Move on

Ich habe keinen Führerschein. Ich hab keine Ahnung, wie oft ich das schon gesagt oder (auch in diesen Blog) geschrieben habe. Aber für alle, die das Glück hatten, es nicht mitbekommen zu haben, unterstreiche ich an dieser Stelle noch einmal gerne: Ich habe keinen Führerschein.

Deswegen bin ich sehr oft auf die Bahn angewiesen. Und für Langstrecken und Ganzlangstrecken mag das ja in Ordnung und okay sein und ist ein sehr angenehmes Reisen. Für innerstädtisches Vorrankommen aber…naja. Man hat halt nicht jeden Tag Bock auf die Nähe seiner Mitbürger, zumindest ich nicht. Wenn man morgens schon in die mürrischen Gesichter in der Bahn blickt, kann einem die Lust auf den Tag schnell vergehen. Es gab schon Tage, da wollte ich “Ich kann doch auch nix dafür, dass euer Leben scheisse ist!”, in die Bahn hineinrufen, aber hab mich dann doch noch auf meinen Anstand besonnen. Trotzdem: Immer kann ich mir das einfach nicht geben.

Aber was sind die Alternativen? Taxi? Zu teuer. Bus? Dasselbe in Grün. Zu Fuß gehen? Mach ich saugerne, ist aber oft zeitlich nicht sonderlich effizient, vor allem wenn man zu einem bestimmten Zeitpunkt irgendwo sein muss. Also bleibt für mich genau ein Verkehrsmittel übrig:

Der/Die/Das SEGWAY!

Kleiner Spaß, ich meinte natürlich das Fahrrad. Und so hab ich mir vor ein paar Jahren mal ein richtig tolles, von mir heiß geliebtes, knallrotes Hollandrad gegönnt. Ich weiß nicht, warum, aber ich liebe diese Art Rad. Die sind so gemütlich, in allen Belangen. So liebe ich das Vorwärtskommen. Die sehen einfach schon cool aus. Aber.

Das Modell, welches ich erstand, hat nur drei Gänge. Und so wenig ich auch schalte, wenn ich auf einem Rad mit vielen Gängen sitze: Drei ist dann doch arg wenig, musste ich feststellen. Ja, klar, die meisten richtigen, alten Hollandräder haben vermutlich nur einen Gang, aber das ist doch jetzt mal egal, denn schliesslich hab ich das ja auch neu gekauft, da hätte ich doch noch mehr drauflegen und mir dafür mehr Gänge mitnehmen können. Denn: Ich fahre Rad zu 95% weder aus sportlichen, noch aus wandernden Gründen, sondern um von A nach B zu kommen. Als Transportmittel. Ein Transportmittel, in dem ich in keine mürrischen Gesichter blicke und mit dem ich autonom bin und auch anhalten kann, wo und wann ich will. Das ist so wichtig.

Ich hab also mit dem Gedanken gespielt, mein Hollandrad pimpen zu lassen. Das Hinterrad musste ich schon mal austauschen, weil ich damit mal bei Sturm in eine Strassenbahnschiene geraten war und das komplett zerlegt hab. Da hätte ich eigentlich schon, höhö, “schalten” und mir mehr Schaltmöglichkeiten einbauen lassen sollen. Hab ich aber nicht dran gedacht.

Und dann kam die Anfrage, ob ich nicht mal Bock hätte für meinen Blog ein E-Bike von Shimano zu testen. E-Bikes kannte ich, von meinen Eltern. Die haben sich vor einiger Zeit welche geholt und machen seitdem nur noch Radtouren. Und ich hab das ein wenig belächelt. Jaja, fahren mit Hilfsmotor. Und meine Eltern meinten, dass man trotzdem noch treten müsse, nur eben dabei unterstützt wurde und ich hab nur abgewunken und gesagt “Jaja..fahren mit Hilfsmotor…”.

Aber jetzt hab ich das, supertopmodern, mal angeboten bekommen. Und da hab ich halt zugegriffen und mir gedacht: Scheisse finden kann ich es ja immernoch. Erstmal probier ichs aber aus. Wenn das Fahrrad schon mein Transportmittel Nummer Eins ist, warum sollte ich es mir dann nicht so gemütlich wie möglich machen? Eben.

Das Fahrrad kam (vom einem supercoolen DHL-Truck gebracht) an und ich musste erstmal feststellen, dass ich nix zum festtstellen zu Hause hab. Also Lenkerstange festziehen und so, weil der Lenker ja quasi quer im Paket liegt, zum besseren Transport. Ich habe mir dann mit einer Rohrzange beholfen. Anbei war eine ca. 50-seitige Anleitung, aber das war ja hier keine Raketenwissenschaft. Ich wollte die zwar in Ruhe lesen, aber noch dringender wollte ich das Teil einmal ausprobieren.

