Die große Show der Unterhaltung

Ich liebe Fernsehen.

Hört man heutzutage auch nicht mehr oft. “Fernsehen ist tot”, rufen sie. “Die Zukunft heisst YouTube”, sagen sie. “Die Menschen wollen gucken, wann sie wollen”, heißt es. Ich wundere mich etwas über so viel Fundamentalismus, habe selten verstanden, warum man vor entweder-oder Entscheidungen gestellt wird, gerade in Bezug auf Medien. Haben doch die letzten Jahrzehnte bewiesen, dass nicht das eine das andere zwangsläufig verdrängen muss. Absgesehen davon: Erstaunlich viele YouTube-Stars können es erstaunlich wenig aushalten, nicht so schnell wie möglich im Fernsehen oder Kino aufzutauchen. Der “Webvideopreis” hat sich neulich voller Stolz mit einer ausführlichen Pressemeldung damit gebrüstet, auch endlich im (sogar öffentlich-rechtlichen) Fernsehen ausgestrahlt zu werden. Klar, das funktioniert auch alles andersrum: Böhmermann und Joko und Klaas strahlen mindestens genauso sehr ins Netz, wie auf dem Sender, wenn nicht sogar noch ein bisschen mehr. Und holen so ihre Zuschauer zum TV. “Wechselwirkung” ist hier wohl das Zauberwort, nicht “Nein, du darfst nur eins!”. Wer jemals Germanys Next Top Model oder Tatort oder Dschungelcamp mit geöffnetem Twitteraccount geguckt hat, weiß um die Bereicherung dank des sogenannten “Second Screen”.

Ich seh hier also eine Menge Potential für Gemeinsamkeit, statt dem Kampf sich zu ersetzen. Eigentlich.

Der Standpunkt der sogenannten Netzgemeinde ist in tausenden Beiträgen ausführlich dokumentiert: Beeindruckende Serienproduktionen von zum Beispiel Netflix oder Amazon Prime scheinen die These des Netzes als neuer Inhaltegenerator zu stützen. Dem lässt sich schön einfach das Fernsehen als großer, träger Apparat gegenüberstellen, der Innovationen verhindert, wo es nur geht. So weit, so einseitig. Dass die Produktion fiktiver Inhalte aufwendig ist und eine ganze Menge verlangt, geschenkt. Dass kaum eine Serie, die irgendein Streaming-Anbieter produziert, ohne zweit- und drittverwertung auf DVD und im FERNSEHEN auskommt, wird dann gern mal ignoriert oder “vergessen”. Aber darum soll es gar nicht gehen.

Mich interessiert vor allem mein “Fachgebiet”: Die Show.

Da ist das Netz ja im Grunde genommen keine Gefahr. Moderierte Shows eignen sich einfach kaum als Onlineinhalte. Man konsumiert sie am liebsten zu mehreren, man sieht sie gern auf einem grösseren Bildschirm (Fernseher), sie sind klassische Couch-Formate. Nun wird auch im Internet und auf Youtube moderiert und das ist ja auch alles gut und richtig und schliesslich mache ich das selber auch. YouTube ist eine Plattform für moderierte Inhalte, aber die Form funktioniert anders. Die Zielgruppe ist zu bestimmt 80% einfach jung. Die Dauer der Formate ist meistens kurz. Und der Produktionsaufwand im Gegensatz zu Fernsehshows dann doch meistens deutlich geringer.

Was machen aber Fernsehshows, was machen Fernsehsender?

Der öffentliche Untergang von Wetten dass…? hat viele geschockt. Vielleicht gar nicht so sehr, weil ein legendäres Format sich selbst überlebt hat, sondern weil der Verfall vor aller Augen durchexerziert wurde. Es gab keine Sekunde, in der Markus Lanz zu beneiden war. Die Kritik war zu großen Teilen unfassbar übertrieben (Man erinnere sich an Tom Hanks, der sich ein bisschen ironisch-belustigt über die Sendung ausgelassen hat, nachdem er dort zu Gast war und gleich von allen deutschen Medien deswegen lustvoll selbstzerfleischend als Kronzeuge aufgerufen wurde, wie unfassbar lächerlich das Ausland angeblich “Wetten dass” fände…) und die Show hat er nie in den Griff bekommen. Alleine den Mut, dieses Monstrum von Show zu übernehmen, muss man ihm hoch auf die Eiergröße anrechnen. Aber das Ende kam dann trotzdem nicht überraschend und die letzte Ausgabe war tatsächlich von Anfang bis Ende so verfahren und daneben, dass man ganz froh war, als es zu Ende war.

Nun ist das Ende von Deutschlands letzter, legendärer Samstag-Abend-Show oft genug als Symbol für das Ende dieser Art von Fernsehen umgedeutet worden. Aber wie konnte es so weit kommen? Ist das Internet schuld? Weil die Kids heute lieber Dagi und Bibi gucken, als alte Männer, die alberne Spiele moderieren?

