Grusel Wusel

Halloween! Ich habe heute alle Hände voll zu tun mit Vorbereitungen für den abendlichen Gruselspass. Es wird eine Überraschung geben, die einen von Münchens beliebtesten Bloggern beinhaltet und ihr werdet Morgen davon profotiern können. In der Zwischenzeit könnt ihr mein Shopgirlreview bei den Filmfreunden lesen, wenn ihr mal wieder etwas über die Liebe lernen wollt. Quasi. Bis dann!



Der Schorsch, der Roman und ich

Am Freitag sagte er zu mir: “Wir gehen am Montag zum George Michael Konzert.” Ich sagte: “Du spinnst.”

Am Samstag sagte er zu mir: “Montag gehen wir auf jeden Fall zum Konzert.” Ich sagte: “Nee..also echt nicht..obwohl…lustig wärs wahrscheinlich schon…Da könnten wir ja von da nen Vlog machen!”

Am Sonntag sagte ich zu ihm: “Hehehe, morgen gehen wir aufs George Michael Konzert.” Er sagte: “Ne, geht nicht, die Karten hat jetzt doch die Sekretärin bekommen, ihr Mann ist so ein Fan.”

George, wenn du das hier liest, mach doch mal Gästeliste klar. Hast doch da bestimmt Kontingent und heute ist ja eh nicht ausverkauft. Aber sag früh genug Bescheid! Nummer haste ja.



Keine Angst…

Es gab ja anscheinend Verwirrung über den Mädchenpost. Das war aber nur ein Songtext. Ins Deutsche übersetzt. Mir spukte der Song den ganzen Tag im Kopf rum…wisst ihr von welcher Band? Bin ich ja jetzt mal gespannt.



Scham auf mich.

Ich war ziemlich aufgeregt. Habe erst den halben Tag im ICE nach München verbracht. Dabei auch noch die ganze Zeit im Raucherabteil. Ich weiss auch nicht, warum ich mich da immer rein setze. Ich bin ja gerne Raucher. Ich rauche wohl auch relativ viel, aber in diesen Vakuumversiegelten Abteilen vergeht es mir jedes Mal. Wenn man da einmal tief Luft holt hat man ja schon gefühlte 28 Stangen Ernte inhaliert. Die cleveren Raucher sitzen ja immer im Nichtraucher und gehen dann mal schnell für ne Kippe rüber. Aber das nervt mich irgendwie auch. Gemütlichkeit also.

Noch vor Lesungsbeginn kam ich im Literaturhaus an. Alle sassen gemütlich beieinander, es wurde noch ein schneller Drink genommen, dann ging es auch schon los. Ab auf die Bühne. Der Ablauf war etwas verwirrend, am Anfang sollte man einen Zwei-Minuten-Text lesen, um irgendwie die “schnelligkeit” von Blogs zu vermitteln, danach hatte jeder dann 10 Minuten zur freien Gestaltung.

Markus von Netzpolitik referierte frei über die Problematik von DRM, Copyright, Urheberrechte und “Aktion Direkt” - Aktionen des CCC. Ich fands interessant, es wäre sicher auch ein guter Ausgangspunkt für Diskussionen gewesen, aber der Blick ins Publikum liess hauptsächlich Quadratkilometergrosse Fragezeichen über den meisten Köpfen sehen. Schade.

Walter, Yet another Indie Disco, las erst einen Jeans Team Text und kam dann zu Deichkind, woraufhin er auch deren aktuellstes Video zeigte (um das es in seinem Text auch ging). Ich fands geil, das Video so wie auch den Text davor, merkwürdigerweise wollten aber auch hier die Fragezeichen nicht verschwinden. Ich fands aber vor allem cool, weil es Walter so gefiel, denen diesen Clip um die Ohren zu hauen. So funktioniert Musikfandom: Ich bring euch jetzt mal was bei. Gross.

Rose las einen Text von einem ihrer berüchtigten Wochenenden (also, nur zur Erklärung: fast alle ihre Texte behandeln immer das zurückliegende Wochenende). Da geht es drunter und drüber, da werden Lautsprecher geschrottet, da werden neue Philosophien erdacht, Leute kommen und gehen, kurz: Ein Wochenende eben. Wenn die Zeit ganz anders läuft als sonst. So eliptisch oder so. Kommt mir zumindest immer so vor..Die Tage ziehen sich gaaaaaaaanz lang und die Nächte scheinen einem viel zu kurz.

Die Jackpotter Piwi, Nico und Guido lasen zum Teil auch aus der Printversion ihres Fanzines. Eine Art Konzertreviews ohne die störenden Musikbesprechungen. Oder über das treffen von Frauen, die einen umhauen. Was ja eigentlich eh das wichtigste von allem ist. Ich fand auch gut das alle drei da waren. Auch wenn ich immernoch etwas verwirrt bin, ob der verschiedenen Wohnorte, das hab ich irgendwie den ganzen Abend nicht auf die Reihe bekommen. Ich glaube aber es ist so: Zwei wohnen in Berlin, einer in Leipzig, oder?