Das Fahrrad ist anthrazit. Mit so Stossdämpfern und so, megamodern, aber im Look natürlich auch megalangweilig. Kein Vergleich zu meinem roten Hollandradblitz. Alles an dem Rad sieht so ein bisschen Techno aus. So wie Hobby- oder Hochleistungssportler das ja merkwürdigerweise immer zu mögen scheinen. Wer mir das Gegenteil beweisen möchte, der zeige mir cool aussehende Joggingschuhe. Bäm. Mikedrop.

Es geht aber ja auch erstmal nicht um den Look, auf der Querstange steht sogar “Test Bike”. Und, übrigens, diese Elektronik, also der Akku und so, dass sieht schon edel aus, muss ich sagen. Gar nicht so doof Plastik. Aber es ging eh um was anderes: Ich sollte und wollte endlich wissen, wie sich so ein E-Bike fährt.

Ich stieg auf, auf meiner grob gepflasterten Strasse. Es fuhr sich okay, das Rad schien das unwegsame Gelände gut abzufedern. Dann bog ich auf eine gemütlich geteerte Straße und bediente zum ersten Mal dieses digitale Gedöns, das mir auf dem Display angezeigt wurde. Erste Stufe war “eco”. Der Motor sprang leise, fast unhörbar an, ab und zu. Ich spürte, wie mich das Rad unterstützte. Hin und wieder, ein kleines Bisschen. Zeit, die nächste Stufe zu zünden, genannt “Norm”. Also die normale Unterstützung für die gesamte Fahrt. Wouh! Da merkte man schon deutlich, wie man schneller wurde, ohne schneller zu treten. Man kam plötzlich superweit, mit einem Energieaufwand, mit dem man sonst vielleicht nur halb so weit gekommen wäre. Als ich die dritte Stufe, “Hoch”, zündete, wurde mir ganz anders. So ungefähr muss sich der Turbo Boost bei K.I.T.T. in Knight Rider angefühlt haben. Ein Gefühl, als würde mich eine unsichtbare Hand nach vorne drücken, die ganze Zeit. Ich wusste zwar, dass dieser Modus hauptsächlich für Anstiege gedacht war, aber auf ebenem Boden, war der doch ziemlich lustig. Ich hatte das Konzept eines E-Bikes sofort verstanden und wollte es nun ausprobieren, wo es nur ging.

Man muss neu schalten lernen, weil man jetzt nicht nur Gänge schaltet, sondern auch Unterstützungs-Stufen. Und ich nutzte jede Sekunde, die sich bot, das auszuprobieren. Erledigte nun alles mit dem Rad. Ich bin ja schon immer gerne Fahrrad gefahren, aber das hier war eine ganz neue Erfahrung. Keine Angst vor Umwegen, keine Gedanken an nervige innerstädtische Berge, einfach die Freude auf den Fahrtwind, aufs draussen sein. Für mich wurde das E-Bike zu meinem perfekten Transportmittel. Auch wenn ich verabredet war: Schnell und stressfrei da sein und nicht verschwitzt ankommen. Ich hatte endlich gefunden, was ich brauchte, ohne es zu wissen.

Na klar, hat das auch seine Downsides:

Wenn man schneller unterwegs ist, lässt man sich mehr dazu mitreissen, schneller zu fahren. Was ab dem Punkt wieder anstrengender wird, an dem man schneller als der Motor ist, weil man erst mit Motor schnell wird, wenn der aber plötzlich aussteigt, ist es mit einem Mal mindestens doppelt so anstrengend zu treten. Das Fahrrad ist ja auch dazu noch sackschwer. Und der Akku auch. Den muss man natürlich immer abmachen, was dazu führt, dass man, wenn man bspw. in einem Cafe verabredet ist, immer so ein langes, schweres Teil mitbringt und man so ein leichtes Feeling bekommt, wie es in den 80ern gewesen sein muss, wenn diese Typen ihre ersten Funktelefone auf den Tisch legten, diese Riesenkoffer. Ich hab aber ehrlich gesagt keine Ahnung, wie sich das jemals lösen wird. Ist der Akku in den Rahmen gebaut, müsste man ja das ganze Fahrrad zum aufladen anschliessen, das ist doch auch totaler Kokolores. Irgendwann wird es da eine total einfache und logische Lösung für geben und ich werde mir vor die Stirn schlagen, wenn ich die sehe, aber vorher ist noch: Häh?

Und, ganz ehrlich: Es ist noch so wenig verbreitet, dass es immer noch ein wenig peinlich ist, damit Leute zu überholen, vor allem auf Bergen. Die rackern sich ab und man selbst überholt die, als wenn die voll nervig lahm vor einem fahren würden. Ich spüre manchmal die Ja-du-EBike-Trottel-hältst-dich-wohl-für-was-besseres-Blicke auf meinen Schultern, aber ich bin schon besser darin geworden, die zu ignorieren, anstatt mit einem Ja-tut-mir-leid-ich-teste-das-nur-Blick zu beantworten.

Ich bin auch einmal einen etwas sehr hohen Bordstein runtergefahren. Ich dachte dieses Abenteuer-City-Bike könnte das easy abstossdämpfen, hab aber das Gefühl, dass seitdem der Motor etwas lauter ist. Keine Ahnung, vielleicht bilde ich mir das nur ein, vielleicht ist das aber auch nicht ganz so alltagstaugliche empfindliche Elektronik? Das kann ich nicht so sicher beantworten.