Ja und nein. Ja, weil ich es an meiner Tochter beobachte. Hatte sie zu Gottschalk-Zeiten noch Spaß daran, mit Papa auf der Couch zu sitzen und atemberaubende Wetten zu gucken, liess das mit Lanz deutlich nach. Auch wenn ich sie noch jedes Mal gefragt habe. Aber ich musste dann immer alleine gucken. Ich weiß, da kamen eine Menge Faktoren zusammen: Als ich in die Pubertät kam, haben mich Familienshows auch nicht mehr so richtig gekickt, eher die Sendungen, die meine Eltern für doof hielten, die aber am darauffolgenden Montag Schulhofgespräch Nummer Eins waren. “Alles Nichts Oder” dürfte da eine Pionierrolle einnehmen. Sei es, wie es ist: Den Sendungen laufen die Zuschauer demnach nicht weg, oder besser: Nicht mehr als früher auch. Die gehen nur woanders hin. Aber, frei nach Loriot, wo laufen sie denn? Hin?

Und da fallen einem ad hoc erstmal zwei Formate ein, beide auch noch beim selben Sender: “Schlag den Raab” und “Joko und Klaas - Duell um die Welt”. Warum wird denn lieber das (von jungen Menschen vor allem) geguckt, als das neue Superquiz mit Johannes B. Kerner? Warum schalten nicht so viele Frank Plasbergs Quiz des Körpers, der Wissenschaft, der Tiere, der Nadelbäume, der Gesteinsarten, der Briefmarken ein, wie die Pro Sieben Formate? Beim Plasberg, da sitzen doch immer die richtigen (gleichen) Stars! Die Ferres! Der Liefers! Der Rohde! Die Rakers! Der Pocher! Alles absolute A-Liga. Das wollen die Leute doch! Bei Raab und den anderen beiden sind nie Promis! Das geht doch nicht!

Ironie off. Natürlich brauchen Raab und Joko und Klaas keine Stars, denn sie sind selbst die Stars ihrer Shows. Ihre Konzepte drehen sich nur um sie selber und sind dabei doch so unterhaltend und frisch, dass bei ARD und ZDF vermutlich regelmässig Taschentücher gezückt werden. Wer sollte eine Sendung, die so viel Aktivität und Kampfgeist von ihren Protagonisten verlangt (und vom Zuschauer, bis zum Ende dranzubleiben) denn in der ARD moderieren? Man müsste einen neuen Moderator suchen, aber da hat dort niemals jemand Bock drauf, also ist es wieder Pilawa. Der leidenschaftsloseste Moderator im deutschen Fernsehen. “Schlag den Pilawa”: Die Show wäre nach einer halben Stunde vorbei und der Kandidat hätte jedes Mal gewonnen. 5000 Euro und eine Tasse mit dem Logo der Show. Oder Kerner würde zusammen mit Klaus Kleber das “Duell um die Welt” im ZDF machen: Johannes Baptiste müsste sich trauen, von einem Klettergerüst zu springen, während es Klebers Aufgabe wäre, einen Böller in einen Briefkasten zu werfen. Aber begleitet von Warnhinweisen, dass doch bitte nicht nachzumachen.

Klar, falsches Personal in falsche Shows zu stecken ist ein einfaches Spiel. Ich mag ja sogar die Art von Plasberg oder Kerner. Aber worauf ich hinaus will, ist etwas anderes: Das “Geheimnis” für den Erfolg der Kollegen ist nicht das sie lauter, krasser, schlimmer oder wilder als alle Anderen sind. Das wird immer so behauptet und mag oberflächlich gesehen auch so sein. Aber es gibt einen anderen, meines Erachtens nach triftigeren Grund. Spielen wir als Beispiel ein wenig 80er Jahre Samstagabend-Show-Bingo. Ich sage den Titel einer Samstagabend-Show und der geneigte Leser möge an sich selbst beobachten, was er damit assoziiert:

“Auf los gehts los”

“Die verflixte Sieben”

“Wetten dass…?!?”

“Einer wird gewinnen”

“Vier gegen Willi”

“Flitterabend”

“Geld oder Liebe”

Na? Fällt was auf? Die ersten Dinge, die mir da in den Kopf kamen, waren:
Blacky Fuchsberger, Rudi Carell, Thomas Gottschalk, Kulenkampff, Mike Krüger und sein Hamster, Michael Schanze, Jürgen von der Lippe. Man hat die Shows nicht nur der Show wegen geguckt. Jede Show hatte ihren Moderator. Hatte ihre Seele. Hatte ihren Menschen, der die Sendung verkörperte, lebte, erfüllte. Ein Mensch, ein Format. Und die Moderatoren stiegen und fielen gemeinsam mit ihren Sendungen. Die Samstagabendshow hatte Persönlichkeit.

