Weltfriedenrap

Ich hab mir gestern ne super CD gekauft. Mehr oder weniger blind. Naja, nicht wirklich blind: Ich hab ein paar Interviews mit der Band gelesen, das wars aber auch, und glaubt mir, Interviews mit den Orsons verraten euch ungefähr nichts über die Platte. Und die erste Single ist auch nicht gerade das aussagekräftigste Stück Musikgeschichte. Ihr müsst mir in diesem Fall also einfach mal glauben: Die Orsons sind wirklich grossartig lustig und sehr, sehr Weltfriedisch. Vor allem der Song “Die Orsons bauen eine Schaukel” hat es mir sehr angetan. Den gibt es aber nicht als Single (noch!) deswegen begnügen wir uns mit der ersten Auskopplung aus “Die Orsons - Das Album”, ein Rap in dem sich konsequent gar nichts reimt: Let´s Banana Holla Dance Woosh!


[YouTubeDirektUnserApartment]



Old habits die hard….

Und damit habe ich den Wettbewerb für die dämlichste Überschrift seit der Erfindung von Blogs gewonnen! Vielen Dank! Ich nehme den Preis an und danke der Academy für ihre…..Moment, ich komm ertsmal zum Thema.

Die sympatische Band Angelika Express war super. Ich hab sogar mal ein Lied von denen für meinen ersten Kurzfilm im Rahmen meines Studiums benutzt. Leider wurde der Film nie fertig und deswegen musste ich die Band nie anfragen, ob ich den benutzen darf, weil der Film ja sowieso nirgendwo gezeigt wurde. Trotzdem “Geh doch nach Berlin” war ein Superlied das mich prompt (trotzt des entgegengesetzt wirkenden Titels) an den Song “Geh nicht nach Berlin” erinnerte, von der Band “Die helfende Hand” ebenfalls aus Köln, aber ungefähr 10 Jahre vor Angelika am Start. Habe ich nun eine ausgewiesene Vorliebe für AntiBerlin-Lieder aus dem kölschsprachigen Raum? Ich denke nein. Aber wenn die Lieder doch so lustig waren…

Angelika Express haben sich aufgelöst und eigentlich wäre die Geschichte hier zu Ende. Wenn Angelika-Mastermind Robert nach ein paar Jahren Abstinenz nicht das Gefühl gehabt hätte, wieder ein paar Songs im Angelika-Style machen zu müssen. Ohne Bend gehts auch und deswegen nimmt er alle Songs im Moment selbst auf. Und irgendwann will er dann auch eine Band zu sammenstellen. Und wieder touren. Aber der Clou: Alle Songs, die er gerade neu schreibt, veröffentlicht er auf seinem Blog. Zum freien Download. Alles selber machen. So sieht der Masterplan aus. Und was soll ich sagen? Er hat das Songschreiben nicht verlernt. Angelika-Lieder haben immernoch diese schöne Mischung aus Druck, Noise und schönen Texten, die mich streckenweise sogar an die besten deutschen Songtextschreiber erinnern, die es je gab, nämlich die Lassie Singers.

Deswegen: Schnell herübergehen und sich die (bisher) 9 Lieder anhören, runterladen, auswendig lernen und verbreiten. Für eine bessere Rockmusik. Hier mal ein Beispielsong:





Quantcast

[via René]

Desweiteren fände ich es natürlich schön, wenn ich mal die Gelegenheit bekäme mit Waldi einen Remix von einem der neuen Songs zu machen. Ausserdem könnte ich mir auch gut vorstellen, mit Robert mal die ganzen Rots-Songs richtig aufzunehmen und so wie er das macht zu veröffentlichen. Aber nennen wir das doch erstmal “Zukunftsmusik”.





Dinosaurier!

Diese Perle hier die Waldi auf MySpace ausgegraben hat verdient aber auch allerhöchste Beachtung. Eine Band namens “totally enormous extinct dinosaurs” aus dem vereinigten Königreich. Hammer. Man schmeckt ein bischen Basement Jaxx, man hört das Daft Punk im Nebenraum laufen, und dennoch ist es etwas sehr eigenständiges, elektronisches. Electropop. So nennt man das wohl. Was weiss denn ich, ich bin doch hier nicht der Katalogiosierer. Fakt ist: Die Lieder sind freundlich und reissen mich mit. Lassen mir keine Chance. Wollen von mir getanzt werden. Hammerband. Nicht nur Hörbefehl, sondern auch Add-Befehl, dann kommentieren die bei euch vielleicht auch so schön, wie bei mir.



Erneuter Versuch: Neue Weltfriedenserie

Die Weltfriedenband des Monats. Nachdem das ja im September die Love Willows waren, sind es nun “Noah and the Whale”. Und man kann sicher sehr schnell hören und bemerken, warum das so ist (zumindest René merkte das sehr schnell, als er mich per Mail auf folgendes Video hinwies (Danke Digger!)):

[YouTubeDirektSunFunLove]

Es wird kälter draussen, es gibt schon Spekulatius (Bäh!) und Dominosteine (Mjam!) im Supermarkt zu kaufen, da ist ein Lied wie “5 Years Time” doch genau das richtige, um sich nochmal die Wärme zurückzuholen, die in diesem Regensommer so spärlich vorhanden war. Ausserdem ist Noah and the Whale ja wohl ein toller Bandname, der einen direkt an seine coolen Jungensbücher vom Flohmarkt erinnert, in denen erklärt wurde wie Raketen funktionieren, wie man in der Wildnis überlebt, sich ein Zelt aus Laub baut, wie man ein Lagerfeuer nur mit einer Lupe entfacht, ob es Kannibalen wirklich gibt oder was einen guten Privatdetektiv ausmacht. Und genau so hört sich die Musik auch an. Unschuldig wie kleine Jungens, die gerade eine alte Keksdose mit Schmuck aus dem Kaugummiautomaten vergraben, um sie nacher im Piratenspiel als Goldschatz zu heben. Hach, Gleichnisregion im Gehirn, manchmal hab ich dich wirklich gern.