Dafür müsste ich das Rad wohl einem extremen Dauertest unterziehen, es Jahre fahren um zu merken, wo es auf lange Sicht ziept und piept. Nach diesen paar Monaten aber bleibt mir nur das Fazit:

Fuck, das ist total geil für jemanden wie mich, der sein Fahrrad mehr oder weniger braucht. Ich hab viel mehr von der Stadt entdeckt, bin viel mehr draussen und freue mich auf und über alles, was ich mit dem Rad erleben und erledigen kann. Ich frag mich, ob man das auch an mein Hollandrad schrauben könnte, denn das tut mir so vernachlässigt schon ein bisschen leid. Ein Holland-E-Bike, wie cool wär das?

Aber danke für das Test-Rad, Shimano. Wenn mir dieser Test etwas bewiesen hat, dann dass ich wohl doch das Kind meiner Eltern bin. Familie E-Bikelberg.



Das Zocker Manifest

Wir sind keine Freaks, zumindest nicht mehr wie ihr auch. Wir sind überall. Wir sind Lehrer und Schüler, Punks und Katy Perry Fans. Manche von uns spielen alle Jubeljahre, andere haben noch gar nicht rausgefunden, dass sie mit ihrem Fernseher auch fernsehen können. Es gibt zockende Richter und spielende Junkies.

Wir sind männlich, weiblich, transgender oder manche haben sich noch gar nicht festgelegt (und wollen das vielleicht auch gar nicht). Wir sind Menschen, die davon träumen, vom Fifa spielen leben zu können. Wir freuen uns unsere Sims aufwachsen zu sehen oder im großen Clan gemeinsam zu spielen. Und dennoch wissen wir, dass es ein Spiel ist. Wir verwechseln die Spiele nicht mit dem Leben. Unser Hamlet heißt Batman. Wir erleben Abenteuer mit Francis Drakes Nachfahren Nathan. Und Jahre nach dem ersten Lara Croft Abenteuer haben wir noch viel zu wenig Heldinnen, aber wir wissen das und wir sagen das und man hört uns zu.

Wir gucken einen Film nicht nur, wir gestalten ihn mit. Wir lesen eine Geschichte nicht nur, sie würde ohne unsere Hilfe gar nicht weitergehen. Unsere Helden sind schon unzählige Male gefallen und wieder aufgestanden. Unsere Autos haben wir schon so oft gecrasht, dass wir es nicht mehr zählen können, aber wir sind wieder eingestiegen und weiter gefahren, bis wir diese eine Haarnadelkurve in Ideallinie geschafft haben. Wir singen mit unseren Freunden die größten Hits und kriegen dafür Rekordpunktzahlen (und wenn nicht, dann haben wir trotzdem rekordverdächtigen Spaß – vielleicht sogar noch mehr). Wir sind Junggesellen oder Teil einer großen Familie, in der jeder sein Lieblingsspiel hat.

Es kann gar keinen Klischeespieler geben, weil es nicht den Spieler gibt. Wir sind grundlegend verschieden. Wir sind so bunt wie die Welt. Wir sind auf allen Kontinenten zu Hause. Wir sind über den ganzen Planeten vernetzt. Ein Mädchen aus Neuseeland teilt ihr selbstgebautes Little Big Planet Level mit einem Profizocker aus Schweden. Ein Cosplayer aus der Schweiz tauscht Final Fantasy Fanart mit Online-Freunden aus Japan. Ein deutscher Rentner holt sich bei einem brasilanischen Clan Tipps für Call of Duty.

Bei uns ist Alter, Geschlecht, Aussehen und Herkunft egal. Wir lieben unsere Konsole als ein Fenster in andere, großartige Welten. Egal ob echt oder virtuell. Wir hassen cheaten und machen es doch selber manchmal. Wir hassen Komplettlösungen und googlen sie doch selbst manchmal, wenn wir nicht weiterkommen. Aber wir schämen uns dann dafür. Und das ist okay. Wir haben nie behauptet, nicht widersprüchlich zu sein.

Wir sind Videospieler. Wir sind wie ihr, die Nicht-Videospieler. Wir haben nur eine zusätzliche Erlebnisebene. Und zu der laden wir euch gerne ein. Hier, nehmt den Controller in die Hand, drückt das X und folgt uns. Tut auch gar nicht weh. Und wenn ihr glaubt, das sei nichts für euch, dann hört auf unsere Worte, denn wenn uns jahrelanges spielen etwas gelehrt hat, dann:

Es gibt für jeden das passende Spiel.

Ich hab diesen Text für die CONSOUL geschrieben, einem Umsonst-Spiele-Magazin von Sony, aber ich wollte ihn auch nochmal auf mein Blog packen, damit er auch online verfügbar ist - wo er ja irgendwie auch hingehört.