Wieviele verschiedene Shows moderiert Plasberg? Pilawa? Kerner? Keine Ahnung, aber so viele wie möglich. Sendungen ohne Gesicht, ohne persönliche Note. Sendungen, die jeder andere Moderator jederzeit exakt genauso moderieren kann. Bloss kein Risiko mehr eingehen. Alles schön glatt unter dem Radar laufen lassen. Hat irgendwer den “großen Spiele-Abend” im ZDF gesehen? Eine Show, in der einfach die ganze Zeit nur räumlich-riesige Versionen bekannter Brettspiele gespielt wurden? Mit Ferres, Ceylan und co als Kandidaten? Moderiert von Kerner mit Til Schweigers Tochter Emma als Assistentin? Ich hab mir das angesehen und konnte wirklich nur noch fragen, wen das ZDF mit dieser lieblosen Scheisse von Show eigentlich verarschen möchte.

“Aber die Quote war gut!”

Deine Mudder war auch gut! Die Sendung war die endgültige Kapitulation vor allem, was Fernsehen mal ausgemacht hat. Originalität? Bitte nicht. Dynamik? Wir möchten niemand überfordern. Charme? Braucht man beim Einwohnermeldeamt auch nicht. Spannung? Ach komm, bitte, es wird nicht besser. Witz? Ey, der eine Moment, in dem Bülent Ceylan seine Haare aufgemacht hat und Veronika Ferres so lustig geguckt hat, dass war echt witzig!

Die Privaten müssen sich jetzt übrigens nicht die Hände reiben, denn auch da: Joko und Klaas und Raab dürfen nur deswegen machen, was sie wollen, weil sie sich dieses Recht erspielt haben, aber wo sind andere Moderatoren bei Pro Sieben? Gibts nicht? Braucht man ja erst wieder, wenn man die durchgenudelt hat? Produziert auch noch jemand anders Spielshows bei RTL ausser Jauch? Nein? Dieter Bohlen forever, weil der ja noch so lustig ist? Kann der Hartwich (so gut ich den eigentlich finde) neben Dschungel, Lets Dance und Supertalent nicht auch gleich RTL Aktuell mitmoderieren?

Wenn Jürgen von der Lippe damals bei “Geld oder Liebe” Bands angekündigt hat, dann hat der gebrannt und voller Leidenschaft die Acts teilweise bis zu zehn Minuten lang angesagt und gelobt, herausgearbeitet, was diesen Künstler jetzt so besonders macht. Und am Montag danach wurden in den Plattenläden die Fächer jener Künstler leer gekauft, weil vermutlich wenig so mitreissen kann, wie echte Leidenschaft (etwas, dass ich mit “Endlich gute Musik” als Buchform versucht habe). Wofür brennt Kerner? Was liebt er, was vermittelt er mir? Haben die Supermärkte nach der großen Spielenacht Bonaqua und Gutfriedwurst Engpässe? Ich glaube nicht. Haben die Kaufhausabteilungen und Toys R Usse dieses Landes leere Brettspielregale? Ich fürchte nein. Wer sollte die nach dieser, aus allen Poren Langeweile ausstrahlende, Show noch spielen wollen, ausser die Ferres und sadistische Wärter in Guantanamo, während sie die Insassen zwingen zuzugucken (Was übrigens EINDEUTIG gegen die Genfer Konventionen verstösst…)?

Die (vor allem öffentlich-rechtliche, aber bisweilen auch private) Samstagabendshow ist nicht tot, weil die keiner mehr sehen will. Sondern weil die keiner mehr richtig machen will.

“Ja, meckern, dass können die Deutschen gut. Immer rumkritisieren. Denk dir doch was besseres aus! Du bist doch nur neidisch, weil du nix mehr im Fernsehen machst!”

