Was guckst du?

Es war eine Art Minibuzz. Und es ging verteufelt schnell. Letzte Woche krieg ich ne beiläufige Mail von René, die nur aus diesem Satz bestand:

“Gemeinsam ein Filmblog an den Start bringen?”

Ich hatte den Gedanken noch gar nicht. Ich wusste auch nicht warum. Ich liebe Filme. Ich schreibe Filme. Ich gucke Filme. Ich drehe Filme. Aber der Weltfrieden schien mir nie ein geeignetes Forum für Filme, weiss auch nicht warum, ich weiss, ich kann bloggen was ich will, aber dann mal ab und zu so ne Filmbesprechung, das ist so Willkürlich.

Jetzt aber gibt es ein zu Hause für alle die auch gerne Filme mögen. Oder die keine Lust haben auf weichgespülte Mainstreamreviews. Wir sind schrecklich subjektiv. Wir schreiben wie uns der Schnabel gewachsen ist. Und wir tun das alles nur aus Liebe. Aus Liebe zu Film. Und natürlich aus Liebe zu euch. Denn was uns glücklich macht, das kann für euch ja nicht schlecht sein…

Ladies and Gentlemen: Die Fünf Filmfreunde sind gelandet.

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Die Fünf Filmfreunde, auch genannt F5, sind: René alias Renington Steele, Batz alias Batzman, Malcolm alias Mal Sehen und Dominic alias Dog Hollywood, und natürlich ich, Nilzenburger alias Nilz N. Burger.
When bloggers unite…



Erkenne die Zeichen..

Auf dem Weg zum Kino. Drei 15 (oder 16, 17, 18? Man kann das ja nicht mehr einordnen heutzutage…)jährige Mädchen unterhalten sich lautstark. Und der einzige Satz den ich verstehe ist:

“Ey, die wurde NUR von 30-jährigen angemacht in der Disco!”

“Boah, Horror!”

Ok, es wird also doch schlimmer als ich erwartet habe…



Knapp vorbei am Waschbrettbauch

Meine beste Freundin meinte, das sei doch eine gute Idee. Ich war mir nicht so sicher, habe aber im Zweifelsfall immer auf sie gehört, also meldete ich mich in dem grossen und professionell wirkenden Fitnessstudio um die Ecke zum Schnuppertraining an. Ich nahm meine Boxerhose mit, ein Handtuch und ein frisches T-Shirt. Ich kam rein, mein Personal Trainer war schon da.

“Zieh dich doch schonmal um, ich zeig dir dann gleich alles.”

Also. Ich kam mir in meinem selbstgewählten Muckioutfit irgendwie ein wenig lächerlich vor. So wie damals beim Turnen in der Schule. Da kannste machen was du willst: Cool aussehen und sportlich gekliedet sein, die beiden werden sich immer hassen wie Michael Douglas und Kathleen Turner in “Der Rosenkrieg”. Naja, die paar Leute die da waren würde ich sowieso sonst nirgendwo sehen. Ich betrat die heiligen Hallen. Hier würde ich also meinen Körper auf Vordermann bringen. Ja, langsam fühlte es sich gut an. Diese ganzen Hebel, Stahlseile, Ketten - kurz diese vielen verschiedenen Geräte die man noch nie gesehen hatte und die nur dem Zweck dienen, den eigenen Body zu shapen, die fand ich irgendwie geil. Also in einem nicht-sexuellen Sinne. Dieses glänzende Chrom. Blinkender Stahl. Schweiss. Ächzen. Schwere Gewichte. Einfach super. Ich fühlte schon wie mein Bauch sagte: Ey, cool. Hier will ich schrumpfen, hier will ich ein Ribbelmuster kriegen, hier werde ich zum Waschbrett. Welches Gerät würden wir wohl zuerst erobern? Das Butterfly? Den Hackentrainer? Diese Stemmstange? Ich war aufgeregt.

“Komm doch erstmal hier rein…”

Jäh riss mich die Stimme aus meinen Mister Universum-Träumen. Ich ging in einen Raum, die Wände waren verglast. Innen war es total harmonisch, also so Apricot-farbener Teppich und Sportmatten und so. Was sollte das? Wieso kam ich ins Ikea-Kinderparadies? Und dann nicht mal mit Bällen? Und was schleppt der da für ein komisches, billiges Teil an?

“So, hier oben die Hände drauf, und jetzt immer mit dem Oberkörper nach vorne wippen.”

