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+++ LIVE-TICKER zu Bokelbergs Beobachtung des Hoeneß-Prozess +++

10:40 Uhr
Immer noch kein Interesse an dem Jahrtausend-Prozess um Hoeneß. Wir halten sie auf dem laufenden.

10:35 Uhr
Bokelberg macht noch keine Anstalten, sich für den Prozess zu interessieren.

10:24 Uhr
Bokelberg öffnet Spiegel Online.

10:11 Uhr
Bokelberg hustet. Sollte dies ein wirklich schlimmer Husten sein?

09:46 Uhr
Bokelberg macht einen ersten Email-Check. Er lächelt. Ist das Taktik?

09:27 Uhr
Ein Tee, Himbeer-Vanille. Vielleicht ein Hilferuf.

08:50 Uhr
Der Hals schmerzt ein wenig. Hustenbefürchtungen des Vorabends scheinen sich zu bestätigen.

08:32 Uhr
Bokelberg wacht in seinem eigenen Bett auf.



Ein Schweinchen namens WTF? — UPDATE —

UPDATE: Das ganze war eine Aktion für die “Deutsche Krebshilfe” um auf die Gefahr von Hautkrebs aufmerksam zu machen. Ich habe die Aktion unterstützt. Alles über das, gesunde, Schwein lest ihr hier. Warum ich mitgemacht hab, lest ihr hier.

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Ich bin gestern über eine Seite gestolpert, die ein wenig komisch wirkt. Hier kann man sie sich ansehen.
Da wird ein Schwein irgendwie bearbeitet, keine Ahnung was die da mit dem machen. Und wie immer, wenn ich nicht weiter weiss, frag ich meine sozialen Netzwerke. Aber auch da: Ratlosigkeit. Ein Drittel meint, das sähe schwer nach einem Viral aus, das andere Drittel ist empört und das letzte mindestens genauso verwirrt wie ich.

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Was haben wir: Wir haben eine Seite mit einer komischen Domain, also nur eine Nummernfolge. Nichts, auf das man zufällig stösst. Wir haben einen Hoster, der wohl irgendwo aus der Nähe von München kommt. Auch eher unspektakulär. (Ich hab dem auch mal gemailt, aber noch keine Antwort bekommen…) Dann eine Tabelle mit viel Kauderwelsch und ein paar verständlicheren Informationen. Da geht es um Kot-Konsistenz und “Hundesitzigkeit”. Komisches Wort, bin ich sofort drüber gestolpert, hab ich nämlich noch nie gehört. Ist aber anscheinend (nach recht oberflächlichem googlen) ein Anzeichen für Krankheit bei Schweinen. Die sitzen dann so auf den Hinterbeinen, wie ein Hund eben, nur das das bei denen nicht normal ist.

Jemand bei meinen Facebook-Kommentaren hat noch folgendes rausbekommen:

“Ich befürchte, es ist ein Versuchslabor. Googlen nach 308 nm hat ergeben, dass dies UV-Strahlung ist, die mit einem bestimmten Laser erzeugt wird. Und es sieht so aus, als ob die Auswirkung dauerhafter Bestrahlung auf das Schwein getestet wird.”

So und das ist so ziemlich alles, was wir an Infos haben. Jetzt muss man das einsortieren.

Mehrere halten das für einen Fake. Ich find auch, das das manchmal komisch aussieht. Irgendwie unecht. Wenn die so mit der Kamera rumlaufen. Andererseits gibt es diese feste Laborkamera, das sind die meisten Filme. Die sind so langweilig. Da kann ich mir definitiv vorstellen, das das echt ist. Ich versuche mir auch vorzustellen, wofür das ein Viral sein könnte, wenn es eins ist, aber ich komm nicht drauf. Wird wohl kaum für eine Serie über Schweine sein, oder so. Schräg. Vor allem, wenn es echt ist, dann wofür? Was machen die da? Ein Schwein mit Laser bestrahlen? Wozu das? Das hört sich so nach Science Fiction an…(Die Fotos auf der Seite sind echt gruselig…)

Nochmal: Falls irgendwer wirklich Ahnung hat, was da passiert, bitte in die Kommentare. Das muss doch rauszufinden sein!



Liebe EM, wo sind die Fans?!?!?!

Hui, also hier ist ja was los! Also eigentlich nicht! Es ist also los, das viel zu wenig los ist!

Habt ihr auch dieses diffuse Gefühl, dass der/die/das Fandom irgendwie so wenig, so unausgeprägt ist? Vielleicht liegt das daran, das die EM kleiner ist als eine WM, aber das reicht mir nicht als Grund. Deswegen war ich für euch ermitteln, auf der Fanmeile. Meine liebste Brause Coca-Cola hat mich eingeladen, mir das Geschehen einmal dort am Brandenburger Tor anzusehen und mich als “Fanreporter” zu versuchen. Und weil ich so einen Quatsch gerne mache und mir wenigstens ein Spiel auch mal dort, auf der Fanmeile, ansehen wollte und weil auch eine meiner liebsten Freundinnen mitgekommen ist und weil der Hermi auch da war - aus all diesen Gründen hab ich das dann einfach mal gemacht. Ich hab fürs bessere reportieren dann auch ein iPad in die Hand gedrückt bekommen. Und durfte das mit nach Hause nehmen. So. Nun ist alles offen gelegt. Wer glaubt, das ich jetzt nicht mehr frei schreiben kann, der möge bitte nicht weiterlesen. Alle anderen: Viel Spass.