Ernsthaft? Ich will eine Show, die einem Moderator “gehört”, die sein Spielplatz ist, sein Terrain, seine Sandbox. Die er zu seinem Zirkus macht und in der nach seinen Regeln gespielt wird. Ich will Moderatoren, auf die ich mich freue, sie einmal im Monat zu sehen. Ich will auch mal andere Kandidaten in den Sendungen, die trotzdem berühmt und lustig sind. Ich will, dass diese Sendungen ganz viele Sachen miteinander verknüpfen. Ich will nicht nur ein schnödes Hashtag pro Show, ich will dass sich Redaktionen ausdenken, wie sie Online Communitys einbinden können. Ich will die große Annette Frier Show einmal im Monat, in der sie mit ihren Gästen singt, Sketche vor Publikum spielt und mit Kandidaten absurde Spiele spielt. Ich will Böhmermann mit dem Neomagazin jeden Abend der Woche nach Lanz und nicht nur einmal hinter Aspekte, wo die meisten schon eingeschlafen sind. Ich will eine lustige Spielshow mit Ina Müller. Ich will ein absurdes Quiz mit Amiaz (kennt man eventuell durch die Vox-Show “Wer weiß es - wer weiß es nicht?”). Ich will Showtreppen. Fernsehballett. Big Bands. Das muss alles nicht altbacken sein, das kann man alles auch modern machen. Und mittendrin Caro Korneli. Und Jan Köppen. Ich will, dass neben Schauspielern YouTuber auf den Couchen sitzen, denn Stars sind Stars. Die Arroganz, Stars der Jugend nicht anzuerkennen, darf man sich gerne schnell wieder abgewöhnen, wenn man auch Zuschauer unter 50 haben will. Ich will, verdammt nochmal, wieder Begeisterung auf dem Bildschirm sehen. Ich will Nova Meierhenrich eine Charity Gala moderieren sehen. Ich will das Jeannine Michaelsen “Verstehen sie Spaß” übernimmt und die dringend notwendige Redaktion selber mitbringt. Auf das sie, vor allem im Live-Teil, auch Menschen unter 100 anzusprechen versuchen. Ich will auch eine wirklich lustige Show für Luke Mockridge. Ich verlange ein aktuelles Quiz für Micky Beisenherz. Und Kai Pflaume will ich auch behalten, aber seine Show soll verdammt nochmal wieder “Dalli Dalli” heissen, weil es “Dalli Dalli” ist. Ich will selber eine Show mit Musik machen, ich will auch eine tägliche Late Night Show haben, weil ich die Menschen liebe und ich will die Beatsteaks als Studioband. Ich will Gäste und Musikacts wie Frederik Lau, Michael Gwisdek, Kurt Krömer, Bilderbuch, Haftbefehl, LeFloid, Gronkh, Uwe Wöllner, Olli Schulz, Joy Denalane, Prag, meine beste Freundin Chiara Schoras, Anke Engelke, Dagi Bee, Bibi und wie sie alle heissen, in deutschen Shows, statt Ferres, Fischer und Konsorten. Die haben jetzt Fernsehpause. Ich will eine ehrliche Show, das muss kein Widerspruch in sich sein. Ich will, dass das Fernsehen wieder den Menschen Platz macht, die Bock drauf haben. Die ihren Job lieben und nicht an ihm kleben. Ich will ein Fernsehen, dass keine Angst hat vor irgendetwas Neuem, sondern die Arme öffnet, auch auf die Gefahr hin, dass ein oder andere Mal dabei auf die Fresse zu fallen (Remember “Nase vorn”?). Aber die Momente, in denen es sich auszahlt, gleichen alles wieder aus. Ich will eine Show, nach der ich gut gelaunt mit Freunden ausgehe. Oder fröhlich ins Bett. Ich will wieder Fernsehmomente, die man bereut verpasst zu haben, als sie live waren. Ich will wieder Fernsehen, über das man spricht. Ich glaube nicht, dass das tot ist. Ich glaube nur, dass das (ausser im Moment vielleicht Böhmermanns Redaktion) niemand mehr machen will.

Ich brenne für dieses Medium. Und ich gebe nicht eher Ruhe, ehe ich ihm nicht ein bisschen Seele, ein bisschen Feuer, ein bisschen Leidenschaft zurückgegeben habe. Gegen die Marktforscher und Innovationsverhinderer dieser Welt und für die Unterhaltung. Denn Fernsehen kann viel mehr, als Sicherheitsdenker daraus machen. Frei nach Biohazard:

Fernsehen’s for you and me - not the fuckin industry.



Wenn schon falsch, dann richtig!

Ich wollte hier eine ganz originelle Einleitung schreiben, so mit feinen Spitzen. Aber das ist eigentlich viel zu albern. Thomas Knüwer, ein Journalist/Blogger, der immer richtig drauf haut (oftmals zu Recht) wenn Kollegen von ihm irgendwo Murks schreiben, weil sie sich zu fein waren, mal 20 Sekunden zu googlen, macht in seinen eigenen Artikeln oftmals genug die Fehler, die er den anderen um die Ohren hauen würde.

Besonders doof ist das, wenn man einen Post schreibt über etwas, was einen begeistert hat, weil man dann die Begeisterung, die man ja eigentlich versucht zu teilen, total schmälert. Denn der Gedanke ist ja: Wenn er nichtmal die einfachsten Sachen richtig schreiben kann, wie soll er dann erkennen können ob etwas Qualität hat?

Deswegen jetzt mal ein paar kleine Hinweise zu seinem aktuellen Text über Ray Cokes live, der einem Fernsehliebhaber wie mir große Schmerzen bereitet. Also der Text, nicht der Cokes. Den würde ich gerne wieder auf dem Bildschirm sehen.

