Zock on!

Ich weiss auch nicht woher das kommt. Wirklich nicht. Ist es frühkindliche Prägung, ist es spätpubertäre Trotzreaktion oder erwachsener Post-Infantilismus. Aber ich steh auf Spielzeug. Echt. Klamotten, da tun es Shirts, ich habe ein paar Lieblinge, einfache Hosen und vielleicht 2mal im Jahr zu HundM und ein bischen was geholt (ich hasse z.B. Hosenkauf…sooo nervig), wiedersehen, danke schön. Aber stell mich mal in einem Kaufhaus nach Wahl in die Spielzeugabteilung oder, noch besser, direkt in einen Toys r us. Du kriegst mich nicht mehr raus. Da gibt es aber auch zu geile Sachen. Riesen Spongebobfiguren, geile Matchbox Autos, Comic-Action-Figuren, Videospiele, coole Gesellschaftsspiele (schon mal jemand “Star Wars Monopoly” gespielt…?), viel kleinen Schnick Schnack wie Slimy oder so was. Da könnte ich regelmässig durchdrehen.

Jetzt verschont mich mit “das Kind im Manne” - Geschiese, Spielzeug ist doch auch aus erwachsener Sicht durchaus faszinierend. Oder etwa nicht? Meine kleine Tochter steht natürlich hauptsächlich auf Dinge die rosa eingepackt sind. Das macht die Auswahl manchmal etwas langweilig, sie stützt sich nämlich nur auf drei Säulen: Barbie, Polly Pocket und My little Pony, welches aber gerade abgelöst wird durch Disney Prinzessin. Wobei ich das Gefühl habe das die Disney Prinzessin sich auch auf dem absteigenden Ast befindet und sie abgelöst wird durch den Neueinsteiger Prinzessin Lilifee. Das muss man alles weder kennen noch verstehen, man muss als Basisinfo einfach nur wissen: Das ist alles rosa.

Ich habe es eine Zeit lang geschafft etwas von ihrem Interessenkuchen abzuschneiden und auf Spongebob zu fixieren, dadurch hatte man mal gelbe Akzente in der Rosaflut, die sogar der Papa sehr lustig fand, aber die Begeisterung ist leider auch abgeebbt. Momentan könnte sich ein wenig Blau ins Zimmer verirren, wegen Sally, dem Mädchenauto aus “Cars”. Immerhin nicht rosa.

Ob rosa oder nicht: Die Kleine hat in mir einen guten Verbündeten, ich steh auf Plastik. Ich finds aufregend das man mit den Pfoten der My little Ponys die ganzen Schmuckschränkchen und so öffnen kann, denn in den Pfoten ist ein kleiner Magnet. Find ich schonmal wahnsinnig genial und kann ganze Nachmittage mit “Schränkchen auf, Schränkchen zu” verbringen. Ich habe ja früher mit He-Man gespielt, ich hatte Castle Greyskull, die Burg von Skeletor und habe konsequent jegliche Wilde Horde-Figuren ignoriert. Toll fand ich auch das bei Orko, dem kleinen Zauberer, ein Zaubertrick mitgeliefert wurde. Auch wenn der bei mir nie funktioniert hat. Ich hatte sogar einen Spezial-He-Man, den es eine zeitlang in Deutschland gar nicht gab, der trug einen Panzer vor der Brust auf dem das Schwert echte Schäden hinterliess! Das war der Hammer. Ähnliches Prinzip wie die ersten Crash-Hot-Wheels, da hatte ich genau einen von. Habe damit aber immer und immer wieder gespielt, ein Auto wo man in der Seite eine Delle reinfahren konnte und diese wieder zurückdrehen. Das war cool.

Und heute? Heute spiele ich Konsolenspiele ohne Ende und bin froh wenn ich mir das Spongebobcomic kaufen kann, um es dann nach dem lesen meiner Tochter zu überlassen. Wer weiss….vielleicht krieg ich das Zimmer ja auch wieder ein bischen gelber…



I like to move it, move it.

Ich war zuletzt in Bremen. Und da fiel mir etwas auf: Die Bremer Mächen waren alle sehr schön anzusehen. Wirklich. Sehr elegante Ladies, sexy Style aber nicht aufdringlich. Eher so eine zurückhaltende Eleganz. Die einen natürlich extrem anturnt. Und eben eine besonders hohe Dichte von Frauen mit solch einem Stil in dem Stadtstaat. So weit, so gut.