So stand ich also da, beim Klassiker Deutschland - Niederlande und hab mir mal angeguckt, was die Menschen immer auf die Strasse hinterm Brandenburger Tor zieht. Das ist, ehrlich gesagt, nicht viel. Also ja, die Stimmung dort ist exorbitant gut. Ich hab eigentlich keine Hauereien sehen können, das ist für so eine Menschenmenge überraschend friedlich abgelaufen alles. Schon mal dufte.

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Aber es ist nicht alles Gold, was glänzt und so mit hab ich auch die Schattenseite einer solchen Grossveranstaltung miterleben dürfen: Lokalradiomoderatoren, die die Menge anfeuern. Abgesehen davon, dass die mir mit dem Vorschlaghammer der Wiederholung, ihren Sendernamen inklusive Frequenz ins Hirn gezimmert haben, waren die sich auch nicht zu blöd, jeden noch so abgedroschenen Fangesang anzustimmen, die wiederum von der Masse sofort aufgenommen und weitergesungen wurden. Ja, das funktioniert zwar, aber ist es deswegen auch gut? Die Spiele, die die zwischendurch gespielt haben, waren so ein bisschen okay (Zwei treten Fitness-mässig gegeneinander an für ein Ticket zum Finale) und so ein bisschen schmerzhaft (Zweier-Teams treten in Fangesängen gegeneinander an). Aber um mich herum wurden die eher nervig gefunden. Naja. Meine Art des moderierens ist dieses “HEY! WIR SIND JETZT ALLE SUPERGUT DRAUF!!!!” eh nicht. Ich bewundere immer Typen, die das können. Ist nicht leicht. Vor allem nicht vor so einer Masse. Dennoch: 2 Gramm mehr Hirn wären auch hier möglich.

Aber alles nicht so wild, ich bin ja nicht da gewesen, um das literarische Quartett zu sehen. Erstmal hab ich sowieso einen alten Freund dort, in diesem VIP-Bereich, wiedergetroffen. Lang haben wir uns nicht mehr gesehen. Ihn zieht es auch immer wieder aus Köln weg, so wie jetzt auch. Da haben wir ein wenig sinniert und über die ganze Welt nachgedacht. Das kann man hier ganz gut sehen:

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Nachdem Lukas und ich uns voneinander verabschiedet haben, war auch schon die erste Halbzeit vorbei. Und wir steuerten direkt auf das absolute Highlight der Veranstaltung zu, das noch niemand ahnen konnte. Das Showprogramm auf der Bühne startete etwas lahm mit dem Spruch: “WIR MACHEN JETZT 15 MINUTEN PARTYYYYY!!!!”. Das hab ich schon aufregender gehört. Aber gut. Wir, das heisst unsere kleine Reisegruppe, unterhielten uns und analysierten die erste Halbzeit, wenn wir schon die TV-Analyse nicht sehen durften.

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Und da fiel er mir auf. Ein versierter Tänzer, der ein wenig betrunken wirkte, aber dennoch offensichtlich absolut sicher stand. Warum er mir auffiel? Nun ja, er tanzte an einer etwas exponierten Stelle:

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Ich bewundere ja immer Leute, die so hammergut klettern können und scheinbar problemlos in so luftige Höhen steigen. Schon alleine dafür hat der Kollege meinen Respect. Das sind richtige Fans, die das machen. Nun, nach einem wilden Tänzchen wurde es ihm ein wenig langweilig und er setzte sich hin.

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Da sass er nun und verfolgte das Geschehen. Das Ding war nur: Das Geschehen war plötzlich er selbst. Auf der Bühne sollte gerade Oceana ihren offiziellen EM-Song singen. Nach nur ca. 20 Sekunden wurde jedoch das Playback abgebrochen. Große Verwunderung allenthalben. Sollte die FIFA eingelenkt haben? Nein, das war nicht der Grund für den abrupten Stop der Musik. Nach ca. 10 Minuten hat man auch auf der Bühne den Ampelmann entdeckt (oder ist von den Sicherheitskräften darauf hingewiesen worden) und das musste unterbunden werden. Deswegen plötzlich der dringende Appell des Moderators mit dem vergeblichen Versuch, die Masse gegen den Hochlufttänzer aufzuhetzen:

Zwei Sachen sieht man nicht:

1.) Auf der Leinwand über der Bühne steht groß geschrieben “runter!!!”. Hihihihi!
2.) Auf den Kletterer hat sich direkt eine Fußballmannschaft Securitys gestürzt. Ich glaub nicht, das der nochmal auf die Fanmeile darf. Maike hat das übrigens alles tausendmal besser als ich beschrieben. Und zwar hier.

Auf jeden Fall war die Halbzeitpause dadurch sehr spannend. Das Spiel wurde gegen Ende auch noch mal nägelkauend aufregend und dann war es auch schon plötzlich vorbei. Deutschland hat, nicht schön aber wirksam, sein zweites Spiel 2:1 gewonnen und, vielleicht ein erster Indikator für ausbleibende Superextase im Land, war trotzdem noch nicht sicher weiter. Das ist doch auch bescheuert. Die Leute wollen sich freuen, haben zwei von drei Spielen gewonnen und man muss ihnen als erstes sagen: Du, ihr seid aber noch nicht weiter. Ich glaube dieser Dämpfer, hat die gesamte Stimmung und Euphorie im Land gedämpft. Und die muss man jetzt mühsam wieder hochziehen. Nun ja. Meine bescheidene Psychoanalyse eines gesamten Landes. Gestatten: Bokelberg, Länderpsychologe. Klingt gut!