Schlimme Liquide

Ich finde, es ist höchste Zeit, eine Liste ekeliger Flüssigkeiten anzulegen. Weil, naja, manche Flüssigkeiten sind so widerwärtig, aber niemand spricht drüber. Es scheint ein besonders schlimmes Tabuthema in unserer Gesellschaft zu sein und die Gutmenschen schweigen alles in ihrer übertriebenen Flüssigkeitstoleranz tot, nur um politisch-flüssig korrekt zu sein. Aber wenn es Flüssigkeiten gibt, die fies sind, dann wird man das ja wohl noch sagen dürfen! Auch wenn die FED versuchen wird, dieses Blogeintrag zu verhindern. NIcht mit mir! Lest! Schreibt! Folg mir nicht, nur weil ich euch die Wahrheit sage! Macht es wie der Wald, da gibt es keine Demokratie, da sind alle Flüssigkeiten gleich flüssig!

Entschuldigung, ich bin etwas abgedriftet. Es ist aber auch wirklich zu leicht, in so einen Stuss-Laber-Modus zu verfallen, wenn man die Kontrolle über das eigene Gehirn verloren hat. Nun aber wirklich zu ekeligen Flüssigkeiten. Ich mach den Anfang und ihr ergänzt in den Kommentaren, ja? Wider die grün-linksversiffte Flüssigkeitskritik-Zensur! Okay, sorry, ich leg los:

- Philadelphia-Wasser
Wenn man so eine frische Packung Frischkäse aufmacht und da auf der perfekt aussehend abgefüllten Creme diese leichte Pfütze trüben Wassers ist. Wuah. Superekelig. Ich schütte das immer weg, habe dann aber immer Angst, dass mir der Käse austrocknet. Ich bin mir der Absurdität bewusst, aber kann nichts gegen diese Gedanken machen.

- Nasenwasser, das man für Gehirnwasser hält
Manchmal läuft einem einfach so Wasser aus der Nase. Ich bin kein Nasologe, erkläre mir das aber mit Duschwasser oder Schwimmbadwasser, welches aus Versehen in irgendeiner Nebenhöhle oder Luftblase oder so eingeschlossen war und plötzlich raus läuft. Manchmal muss man sich nur doof bewegen, manchmal kommt es auch beim Headbangen. Ich habe im ersten Moment immer die Angst, es handele sich um Gehirnwasser und das läuft jetzt alles aus und mein Hirn liegt dann trocken und ich bin dann kaputt. Geht das als Phobie durch? Aquabraniusphobie, oder so?

- Tiersabber
“Der tut nix, der will nur spielen!” Ja, und mir seinen Sabber überall hinmachen. Das ist doch superekelig so Hundesabber, ich hab keine Ahnung, was da drin ist. Entsetzte Hundebesitzer werden mir jetzt vermutlich erklären, es handele sich dabei um eine der reinsten Flüssigkeiten der Welt, vergleichbar mit Quellwasser aus den Alpen, aber sorry: Die Nase hat vorher die ganze Zeit nach fremder Pisse geschnüffelt, der Mund hat Pansen und kalten Hühnermatsch gefressen und alles abgeleckt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Ich möchte davon bitte nicht abgeleckt werden.

Wurstwasser ist zu einfach, ihr seid dran!



Der Beirat der Musikindustrie - der Song

Der Echo, der nationale Musikpreis, hat jetzt einen externen Beirat. Diese, vom Echo-Veranstalter ernannte, “Experten”-Kommission, bestehend aus sieben weißen Männern (wenn irgendwo eine Quote vonnöten ist, dann ja wohl dringend in der Musikindustrie) soll Fälle klären, die zu Diskussionen führen oder führen könnten. Wir erinnern uns alle an das vergangene Jahr und die Nominierung und dann, nach breiten Protesten seitens der Künstler, wieder Ent-nominierung von brei.mild. Solch ein PR-Desaster für den Echo möchte man nun proaktiv vermeiden. Und hat deswegen eben jenen Beirat gegründet, der die Fälle unabhängig (hahaha) bewertet. Und der hat auch gleich seinen ersten Job, denn schrei.bild stehen natürlich wieder vor der Tür, diesmal mit einem unplugged-Album oder so, welches sich natürlich auch wieder dutzendfach verkauft hat, an irgendeine sich missverstanden-wähnende Masse. Und wenn es etwas gibt, was den Bundesverband der Musikindustrie aufhorchen lässt, dann ist es der liebliche Klang eines “Ka-Ching”. Und bei wem es ganz oft ka-chingt, den haben die dann natürlich ganz doll lieb. Und haben deswegen den Beirat entscheiden lassen, dass wir alle dieses Jahr drei.grillt auch ganz dolle lieb haben. Nicht das die sich in irgendeiner Weise innerhalb der letzten 12 Monate geändert hätten, im Gegenteil. Der Echo-Ausschluss von vor einem Jahr wird denen sogar ganz Recht gewesen sein, konnte man sich doch nur noch mehr als armes Opfer der von denen sogenannten “Mainstream-Medien” gerieren. Das mögen die Fans. Wir gegen alle, niemand versteht uns. Da muss die Band sich dieses Jahr etwas Neues einfallen lassen.