Und, nehmen wir mal den Grundtenor von Knüwers Lobrede, das würde sich wohl auch lohnen. Denn Ray Cokes scheint zur alten Form zurückgefunden zu haben und so ausser Rand und Band zu sein, wie damals zu seligen MTV Zeiten. Knüwer schreibt:

Den Jüngeren unter den Lesern muss man diesen Namen vielleicht erklären. In den Zeiten, da MTV das Fernsehen und die Ästhetik des Bewegtbildes längst verändert hatte, war Cokes mit seiner abendlichen Live-Talkshow „Most Wanted“ von 1992 bis 1996 die Hoffnung, dass dieses veränderte Fernsehen noch einmal mutiert, mutiger wird und schräger, mit wackelnder Kamera deren Bediener „Rob the camera man“ ganz selbstverständlich ein handelnde Person war – Jürgen von der Lippe würde später die ARD mit diesem Konzept bekannt machen. Zwischenzeitlich war Cokes dann noch auf Arte zu finden – das war’s.

Gut, das überhebliche “Den Jüngeren..”-Blabla sei mal geschenkt. An diesem “Gag” haben sich schon andere die Finger verbrannt, ich glaube ich hab das sogar schon selber mal auf meinem Blog irgendwo geschrieben. Würd ich aber nicht mehr tun. Egal. Veränderte Ästhetik und so geht auch alles klar. Und dann der erste grobe Schnitzer: Jürgen von der Lippe würde die ARD mit dem Konzept des “ich rede mit meinem Kameramann, weil er mein Kumpel ist” bekannt machen. “Später”. Also nach Ray Cokes.

Jürgen von der Lippes Sendung “So isses” bot unter Anderem ein großes Wiedererkennungsmerkmal: Die Gespräche von von der Lippe mit seinem Kameramann Günni. In der Show, die 1984 gestartet ist und die 1989 aufhörte. Drei Jahre bevor “MTVs Most Wanted” überhaupt auf Sendung ging. (Um das noch zuende zu rechnen: Cokes kam 1987 zu MTV, da hat von der Lippe schon drei Jahre mit seinem Kameramann Günni im Fernsehen geredet). Muss man nicht wissen, die genauen Daten musste ich jetzt auch googlen. Aber wenn man Fernsehen mag und geguckt hat, dann sollte einen dieser Vergleich schon stutzig machen. Vor allem: Vollkommen ohne Not. Er hätte den ja gar nicht machen müssen, es kam ja einfach von ihm selbst. Ja klar, der Versuch nochmal das deutsche TV als lahmarschig und schnarchig und uninnovativ darzustellen, um das eigene Stück zu erhöhen. Wenn das aber dann so kapital falsch ist, stürzt das Stück eben auch genauso schnell wieder ab.

Dann kommt ein längerer Teil, in dem er von der Show, die er vorgestern live mit Ray Cokes in Köln sah, schwärmt, wie ein kleiner Schuljunge. Das ist toll, das ist ehrlich und bis auf ein paar Ausreisser schafft er es auch (zum Glück!) nicht, die ganze Zeit die Coolness-Maske aufzubehalten, die ihn zu permanenten (und langweiligen) Spitzen gegen das ach so schlimme, deutsche Fernsehen treibt. Da spricht ehrliche, aufrichtige Begeisterung über das erlebte. Das ist schön.

Und dann kommt der Absatz aus der Hölle:

Derzeit gibt es vor allem im öffentlich-rechtlichen System viele Versuche innovative TV-Formate auszuprobieren. Während sich der Kontrollverlust bei ZDF Neon auf das Lästern über Talkshow-Gäste im Anschluss an den Talk beschränkt bedeutet er für Cokes die Übergabe eines Interviews an zufällig ausgewählte Zuschauer. Verglichen mit der augesetzten Pseudo-Coolness der ZDF Neon-Magazinen, bei denen Tiltshift- und andere Filter mangelnde Inhalte regelmäßig überdecken, verglichen mit der demonstrativen Wurschtigkeit von „Roach und Böhmermann“ gegenüber ihren Gästen – da wirkt Ray Cokes noch immer wie der personifizierte Antichrist mit den vier Kameramännern der Apokalypse, die über das Land kommen um zu zeigen, wie fantastisch unterhaltend Fernsehen sein kann.

ZDF Neon“? Seriously? So gelangweilt vom schreiben, dass nicht mal mehr ein Mindestmass Mühe drin ist? Der Sender heisst, wie sich ja nun tatsächlich rumgesprochen hat, “neo”. Klein geschrieben, finden die halt schick. Kriegt aber auch jeder hin. Dann das “lästern über Talkshow-Gäste im Anschluss an den Talk”, damit kann eigentlich nur “neo Paradise” gemeint sein, die Show mit Joko und Klaas und da sind die meisten Talks eher von einer Art Respekt dem Gast gegenüber beseelt. Ich hab ein paar da gesehen, da wurden nach dem Gast noch Späßchen über den gemacht, aber das waren vielleicht 3 von 60, oder so. Vielleicht meint er aber auch was Anderes.