Nachdem das Spiel gelaufen war, feierten die Menschen noch ein wenig und verschwanden dann peu a peu, bis die Fanmeile wieder leer war und die Musik aus. Ruhe und Müllmänner. Ich mag die Romantik verlassener Feste.

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Die große Frage aber blieb und bleibt: Was bleibt von diesem Abend? Lustige “Wir albern rum im VIP-Fotoautomaten”-Bilder? Ja, die auch:

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Aber das reicht doch nicht. Wenn ich an die Songs denke, die zwischendurch gespielt wurden, dann wird es mir wieder klar: Deutschland hat keinen EM-Song, vor allem die Fans haben keinen Song! Das ist doch schlimm, das geht doch nicht! Ich, als Komponist und Autor des großen WM-Hymne und Ballade “Instrument der Liebe” muss eingreifen! Sofort wird das redaktionelle iPad mit Garageband angeworfen, um Abhilfe zu schaffen.

Mal überlegen: Worum geht es beim Fansein? Mal überlegen. Wir haben ja so Fanklatschen bekommen, so Pappfächer mit denen man laut klatschen kann. DIE dürfen laut sein. Meine Vuvuzela musste ich aber am Eingang der Fanmeile abgeben, weil, wie mir gesagt wurde, der Veranstalter die nicht da haben wolle. Ich war empört. Zensur ausgerechnet am Brandenburger Tor! Aber gut, was ist denn noch laut? GENAU! Und schon hatte ich den ersten Song parat. Das geklatsche, das man die ganze Zeit im Lied hört, hab ich übrigens mit den original Fanklatschen vom Brandenburger Tor eingespielt. Wahnsinn.

Aber, ach, ich weiss auch nicht. Das ist es noch nicht. Da wollte ich irgendwie nicht hin, das ist so negativ, so anti. Ausserdem der Sound, der klingt so ein bisschen outdated. Wer will denn heute noch Akkustikgitarren mit Orgelsolo hören und leicht übersteuertem Gesang mit aufgesetztem Rio Reiser-Akzent? Also, ich war nicht überzeugt. Deswegen musste ich nochmal ran.

Wenn man sich die Modeblogs ansieht (und ich sehe mir GERNE Modeblogs an - wenn auch nicht wegen der Mode, sondern wegen der hübschen Mädchen), so scheint das 80er-Revival doch immernoch im vollen Gange zu sein. Gut, ausser vielleicht bei Robyn, die sich entschieden hat, das schlimmste aus den 90ern zu tragen und zu verkörpern, aber okay. So sind sie, die Paradiesvögel. Ich hab mich also an der Kühle und Monotonie der 80er orientiert und geguckt, ob sich das mit dem Fansein verbinden liess:

Okay, ganz ehrlich: Das kann man doch nicht gröhlen! Das ist doch ausserdem total unemotional. Nein, nein, nein. So geht es auch nicht.

Ich brauche Emotionen, ich brauche Udo Jürgens Gefühl, ich brauche Fans, am Besten jeglicher Richtung. Ich brauche ein Lied, das alle mitnimmt. Eine Ballade, eine Powerballade! Das ist es! So muss es klappen! Fünf Minuten und sechsunddreissig Sekunden echte Gefühle! (Der eventuell etwas müde wirkende Gesang sei der frühen Stunde der Aufnahme entschuldigt - und der Tatsache das ich kein Studio hab. Aber das ist ja auch nur ein Demo…) Für mich ganz klar der Nachfolger des großen “Instruments der Liebe”:

EM gerettet.
Heute bitte gegen Griechenland gewinnen.

Und hier noch ein frisch gemachtes Poster meines Fanmeilenhelden:

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Lieber Sven Regener,

ich schreibe dir diesen Brief als Antwort. Auf deinen Rant beim BR/Zündfunk. Ich hab versucht, dir eine Antwort aufzunehmen, als Podcast, weil es mir die logische Reaktion auf dein frei gesprochenes Telefonat schien. Aber die Diskussion ist vermutlich zu wichtig, um sie mit Schaum vor dem Mund zu führen. Deswegen dieser Brief.

Ich schreibe diesen Brief aus zwei Positionen:

1.) Künstlerfreund.
Ich habe sehr viele Freunde und Bekannte, die Musik machen bzw. sogar davon leben. Ich hatte ja auch selber mal eine Band und wir haben zwei Alben bei einem Sublabel (Königshaus) des Majors WEA damals rausgebracht und zwei Deutschlandtourneen gespielt. Alles übrigens recht erfolglos, aber mit unglaublichem Spass. Eine Zeit, die ich auf gar keinen Fall missen möchte. Im Gegenteil: Ich denke immer noch recht häufig über eine Reunion nach und eine weitere Tour. Nur noch einmal dieses lustige Rock´n´Roll-Leben mitmachen, das wärs. Man kann also von einer grundsätzlichen Künstlersympathie und -empathie bei mir ausgehen.

2.) Internetfreund
Seit ich ins Netz schreibe, hat das so viel mit und für mich gemacht. Und um mich herum verändert, sogar in mir. Ausserdem habe ich es schätzen gelernt als einen Ort nicht enden wollender Zerstreuung (okay, das ist nicht immer gut, aber sei´s drum), offen zugänglicher Information (die man auch erstmal lernen muss zu filtern) und überbordender Kreativität und Freiheit. Im Netz kann jeder sein und machen, was er will. Das ist ein unglaublicher Platz, eine unfassbare Freiheit. Das ist im Prinzip die ultimative Kreativität. Das zieht natürlich jemanden wie mich, der sich nie festlegen konnte, was er am liebsten macht oder machen will, natürlich magisch an.

