Also, so Selbstschutzmässig. Die Vorzeichen sind nicht die Allerbesten. Ich manövrier mich aber auch immer zielsicher in die kompliziertesten Geschichten.

Das klingt jetzt deprimierter als ich die letzten Tage geklungen habe. Ich bin auch überrascht. Andererseits gehöre ich ja auch zum geheimen Prokrastinatoren-Zirkel und wir wissen wie man solche Sachen überhört…



Der Dienstagsong in der Songwoche: LBR!

Der helle Wahnsinn. Es ist Songwoche auf dem Weltfrieden und hier kommt, mit etwas Verspätung, der Dienstag-Song. Zugegeben, den Text hatte ich schon im Dezember geschrieben, aber die Aufnahme ist fresh. Am schönsten war aber das ich verschiedene Leute bat, mir 2 Worte aufzunehmen und als Audiofile zu schicken um es in den Song einzubauen, und wenn sie nicht gerade verhindert waren, haben das auch alle gemacht. Keiner hat unentschuldigt gefehlt..:)

Deswegen erstmal ein grosses dickes Danke an (Reihenfolge wie sie auch im Song auftauchen):
Waldi, Johnny, René, Batz, Julie, Malcolm, Klaus, Dr.Sno* und Dartha. Ohne euch wäre der Song nicht geworden, was er jetzt ist…:)

Viel Spass nun mit Nilzenburgers:

L.B.R.

Diesmal sogar als mp3. Wenn euch übrigens der Beat nicht gefällt: Am Ende der Woche gibts eine Abstimmung und dann dürfte zum Wochenende die EP mit allen Wochensongs als kompletter Download bereitstehen. Ihr entscheidet dann ob mit oder ohne Beat.