Aber, da der Beirat des Industrieverbands der Musikindustrie ja beschlossen hat, dass wir jetzt alle zwei.gilt-Fans sind, möchte ich helfen. Ich habe der Band (und dem heiligen Beirat) einen Song geschrieben, der sicher der nächste Hit für sie und ihre Fans wird:

Hier der Text, zum mitlesen und mitsingen:

Ihr habt uns nicht verstanden,
das war schon immer so.
Uns war das stets egal.
Doch dann kam der Echo.

Mit euren dummen Lügen
und viel zu engen Hosen,
habt ihr uns von der Preis-
Verleihung ausgeschlosen.

Wir dachten dieses Jahr,
lädt uns keiner mehr ein.
Denn alle deutschen Bands,
ausser uns, sind voll Gemein. (Und Lügner! Und die Mainstreamlügenpresse auch!)

Doch der Echo selbst
wollte uns unbedingt!
Und hatte ne Idee,
damit das jetzt gelingt!

Wir gründen einen Beirat!
Gegen eure Lügen!
Wir gründen einen Beirat!
Das sollte euch genügen!
Wir gründen einen Beirat!
Und dann haltet ihr die Fresse!
Ihr werdet uns nicht stoppen!
Wir werden nicht vergesse (das “n” ist stumm)!

Wir lieben den Beirat,
der Beirat macht uns stolz.
Das sind keine Lügner,
die sind aus unserm Holz.

Zum Glück sitzen im Beirat,
keine Wesen mit zwei Brüsten.
Weil die mit Sicherheit,
nichts beizufügen wüssten.

Die machen doch nur Ärger,
genau wie diese Bands,
die nicht mit uns spielen wollen.
Wo bleibt da die Toleränz?

Nein, nein, in unserm Beirat,
sagen Männer wie es läuft.
Und wer das kritisiert,
muss halt zusehen wo er säuft (auf jeden Fall nicht auf der Echo-Aftershow-Party)!

Wir gründen einen Beirat!
Gegen eure Lügen!
Wir gründen einen Beirat!
Das sollte euch genügen!
Wir verkünden eine Heirat!
Das ist der schönste Tag im Leben!
Die Onkelz und wir,
werden uns das Ja-Wort geben.

Wir fahren heut nach Beirut!
Da soll es ja sehr schön sein!
Wir brauchen noch ein Dreirad!
Jetzt wirds schon wieder gemein.
Wir machen jeden Brei fad!
Wir gehen heut ins Freibad!
Wir hassen jeden der,
einen Papagei hat!
Malst du Bilder mit Schwertern,
dann ist das Samurai-Art!
Verdoppelst du dein Haarspray,
dann besitzt du zwei Gard!
Boxt du gegen einen Fisch,
merkst du schnell: Oh, ist der Hai hart!
Lügenpresse, Lügenbands, Gutmenschen!
Hass! Hass! Hass!



Godwin’s Law-Law

Wenn jemand in einer Kommentarspalte, jemand anderen als “rechts” o.ä. bezeichnet, muss sofort ein Dritter: “Da isses! Godwin’s Law!” schreiben, selbst wenn der Vorwurf zweifelsfrei und objektiv gestimmt hat. Zusätzliche Relevanz bringt das kommentarlose verlinken des Wikipedia-Artikels über Godwin’s Law.

Hartnäckige Gerüchte über eine weitere Relevanzverdopplung, durch posten des entsprechenden Artikels aus der englischen Wikipedia, haben sich als falsch erwiesen.



Gedicht der alten Meckerfritzen

Selbstkritik?
Was soll der Dreck?
MfG,
der Matussek

Von Frankfurt (Main)
bis Frankfurt (Oder)
hasse ich alle.
Ihr H.M. Broder

Alt und Ernst
ist niemals Spass!
Nur ich hab Recht.
Gez. Sass.



Ein Schweinchen namens WTF? — UPDATE —

UPDATE: Das ganze war eine Aktion für die “Deutsche Krebshilfe” um auf die Gefahr von Hautkrebs aufmerksam zu machen. Ich habe die Aktion unterstützt. Alles über das, gesunde, Schwein lest ihr hier. Warum ich mitgemacht hab, lest ihr hier.

—————————-

Ich bin gestern über eine Seite gestolpert, die ein wenig komisch wirkt. Hier kann man sie sich ansehen.
Da wird ein Schwein irgendwie bearbeitet, keine Ahnung was die da mit dem machen. Und wie immer, wenn ich nicht weiter weiss, frag ich meine sozialen Netzwerke. Aber auch da: Ratlosigkeit. Ein Drittel meint, das sähe schwer nach einem Viral aus, das andere Drittel ist empört und das letzte mindestens genauso verwirrt wie ich.

screenr

Was haben wir: Wir haben eine Seite mit einer komischen Domain, also nur eine Nummernfolge. Nichts, auf das man zufällig stösst. Wir haben einen Hoster, der wohl irgendwo aus der Nähe von München kommt. Auch eher unspektakulär. (Ich hab dem auch mal gemailt, aber noch keine Antwort bekommen…) Dann eine Tabelle mit viel Kauderwelsch und ein paar verständlicheren Informationen. Da geht es um Kot-Konsistenz und “Hundesitzigkeit”. Komisches Wort, bin ich sofort drüber gestolpert, hab ich nämlich noch nie gehört. Ist aber anscheinend (nach recht oberflächlichem googlen) ein Anzeichen für Krankheit bei Schweinen. Die sitzen dann so auf den Hinterbeinen, wie ein Hund eben, nur das das bei denen nicht normal ist.