Draussen wurden unter Hochanstrengung Muskeln aufgebaut, definiert. Mensch gegen Maschine, bis zum Abwinken. Und ich lag hier drin, mit so einem komischen Bügel der wippt…ich kam mir vor wie bei einer Rentnergymnastik. Natürlich spürte ich auch die hämischen bis mitleidigen Blicke der anderen Trainierenden. Ob das wohl noch lange dauert?

“Jetzt mach noch ein bischen. Gleich gehen wir weiter.”

Ich wippte und wippte und wippte und wenn man jemals so etwas wie ein Wipp-Trauma bekommen könnte, dann wäre das wohl der beste Zeitpunkt dafür gewesen. Endlich waren wir fertig. Endlich den Glaskasten verlassen. Endlich dahin wo die “Erwachsenen” spielen un dals erstes durfte ich aufs: Rad. Na super, Fahrad fahren kann ich auch in der Stadt, wie uncool ist das denn? Ich trat in die Pedale. Mein PT erhöhte langsam die Schwierigkeit. Hätte ich mich nicht so auf meine Beine konzentriert…ich wäre stante pede eingeschlafen.

“So, und zum Abschluss noch hier an das Butterfly.”

Endlich! Jetzt war es so weit. Da stand es vor mir, das Ungetüm das ich bezwingen wollte. Es lachte mich aus: “Du? Was willst du denn von mir?! Das ich nicht lache, du kriegst mich doch kein einziges Mal richtig durchgezogen! Geh mal wieder mit deinen Bügeln spielen!”

“Hey! Wir Wippbügel sind keine Geräte zweiter Klasse! Wir sind gut für den Bauch! Das ist erwiesen! Wir sind kein Spielzeug!”

“Jaja, schon gut, Schnauze jetzt da hinten in dem Aprikosenparadies!”

Ich schaffte es mehr als einmal. 10mal? 20mal? Ich weiss es nicht mehr. Aber eins weiss ich noch genau: Wie sehr ich mich gelangweilt habe. Und deswegen war mir schon nach dem ersten Butterfly-Move klar: Da gehst du nicht mehr hin.



Atari Stöckchen Riot

Ich hab mich ja auf dem alten Weltfrieden geweigert noch weitere Stöckchen zu fangen. Nun sind wir aber auf dem neuen Weltfrieden und der hat noch keins gesehen und wenn der René um was bittet, wer kann dann schon “Nein” sagen…? Also, los geht das hier:

Warum bloggst du?
Warum fragst du? Naja, ich wollts halt mal ausprobieren. Und dann bin ich hängengeblieben. Man könnte auch sagen: Bloggen ist der Bahnhof Zoo der Neuzeit. Naja, ausser vielleicht das man nicht doof ausehen muss und man ist auch fitter wenn man bloggt und so. Aber auf dem Europacenter, unterm Mercedes-Stern, da gibts bestimmt WLan…hihihi

Seit wann bloggst du?

Ziemlich genau seit einem Jahr.

Selbstportrait:

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Warum lesen deine Leser dein Blog?

Na, weil das der vermutlich freundlichste Platz in der Blogosphäre ist und nach diesem ganzen rumgezanke, den anstrengenden Credibilityaufrechterhaltungsbemühungen, braucht man einen Ort, an dem dich jeder so nimmt wie du bist: Der Weltfrieden. Und jetzt alle:

Sometimes you wanna go, where everybody knows your name…and they´re always glad you came..”

Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf deine Seite kam?

Im neuen Weltfrieden hab ich ja noch gar keinen Counter installiert, der alte Weltfrieden wird aber auch noch rege besucht, da war die letzte Anfrage: tiziano ferro - stop dimentica übersetzung. Nicht das ich das jemals übersetzt hätte, oder das vor hab…mit nichten. Aber es scheint eine ganze Menge Leute zu geben die wissen wollen, was der Typ da eigentlich singt. Die Anfrage hatte ich nämlich schon öfters…

Welcher Deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?

Och..also ich war schon entäuscht so wenig zu hören über die mühevoll, von mir handverlesenen Videos in diesem Eintrag…(Naja, so schlimm wars auch nicht, aber hat sich das überhaupt irgendwer alles angeguckt?)

Dein aktuelles Lieblingsblog?

Also ich muss sagen, die lustigsten Diskussionen finden momentan alle bei Malcolm statt. Aber aktuelles Lieblingsblog? Ich lese die alle, das ist ja mein Problem…(zwinkerndes Grinsegesicht)

Welches Blog hast du zuletzt gelesen?

ntropie.de

Wie viele Feeds hast du gerade im Moment abonniert?