Ein interessantes Feature des Abends sollte sich all absolute Bereicherung herausstellen: Dr. Eckhard Schumacher, Lehrbeauftragter für Germanistik an der LMU in München. Er war dazu da, jedes Blog nach “Literaturmassstäben”, was auch immer das sein könnte, zu bewerten. Und er hatte wirklich zu jedem Blog eine so fundierte Meinung das man merkte, das er nicht nur per Anwesenheitspflicht vor Ort war, um sein Gehalt für den Abend nach Hause tragen zu können (was jetzt einfach eine Unterstellung von mir ist: ich weiss gar nicht ob er Geld dafür bekommen hat), sondern das er sich wirklich “in die Materie eingelesen” (Zitat: Dr. Sno) hat. Das hat Spass gemacht, sein eigenes Geschreibsel mal so professionell kommentiert zu hören. Ausserdem hatte der Bielefelder einen schön trockenen Humor und lockerte so den ganzen Abend etwas auf. Very nice.

Ich für meinen Teil war zufrieden mit mir. Die Leute haben gelacht und meine innere Entertainersau hat wieder gesiegt und Überhand genommen. Im Nachhinein finde ich es etwas doof und kurzsichtig von mir, nur “lustige” Texte gelesen zu haben, manch einer könnte den Eindruck gewonnen haben, ich schreibe immer nur um auf eine Pointe zu kommen. Andererseits: Hey, 10 Minuten an einem Abend mit 4 anderen Bloggern? Das ist vielleicht nicht der Rahmen um auf die Vielschichtigkeit des eigenen Charakters hinzuweisen. Ich freu mich auf jeden Fall, wenn sich jemand der Anwesenden hierher verirrt hat.

Interessant war der Kommentar des Literaturwissenschaftlers: Es hätte sich an dem Abend bewahrheitet, was er schon ahnte als er meinen Blog las: Von mir vorgelesen seien die Texte weitaus lustiger. Ausserdem wäre es komisch hier die Kommentare zu lesen, weil wir so etwas wie eine “eingeschworene Familie” seien, man habe das Gefühl als Aussenstehender hier den Einblick in einen Freundeskreis zu bekommen. Ging euch das auch so bevor ihr das erste Mal kommentiert habt? Auf jeden Fall sind dadurch 2 Ideen in meinem Kopf geboren:

1. Vor meiner nächsten Lesung, so ich denn noch mal eine halten sollte, könnt ihr über die Texte abstimmen. Toll, oder?
2. Ich habe überlegt eine Podcastwoche zu machen, in der ich jeden Tag einen meiner Texte in vorgelesener Version hier rein stelle…was meint ihr?

So, das war ne Menge Info, mir hats auf jeden Fall einen Heidenspass gemacht und ich hab mich gefreut die anderen, durch die Bank weg äusserst sympathischen, Blogstipendiaten einmal kennen zu lernen. Das können wir ab jetzt von mir aus wöchentlich machen..Ach so: Wirklich übertrieben war der Eintrittspreis: 8 Euro sind dann doch etwas happig für ein Experiment. Aber dann machen wir demnächst halt einfach eine Lesung im Priveé, Eintritt frei und jeder der im Literaturhaus war (wie auch immer man das beweisen können soll…ich geh da jetzt einfach mal von Ehrlichkeit aus) kriegt ein Bier oder so. Deal?

Ach so: Scham auf mich heisst dieser Artikel, weil es woanders hiess, das ich mich für einen grossen Poeten hielt, obwohl sich in meinen Geschichten immer nur meine Mitmenschen zum Affen machen und ich als grosser Held von dannen ziehe. Aua.



Wenn ich ein Mädchen wär…

…und wenn ich deine beste Freundin wäre, dann könnte ich mit dir unter der Dusche stehen und dich ausziehen. Und einreiben, bis wir beide wieder Babypuderfrisch sind.

Wenn ich ein Mädchen wär, und wenn ich deine Mutter wäre, dann sässe ich zu Hause bei deinem Vater und redete mit ihm, das es nicht Fair ist; das dir NICHT alles egal ist und das es reicht wenn du erst wieder um eins zu Hause bist.

Wenn ich ein cooles und verrücktes, atemberaubendes, wundervolles Mädchen wär.