UPDATE: Jemand auf Twitter wies mich darauf hin, das hiermit auch der Nachklapp aus “Roche und Böhmermann” gemeint sein kann, in dem sie nach der Sendung noch alleine in der Studiokulisse setzen und die vergangene Sendung, auch selbstkritisch, Revue passieren lassen. “Sein Fett weg” bekommt dort eigentlich nur, wer durch klassisch langweiliges rumgelaber in der Sendung eher negativ aufgefallen ist. Ansonsten ist diese Kleinigkeit eine große, kleine Idee. Zu der Sendung kommen wir aber gleich noch…

“…ausgesetzten Pseudo-Coolness der ZDF Neon-Magazinen, bei denen Tiltshift- und andere Filter mangelnde Inhalte regelmäßig überdecken”. Okay, wieder der Neon-Fehler, anscheinend weiß er wirklich nicht, wie der Sender heißt. Demnächst dann neue kritische Knüwer-Artikel über N25 und RTJ, SAT 2 und die ART. Ist ja egal wie die heißen. So ähnlich. Ich freu mich. Das “ausgesetzt” soll bestimmt “aufgesetzt” heißen, was nicht schlimm ist, Flüchtigkeitsfehler. Mein Blog ist voll davon. Aber bei jemandem der Kollegen jedes falsch gesetzte Komma krumm nimmt, hat das natürlich einen gewissen Unterhaltungswert. Das Format, das er hier beschreibt, soll sicher “Bambule” mit Sarah Kuttner sein (wie gesagt, ich kann immer nur spekulieren, was er meint…). Ein Magazin, das mit Sicherheit streitbar ist und Menschen über 35 oftmals bestimmt belanglos vorkommen kann. Vielleicht auch uninteressant. Aber Pseudo-Cool? Seriously? Und Inhalte überdecken? Sorry, das ist wirklich albern. Es mögen nicht seine Inhalte sein, aber Themen, die 30-somethings hierzulande bewegen als mangelnde Inhalte bezeichnen, das ist schon kackdreist. Naja. Nehmen wir aber an, er hat das nicht so gemeint und im Überschwang der Gefühle für die erlebte Ray Cokes Show so formuliert.

“…verglichen mit der demonstrativen Wurschtigkeit von „Roach und Böhmermann“ gegenüber ihren Gästen…”
ALTER! ROACH? Mann ey, mach mal deine Hausaufgaben! Du glaubst doch nicht das da eine Frau sitzt, die “Schabe” heißt und wenn das ein absichtlicher Diss gewesen sein soll, dann muss ich mir leider sofort den eigenen Schädel zertrümmern, weil ich das nicht fassen könnte. Abgesehen davon zeugt das ausmachen einer Haltung “demonstrativer Wurschtigkeit” gegenüber ihren Gästen davon, die Show vielleicht einmal 4 Minuten gesehen zu haben. Ist für Medienprofi Knüwer natürlich Zeit genug, sich ein Urteil zu bilden. Und dann schreiben wir noch schnell den Namen falsch, weil ist doch egal, der Scheiß. Findet er eh nicht gut, hat also gar kein Recht, richtig geschrieben zu werden. Ich könnte noch erwähnen, dass es sich bei “Roche und Böhmermann” um ein Format des Senders zdf.kultur handelt, aber das wäre wirklich zu viel an richtiger Information. Vermutlich heißt der Sender bei ihm auch anders. ZDF Kult oder so, keine Ahnung.

Er schreibt noch das diese Ray Cokes Show, die er da live gesehen hat und die eine Art Showcase für eine neue TV-Show sein soll, eine tolle Chance wäre “junge Musik außerhalb der Charts wieder im Fernsehen stattfinden zu lassen.”. Als er da war, traten Jupiter Jones und die Donots (ich LIIIIIIIIIIIIIIIIIEBE die Jungs!!!!) auf. Muss ich jetzt nachgucken, wo die in den Charts stehen? Ne, oder? Auf jeden Fall nicht außerhalb.

Knüwer schliesst mit dem Fazit, dass diese Live-Anarchie absolut sehenswert sei. Und ich kann mir auch gut vorstellen, dass ein wiederaufgedrehter Cokes live eine Offenbarung ist und sei es nur der alten Zeiten wegen. Egal aus welchem Grund: super Typ, super Show, her damit. Ach so, das ist gar nicht das Fazit von Knüwers Artikel? Da kommt noch was?

Hinter mir saß in Köln eine Viva-Moderatorin. Je länger der Abend wurde, desto trauriger wirkte sie. Fast hatte ich den Eindruck, sie erkannte: So gut wie Ray Cokes wird sie nie werden.

In Wirklichkeit hat sie wohl gedacht: “Was dreht sich der komische Typ die ganze Zeit zu mir um?”

Disclosure (hier stand vorher “Disclaimer”, aber das ist der völlig falsche Begriff, worauf mich ix hinwies…): Nicht das am Ende jemand behauptet, ich hätte das geheim (huhuhuuuuuu) gehalten: Ich bin mit Klaas und Sarah im gleichen Management und ich hab mit beiden auch schon Mal ein Bier getrunken. Und nehme mir trotzdem raus ihre Sendungen, die sie für neo machen - für die ich auch eine Sendung machte - sehr, sehr gut zu finden. Ich kenne auch die Redaktion der Sendungen, weil ich mit denen auch zusammengearbeitet habe. Disclaimer osure (s.o.) over and out.