Man müsste also erstmal meinen, das ich zwischen den Stühlen sitze. Das ich genau dazwischen bin. Denn wenn man die Diskussionen um ein neues Urheberrecht, über neue Vergütungsmodelle und -Kriterien für Künstler in Zeiten des Internets oder nur mal die größtenteils erstaunlich argumentarme Diskussion über die Rolle der Gema für Musiker und Hörer verfolgt, dann scheint es nur zwei Positionen zu geben. User, die raffgierig alles umsonst haben wollen und Künstler, die halb verhungert auf der Strasse sitzen, weil niemand ihre Musik kauft. So falsch die beiden Bilder sind, so sehr kann ich beide Seiten verstehen.

Das Netz (eine per se schon schwierige Pauschalisierung, das ist als wenn du sagen würdest: “alle Menschen, die heute schwarze Socken tragen” oder “jeder, der Klopapier benutzt”) hat Angst um seine Freiheit. Das ist in manchen Fällen Hysterie, in anderen berechtigte Sorge. Klar ist, das dieser Ort frei sein muss, sonst funktioniert es nicht. Facebook beispielsweise hat für viele Menschen eigentlich schon den Stellenwert des Netzes eingenommen, die bewegen sich kaum da raus. Dennoch merken sie, wie schnell sie an ihre Grenzen stossen, wenn zum Beispiel ihr Name für ein Pseudonym gehalten wird (oder tatsächlich eins ist) und sie sich komischen Tests unterziehen müssen oder direkt ihren Perso scannen und an Facebook schicken. Da wird jedem klar, das das mit Freiheit nicht wahnsinnig viel zu tun hat. So weit, so gut. Schön, wenn man das noch merkt.

Das Urheberrecht, das alte, das nun auf das Netz angewendet wird, kannte das Internet gar nicht und konnte sich das auch nichtmal vorstellen. Und macht es dadurch zu einem unfreien Raum. Und damit meine ich nicht die Freiheit Songs zu “klauen” oder so. Aber die Freiheit Songs auf YouTube zu gucken, um sie danach eventuell zu kaufen, wenn sie mir gefallen haben und ich mehr davon will, die wird mir genommen. Und das ist irgendwie schade, denn eine große Stärke dieses Netzes ist es, das ich solche Sachen wie Songs, zumindest theoretisch, jetzt vorher hören kann, bevor ich sie kaufe. Das ist ja irgendwie voll gut.

UPDATE: Weil die Diskussion hier und auf Facebook in den Kommentaren aufkam, hier zur Sache: Der obige Absatz ist ein bisschen verwaschen, da hab ich mich zu sehr von so einer Wut leiten lassen. Das Urheberrecht hat erstmal nix mit der Gema/YouTube-Problematik zu tun. Nicht direkt. Das Urheberrecht soll dazu da sein, das der Urheber entsprechend entlohnt wird, also die Rechte an seinen Werken hat und hält. Und das am Besten überall, in und auf jedem Medium. Videos, die bei YouTube nicht zu sehen sind, werden nicht von der Gema gesperrt - um das nochmal klipp und klar auszusprechen - sondern von YT/Google in einer Art vorrauseilendem Gehorsam (und formulieren es dann extra so schwammig das man, ohne die Hintergründe zu kennen, meinen könnte die GEMA würde Videos sperren - Bad Move YT! Von wegen “Do no evil!”…). Das sich beide Parteien endlich einmal einigen müssen, gerade im Interesse der Künstler, liegt aber auf der Hand. Also, der Künstler die das wollen. Die Anderen können ja das, was sie dann mit YT-Views verdienen, spenden :) Weitere Infos zu dem Gema/YT-Konflikt, sehr viel detaillierter und versierter zusammengetragen, hier bei Spreeblick. Weiter im ursprünglichen Text:

Nun sagst du, das YouTube dafür zahlen soll, das sie Videos abspielen und das ist auch irgendwie richtig. Da muss man sich wohl auf einen fairen Preis einigen. Dann kommt noch das “die gehören nämlich zum bösen Google!”-Argument schnell hinterher, um zu rechtfertigen, das die ja auch das nötige Kleingeld dafür hätten. Das macht dein Argument leider wieder ein bisschen madig. Weil natürlich Google ein Konzern ist der natürlich Geld verdienen möchte. Welch Überraschung. Und das die alle lieber auf ihrem Geld sitzen, anstatt es auszugeben, ist irgendwie auch nicht die Nachricht der Woche. Aber Fakt ist, das die sich endlich einigen müssen. MÜSSEN. Es kann nicht sein, das wir das einzige Idiotenland sind, in dem man keine Videos gucken kann, weil sich zwei bockige Parteien nicht einigen können. Denn wer leidet darunter? Also, ausser den Labels, denen eventuelle Einnahmen entgehen? Na klar, die Künstler. Deichkind haben sich erst vor kurzem öffentlichkeitswirksam darüber beschwert, das ihr Video gesperrt wurde. Man mag von der Gema halten, was man will. Ich hab die von meiner Künstlerseite aus immer als einen sehr entgegenkommenden Verein erlebt, wo man auch mal mit ungewöhnlichen Fragen anrufen konnte und die haben stets versucht, mit dem Künstler zusammen eine Lösung zu finden. Aber was die da jetzt machen, das geht nicht. Diese Bevormundung. Einem Künstler nicht zu erlauben, selber darüber zu verfügen, was mit seiner Musik passiert, das geht einfach nicht. Wenn ein Artist dann eben in Kauf nimmt, kein Geld durch YT-Plays zu verdienen, dann soll man ihm doch auch bitte dieses Recht einräumen, oder nicht?