Jemand bei meinen Facebook-Kommentaren hat noch folgendes rausbekommen:

“Ich befürchte, es ist ein Versuchslabor. Googlen nach 308 nm hat ergeben, dass dies UV-Strahlung ist, die mit einem bestimmten Laser erzeugt wird. Und es sieht so aus, als ob die Auswirkung dauerhafter Bestrahlung auf das Schwein getestet wird.”

So und das ist so ziemlich alles, was wir an Infos haben. Jetzt muss man das einsortieren.

Mehrere halten das für einen Fake. Ich find auch, das das manchmal komisch aussieht. Irgendwie unecht. Wenn die so mit der Kamera rumlaufen. Andererseits gibt es diese feste Laborkamera, das sind die meisten Filme. Die sind so langweilig. Da kann ich mir definitiv vorstellen, das das echt ist. Ich versuche mir auch vorzustellen, wofür das ein Viral sein könnte, wenn es eins ist, aber ich komm nicht drauf. Wird wohl kaum für eine Serie über Schweine sein, oder so. Schräg. Vor allem, wenn es echt ist, dann wofür? Was machen die da? Ein Schwein mit Laser bestrahlen? Wozu das? Das hört sich so nach Science Fiction an…(Die Fotos auf der Seite sind echt gruselig…)

Nochmal: Falls irgendwer wirklich Ahnung hat, was da passiert, bitte in die Kommentare. Das muss doch rauszufinden sein!



Mir ist Kino.to egal, weils für Menschen ist, denen Filme egal sind.

Ich habe drei, offenbar von der großen Masse nur als völlig “bizarr” zu bezeichnende Vorlieben, die mir eine Nutzung von Kino.to immer unmöglich gemacht haben:

- Ich mag Bild und Ton synchron.
- Ich mag Bilder ohne “Fragmente”
- Ich mag es, wenn ein Film einfach läuft und nicht vor- oder nachladen muss.

So. Und das ist noch frei von jeglicher Kritik an der Moral, der fleissigen Nutzer des gestern geschlossenen Streaming-Dienstes. Ich war nie so ein Qualitäts-Fetischist. Mir ist Dolby total Wurst und ich hol mir zwar BluRays und das Bild ist zwar besser, aber selbst das wäre mir eagl. Ich brauche kein gestochen scharfes Bild, auf dem ich jede Falte erkennen kann. Ich brauche aber ein schönes Bild. Das kann es auch auf einem kleinen Fernseher geben, das ist mir egal. Es sollte nur flüssig und stabil sein. Mich hat das schon seit dem Anfang von Filmraubkopien gewundert. Ich erinner mich: Als der neue, erste Star Wars, also Episode 1, rauskam, da musste man hierzulande ja noch ewig warten. Ein Freund, der aus dem Indien-Urlaub kam, hatte aber eine Raubkopie auf VHS dabei, die er da irgendwo auf einem Markt gekauft hatte. Gut, ich gebe zu: Das zu gucken war äusserst skurril, denn das wurde in einem wohl sehr vollen Kino abgefilmt. Inklusive Räuspern, Gelaber und Gelächter der anwesenden Kinogäste. Aber damit, einen Film ernsthaft zu gucken, hatte das wirklich nichts zu tun.

Und da kommt die Frage ins Spiel: Wer tut sich sowas an? Warum ist den Leuten selbst ein Minimum an Qualität egal, solange es umsonst ist? Denn ich denke das hier das große Rätsel des Erfolgs von Kino.to steckt: Die schnelle Zufriedenheit der Masse. Oder anders gefragt: Gibt sich das Fernsehen, das Kino, geben die sich alle zu viel Mühe? Sind die Budgets zu übertrieben? Offensichtlich ist den Leuten nämlich egal was läuft, solange einfach irgendwas läuft (Der Erfolg dieser ganzen “scripted reality”-Geschichten, die ich auch gerne gucke, könnte auch ein Hinweis darauf sein…). Denn, mal ehrlich: Als ich mir interessehalber mal Kino.to angesehen habe: Bei der Hälfte der Filme habe ich mangels eines Mindestmass an Qualität einfach mal gar nix erkennen können. Wo macht das denn bitte Spass? Was hat das denn mit “Film gucken” zu tun? Das ist Hörspiele hören gewesen, mehr nicht. Hörspiel mit Geflacker.