Erwachsen

Habe heute das erste Mal richtig verhandelt. Und ich glaub ich war ganz gut. So ist das also mit 30…



Rocker der Nation

Ich komme ja von der Gitarre. Das sagt man so, wenn man gefragt wird welche Musik einen in der Pubertät geprägt hat. Bei mir war es Punkrock, dadurch ein wenig Rock und Metal und durch den Judgement Night Soundtrack damals kam dann auch noch Hip Hop dazu. Heute höre ich alles ausser Reggae. Nun ja. Jetzt geht es aber um einen Wettbewerb, und der sieht so aus:

Viele Menschen aus der Gitarrenfraktion stecken in einer schrecklichen Zwickmühle: MC Winkel, Nilzenburger und BAS sind gute Jungs, aber die Musik ist ihnen zu weich. Weil wir auch ein Herz für Stromgitarrenmenschen mit Geschmack haben, folgender Deal: Ihr nehmt uns ein Instrumental auf (Intro, Strophe, Ref, Strophe, Ref., Strophe, Ref, Ref - alles 98 bpm, also am Besten mit Clicktrack aufnehmen!) und sollten da mehrere ankommen nehmen wir das welches uns am besten gefällt und am derbsten rockt. Dann basteln die Jungs in Kiel einen Rockremix der “Retter” und ihr kommt als Belohnung mit auf die CD (als Special Feature) und kriegt sogar noch nen T-Shirt aus der exklusiven Retter-der-Nation-Kollektion. Na, ist das nichts? Jetzt zeigt uns mal wie man Linkin Park in die Tasche steckt, wir sind gespannt.
Lets Rock.



Nachbeben

Wow. Ich bin baff. Klar haben wir mit nem Buzz gerechnet, aber was hier gerade los ist übersteigt wohl, gelinde gesagt, unsere Erwartungen bei weitem. Sehr schön. Werde ich auf meine alten Tage wohl doch noch eine Karriere als Original Gangsta anstreben. Ich müsste vielleicht noch lernen wie das geht, aber hey: Wie schwer kann das sein?

“Hey du! Ich schlafe mit der Dame die dich ausgetragen hat!” So? Kommt schon heftig rüber, oder? Oder so: “Ja, was ist oben? Ich möchte mehr Glänz-Glänz, Flihittchääään.” Starker Tobak, was? “Spanne und löse die Muskeln die für die Traktion deines Gesässes verantwortlich sind, Dame aus dem horizontalen Gewerbe!” Einer atemberaubenden Karriere im Sprechgesangsgeschäft steht nichts mehr im Wege, das Vokabular habe ich schon voll drauf.

Im Rahmen der diversen Kommentare und Trackbacks, hier und anderswo, kamen einige Fragen auf, die keine sind. Hier die Antworten, welche nie welche waren:
- Mein Rythmusgrfühl ist sogar sehr ausgeprägt, ich wäre ja sonst nicht einmal im Stande mit einer Dame intim zu werden. Da ich aber meinen Part “leer”, also ohne Beat, nach Kiel mailte, kann es zu minimalsten Verschiebungen gekommen sein, welche sich nach Flowproblemen anhören. Ich bitte dies zu berücksichtigen.
- Einen Vergleich mit den frühen Fanta 4 finde ich schmeichelhaft, auch mit Deichkind in einem Comment erwähnt zu werden ehrt mich. Unpassend halte ich hingegen Vergleiche mit Andreas Elsholz oder Take that (ausser ich bin Robbie, aber dann sagen alle MC soll Robbie sein und ich muss dann Gary sein, der ich aber nicht sein will, weswegen wir den Vergleich lieber gleich hinten anstellen).
- Auch wenn ihr den Song noch nicht bekommen könnt, die Shirts gibts schon, und zwar hier.
- Am allermeisten würde ich persönlich mich über eine Vinylpressung freuen, wenn ihr also wisst wer wie wo sowas macht, vielleicht sogar für Umme, dann würdet ihr mich zu einem sehr sehr glücklichen 30jährigen Rapper machen.
- Bevor die ersten Battleanfragen kommen: Freestyle ist nicht mein Business.
- Wer mich mal in Farbe viel zu langsam reden hören will, der sollte am Freitag hier auftauchen. Ich weiss, schwere Entscheidung: Entweder am Freitag in München rocken, oder am Samstag mit dem MC Karaoke in Frankfurt, aber hey: Niemand hat gesagt das es leicht werden würde.

Themen die jetzt nicht angesprochen wurden, aber auf der To-Do-Liste stehen:
- London
- Elternabend
- Städte ohne Wasser



Retter der Nation

Meine sehr verehrten Damen und Herren, es ist soweit. Das brandneue Video von Büro am Strand feat. MC Winkel und Nilzenburger ist online!

Wir hoffen, dass Euch unser Video gefällt. Die Single wird es in der kommenden Woche dann zum Download geben! ‘Schnappi’ hat es geschafft. Und bezüglich des Erfolges der ‘Group Tekkan’ waren wir Blogger ja auch nicht ganz unschuldig. Wir fragten uns, warum man sowas nicht vielleicht einmal mit einem ordentlichen Stück schaffen sollte?! So gesehen sind wir natürlich über jeden Support dankbar, den Code zum etwaigen Einbetten in Eure Blogs gibt’s wie immer direkt bei Youtube (s.o.).

“Lehnt Euch zurück, genießt die Show und dieses Werk, checkt den Flow von MC Winkel, BAS und Bokelberg”
(aus “Retter der Nation”)



Cleverle gesucht

Wir laufen in London ueber die Themse Richtung Modern Tate und fragen uns: Gibt es eine Grossstadt ohne Fluss resp. Meeranbindung?

 Jetzt seid ihr dran…