Ich halt es da wie Malcolm, ich abonniere keine Feeds. Ich muss die Seite dazu sehen, so wie ich das Cover einer CD oder LP in den Händen halten muss um Musik richtig geniessen zu können…

An welche vier Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?

An der Doktor, weil der solche Spielereien liebt, an das Stilhaeschen, damit das mal ein paar mehr sehen, an die Silli, weil die noch gar kein Stöckchen bekommen hat und an den MC, denn ein Stöckchen ohne MC ist kein Stöckchen.



Das Geheimnis aus Geheimnishausen

Hmmm….Rätsel über Rätsel…was kann das sein….
Soviel sei schon verraten: Es wird BIG!

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My fault…

Sie “Was bist du nur für ein Arsch!”

Er “Was hab ich denn jetzt schon wieder gemacht?”

Sie “So ein süsser Junge und du lässt ihn warten?”

Er “Was?”

Sie “Na, guck doch mal hier, auf diesem Blog, was ich hier gefunden hab…”

Er “Aber da steht doch auch, dass er ihn nie abgeschickt hat..”

Sie “Ach Papperlapapp. Du bist ein ganz grosser Arsch. Kleine Kinder so zu entäuschen, da ist sich der feine Herr wohl nicht gut genug für, solche Briefe zu beantworten…”

Er “Aber er hat ihn doch nicht abgesch…”

Sie “Ausreden! Ich höre die ganze Zeit Ausreden!”

Er “Baby, lass uns nicht streiten…guck mal, ich hab hier diese neuen Stelzen und damit bin ich…”

Sie “Jetzt komm mir nicht wieder so! Das machst du immer! Baby hier, Baby da, nur damit ich unseren Streit vergesse. Aber diesmal nicht. Du hast den Bogen überspannt, mein lieber Extafkap! Ich lasse mich scheiden!

Er “Häh?”

Ich “Es tut mir leid, das habe ich nicht gewollt…”



Erste Küsse

In der Bahn nach Hamburg. In einem kleinen spanischen Dorf. Auf dem Gästebett einer gemeinsamen Freundin. In ihrer Wohnung. Im Gästeklo der gemeinsamen Freunde. Im Club beim auflegen. In einer Bar, die als letztes noch auf hat. In einem Café. Auf meiner Couch. Auf der Rolltreppe im Kaufhof. In der Menge auf dem Rockkonzert. Im hintersten Winkel des Clubs beim Rave. Im gemeinsamen Hotelzimmer. Auf Deck eines Kreuzfahrtschiffes. In einer anderen Bar, die als letztes noch auf hat. In ihrem Auto. Auf der Weihnachtsfeier. Im Park. Im Biergarten. Auf dem Schuhof. In der Kabine eines Hausboots. Am Strand von Mallorca. Vor ihrer Haustür. Am Köln/Bonner Flughafen. In noch einer Bar, die als letztes auf hat.

Meistens waren es nicht nur die ersten, sondern blieben auch die einzigen.

(Liste erfüllt keine Garantie auf Vollständigkeit)



Das grosse Finale

Es war etwas geekig hier auf dem Weltfrieden die letzte Woche. Das musste auch so sein. Aber das ist natürlich nichts für Jedermann. Deswegen will ich hier erstmal das grosse Finale und den offiziellen Abschluss der Nilzenburger-Geek-Woche präsentieren. Es wurde über Comics gequatscht bis der Arzt kommt/kam/gerade nicht konnte, weil er sein Handicap verbessern musste. Das ist jetzt für Nicht-affine sicher wahnsinnig uninteressant ob DC oder Marvel oder Ehapa der beste Comicverlag ist. Ausserdem wurde ordentlich gebasht, und da hör ich sie doch wieder aus der letzten Reihe schreien: Ja ja, so sind wir Deutsche, ein Volk von Nörglern. Aber das soll man erstmal selber alles besser machen!

Das mit dem “besser” ist so ne Sache, aber das mit dem “selber” nicht:

Ich hatte damals eine Gehirnerschütterung. Nachbar Stefan P. war im Besitz eines orangen Puky-Fahrrads und hat Waldi und mich wegen unserer Rennräder ausgelacht. War im Prinzip natürlich total lächerlich, denn unsere Räder waren tausend mal cooler. Aber Puky war halt ne Marke, die man kannte. Ein bischen Neid nagte also an uns. Eines Nachmittages fuhren wir mit unseren Rädern rum, verfogten uns, spielten “Fahrrad-Fangen”. Und ich durfte das Puky nehmen. Wir rasten durch die ganze Siedlung. Unter mir das unbekannte Rad. Wie schnell reagierten die Bremsen? Wie ist der Lenk-Winkel? Alles unbekannt. Leben am Limit.