Ich steh drauf mir Serien oder Filme ins Regal stellen zu können und rausnehmen zu können und dann sofort und überall gucken zu können. Auf jedem Rechner, an jedem Fernseher. Selbst irgendwo anders. Deswegen, auch wenn das anachronistisch sein mag, führt für mich nunmal kein Weg an der DVD/BluRay/TheNextPhysicalDatenträger vorbei. Isso. Das mögen Andere anders sehen, das ist okay. Nur das es so viele Andere gibt, denen es sogar nix macht nix zu sehen - das find ich dann doch schon erstaunlich.

Ergänzung: Mir ist durchaus bewusst, das es auch qualitative Streams auf Kino.to zu sehen gab - das habe ich jetzt aber dennoch mal ausser acht gelassen, weil es mir nur um diesen Teilaspekt ging. Viele andere Sachen haben auch dafür gesorgt, das es mir nie in den Sinn kam, die Seite anzusteuern und die sind immernoch nicht von meiner vielleicht persönlichen Respektbekundung einer Produktion eines Films oder einer Serie gegenüber geschuldet. Zum Beispiel dieser Bannerterror. Klar, die wollten Kohle machen. Asi genug, aber das dann auch noch alles so scheisse aussehen zu lassen? Come on. Desweieteren hatte ich das Gefühl das die meisten nur auf die Seite gingen, wenn sie aus Langeweile mal wieder “King of Queens” oder “Two and a half men” gucken wollten - das ungefähr 27.000mal wiederholt wird! Und die DVDs dazu kosten auch nicht mehr die Welt und werden regelmässig vergünstigt bei den großen Medienmärkten angeboten. But maybe it´s just me.



Sachen denken

Das ist ja so ne Sache mit dem so ne Sache sein. Viele Sachen träumen davon, so ne Sache zu werden, aber bleiben am Ende doch nur einfache Sache. Oder noch schlimmer: Landen beim Sachbearbeiter, der bearbeitet sie dann so lang, bis sie keine Sache mehr sind, erst Recht nicht so ne Sache, sondern so was konkretes wie ein Niesanfall. Oder ein Eifersuchtsdrama. Oder dicke Eier. Zwar noch sächlich, aber eben nicht mehr sachlich. Weiter entfernt sein kann man dann nicht mehr von so ner Sache.

Die Sachlage ist relativ entscheidend dafür, was so ne Sache wird oder nicht. So wird etwas mit Kopf voran selten zu so einer Sache. Wenn aber die Lage so ist, das es mit dem Herzen vorraus gebiert, dann stehen die Chancen exorbitant gut. Wie gesagt: Das ist halt so ne Sache, aber nicht nur mit dem so ne Sache sein, sondern auch mit dem so ne Sache werden. Das ist ja kein Ausbildungsberuf, wo man ins BIZ geht und nach einem dämlichen Test sagt einem der Computer mit Roboterstimme: “Sie werden so ne Sache. Noch einen schönen Tag.” und dann kriegt man am Ausgang ein ausgedrucktes Blatt in die Hand auf dem steht: “Ausbildungsziel: So ne Sache.” und man meldet sich in einer Werkstatt, die wohl auch schonmal so ne Sache gemacht hat und die können einem auch nicht weiterhelfen, das mit der Sache sei so ne Sache, das war wohl mal eine Lach- und Sachgeschichte gewesen, die sich so verselbstständigt hatte und seitdem käme jeder in die Werkstatt und wolle so ne Sache, aber das würde gar nicht gehen, weil wenn die so ne Sache in Massenproduktion machen würden, dann wärs eben nicht mehr das, was die Leute wollen. Ach, es ist schon so ne Sache.

Ich sach mal so: Ob man es hart oder sachte angeht tut nichts zur Sache, erst Recht nicht “so ne”. So ne Sache ist ein Naturphänomen, das kann man nicht erzwingen. So ne Sache ist sozusagen der Trüffel unter den Sachen. So ne Sache ist der Halleysche Komet der Sachen, der Sechser im Lotto, die blaue Mauritius der Sachen. Und das, obwohl es gar nicht so einfach ist! Das ist nämlich so ne Sache….



Homöopathiebekundungen

Was ist eigentlich mit euch los? Naja, damit meine ich gar nicht euch alle. Vermutlich spreche ich nur einen kleinen Teil von euch an, aber der lärmt im Moment am lautesten. Dazu muss ich etwas ausholen, denn: Ich war wie ihr.

Für mich war Homöopathie von Anfang an ziemlicher Humbug. Dieses Zauberprinzip, das die kleinste Potenz des Auslösers eine Krankheit heilen können soll, leuchtete mir nie ein. Das macht keinen Sinn für mich. Als ich dann noch erfahren habe, das die einzige Qualifikation die man braucht um sich Homöopath nennen zu dürfen die ist, im Stande zu sein aufs Amt zu gehen und einen Gewerbeschein zu beantragen, waren meine Vorurteile gefestigt: Homöopathie - wat soll dä driss?