P.S.: Noch ein Update: Er hat jetzt alle faktischen Fehler, auf die ich ihn hier hingewiesen hab, gestrichen oder geändert. Aus “Neon” wurde “Neo” und Jürgen von der Lippe taucht auch nicht mehr auf. Normalerweise bedankt man sich ja auch, wenn einen jemand auf eigene Fehler hinweist, gerade in Texten. Dann ändert man die und schreibt dazu, darauf hingewiesen zu sein. So machen wir das seit Jahren in diesem Internet. Muss er ja nicht wissen, er ist ja erst ganz neu hier :) Hab ich gern gemacht, Thomas, nix für ungut.



Undercover Boss und das Problem deutscher Kniesbüggel

Gestern Abend hatte die deutsche Version von “Undercover Boss” auf RTL Premiere und hat zu Beginn gleich mal einen Quotensieg hingelegt. So weit, so gut. Und vor allem: So selten, denn “Undercover Boss” kam nicht nur beim Publikum gut an (oder hat zumindest sein Interesse geweckt), sondern war im Vorfeld auch noch ein ziemlicher Kritikerliebling: Ansonsten eher ein Garant für äusserst schlechte Quoten. Umso erfreulicher, das es eben auch noch die Fälle gibt, in denen beides stimmt: Zuspruch und Kritik.

Zur Sendung selbst: “Undercover Boss” ist ein britisches Format, das ebenfalls ultraerfolgreich nach Amerika exportiert wurde. In der Show geht es darum, das der Chef eines möglichst großen Unternehmens mit möglichst vielen Filialen, einmal für eine Woche aus seinem Büro rauskommt und verkleidet, mit anderer Identität getarnt, die ganzen Jobs macht, die seine Firma täglich am Laufen halten. Um am eigenen Leib zu merken, wie es ist da zu arbeiten, welche Entscheidungen aus der Chefetage vielleicht an den falschen Ecken und Enden gespart waren und wie die allgemeine Zufriedenhait ist, für die Firma zu arbeiten.

Nun ist das ja gerade in Amerika ein dankbares Format, denn man weiß ja um die Identifikation der dortigen Arbeiter mit ihrem Arbeitgeber. Man sehe sich nur mal die morgendliche Mitarbeitermotivation in einem Wal-Mart an, die, als sie hierzulande praktiziert wurde, eher befremden und Angst vor “sektenähnlichem Verhalten” geweckt hat. Die deutschen wollen sich eben nicht unbedingt mit ihrem Arbeitsplatz indetifizieren, sondern “Tisch und Bett” klar trennen. Geht ja auch klar, macht es aber für die Sendung schon ein bisschen schwieriger. Und das sah man der ersten Folge gestern Abend auch an:

Begleitet wurde der “Geschäftsleiter” (was ist eigentlich der Unterschied zwischen Geschäftsleiter und Geschäftsführer?) der Firma Eismann. Das sind die, die immer die Tiefkühlkost an die Tür bringen, nach Bestellung. So wie Bo-Frost. Gabs bei uns in der Siedlung damals auch immer, scheint sich ja schon lange zu halten, das Prinzip. Warum nicht? Der Boss war auch gut ausgesucht: Alt genug um “bossy” zu wirken, jung genung um nicht alt zu wirken. Ausserdem sympathisch, konnte gut reden und war sich für nix zu blöd. Idealbesetzung für so eine Sendung. Und dann ging er in einer Woche alle Stationen durch: Als “Rollimann”, die die Schnittstelle zwischen den Fahrern und den Verteilerstationen fungieren und die morgens schon die einzelnen Lieferungen bereit haben. Da hatte er einen älteren Typen beiseite, der seit Jahren für das Unternehmen arbeitet, der wegrationalisiert werden sollte, aber auf Grund des Protests der Fahrer behalten wurde, allerdings für weniger Stunden. In dieser Zeit ist sein Job allerdings nicht zu machen, weswegen er seit Jahren unbezahlte Überstunden macht um seinen Job zu halten. Als nächstes ging es mit einem Fahrer auf Tour, der eine große Familie hat, aber nicht genug Kunden. Dann noch mit einem jungen Mädchen auf Kundenakquise von Haustür zu Haustür. Und dann zu einem…öhm…ich glaube “Regional Manager” oder so, so ein Typ der eine Fahrerstation beaufsichtigt und führt. Am Ende noch eine Nacht im Kühlhaus, Waren sortieren. Und dann durfte er wieder zurück in sein Büro.