Aber wenn dann mal eine dieser Damen auf die Tanzfläche ging, wenn sie ein Lied erkannten welches sie mochten und sie begannen sich dazu zu bewegen, wenn diese Frauen in diesem Laden in dem ich war, meinten sie müssten sich als Funkemariechen profilieren, dann bröckelte der Putz. Selten habe ich solch eine gehäuft auftretende Diskrepanz zwischen Wirklichkeit/Outfit und Anspruch/Tanz gesehen. Als wenn sich sämtliche xx-Chromosomen von der Stadt mit dem Becks abgesprochen hätten, ihren Wirtinnen jegliche Fähigkeit einen Rythmus als solchen zu erkennen und ihm zu folgen abzusprechen. Bewegungslegasthenie wäre da wohl noch der schmeichelhafteste Ausdruck. Und das tat weh. So schöne Frauen, so wenig Kontrolle (über den eigenen Körper). Das erinnert ein wenig an die Friends-Folge in der Phoebe Rachel ihre Art zu joggen zeigt - und wie ein Volldepp durch den Central Park rennt.

Dabei halte ich es für eine der wichtigsten Tatsachen, WIE eine Frau tanzt. Ihre Moves zu beobachten stellt gelichzeitig die Weichen auf den weiteren Verlauf des Abends: Ist sie interessant oder hält man die Fähigkeiten in Eurythmie (”Ich tanze meinen Namen.”) doch eher für hinderlich. Zumindest bei den Dingen um die es eben geht, wenn man eine Frau an einem Abend im Club anquatscht, nachdem man wie ein Frühpensionär an seinem Dortmunder Parterrefenster jeden Morgen, das Objekt der Begierde den ganzen Abend wie besessen auf der Tanzfläche beobachtet hat. Ein vielstrapaziertes Beispiel ist hier der Unfall bei dem man weggucken will, aber nicht kann.

Sicher hinkt der Vergleich, direkt vom tänzerischen aufs erotische zu schliessen. Aber Tanz sagt ja eine Menge aus über Körperbewusstsein. Ich bin sicher nicht Travolta, aber ich weiss zu jedem Zeitpunkt on the Dancefloor, wo meine Arme landen, wenn ich sie mal hochgeworfen habe. Und mindestens das kann ich doch von meiner Gegenüber auch verlangen, oder?

Ums kurz zu machen: Es gibt einen Weg, der uns alle rettet. Die die es nicht können, die die es nicht sehen wollen und die die von allem nichts mitbekommen haben. Einen Tanz, den jeder kann. Eine Aufforderung um das Elend in unseren Clubs zu beenden:

Tanzt mehr Blues*!

*) Kleine Anmerkung: In vielen Landstrichen wird der “Blues” auch “Schieber” oder “Stehblues” genannt.



Just be cute…

Ich dreh durch. Gott kam auf die Erde und drehte einen Werbespot. Ich trinke ab heute nur noch Orangensaft.

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Zur Kenntnisnahme

Das offizielle Presseinfo der Rots. (Wer von uns hat das nochmal geschrieben?)



Liebe in den 80ern.

Ich weiss nicht wie es euch geht, aber ich denke: Sein erstes Playmate vergisst man nie.
Sie ist die erste Frau die einen Ernst nimmt, die einen an die Hand nimmt und sagt: Hey, du bist jung, du merkst gerade erst was du mit dir anstellen kannst, lass mich dir dabei doch ein bischen helfen..

Ich wusste recht schnell und sehr genau wo mein Bruder seine Playboyhefte hatte. Er hat sie auch nicht sonderlich versteckt. Sie standen in den Ikea-Zeitungsordnern, und zwar in dem, in dem auch die U-Comix waren und die Schwer Metall Hefte. Und dazwischen 3 oder 4 Playboyhefte und eine Penthouse. In der Penthouse war eine Fotostrecke mit mehreren Leuten im Stile der französischen Revolution gekleidet, die im Schatten der Guillotine oder so ihre revolutionslüsternen Körper erforschten. Fand ich schon nicht schlecht, war ich aber ausgeschlossen, die waren ja mit sich beschäftigt. Aber die Dame in dem Playboy…die guckte mich an. Aufreizend, wunderschöner blasser Körper, Schlafzimmerblick, rote Haare, stilvoll “gekleidet”. Als ich vor Jahren einem Kumpel zum Geburtstag ein Playboybuch mit allen Playmates schenkte, fand ich sie sofort wieder. Und sofort war auch wieder dieses Gefühl da. Sie rief mich zu sich. Hielt mich fest in ihrem Bann. Ich konnte nicht wegucken, da ich aber in geselliger Runde sass, gab ich das Buch schnell weiter. Ich konnte ihrem Blick nicht stand halten.

Mein Güte Nilzenburger, das war dich nur ein Foto!
Für euch vielleicht. Als ich gerade das alte Centerfold im Netz fand, bekam ich schon wieder zittrige Hände…
Jungs aus denen Männer wurden verstehen was ich meine wenn ich sage: Laura war meine erste Liebe. Und, hey: Heute sieht sie immernoch gut aus…

Artikel inspired by the best Comic Book in the world (welches ich vor kurzem mal wieder las) und by Verena.