Erst nachdem ich ein Medikament schon desöfteren erfolgreich benutzt hatte und nach diesen Erfolgen auf der Schachtel las, das es homöopathisch sei, begann ich zu zweifeln. Keine Sorge, jetzt kommt kein Erlebnisbericht a la: Mir ist ein Arm abgefallen und dank konsequenter Globuli-Anwendung wieder nachgewachsen, oder so. Aber ich habe da Wirkprinzip von Homöopathie besser begriffen. (Das Medikament ist übrigens ein sehr wirksamer Grippe-Killer, der vermutlich wegen dem hohen Alkoholgehalt so gut wirkt…weil man stündlich einen Löffel davon nehmen muss.)

Einer meiner besten Freunde geht seit Jahren zu seiner Homöopathin. Ein ansonsten sehr realistischer, analytischer Mensch. Aber auch ein Gefühls-Mensch (dass schliesst sich alles keineswegs aus). Und er sieht seine Sitzungen ganz realistisch: “Ich würde nie zur Therapeutin gehen, aber bei der Homöopathie bekomme ich eben auch diese Gesprächstherapie, ohne wie mir in einer vorzukommen.”. Übrhaupt, alle meine Freunde, die zur Homöopathie gehen, sind frei von dem Verdacht nur “alternative Heilungsmethoden” in Betracht zu ziehen. Sie nutzen das als zusätzliche.

Meine Tochter ist jetzt 9 Jahre alt. Die hat ein paar Allergien und auch mal Probleme mit ihrer Haut. Mal besser, mal schlechter. Der helfen Globuli auch nicht immer. Aber, überraschenderweise, gebe ich ihr lieber die kleinen Kügelchen, von deren Hilfe SIE überzeugt ist, als sie mit Cortison vollzustopfen/einzuschmieren.

Ich werde vermutlich niemals irgendetwas in mir versuchen durch Globuli zu heilen. Aber ich käme niemals auf die Idee, das meinem Nebenmann verbieten zu wollen. Und ich sehe viele Menschen denen das hilft. Ohne das es schädlich wäre, wie so viele normale Medikamente. Ohne das es irgendwelche Nebenwirkungen hätte, wie so viele andere Medikamente. Ich habe noch von keinem Homöopathen gehört (was nicht bedeuten soll, das es solche Hardliner nicht auch gäbe, aber das sind dann wohl diejenigen, die wirklich nur den Gewerbeschein geholt haben…) der nicht auch bei akuten oder schlimmeren Erkrankungen auf Schulmedizin verwiesen und Homöopathie höchstens als Begleitung empfohlen hätte.

Homöopathie ist so viel mehr als kleine Zuckerkügelchen. Das müssen die Kritiker nicht wissen. Oder doch: Das sollten sie wissen. Um zu sehen, wie sehr sie irren. Wie kann ich eine Therapie, bei der zugegebenermassen das “glauben” eine entscheidende Rolle spielt, die aber eben auch genug Erfolge vorweisen kann und die, nochmal, komplett ohne Nebenwirkungen und so nen Scheiss auskommt, wie kann ich so borniert, so arrogant, so scheuklappend sein, das den Menschen denen es hilft verbieten zu wollen? Ihr könnt gegen Homöopathie sein. Ihr könnt euch gerne jeden Tag kritisch damit auseinandersetzen. Aber ihr habt kein Recht, das denen zu nehmen, denen es etwas bedeutet. Legt bitte mal eure scheiss Arroganz ab. Danke.

P.S.: Der Erste der “Wir wollen es ja nicht verbieten!” schreibt, wird zur Steinigung freigegeben. Die gesetzlichen Krankenkassen dazu zu bringen, homöopathische Behandlungen nicht mehr zu zahlen, verbietet de facto diese Behandlung schonmal allen gesetzlich Versichterten. Eine Krankenkasse, das habe ich auch erst spät gelernt, ist eine Solidargemeinschaft. Damit zahlt man auch zum Beispiel die Oma, die 5mal die Woche zum Arzt geht, weil sie sonst keinen mehr zu reden hat. Und vielen anderen Tinnef zahlt man auch mit. Wenn man jetzt anfängt, etwas das bei denen, die es machen auf eine Art wirkt, nicht mehr zahlen zu wollen, dann kann man auch Rollstuhlfinanzierung für Gehbehinderte streichen. Hörgeräte für Hörgeschädigte? Brauchen die doch nicht. Und so könnte man fröhlich weitermachen, bis man bei Beitragssätzen von 5 Euro im Monat ist, man aber am Ende bloss nicht krank werden sollte.

P.P.S.: Das Ganze ist ein Prozess. Ich habe auch länger dafür gebraucht, das zu kapieren. Aber ihr schafft das. Jetzt helf ich euch ja, damit ihr nicht so lange braucht wie ich. Man muss seine Meinung auch ändern können, wirklich, tut gar nicht so weh, wie ihr immer denkt! Guckt mal, beim rauchen habe ich das doch auch eingesehen. Also könnt ihr das auch bei der Homöopathie einsehen. Das schafft ihr! Nur Mut!