Damit kämen wir auch schnell zu deinem anderen Argument, das es “uncool” sei, sich gegen Downloads etc. in der Öffentlichkeit zu positionieren. Du sagst das vor allem junge, kleine Labels die Schnauze halten, weil sie Angst haben als “uncool” wahrgenommen zu werden.

Dicker. Das müssen wir jetzt aber nicht auseinanderklambüsern, oder? Das ist natürlich Unsinn. Gerade junge Labels nutzen das Netz wie niemand anders und wissen um seine Wirkmechanismen. Und weisst du woran das liegt? Die haben keine Angst, die sind damit aufgewachsen. Die sind anders sozialisiert. Die kennen das nur so. Für die ist das Internet ein selbstverständlicher Raum. Im Privaten wie eben auch im Beruf. Deswegen nutzen die das so, wie sie es tun. Das du Angst davor hast, okay. Aber wir helfen dir gerne, die abzubauen. Ehrlich.

Ich empfinde deine Argumentation, nach einem Blick auf die Element of Crime-Karriere auf der Wikipedia, mit Verständnis. Du bist seit 27 Jahren Major-Act. Da kann man den Blick für das ausserhalb der Blase schonmal verlieren. Das kann man dir nicht verübeln. Denn, ja, ich hab auch schon Diskussionen im Netz geführt, tatsächlich auch zum Großteil mit Piraten, die der Meinung waren, das Künstler doch mit touren und Merchandise Geld verdienen könnten. Das ist natürlich himmelschreiender Blödsinn. Selbstverständlich müssen Künstler mit ihrer Kunst Geld verdienen können. Das sich Musiker nun die am verhältnismässig leichtesten reproduzierbare Kunst dabei ausgesucht haben, ist ein doofer Zufall. Das darf ihnen aber nicht zum Verhängnis werden. Es müssen neue Vergütungsmodelle gefunden werden, von denen ganz klar alle Beteiligten profitieren. Die User und die Hersteller. Das ist nicht einfach und man hätte schon vor sehr langer Zeit damit anfangen sollen, sich diese Gedanken zu machen. Es ist erst jetzt so weit. Nun gut. Aber dann machen wir doch das Beste draus.

Michael Seeman, ein Netzdenker, hat heute auf Twitter - auch mit Bezug auf deinen Rant - geschrieben:

“der grundfehler der urheberrechtsdebatte ist die fixe idee, die gesellschaft sei den künstlern ein funktionierendes geschäftsmodell schuldig”

Ich weiß nicht, wie sehr er damit Recht hat. Ich denke nicht zur Gänze, denn auch der Gesellschaft sollte an fairer Entlohnung für geleistete Arbeit gelegen sein, aber er hat einen wichtigen Punkt: Anstatt immer zu fordern, dass sich jetzt alle mal Gedanken machen sollen, wie sie Musiker richtig bezahlen können, könnten diese sich doch auch einmal zusammensetzen und selber drüber nachdenken. Oder? Denn vom nachplappern dessen, was einem die diversen Lobbyverbände seit Jahren einflüstern, wird sich niemand ein Brötchen kaufen können. Das ist nur einzementierung des Status Quo.

- Anstatt immer gleich den Gesetzgeber anzurufen, könnte man doch auch mal versuchen dem User entgegenzukommen.

- Anstatt jeden Downloader als Schwerverbrecher oder mindestens Ladendieb hinzustellen, könnte man doch mal auf der eigenen Festplatte gucken ob jedes Logic-PlugIn, mit dem man da seine Musik produziert, jedes Stück, das man da hört, ob das alles rechtmässig gekauft ist.

- Anstatt zu versuchen, so viele Menschen wie möglich zu kriminalisieren, könnte man doch versuchen ihnen in Ruhe zu erklären, warum es cool ist, für ein Musikstück zu zahlen.

- Anstatt zu klagen, wie wenig Geld nur noch beim Künstler ankommt, könnte man doch mal die Labels fragen, ob immer noch so viel wie bei einer CD-Produktion bei ihnen hängenbleiben muss. Oder die Gema, ob ihr Verteilungsschlüssel nicht überaltert und unfair ist.

Es gäbe so viele Ansätze, Künstlern zu helfen zu ihrem verdienten Brot zu kommen. Lass sie uns suchen und versuchen. Bis wir den oder die Richtigen gefunden haben.

Musik wird es immer geben. Lass uns ein faires Business drumherum bauen.

Leg die Scheuklappen ab, Sven.
Es lohnt sich.

Ahoi,
dein Nilz.