Auf einem Parkplatz in der Nähe unseres Stammspielplatzes passierte es dann: Ich wollte bremsen, um nicht ungespitzt in das parkende Auto vor mir zu rasen, das Hinterrad blockierte ob der Rückbremse, die Vordere versagte, die Reifen rutschten auf dem Sand vom benachbarten Spielplatz, ich drehte mich um 360 Grad, flog über den Lenker und rutschte ein kleines Stück mit dem Gesicht auf dem Boden über den Asphalt. Knie blutig, Gesicht lädiert, Schreck in den Knochen. Ich bekam Panik, kriegte keine Luft mehr. Die Freunde brachten mich nach Hause, meine Mutter hatte mich schon von weitem gehört, kam uns entgegen, sah mich und rief sofort einen Krankenwagen. Mit Blaulicht ins Krankenhaus. Diagnose: Gehirnerschütterung. Ich wurde narkotisiert und irgendetwas, keine Ahnung was, wurde dann mit mir gemacht. Ich erwachte im grossen Kindersaal im Hospital. Es war dunkel, keiner da. Panik, schreien. Die Schwester kam. Die anderen Kinder waren schon von mir genervt, schlafen konnten die auf jeden Fall nicht mehr. Schnell kam meine Mutter dazu. Ich wollte da auf keinen Fall bleiben. In einem Riesensaal mit lauter kranken Kindern, bäh. Ich durfte mit nach Hause, aber die Auflage war das ich mich eine Woche nicht bewege. Nicht rumlaufe, rumhüpfe, sonstwas. So verbrachte ich diese Frühlingswoche, in der in der Schule, 3. Klasse, das 1×1 durchgenommen wurde, zu Hause auf der Couch (übrigens der Grund dafür, das ich auch heute noch die kleinsten Multiplikationen immer wieder im Kopf ausrechnen muss, weil ich mir die Ergebnisse nie einprägen musste - geht aber mittlerweile schneller…). Und da ist dieser Comic entstanden, den ich euch jetzt und hier exklusiv in seiner Ganzheit präsentiere. Sicher, ich hatte noch kein Englisch, ich wusste vermutlich nicht einmal was der Begriff “Adventure” bedeuten sollte, aber der Klang, das war mir klar, der KLang ist entscheidend. Ich weiss leider nicht mehr wo Heft 1-3 abgeblieben sind, hier also Ausgabe Nummer 4 von: Capitan Atvencher:

Captain Atvencher....

Eine spannende Geschichte, der ultimative Superheld der keinen US-Grossverlag im Rücken braucht, kein Autorenteam, alles in Personalunion. Und das Beste: Es gibt nur diese eine Ausgabe. Spiderman und Superman, go home. Hier der ganze Comic.



War was?

Der grosse Kampf Marvel gegen DC ist beendet. Die Parteien haben sich darauf geeinigt, einfach Comics zu lieben, hier und da einige Vorlieben, aber die Mutter von alledem heisst immernoch: Superhelden. Und hier das Bild der Eintracht, des Friedens, von Rene, Malcolm und Nilzenburger.

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Und ja, ich weiss: Ich bin ein wahrer Gott im benutzen von Paint. Wie hat der das gemacht, fragt ihr euch, und lasst euch gesagt sein, das war nicht ganz einfach…



Subtilster Zaunpfahlwink

Leute. Die Zeit vergeht ja meistens schneller als man denkt. Husch Husch ist sie schon vorbei. Rubbeldikatz stehen schon wieder Schokoladenweihnachtsmänner im Supermarktregal, obwohl man eben noch dachte, gerade erst die Freibadsaison eröffnet zu haben. Oder man erinnert sich daran wie man gerade eben noch Rennradrennen durch die Siedlung mit dem besten Freund gefahren ist - ZACK - schon hat er 9 Kinder und lebt auf Hawaii. Oder man denkt noch gar nicht so lange mit der Freundin zusammen zu sein, da sind schon 6 Jahre rum und sie brennt mit ihrem Pilatestrainer durch. Ihr wisst was ich meine. Wenn also so grosse Zeitabstände scheinbar so schnell vorüberziehen, was meint ihr erst wie schnell dann die Zeit von Heute bis zum 12. Oktober vergeht? Eben. Wenn ihr euch also noch keine Gedanken gemacht habt, oder schon zu viele und weder ein noch aus wisst, hier ist die Lösung:

Das hier bitte grossformatig und komplett ausdrucken und auf Leinwand ziehen. Macht sich sicher gut in meinem Zimmer.