Angst essen Blog auf

Heute am frühen Abend erreichte mich folgende Mail mit der Überschrift “neue generation”:

hallo nilz,
der xxx sagte heute dass du gesagt hättest dir fiele gerade nichts mehr ein für deinen blog. das tut uns leid. aber wir haben uns beim kaffeechen heute mittag eine lösung ausgedacht. mittels secret identity sind xxx, der xxx und ich bereit einzuspringen:-)

(Namen von mir ge-x-t)

Ich kann mich nicht daran erinnern jemandem gesagt zu haben, mir fiele nichts mehr ein für mein Blog…? Anbei war folgende Zeichnung, ich befürchte gerade eine feindlich/freundliche Übernahmne in Bälde…

8f2b.jpg



Glücklich/Traurig/Glücklich!

Ich finde das das schon eh immer die beste Nummer von denen war. Aber nie war sie so toll wie hier. Es zerreisst mir mein kleines Herzchen, wenn die Monster traurig sind. Wie schön das es ganz anders ausgeht….Passt ausserdem zu Halloween..oder Helloween? Ich meine das Fest, nicht die Band..


[YouTubeDirektStipeMonster]



Schnief.

Machs gut Evelyn. Und Danke für die Nudel.


[SevenloadDirektFräuleinDinke]



Salz, Liebe, Zutzeln.

Weisswürste ausm Karstadt gegessen. Verwundert festgestellt, daß sie nach nichts schmecken. Andere probieren lassen, aber soviel man auch rumprobierte und versuchte: Sie schmeckten nach nichts. Gemeinsam beschlossen, daß da wohl der Metzger, oder wer auch immer dafür verantwortlich ist, vergessen hat zu würzen. Wenn man jetzt von, zum Beispiel, versalzener Suppe sagt, daß da der Koch wohl verliebt sei, sagt man dann bei untersalzenen Gerichten, daß da der Metzger wohl gerade in Scheidung lebt? Ich hoffe nicht, für den Kerl. Wär doch schade.



Copy me.

Ich denke da viel drüber nach in letzter Zeit. Im Prinzip gibt es, aus küntlerischer Sicht, perfekte Medien, wie zum Beispiel das Buch oder eine Leinwand. Denn, mal ehrlich, ein Buch ist zwar physisch kopierbar, wegen der i.d.R. hohen Seitenzahl aber unpraktisch und es ist auch digital kopierbar, aber es macht eben keinen Spass ein Buch am Rechner zu lesen. Deswegen ist das Buch an sich gefeit vor dem vermeintlichen Tauschbörsenhorror.

Genauso ist es mit dem Bild resp. der Skulptur. Man kann das kopieren, fotografieren, man kann Kopien im Massstab 1:1 über seine Couch hängen, man kann die Kopie sogar rahmen lassen…allein: Den Zauber des Originalbildes in der Wohnung wird man dadurch niemals bekommen. Immer nur einen Teil dessen. Deswegen handelt es sich hier auch um ein unkopierbares Medium.

Bei Musik und Film sieht das ganze wieder anders aus. Gut, selbst bei Filmen muss man wohl Abstriche machen, in der Qualität, auf seinem Computermonitor ein verpixeltes Bild sehen, am besten noch mit indischen Köpfen im Vordergrund die gerade im Kino sitzen, sind keine Seltenheit und ich frage mich oft genug, wie Leute das aushalten können einen kompletten Film in dieser Art zu sehen. Aber die Menschen sind wohl inhaltsgetrieben, sobald die auch nur ansatzweise Jude Law oder Harry Potter erkennen können, ist ihnen der Rest wohl egal. Das muss man nicht verurteilen, das muss man nur verstehen. Ich bin da anders, aber ich bin auch kein HD-Fetischist. Ich möchte nur klar und deutlich sehen um was es geht. Und wenn das ganze dann noch Überlebensgross im Kino passiert, dann bin ich glücklich.

Bei Musik wird es wirklich kompliziert. Die Nerds diskutieren über Bitraten, aber den Leuten ist das egal. Niemand hat das Supergehör und hört ernsthafte Qualitätsunterschiede zu einem komprimierten, meinetwegen ab 160 aufwärts, Song und einem von CD. Sprich: Die mp3-Kopie eines Liedes ist die perfekte Kopie. Hier hat man das Kunstwerk, in seiner Originalversion ganz schnell vor sich liegen. zwar in seiner reinsten und ursten Form. In der Essenz künstlerischen Outputs eines Musikers. Eigentlich ist ein mp3-File das perfekte Medium für Musik. Wenn man sie ihrer selbt wegen macht. Denn hier kann nichts ablenken, kein noch so schönes Artwork beschönigen, kein Bonussticker oder Booklet die Meinung beeinflussen. Wer glaubt das seine Musik wichtig sei und unübertroffen, der soll sie nur als Files verbreiten. Radiohead bieten ja noch eine Box an (mit Bonusmaterial..;)) und die CD soll wohl auch regulär in den Handel, im Januar oder so. Plattenfirmen argumentieren damit, das jede Kopie eines Songs ein entgangener CD-Verkauf wäre. Wenn vor dem Filesharing die Leute wirklich so viele CDs gekauft hätten, dann würde die komplette Plattenindustrie wohl jetzt in komplett vergoldeten Schlösser wohnen, mit riesen Schatzkammern und nicht wissen wohin mit der Kohle. Und froh sein das sie erstmal nix einnehmen. Deswegen Plattenfirma, mal bitte ruhig sein. Um euch geht es hier und heute nicht. Ich sehe ein ganz anderes Problem bei der unkomplizierten Reproduzierbarkeit von Musik:

Sie wird beliebig. Ich habe viele Leute getroffen, die mir erzählt haben von ihren 500 GB Platten voller Musik. Die mir stolz erzählten von 100.000 Songs, auf die sie immer Zugriff hätten. Ich frage dann eigentlich am liebsten: “Und wann willst du das alles hören?”. Damit ernte ich verwunderte Gesichter. Es geht nicht darum, die Musik hören zu können. Es geht darum sie zu besitzen, bzw. die Möglichkeit zu wissen das man sie hören könnte, wenn man denn nur wollte. Wozu man nie kommt, weil man eh immer nur die 3 gleichen Platten hört, aber man will es ja, für den Fall der Fälle, können können. Und das erschrickt mich. Wie gesagt, haltet mich da raus, ich bin da noch ganz altmodisch mit CD und was in der Hand halten wollen und so. Ich zähle da nicht. Und ich verteufel keinen Kopierer, keine Tauschbörse, keinen Download, nix. Aber ich würde mir einen bewussten Umgang mit Files wünschen. Leute, was ihr euch da runterladet, das hat mal jemand gemacht. Und da hat er hoffentlich auch Herzblut reingesteckt. Deswegen: Geht bitte gut damit um und holt es euch nicht um es nur zu archivieren. Kunst will atmen.

Amen.

[Artikel natürlich inspiriert von René, von wem auch sonst:)]





Verschiedene Arbeitsbereiche und ihre Definition von Zeit

Der Fliesenleger flickt das Loch unter der Duschwanne. Das Loch selbst ist beseitigt, jetzt muss die Spachtelmasse anziehen. Wann er denn zum fliesen kommen kann?

Er: “Kann ich heut Nachmittag kommen?”
Ich: “Ja klar, ich muss noch kurz zur Schule..hmm…also so gegen 15:30 Uhr?”
Er: “Ouh, das ist aber spät.”

Für mich war das mein Leben lang “früher Nachmittag”. Jetzt gerät mein Weltbild aus den Fugen. Dabei hat er noch gar nicht mi



Geständnisse eines Dinner DJs

Der Sohn der seine Eltern aus dem Sauerland, ins schickste Restaurant der Grossstadt führt. Oder ins hippste, je nachdem. Die Mutter hat sich extra schick gemacht. Der Vater findets gemütlich. Der Mutter scheint es etwas zu laut zu sein. So hat sie sich das nicht vorgestellt, sie hat wohl mit einem kleineren, intimeren Laden gerechnet. Der Kellnerin fällt eine Gabel vom Teller und die Mutter rümpft die Nase. Der Vater findets immernoch gemütlich. Der Sohn scheint sich zu freuen, seine Eltern so deplatziert zu haben. Der Dinner DJ spielt das Lovetheme from King Kong. Von Barry White.

Der Dinner DJ, das bin ja ich! Die Leute haben Hunger, denen ist die Musik egal. Deswegen ist es einfach der Dinner DJ zu sein, aber auch erniedrigend. Ähnlich wie Hochzeits DJ. Da muss man von Rihanna über Robbie Williams bis Wolle Petry alles dabei haben. Es gibt 3! elementare Fehler, die ein Hochzeits DJ machen kann:

1.) KEIN Wolle Petry dabei haben.
2.) Die Charts nicht dabei haben.
3.) KEIN Wolle Petry dabei haben.

Verdammt nochmal, Hochzeiten sind Generationenfeste, so bring your Charts! Or go home. Und spiel NIE (in Worten: NIE) eine CD, die dir jemand in die Hand drückt. Dann hast du verloren. Den wirst du nicht mehr los. “Spiel auch noch die Nummer 8!”

Ich sitze am Mischpult und habe Zeit genug zu schreiben. Geliebte 70er, geliebte Discozeit. Songs ab 7 Minuten aufwärts. DiscoDinnerDJ. Triple D! Yeah Baby! Chicagos “Street Player” geht immer. Ich habe an diesem Abend 8 Falcos gesehen. Die meisten Menschen schwören auf Astra, sagt mir die Bedienung als sie mir ein Carlsberg bringt. Und ich merke: Die Menschen sind noch nicht bereit für Curtis Stigers. I wonder why?

Der Vater hat gezahlt. Cash. Die Mutter ist froh, wenn sie hier raus ist. Sie schüttelt den Kopf. Für eine Sekunde blickt die Mutter mir noch streng in die Augen, als sie gehen. Vorwurfsvoll. Ihr Gesicht sieht aus wie die verhärmte Version von Billy Idol. Und ich dachte immer DER sähe verhärmt aus…Die hübsche Bedienung lächelt mich an, bringt mir noch ein Bier. Entwarnung. Jetzt wird wieder alles gut…





Was raus muss, muss raus.

Endlich wiedergefunden. Und ich rätsel jahrelang, in welchem Video das mit dem Solo im Wasser war, und dachte immer: “Entweder Don´t cry oder November Rain ” und dann war es Estranged !

[YouTubeDirektLiveInMünchen]

Die Livesachen sind doch in München, oder?