Abgewehrte Lebensgefahr, ein Testversuch und die bevorstehende Trennung einer großen Liebe

Wie passt all das zusammen? Was ist da los im Hause Nilzenburger? First things first. Ich kann das alles erklären:

Die Firma simyo kam vor der Re:publica auf mich zu und fragte mich, ob ich Lust hätte das iPad2 zu testen. Mit eben einer simyo-Simkarte drin. So das ich auch testen sollte und könnte, wie sich diese Kombi unterwegs so macht. Meine Herren, hab ich lange mit mir gehadert. Das ist ja Werbung, andererseits will ich so ein Teil mal ausprobieren. Andererseits verkaufe ich mich doch. Aber es geht um ein iPad2 und vielleicht darf ich es auch behalten und wenn es mir nicht gefällt, dann hab ich es wenigstens ausgiebig getestet! Aber es geht doch gar nicht um den Test des Geräts, sondern der mobilen Flatrate! Naja, ihr merkt schon, es wurden heftige Kämpfe in meinem Inneren ausgefochten. Ich habe mich dennoch dafür entschieden, meine Neugier auf das Gerät hat einfach gesiegt. Und wenn du das jetzt billig und nuttig und unweltfriedisch findest, dann tut mir das ehrlich leid. Ich verlöre dich ungern, kann es aber ein kleines Bisschen verstehen. Naja. ein klitzekleines Bisschen. Denn mal ehrlich: Allzu Hardlinermässig macht das hier doch auch alles keinen Spass. Puh. Ich fange schon wieder mit Rechtfertigungen an. Weg damit! Ich habs getestet und ich hab es gerne getestet und ich finds cool, das die simyo-Leute mir das Teil gegeben haben. Denn es gibt sicherlich technisch versiertere Blogger, bei denen etwas anderes als finaler Test-Artikel raussprang, als hier bei mir. So. Und das war erst die Einleitung.

Arbeiten wir doch die Überschrift der Reihe nach ab:

Abgewehrte Lebensgefahr

Ich habe mir vor guten 2,5 Jahren mein MacBook gekauft. Unibody. Und ich muss wirklich sagen, das ich in meinem ganzen Leben mit keinem Computer glücklicher und zufriedener war, als mit dem. Der macht alles, kann alles und hält alles aus. Irgendwie. Ich mache den quasi nie richtig aus, nehme den zum auflegen in Clubs mit, wo schon mal Getränke rumfliegen können, schleppe den tagelang in Taschen rum: Aber er
läuft immernoch wie eine Eins. Gut, mit Abstrichen und einen neuen Akku braucht er auch. Und eine neue Festplatte. Aber im Großen und Ganzen: So viel unkomplizierten Spass hatte ich mit keinem PC. Tolles Ding.

Ich hab zu Hause dieses Ikea-Kissen, bei dem die eine Seite Hartplastik ist, so das man da den Computer draufstellen kann und die untere, weiche Kissenseite auf seinen Schoss legen kann. Da steht mein Rechner quasi immer drauf. In letzter Zeit hatte ich ein paar Probleme mit dem Ladegerät. Da war irgendwie ein Wackler drin, weiss auch nicht. Ging immer an und aus. Und eines Abends ging das kleine LIchtlein auf dem Stecker, der ins Macbook geht und es mit frischem Strom versorgt, ein für alle Mal aus. Ich hab ein bisschen am Kabel gezurrt und gewackelt. Ich hätte das Lichtlein gerne wieder angehen sehen. Traurig blickte ich auf den Stecker. Er spuckte ein kleines Rauchwölkchen aus. Eher ein kleiner Rauchring. Richtig schön war das.

MOMENT MAL?!?!?! RAUCH?!?!??! Schnell zog ich den Stecker ab, der nicht mehr rauchte. Und warum nicht? Weil er mittlerweile brannte.

MOMENT MAL?!?!?! FEUER?!?!??! Schnell pustete ich den Stecker aus und zog ihn aus der Steckdose (ja, dämliche Reihenfolge, aber Panik!).

Jetzt stieg mir auch dieser ätzende Geruch verbrannten Plastiks in die Nase. Nicht zu fassen. Der Stecker meines Computers hat gerade gebrannt.

bischifo

Man stelle sich mal vor was passiert wäre, wenn ich geschlafen hätte oder nicht drauf geachtet. Nein, man stelle sich das lieber nicht vor. Jetzt habe ich auf jeden Fall eine Ahnung, wie so Hausbrände immer so entstehen können, das es keiner mitbekommt. Wundert einen ja immer. Anscheinend geht so etwas aber schneller, als man denkt. Gruselig.

Nun sitze ich also da, die Stromversorgung meines Computers mit schlechtem Akku wird sich in den nächsten 20 Minuten verabschieden und ich führe ein wahnsinnig interesantes Gespräch via Skype. Ach so: Es ist Sonntag Abend. Die grünen Akku-Füll-Anzeige-Lichtchen am linken unteren Rand meines Computers blinken immer weniger. Gleich bin ich weg. Nur noch kurz. dann war es das für heute mit der Kommunikation.

Ach! Hey! Ha! Wie geil ist das denn? Da liegt ja das iPad! Also hat sich dieser 4-Wochen-Test schon volle Kanne gelohnt: Er hat mir diesen Abend gerettet, an dem ich fast hätte gerettet werden müssen. Olé!