Bislang ist alles in Ordnung. Die Dramaturgie stimmt, die Einzelschicksale sind spannend und ganz gut erzählt und der Protagonist scheint wirklich mitgenommen und beteiligt. Aber es machen sich auch schon erste unangenehme Situationen bemerkbar: Der Regional Manager Typ beispielsweise zeigt einmal, wie er jeden morgen mit den Fahrern spricht, mit ihnen kommuniziert, sich erkundigt ob alles in Ordnung ist oder ob es irgendwelche Problemchen gäbe, bei denen er helfen könnte. Und in dieser Minute wird mehr als offensichtlich, das der noch nie mit denen geredet hat. Die Fahrer sind übrfordert von der Kamera und der überraschenden Fragestellung und antworten verunsichert, was sie glauben, was ihr Chef hören will. Zur Megafarce wird es aber dann, als der junge Manager danach dem “Undercover Boss” sinngemäss sagt, das sie das hier immer so machen würden und der Boss wiederum im Interview mit der Sendung (in dem er seine Eindrücke schildert) sagt, das er erstaunt sei wie toll der junge Mann hier mit seinen Mitarbeitern umginge. Das war alles so piefig und so offensichtlich faky, das hat wehgetan. Aber, das muss man den Machern zu Gute halten: Das haben die wohl auch gemerkt und gerade diese Episode so kurz wie möglich gehalten.

Nun ist es in der Auflösung der Show immer so, das die einzelnen Leute, die der Boss kennengelernt hat, in die Zentrale eingeladen werden und da erkennen, das sie eigentlich mit dem Oberchef ihres Unternehmens zusammengearbeitet haben - was sie vorher nicht wussten. Da ist das “Hallo” groß und der Boss, gerührt von den Schicksalen der Einzelnen, hat dann meistens auch noch ein paar warme Worte und eine Überraschung in Petto. Das funktioniert zum Beispiel bei dem Mädchen, das die Akquise macht genau so, wie das sein soll: Sie hatte vorher im Gespräch erklärt, das sie unbedingt zur Teammanagerin aufsteigen will und als sie dann im Büro sass -ZACK- zur Team Managerin aufgestiegen. Wunderbar. Aber dann:

Der “Rollimann” der seit Jahren unbezahlte Überstunden macht, wegen kurzsichtiger Planung der Chefetage bekommt was? Eine einwöchige Reise nach Ägypten, weil er noch nie Urlaub gemacht hat. Wohlgemerkt: Vorher wurde immer groß von den 500 Millionen Umsatz der Firma berichtet und so weiter. Und der Typ wird mit einer 800 Euro Reise abgespeist? Come on, seriöslich? Der italienische Fahrer mit der großen Familie bekommt den Rat “Noch etwas mehr reinzuhauen, du kannst noch mehr!” und später im Off-Text wird noch gesagt, das er jetzt “mehr Kunden bekäme”. Echt jetzt? Thats it?

Und damit wird wieder das ganze Elend deutscher Arbeitnehmer deutlich: Sie wollen sich nicht nur nicht mit ihrer Firma identifizieren, ihre Firma will auch gar nicht, das sie das machen könnten! Da wird alles strikt getrennt und man solle sich doch über einen Urlaub in Ägypten freuen (der später im Off-Text noch zu einem Urlaub in Thailand umgewandelt wurde - vermutlich wegen den Unruhen…). Aber was wird das in und an der Firma ändern, das der eine Woche im Urlaub war? Nix! Wird er ein besserer Arbeiter danach sein? Nö. Wird er wegrationalisiert? Höchstwahrscheinlich. Deutschen Chefs (okay: Diesem deutschen Chef zumindest) fehlt dieser Mut zum Symbol, zur Tat. Ja, RTL soll bitte eine Woche in unserem Unternehmen filmen und ja: Natürich tragen wir auch auf der Chefetage alle immer die Hemden mit dem Eismann-Logo auf den Kragen! Aber, ich bitte sie, die Sendung soll doch wohl keine Konsequenzen haben! Wo kämen wir denn da hin?

Und somit hat der deutsche Ableger von “Undercover Boss” vor allem den Beigeschmack eines ein-stündigen Firmenportraits. Also alles schön zeigen, schön Werbung machen - aber das wars dann auch. Ich möchte überhaupt nicht sagen, das die Show in UK oder den USA wirklich Veränderung in den jeweiligen Firmen bewirken würde, ich bin ja nicht doof. Dennoch: Die Gesten sind da weitaus größer (Ich erinnere mich an eine Folge, wo die Firma ein Stipendium für den Sohn eines Mitarbeiters zahlte, weil der Vater das Studium nicht zahlen konnte). Das ist zwar dann immernoch Unternehmenswerbung, aber eine die wenigstens irgendwas bewegt - und sei es nur das sie einem jungen Menschen einen Studienplatz zusichert.

Für mich scheitert also die erste deutsche Folge “Undercover Boss” an der deutschen Kniesbüggeligkeit. Ich bleibe aber dran.