Paris 1

Französinnen sind schön. Wahrscheinlich vor allem Pariserinnen. Aber auch Paristouristinnen. Eine Stadt mit sehr vielen, sehr hübschen Mädchen. Und mit eleganten Frauen. Und mit sehr vielen Typen, die eher ein bischen Flötengesichtmässig rüber kommen. Oder so komisch Existenzialistenstyle. Obwohl ich das wiederum, ich gebs ja zu, ganz cool finde. Also auf den Strassen von Paris. Auf dem Kölner Ring, oder der Leopoldstrasse oder dem Kudamm wäre es wohl etwas zu aufgesetzt und lepsch (Als es einmal darum ging einem Nichtkölner den Begriff “lepsch” zu erklären, merkten wir schnell wie wir in Erklärungsnot gerieten. Jeder hatte eine andere Definition des Wortes. Mit anderen Bedeutungsnuancen. Manchmal auch mit komplett anderen Bedeutungen. Die nichtkölsche Person wurde zusehends verwirrter. Irgendwann nahm sich mein Bruder ein Herz. Wir sassen alle schon lange zusammen, es war Karnevalszeit, wir tranken viel Bier. Und in diesem Moment schiebt sich mein Bruder nach vorne, guckt dem Ratlosen fest in die Augen und sagt mit zusammengerissener Sicherheit: “Lepsch ist ein kontextsensitives Adjektiv.” Wenn jemand betrunken solch einen Satz formuliert, da verstummt alles. Selbst die zu Boden fallende Stecknadel…), aber in Paris, da gefällt einem das, da kauft man das den Leuten ab. Wenn ich da wohnen würde, ich würde wohl auch nur mit einem schwarzen Rollkragenpullover rumlaufen. Und Rotwein trinken. Oder so. Worauf ich aber hinaus will: Wahre Liebe findet man nur, wenn man tief gräbt. Sehr tief. So wie hier:

parisnilzklein1.jpg

Sollte ich “sie” wirklich gefunden haben…?



Teaser

War zwei Tage in Paris. Später mehr…



Mein erstes Mal

…in diesem Jahr. Hier der Beweis:

wiesn.jpg



Invitationtrouble

Jetzt gehts los. Noch einen Monat. Da denkt man sich doch, hm, denkt man sich, es wäre wohl höchste Zeit einmal Einladungen für die fette, fette Party zu verschicken. Aber wie das so ist mit Einladungen: Was soll da drauf? Ich habe schon viele Geburtstagseinladungen per Email bekommen und fand keine davon ausserordentlich originell. Das soll ja jetzt nicht so Herrenabendlustig werden, so

“Ich werde 30, bitte kommt um mir über die Strasse zu helfen.”
Andererseits möchte ich das ganze auch nicht zu niedlich/mitleiderregend gestalten. Das liest man ja leider auch viel zu oft. In etwa so:

“Ach ja. Jetzt hats mich auch erwischt. 3 mal 10 Jahre sind rum. Das möchte ich gerne mit euch feiern.”

Auch irgendwie doof. Und wenns superkryptisch wird, so wie man manchmal Emailkontakte hat, dann bringts auch nix:

“Es ist keine Sonnenuhr…aber gepunktete Klamotten werden sicher nicht wiederkommen..kommst du?”

Vollquatsch. Man kann es auch kurz und knapp halten und hoffen das da jeder was mit anfangen kann:

“Ich werde 30. Komm doch. Gibt Getränke und Musik (Live!). Bitte Geschenk nicht vergessen.”

Wenn ich so eine Einladung bekäme, würde ich fragen ob ich vorher noch einen Termin mit der Sekretärin ausmachen soll…Geht gar nicht Digger. Vielleicht sollte ich die Musik für sich sprechen lassen, immerhin soll es bei meiner Party ein neues Konzert meiner fabulösen Politrockband “Die Rots” geben, und wie die sich live anhören, das könnt ihr hier sehen…quatsch, hören: Die Rots - PorNO! Reicht das als Einladung?

P.S.: Alle Mitlesenden die meine Nummer haben sind natürlich auch herzlichst eingeladen am 12.10. in München. Wo? Fragt doch!

P.P.S.: Der Song ist natürlich von mir und meiner Band und unklaubar. So mit CC oder sowas. Wenn irgendwer meint den Song doch klauen zu müssen, bei dem kommt ein Hurrican durch das Fenster in die Wohnung, nimmt das geerbte Familienporzellan mit und hinterlässt einen dressierten Dackel, der dem Lieddieb stante pede die Nippel abbeisst, bevor dieser “Aber das war doch meine Idee…” sagen kann. Und ich wette das brennt wie Sau.



Assoziationsketten um 6 Uhr morgens…

Hase - Lampe - Lava - Brot - Frische - Gründerzeit - Jacuzi - Klatschreporterin - Bier - Grauzone…

Ich könnte das noch ewig so weiterführen, weiss auch nicht wo das gerade herkommt oder was mir das über mich sagen will…