Weiter geht es mit:

EIN TESTVERSUCH

Ich muss mir nochmal klar machen: ich soll hauptsächlich testen, wie das iPad mit der simyo-Flatrate zusammenarbeitet. Gut. Aber wie schreibt man dazu einen Testbericht, der länger als ein Bierdeckel ist? Verdammt nochmal, womit füllen eigentlich Mobilfunkmagazine ihre Seiten? Das ist ja unglaublich! Ganz klar, ich werde viele Grafiken und Diagramme anfertigen müssen.

balkchen

Somit dürfte schonmal was zum Empfang gesagt werden. Der war eigentlich immer gut. Okay, die nutzen eh das Eplus-Netz und ich bin da als Telefonkunde schon seit Jahren und hatte nie Probleme, von wegen Empfang, also hat mich das jetzt auch nicht weiter überrascht. Meine Güte. So schreibt man Handynetztestberichte? Das ist ja total langweilig! Eine neue Grafik muss her!

torte

Und auch wenn mir die Leute aufs Display geglotzt haben und beobachten durften, wie ich mich über die grottig funktionierende Facebook-App “Friendly” geärgert habe - das war mir egal, denn ich konnte jetzt aus der U-Bahn Statusupdaten und sogar Fotos machen! Hurra! Nie wieder langweilige Bahnfahrten! Ich war gerettet! (Bis auf diese eine Fahrt nach Köln: Der Zug war oberproppevoll. Ich hab zusammen mit einer Freundin glücklicherweise einen Superplatz (den sie sofort entdeckt hatte) bekommen. Aber kein Stecker und der iPad-Akku war fast leer! Warum werden auf der Strecke Köln-Berlin immer die alten ICEs eingesetzt? Was haben wir der Bahn getan, das sie uns so hasst?!?!?! Ich war kurz davor, die aktuelle “mobil” zu lesen!) Und wenn man mal keine 3g-Verbindung hat, dann wartet man mal ein bisschen, dann ist die meistens schnell wieder da. Was aber tun, wenn die Verbindung ausbleibt?

saulchen

Sollte also mal kein Empfang sein, dann muss man nicht verzagen. Es geht immer irgendwie weiter. Wirklich. Aber ausbleibender Empfang ist selten und die Flatrate funzt. Ich glaube auf jeden Fall, das ich das monatliche Limit (noch) nicht erreicht habe. Und ich hab echt immer und überall Mails gecheckt. Scheint also in Ordnung zu gehen. So. Das war der fachliche Teil meines Artikels. Jetzt wird es zum Ende nochmal so richtig emotional:

Die bevorstehende Trennung einer großen Liebe

Ich wollte bis zum Schluss nicht einsehen, das dieser Moment kommen würden müsste, aber er rückte unaufhaltbar näher und irgendwann konnte ich ihm nicht mehr entgehen: Die 4 Wochen Testzeit waren vorbei und ich würde das iPad wieder zurückschicken müssen. Nun, wenn man mich die letzten Tage gefragt hat, wie mir das Gerät gefällt, habe ich immer gesagt: “Gut, aber ich weiss noch nicht so richtig, wo und wie ich es einsetzen soll…” Natürlich eine absolute Lüge, mit der ich cool tun wollte. Vielleicht auch um es dem iPad und mir nicht so schwer zu machen, wenn wir uns “Lebe wohl” sagen müssen. Aber das ist nun nicht mehr möglich. Es muss raus. Dieser Liebe zwischen dem Gerät und mir, die ist mehr als die normale Liebe eines Menschen zu einer Maschine. Ich habe dazu (selbstverständlich mit dem äusserst exzellenten “Garage Band” fürs iPad auf dem iPad) mal folgendes verfasst:

Ich muss zurück by nilzenburger

Dazu bleibt nicht mehr viel zu sagen. Und wo Worte nicht mehr weiterhelfen, vielleicht als Abschluss nur noch ein Bild, aus den glücklichen Tagen, als das Gerät und ich noch zusammen waren:

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Adieu.



Cablegategate

Ich bin ja jemand, der, was Journalismus betrifft, entgegen besseren Wissens erstmal sehr naiv ist. Wenn ein Journalist im “richtigen” Umfeld veröffentlicht, dann unterstelle ich dem eine gewisse Grundrecherchefähigkeit und kann dann dem Artikel, sollte es nicht zu abstrus werden, folgen. Nehmen wir zum Beispiel einmal an, ein Journalist würde für die Zeit ein Blog schreiben, dann ginge ich erstmal davon aus, trotz der Form “Blogeintrag”, das er das, was er schreibt auch wenigstens minimalst überprüft hat. Vor allem wenn er schreibt, was er gelesen hat und einen Link setzt zu dem, was er gelesen hat. Somit hat die “Zeit”, das gebe ich zu, bei mir einen größeren Vertrauensvorschuss als beispielsweise die “Coupé”.

Nun habe ich auf dem Blog “Kulturkampf” der Zeit eben den Artikel “Cablegate: “Spiegel” löst Hexenjagd aus” (mittlerweile Offline) gelesen. Und mir erstmal nicht soo viel dabei gedacht, weil der ehrlich gesagt auch nicht so spektakulär war. Es ging darum, das der Spiegel wohl seine Cablegate-Berichterstattung mit einer gewissen fantasievollen Note gewürzt hat, obwohl die nicht aus den Kabeln ersichtlich war. Konkret ging es um den, laut Artikle, angeblich “jungen” FDP-Mann, der die Botschafter informiert haben soll und es wurde gezeigt, das der Spiegel sich das mit dem “jung” auf irgendeine bizarre Art und Weise zu Recht geglaubt haben muss. Siehe Screenshot hier:

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So weit, so unspektakulär. Man könnte meinen da hat jemand was gegen den Spiegel und sucht jetzt das Spielverderbernädelchen im Heuhaufen. Dann hab ich aber die Kommentare unter dem Artikel gelesen und wurde kurz stutzig (Screenshot):

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Hä? Nicht wirklich, oder? Also habe ich den Link im Text geklickt, der zu dem Original-Kabel-Text führt und siehe da: Der Kommentator hat Recht! Das steht da wirklich EIN SATZ VORHER:

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Hahahahahahahahahahahahahahahaha. Oder ne, moment, warte, ah doch: Hahahahahahahahahahahahaha!
Ich meine: Wie beknackt ist das denn bitte schön? Wie schafft man es denn DAS zu überlesen? Ich will ja gar nix böses unterstellen, weil wenn die Autorin des Artikels was Böses gewollt hätte, dann hätte sie sich ja wohl etwas geschickter angestellt. Und hey: Ich bin kein Journalist. Die Artikel in DIESEM Blog hier bestehen komplett fast nur aus eigener Hirn-Recherche, und das ist KEINE zuverlässige Quelle. Aber das erwartet von mir wohl auch niemand. An eine professionelle Journalistin in einem professionellen Umfeld kann ich da sicher andere Massstäbe anlegen. Seis drum: Fehler passieren, ist kein Problem. Ich fands nur einfach so unglaublich lustig, wie sehr man daneben hauen kann. Und btw: Man hätte sich keinen Ast abgebrochen, da ein transparentes Update a la “Sorry, scheisse gebaut, stimmt gar nicht was hier steht….” hinzusetzen, anstatt den Artikel gleich komplett zu löschen. So wirkt es ein ganz klitzekleines Bisschen ertappt. Aber ich möchte ja nicht spekulieren. Nur mein kleiner Tipp: Nächstes mal GANZEN Absatz lesen…gnihihihihi.

P.S.: Ja, ich finde diese dramatische Überschrift tatsächlich lustig…:)



Das GTT versucht den Move

Herm “The Herm” Herm und ich, besser bekannt als das GTT (Guten Tag Team) sind von Playstation eingeladen worden um mal ihren neuen Controller auszuprobieren. “Move” heisst das Gerät und im ersten Moment erinnert es ein bisschen an die Steuerung der Wii, aber bis auf die Tatsache das man mit einem längeren Gerät in der Hand vor dem TV rumfuchtelt, gibt es eigentlich keine Gemeinsamkeiten zwischen den Beiden. Oder vielleicht doch: Man könnte meinen, das Sonys Hardware-Entwickler sich die Dinger von BigN genauestens angeguckt haben und verbessern wollten. Ich fand zumindest, das sie besser in der Hand liegen und das sie einem noch die Tiefe als Achse dazu geben, ändert das Spielverhalten auch einigermassen. Aber sehen sie selbst, wie sich das GTT geschlagen hat:

Teil 1:

Teil 2:

Das macht schon Spass alles. Wir haben auch noch ein paar andere Spiele ausprobiert, die haben auch gut funktioniert. Allerdings: Meine große Sorge ist die Funktion der Kamera in einer normalen Wohnumgebung. Wo man eben keine Lichtdurchfluteten Räume hat oder alles erstmal professionell ausleuchten kann. Wo man nicht immer den Platz hat, mal eben 2 Meter vom Fernseher entfernt rumzufuchteln. Das alles wird erst der richtige Prxistest beweisen. Bis dahin aber gilt: Ausprobieren kann man es ja mal. Auf der Gamescom wirds auch rumstehen.



Früh aufwachen und nicht rauchen

Das sind die Zutaten, die zu so einem Lied führen. Vielleicht sollte ich mir auch mal so eine Loop-Station holen? Ich hätt ja schonmal Bock drauf und Gesangsloops in Garage Band zusammen zu schneiden, ist nun auch nicht der wahre Jakob. Hier das Lied. Nennen wir es einfach mal:

“Nikotinentzug”

P.S.: Ich habe den Text ebenfalls heute Morgen geschrieben und als ich ihn dann einsang fiel mir auf, das ich eine Zeile vergessen hatte und ich musste improvisieren. Diese Zeile ist tatsächlich auch die schlechteste im ganzen Lied. Welche mag das nur sein? :)



Neues Video des Monats

In der Sidebar. Nur für alle die es nicht mitbekommen. Hier ist es auch nochmal. Nimm DAS Sesamstrasse..:)

[VimeoDirektWeezerInsekten]



Lass den Weltfrieden lesen..

Blog-Lesungen sind ja so eine Sache: Immer finden sie da statt, wo man selber gerade nicht hin kann. Aber das ist jetzt anders, denn: Ich lese jetzt für dich.

Im Laufe der Jahre hat sich hier einiges angesammelt an Texten und ich habe ja immer das Gefühl, das viele davon in einer sehr “gesprochenen” Sprache geschrieben sind. Deswegen wird dem jetzt Rechnung getragen (und auch damit hier mal wieder ein bisschen mehr los ist). Du suchst dir einfach den Text aus, den ich für dich lesen soll und dann mach ich das. Bitte mit Link zum Text in die Kommentare posten und ab geht die Luzie. Dabei wird das noch nichtmal besonders demokratisch gehandhabt: Es geht nicht darum, welche Texte am meisten Stimmen bekommen, sondern welche Texte sich überhaupt gelesen gewünscht werden. Jeder Wunsch wird berücksichtigt, zumindest so lange die Aktion läuft. Und WIE lange das sein wird, das weiß ich selbst noch nicht. Das File kann man dann runterladen und überall mit hin nehmen. Nilzenburger in der Bahn, im Auto, im Swingerclub, auf der Arbeit, kurz: Überall da, wo man was hören kann.

Also: Im Weltfrieden stöbern, Text aussuchen, in die Kommentare posten und vom Autor gelesen bekommen. Bin ja mal gespannt, ob sich überhaupt irgendjemand an irgendeinen Text erinnern kann…